03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 15. Tag: Flug nach San Cristobal (Galapagos), Ortsrundgang und Interpretationszentrum

Heute mussten wir schon um 6 Uhr mit gepackten Koffern auf der Matte stehen. Blöderweise waren wir schon um 4 Uhr wach und konnten nicht mehr einschlafen.

Von 6:00 bis 6:30 Uhr hatten wir dann noch Zeit zum Frühstücken. Hier im Hotel gab es Buffet.

Anschließend brachte uns Homero zum Flughafen.

Hier mussten wir dann von ihm Abschied nehmen. Im Bus hatte Ivan schon unsere Reisepässe und jeweils 20 Dollar eingesammelt. Damit ging er dann am Flughafen zum Schalter, um für uns alle die Einreisekarte nach Galapagos zu besorgen.

Wir hatten am Vorabend noch Schuhe geputzt, um keine Steine, Sand oder sonstiges auf Galapagos einzuschleppen. Die Natur ist hier sehr sensibel. Deshalb wurde auch auch als erstes unser Gepäck durchleuchtet, damit wir nichts unerlaubtes nach Galapagos einführen. Anschließend wurde das große Gepäck versiegelt. Als wir damit fertig waren, stand Ivan immer noch am Schalter und telefonierte mehrmals. Irgendwas schien nicht zu stimmen. Es dauerte noch ziemlich lange, bis das endlich geschafft war. Wir erfuhren dann, dass unsere Daten noch nicht weitergegeben worden waren und diese deshalb für jeden einzeln ins System eingetippt werden mussten. Bei den beiden anderen Viventura Gruppen hatte alles reibungslos funktioniert.

Dann konnten wir aber unser Gepäck abgeben und es ging zum Gate, wo wir uns noch einen Kakao genehmigten.

Der Flug startete um 9:15 Uhr und dauerte dann ca. 1,5 h, wir hatten aber nochmal eine Stunde Zeitverschiebung. Auf dem Flug mussten wir dann noch ein weiteres Einreisepapier ausfüllen, auf dem wir bestätigen mussten, dass wir bestimmte Sachen nicht im Gepäck haben

Dann mussten wir uns in die lange Schlange für die Einreise einreihen. Am Schalter mussten wir dann alle Papiere abgeben und die 200 Dollar Nationalparkgebühr für Galapagos abtreten. Eine Reise nach Galapagos ist nicht die günstigste Angelegenheit. Wir fragten noch nach einem Stempel im Reisepass und dann war es geschafft. Unsere Koffer waren auch alle da.

Anschließend ging es mit dem Bus in unsere Unterkunft. Die Fahrt dauerte aber nur 5 Minuten. Die Zimmer sind zweckmäßig, aber nicht überaus schön.

Um 12:00 Uhr trafen wir uns wieder, um eine kleine Stadttour zu machen. Das Highlight hier auf der Insel sind die Seelöwen, deshalb werdet Ihr jetzt davon viele zu sehen bekommen.

Einen Braunpelikan haben wir auch gesehen.

Ein Baby-Seelöwe. Diese können nur von der eigenen Mutter gesäugt werden. Von anderen Müttern werden sie verstoßen. Es kann aber sein, dass die Mutter mal 4-5 Tage nicht zurückkommt. Wir erlebten hier eine Szene, wo ein junger Seelöwe versuchte, von einem anderen weiblichen Tier Milch zu bekommen. Zuerst wurde er weggestoßen, als er aber nicht nachließ, krallte sich die Kuh den Kleinen und schleuderte ihn richtiggehend durch die Luft. Er tat uns richtig leid.

Eine andere Gefahr besteht, wenn die Touristen die Tiere anfassen. Dann nehmen die Tiere die Düfte von Sonnencreme etc auf, werden von der Mutter nicht mehr als ihr Kind erkannt und ebenfalls verstoßen. Das ist dann quasi das Todesurteil.

Wie immer hatten wir schönes Wetter.

Unser Guide Ivan kommt ursprünglich von dieser Insel hier und traf deshalb ständig Familie und Freunde, immer mit geoßem Hallo.

Als wir weiterliefen, trafen wir dann sogar Seelöwen direkt auf der Straße oder im Restaurant an.

Dann kehrten wir in einem Strandlokal erst mal ein. Ich hatte eine Limonade und versuchte das erste Mal eine Ceviche aus Fisch.

An dem Tisch saß bereits ein Ehepaar, er aus Island, sie aus Deutschland und wir durften uns netterweise dazu setzen. So kam unsere Gruppe mit den beiden ins Gespräch und es wurden viele Reiseerlebnisse aus Island, Ecuador und weitere ausgetauscht.

Direkt nebenan war ein Strand an dem sich die Seelöwen zwischen den ganzen Menschen tummelten.

Wir beide entschieden uns dann in unserer freien Zeit zum Interpretationszentrum zu gehen. Hier gab es viele Informationen über die Insel und die Tierwelt. Das war aber alles viel zu viel zum Lesen, so dass wir uns auf wenige Informationen beschränkten. Anschließend liefen wir den drei Kilometer langen Rundweg.

Der Weg führte dann u. a. noch zum Strand Carola, wo wir wieder auf viele Seelöwen trafen. Man konnte sich aber daran auch nicht satt sehen.

Kakteen gab es auch.

Nach dem Strand folgten noch viele Aussichtspunkte, zu denen wir jede Menge Treppen nach oben laufen mussten.

An diesem Aussichtspunkt zweigte dann noch ein kleiner Wildnispfad ab, den wir aber nur ein kleines Stück abliefen, da wir nicht wussten, wo er hinführt und dafür war es auch schon zu spät. Also liefen wir die normale Runde weiter.

So kamen wir wieder zum Parkausgang, wo wir ein paar unserer Mitreisenden trafen. Anschließend gingen wir dann am gleichen Strand wie zuvor nochmal was Trinken.

Dieses Mal saß ein Ehepaar der Viventura Comfort Reise am Tisch, denen wir schon öfters begegnet sind, da sie fast die gleiche Reiseroute wie wir haben. Auch hier hatten wir wieder nette Gespräche. Dann ging es zurück ins Hotel.

Um 19:00 Uhr trafen wir uns wieder zum Abendessen und Ivan führte uns in das nobelste Hotel vor Ort. Hier kostet ein Zimmer zwischen 450 und 750 Euro pro Nacht. Oh lala 😉. Das Essen war somit auch nicht ganz billig. Ich hatte aber eh nicht viel Hunger, da ich ja schon die Ceviche hatte und bestellte nur gebratenes Gemüse und Kartoffelbrei, Björn hatte Rinderfilet.

Gruß des Hauses.

Uns beiden fielen nach dem Essen die Augen fast zu, so dass wir uns vor den anderen verabschiedeten und zurück ins Hotel liefen. Dort fielen wir dann totmüde ins Betr.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 14. Tag: Fahrt über den Cajas Nationalpark nach Guayaquil

Heute hatten wir wieder eine lange Fahrt vor uns. Aber zuerst ging es zum Frühstück.

Wir verließen Cuenca und nahmen Kurs auf den Cajas Nationalpark. Auf der Fahrt dorthin erzählte uns Ivan, dass es hier grade viele Brände gibt, die allerdings nicht der Hitze und Trockenheit geschuldet sind, sondern von Regierungsgegnern gelegt wurden.

Nach da. 1,5 bis 2 h kamen wir an einem Aussichtspunkt an, an dem wir einen tollen Blick auf den Nationalpark hatten. Hier sammelte jeder einen Stein und wir bauten einen kleinen Steinturm. Quasi als Dank, dass wir die Fahrt bis hierher gut überstanden haben.

Hier waren wir ein letztes Mal auf 4000 m. Es gab mehrere Plattformen mit tollen Ausblicken und viele Fotos wurden geschossen und wir genossen einfach diese tolle Aussicht. Wir konnten uns gar nicht satt sehen.

Danach hatten wir dann weitere 3 h Busfahrt vor uns. Nun ging es von 4000 m auf 0 m runter. Die Reise stellt uns schon auf ganz schön viele Proben.

Unterwegs hielten wir nochmal an einem Bauernhof, wo ebenso Schokolade hergestellt wird. Hier verkosteten ebenfalls nochmal die Kakaobohnen, die hier etwas besser schmeckten als im Regenwald. Andere Region, anderer Geschmack. Pfeffer gab es auch. Hier war es jetzt wieder schwül-heiß.

Die Familie hier auf dem Bauernhof war sehr nett und es war schon fertige Schokolade für uns vorbereitet. Diese Bestand aber zu 100 % aus Kakao, ohne zugesetzte Milch. O-Ton: Ich habe hier ja keine Milchkuh. Die Röstaromen der Schokolade waren umso mehr zu schmecken, desto weniger Zucker man zusetzte.

Am Ende ließen wir noch ein kleines Trinkgeld da. Ich hätte gerne noch Pfeffer gekauft. Aber da wir ja morgen nach Galapagos fliegen, wo die Mitnahme verboten ist, machte das ja keinen Sinn.

Dann ging es weiter Richtung Guayaquil, vorbei an Bananenplantagen.

Guayaquil ist momentan ja eher ein etwas heißes Pflaster und öfters mal in den Nachrichten. Hier hält sich die Mafia auf und besonders in einem Stadtteil gibt es ziemlich oft Vorfälle. Diesen Stadtteil mussten wir allerdings mit dem Bus passieren, da es keinen anderen Weg gab.

Schließlich erreichten wir die Stadt und stiegen aus. Allerdings konnten wir den Besuch eines Hügels, der eigentlich auf dem Plan stand, nicht durchführen, da hier grade eine Crossbike-Veranstaltung stattfand. Auf der Treppe, die wir eigentlich nach oben laufen wollten, rasten die Fahrräder nach unten, um am Ende der Treppe spektakuläre Sprünge zu absolvieren. Somit liefen wir nur ein bisschen in eine Seitenstraße mit schönen Häusern im Kolonialstil.

Anschließend schlenderten wir dann an der promenade entlang, immer auf unsere Wertsachen bedacht. Ich habe mich aber auf der ganzen Reise bisher nie unwohl gefühlt.

Hier gibt es eine Seilbahn, die aber wenig genutzt wird.

Hier an der Promenade war die reinste Partymeile. Riesenrad, Verkaufsstände etc.

Hier setzten wir uns dann in ein Restaurant mit Blick auf den Fluss und Ivan konnte aushandeln, dass wir jetzt schon die Happy Hour Preise für die Cocktails bekommen. Ich blieb trotzdem bei ner Limo. Erst mal wieder den Klimawechsel verkraften. Hier saßen wir dann mal längere Zeit ganz entspannt und es kam mal richtiges Urlaubsfeeling auf.

Wir liefen dann Richtung unseres Hotels und kamen am Rathaus von Guayaquil vorbei.

Kurz später kamen wir an einen großen Platz mit einer Kirche.

Hier gab es auch grüne Leguane.

Dann kamen wir zu unserem Bus und mussten heute alle Sachen rausräumen. Man, was haben wir wieder einen Krempel dabei und jetzt auch noch so viel gekauft. Zukünftig müssen wir doch mal minimalistischer reisen. So mussten wir nun den ganzen Krempel rund 200 m zum Hotel tragen, das Grand Hotel.

Im Hotel hatten wir dann 1,5 h bis zum Abendessen Zeit. Dieses nahmen wir aus Sicherheitsgründen heute auch im Hotel ein. Das war aber sehr lecker. Ich hatte Lachsfilet und Björn Hähnchenbrust.

Anschließend hätten wir noch einen kostenlosen Drink an der Bar einnehmen können, wir entschieden uns aber für Kofferpacken und Bett. Morgen ist um 5 Uhr die Nacht zu Ende und das Kofferpacken gestaltete sich heute schwieriger, weil alles ja wieder flugtauglich gemacht werden musste und auch alle Sachen rein mussten, die bisher immer im Bus geblieben waren, wie z.B. die Wanderschuhe. Aber schließlich haben wir es geschafft.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 13. Tag: Cuenca

Heute konnten wir mal „ausschlafen“. Frühstück gab es um 8:00 Uhr. Um 09:00 Uhr ging dann unsere Stadtführung los. Hier gab es aufgrund des Königsbesuchs aber eine Planänderung. Wir zogen den Spaziergang durch die Stadt vor, da zwischen 12:00 und 14:00 Uhr alles gesperrt werden sollte.

In Cuenca gibt es sehr viele schöne alte Kolonialgebäude. Uns hat es hier besser gefallen als in Quito.

Die Kathedrale. Hier fand grade ein Gottesdienst statt.

Der Vorplatz der Kathedrale.

Der Blumenmarkt. Diese werden hier hauptsächlich verkauft, um sie dann in der Kirche niederzulegen.

Neben dem spanischen König waren noch Delegationen weiterer Länder zugegen.

Die alte Kathedrale.

Anschließend ging es in die Markthalle.

Die Fleischabteilung.

Die Obst- und Gemüseabteilung war so schön bunt. Und schmecken tut es hier ja sowieso viel besser als zuhause.

Kartoffeln

Holunderblüten.

Süßigkeiten.

Essensstände.

Anschließend fanden wir hier sogar einen Apple Store 😂.

Streetart.

Eine weitere Kirche.

Anschließend fuhren wir mit unserem Bus zu einem Aussichtspunkt über der Stadt.

Hier gab es dann auch noch das Atelier des Künstlers, der die tollen Teller bei unserem Abendessen kreiert hatte. Hier gab es lauter tolle Sachen, leider nicht die Teller. Wir konnten es uns dann aber nicht verkneifen, noch eine Blumenvase und eine Salzdose zu kaufen.

Hier oben gab es auch noch eine weitere Kirche.

Anschließend ging unsere Fahrt weiter ins Panamahut-Museum. Hier wurde uns die Fertigung der berühmten Hüte näher gebracht.

So startet das ganze.

Die Hüte werden mit Chlor gewaschen, damit sie die weiße Farbe bekommen. Hier sind sie zum Trocknen aufgehängt.

Hier bekommen sie den Firmenstempel.

Hier werden sie in die jeweilige Form gebracht.

Und hier werden die Bänder noch angebracht.

Berühmte Personen, die hier einen Panamahut gekauft haben.

Am Ende wurden wir natürlich auch noch in den Laden geführt. Ich war ja vorher der Meinung, mir keinen Hut zuzulegen, aber dann bin ich doch wieder schwach geworden.

Danach ging es zurück ins Hotel, wo wir die Früchte verkosteten, die Ivan in der Markthalle für uns gekauft hatte, u. a. Drachenfrucht, Stinkfrucht. Ebenso sammelten wir Trinkgeld für unseren Busfahrer und schrieben eine Karte, weil er uns schon bald verlassen wird.

Dann hatten wir mal einen freien Nachmittag. Eigentlich wollten wir diesen alleine verbringen, da gleichzeitig mit uns aber fünf weitere Mitreisende loszogen, haben wir uns dann doch angeschlossen.

Wir fanden weitere Streetart.

Dann kehrten wir auf ein Glas Bier ein, ich trank eine heiße Schokolade. Dann ging es weiter und wir begegneten unserem Guide Ivan, der uns dann zu einer guten Bierkneipe lotste. Hier hatten die anderen eine kleine Bierprobe, um zu verkosten, welches Bier bestellt werden sollte. Da ich ja kein Bier trinke, nahm ich eine Zitronenlimonade. Und wir bestellten uns noch eine Pommes.

Anschließend liefen wir zu zweit zurück ins Hotel.

Zum Abendessen haben wir dann unseren Busfahrer Homero eingeladen, um uns gebührend von ihm zu verabschieden, auch wenn er uns erst in zwei Tagen verlassen wird. Heute war aber die bessere Gelegenheit. Björn bestellte einen Burger und ich drei verschiedene Hähnchenröllchen.

Unsere Mitreisende mit den besten Spanisch-Kenntnissen hielt dann eine kurze Rede und wir überreichten Karte und Trinkgeld.

Als wir das Restaurant verließen, fand draußen aufgrund des Königsbesuchs noch eine Folklore-Veranstaltung statt. Dieser wohnten wir noch einen Moment bei.

Danach ging es zurück zum Hotel. Auf das angekündigte Feuerwerk verzichteten wir. Dann war wieder Koffer packen angesagt.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 12. Tag: Indigener Markt in Guamote, Ingapirca und Fahrt nach Cuenca

Um 6:00 Uhr klingelte der Wecker. Zu dieser Zeit war noch kein Strom verfügbar, das Wasser der Dusche war aber heiß. Deshalb entschied ich mich zu Duschen, aber die Haare nicht zu waschen, da ich sie ja dann nicht fönen konnte. Aber grade als ich unter der Dusche stand, sprang der Generator um 6:30 Uhr an und somit gab es wieder Strom. Somit konnte ich mich dann kurzfristig unter der Dusche noch umentscheiden. Frühstück gab es heute um 7:00 Uhr. Unter anderem konnte man sich Ei bestellen und ich orderte ein Omelette.

Um 8:00 Uhr ging es dann zu Fuß los auf den indigenen Markt. Dieser war viel authentischer als der Markt in Otavalo, der er hauptsächlich für die Einheimischen gedacht ist und deshalb nicht so touristisch aufgezogen ist. Andere Touristen haben wir eigentlich auch gar keine gesehen.

Hier sind wir eher in einer ärmeren Gegend von Ecuador. Die indigenen Frauen sehen aber alle sehr elegant aus in ihrer traditionellen Kleidung.

Die Schuhabteilung.

In dieser Seitenstraße war grade Baustelle.

Die Gewürzabteilung.

Obst und Gemüse.

Medikamente.

Viele der indigenen Frauen waren vollgepackt. Die Ware wird immer auf dem Rücken getragen. Deshalb haben viele der Frauen im Alter Rückenschmerzen.

Gitarren gab es auch zu kaufen.

Gekocht wurde auch.

Dann kamen wir in die Fischabteilung.‘

Hier gab es einen Medizinmann, der über Frauenkrankheiten erzählt hat. Der Andrang war groß.

Drei Arten von Bananen. Mitreisende kauften ein ganzes Bündel für nur einen Euro und jeder durfte probieren. Hier schmeckt das Obst natürlich viel besser als in Deutschland.

Obst und Gemüse.

Oder wie wäre es mit ein paar Rinderhufen?

Panela.

Hühnchen.

Meerschweinchen am Spieß.

Die Schuhputzer.

Das waren die Eindrücke vom Markt. Ich mag sowas. Und dieser hier war wirklich authentisch. Die Märkte in anderen Ländern dieser Welt, sind schon gewöhnungsbedürftig und überhaupt nicht vergleichbar mit unseren Märkten in Deutschland.

Zurück im Hotel kaufte ich nur für 4 Dollar noch einen Geldbeutel.

Anschließend ging es dann wieder in den Bus zur Inkastätte Incapirca. Mehrere Stunden fuhren wir durch die Andenlandschaft. Auf der Fahrt kamen wir am Ott Alausi vorbei. Dort gab es vor einiger Zeit einen schweren Erdrutsch. Deshalb konnten wir die ehemalige Straße nicht befahren. Der neue Weg spart einem einen großen Umweg, hier muss man aber nun Maut bezahlen.

Hier vor uns die Teufelsnase. Von Alausi gab es eine Zugstrecke zur Teufelsnase, diese ist momentan aber außer Betrieb oder fährt nur untegelmäßig.

Blick auf Alausi.

Hier ist der Erdrutsch passiert, der viele Häuser weggerissen hat und da es nachts passierte, viele Menschenleben gekostet hat.

Gegen 13:30 Uhr erreichten wir dann Ingapirca, das sind die besterhaltenem Ruinen aus der Inkazeit in ganz Ecuador. Die Anlage ist ca. 4 ha groß. Die ältesten Teile der einstigen Canari-Festung stammen aus der Zeit um 800 n. Chr. Die Inkas bauten ihren Sonnentempel dann am Ende des 15. Jh. steil über den Tälern, mit freiem Blick auf die umliegenden Bergrücken.

Es ist nicht mehr viel vom einstigen Innenleben zu erkennen. Die angedeuteten Räume waren wahrscheinlich Lagerräume.

Die Grabstätte einer Hohepriesterin.

Hier versuchten wir dann die Energien dieses Ortes in uns aufzunehmen 😉.

Der Blick auf die umliegende Andenlandschaft.

Nach dem Besuch liefen wir in ein fünf Minuten entferntes Restaurant, wo wir sehr billiges Essen bestellen konnten, da für abends aber ein exklusives Mehrgang-Menü angekündigt war, begnügte ich mich mit einem Käsesandwich. Björn aß eine Suppe.

Anschließend sollte unsere Fahrt nochmal weitere zwei Stunden dauern.

Gegen 18 Uhr kamen wir dann in unserem Hotel Posada del Angel in Cuenca an. Hier sind wir jetzt noch auf 2500 m.

Um 18;45 Uhr war dann schon wieder Treffpunkt für das Abendessen. Viventura hat uns in ein exklusives Restaurant eingeladen. Heute war übrigens der spanische König in der Stadt, so dass sehr viel Polizei unterwegs war und einige Straßenzüge abgesperrt wurden. Nach ca. 15-20 Minuten Fußmarsch durch die Stadt erreichten wir dann das Restaurant.

Was wir dann hier erlebten war dann schon etwas sehr Besonderes. Es war einfach großartig. Es gab ein 4-Gänge Menü und zwei Gläser Wein und ein Softdrink waren inklusive. Das ganze war aber an sich ein großartiges Erlebnis.

Zuerst wurden wir vom Koch persönlich begrüßt. Dann wurde uns unser persönlicher Kellner vorgestellt. Danach wurde der Wein ausgeschenkt. Ich entschied mich für den roten Malbec, sehr lecker.

Dann kamen verschiedene Schälchen mit Dips und Weißbrot vorneweg.

Anschließend wurde der erste Gang serviert, eine Shrimps-Supoe. Björn bekam alternativ eine Kartoffelsuppe. Serviert wurden alle Gänge auf wunderschönen Tellern von einem Künstler hier aus Cuenca.

Die Suppe durften wir aber nicht einfach so essen, sondern wir mussten der Anleitung unserer Bedienung folgen. Wir bekamen weitere Schälchen mit Dips und mit jedem Löffel den wir nahmen, mussten wir einen anderen Dip dazu probieren. Die Suppe an sich war ja schon ein Gedicht, aber mit den verschiedenen Geschmäckern wurde es zur Geschmacksexplosion.

Als zweiten Gang gab es dann Lsnguste, Björn bekam alternativ Hähnchenbrust.

Die Languste wurde uns dann schön auf dem Teller drapiert serviert.

Anschließend wurden die Beilagen gebracht. Die Kartoffeln wurden dann auf dem Tisch in der Soße der Langusten zu einem Kartoffelbrei verarbeitet. Dieser war wie die Languste auch extrem lecker und sensationell war der Mangosalat, der ebenfalls gereicht wurde.

Danach war ich eigentlich schon völlig satt, aber damit war es noch lange nicht genug. Als Hauptgang gab es Schwertfisch und dazu Aubergine in Gorgonzola-Soße. Björn bekam alternativ Schweinerippen.

Mach Anweisung der Bedienung sollten wir zuerst den Schwertfisch probieren und direkt hinterher die Aubergine. Ein Traum. Die beiden verschiedenen Geschmäcker harmonierten einfach prächtig miteinander. Aber ich musste dann auch schnell passen und konnte leider nicht alles aufessen.

Anschließend wurden zwei aus der Gruppe herausgepickt, die mit mit ihren Kameras zum Koch kommen sollten. Dieser hat dann mit Pinsel und Lebensmittelfarbe wahre Kunstwerke auf die Teller gezaubert. Unglaublich.

Auf diesen wurde uns dann der Nachtisch serviert.

Danach waren wir pappsatt und liefen glücklich zurück zum Hotel. Auf dem Weg kreuzte uns dann die spanische Delegation. Ein Auto folgte dem nächsten. Viele davon waren abgedunkelt. Ob Felipe in einem davon saß, war schwer zu sagen. Die Straße war gesäumt von vielen Menschen.

Als der Konvoi durch war, liefen wir diesem auf der Straße hinterher und winkten dabei den Menschen am Wegesrand zu und diese bejubelten uns dann ebenso. Was für eine Aktion 😂.

Die Gebäude waren jetzt in der Nacht schön beleuchtet. Aufgrund des Königbesuchs wird übrigens die ganze Stadt mit Strom versorgt. Wie das halt immer so ist.

Damit war ein weiterer Tag beendet.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 11. Tag: Wanderung auf den Chimborazo (5000 m), Casa Condor und Fahrt nach Guamote

Heute ging es schon um 7:30 Uhr los. Vorher gab es noch Frühstück.

Dann ging es los zu einem der Highlights der Reise. Heute sollten wir den höchsten Punkt der Reise erreichen. Es ging zum Chimborazo, einer der höchsten Vulkane der Welt. Lange Zeit dachte man sogar, dass er der höchste ist.

Bei der Fahrt aus Banos heraus, kauften wir noch eine spezielle Art Süßigkeit, die gut gegen die Höhe sein soll.

Ein paar Stände weiter sahen wir noch dieses Prachtexemplar.

Dann ging die Fahrt von knapp 1000 m auf 4800 m los. Rund 3:00 h sollten wir unterwegs sein. Wir nahmen eine Route, bei der wir den Chimborazo umrundeten, um ggf. schöne Fotos zu bekommen. Hier hatten wir aber nicht so viel Glück wie am Cotopaxi, der Chimborazo hing in den Wolken.

Mein Husten war immer noch nicht weg und ich versuchte viel zu trinken. Auf der Fahrt war die 1,2 l Flasche fast leer, das hatte aber auch zur Folge, dass ich heute ständig auf Toilette musste. Das scheint eigl auch durch die Höhe zu kommen.

Irgendwann stießen wir auf eine Straßensperre, Polizei war ebenfalls zu sehen. Als wir ausstiegen, erfuhren wir aber, dass hier ein Radrennen stattgefunden hat. Unglaublich, auf 4000 m Höhe.

Also stand jetzt unserer Weiterfahrt nichts im Weg. Wir schauten, dass wir schnell vor dem Franzosenbus, ebenfalls von Voventura, los kamen.

Wir erreichten dann den Parkeingang, wo einige nochmals Süßigkeiten gegen die Höhe kauften.

Dann ging unsere Fahrt weiter zu einer Hütte auf 4800 m Höhe. Hier gab es auch ein Café. Zwei Mitreisende entschieden sich, hier zu bleiben und die Wanderung nicht mitzumachen. 4800 m war ja aber auch schon eine enorme Höhe und unser Guide hatte geraten, die Wanderung nicht zu starten, wenn man sich beim Aussteigen schon nicht wohl fühlt. Wir wollten die Wanderung aber wagen.

Gleich am Anfang des Weges passierten wir einen Friedhof mit einem großen Denkmal für die Bergsteiger, die hier am Berg geblieben sind. So hoch wollten wir natürlich nicht hinaus. Der Chimborazo hat 6263 m, wir wollten zur Schutzhütte auf 5000 m.

Der Großteil der Gruppe war schon unterwegs als ich startete, da ich zuerst nochmal die Toiletten aufgesucht habe.

Ich hing mich zuerst an unseren Guide Ivan. Langsam setzten wir einen Fuß vor den anderen. Hier auf der Höhe ging es nur im Schneckentempo voran. Der Weg war im Grunde nur 1 km mit 200 hm, aber aufgrund der Höhe hatte er es echt in sich. Aufgrund einiger Pausen und Fotostops verlor ich den Anschluss an Ivan und lief dann einfach mein Tempo weiter. Schritt für Schritt.

Als ich ungefähr den halben Weg geschafft hatte, hörte man einen lauten Schrei von oben, den wir schnell als einen unserer Mitreisenden identifizierten. Er war bereits oben angekommen.

Die Schutzhütte kam immer näher, aber die Pumpe ging immer heftiger und pochte bis zum Hals. Die Atmung machte mir eher weniger Probleme. Kleine Pausen verschafften aber Besserung.

Nach rund 40 Minuten hatte ich es geschafft. Das war ein sehr emotionaler Moment.

Hier war jetzt natürlich die richtige Gelegenheit die Fahne rauszuholen 😉.

Jeder einzelne, der mir noch folgte, wurde jeweils von der Gruppe mit einer La Ola Welle empfangen. Schließlich hatte Björn es dann auch geschafft.

Und da wir ja die Sonnengruppe sind, zogen sich die Wolken hier oben nach und nach zurück und Chimborazo zeigte mehr und mehr von seiner Pracht. Ganz verzogen sich die Wolken aber nicht. Wir hatten aber einen weiteren Tag ohne Regen.

Das war mal wieder eine Grenzerfahrung, aber ein tolles Gefühl, es geschafft zu haben. Die ganze Gruppe, die es gewagt hatte, hatte es geschafft,

Die Hütte ist nicht bewirtschaftet, sondern bietet nur eine Übernachtungsmöglichkeit. Dann machten wir uns wieder an den Abstieg, der schneller vonstatten ging. Glücklich kamen wir wieder unten an. Dort wollten wir noch ein Heißgetränk zu uns nehmen, inzwischen gab es aber keine mehr. Also fuhren wir zurück zum Parkeingang, wo wir uns unseren Stempel im Reisepass abholten. Hier kaufte ich auch nochmal diese Süßigkeit, die gegen die Höhe helfen soll.

Von hier aus fuhren wir dann zur Casa Condor, ein weiteres Projekt, wo mit Alpakas gearbeitet wird.

Hier bekamen wir erst mal ein warmes Mittagessen, das in unserem Reisepreis inkludiert war.

Brombeersaft

Suppe

Hauptgericht

Nachtisch

Da wir nach der Tour im Bus bisschen was gefuttert hatten, war uns das allen etwas zu viel. Dem ein oder anderen ging es nach dem Abstieg aus der Höhe auch nicht mehr ganz so gut und Kopfschmerzen waren die Folgen. Ich fühlte mich eigentlich ziemlich fit.

Nach dem Essen wurde uns dann unter lautem Quieken gezeigt, wie die Alpakas geschoren werden.

5 kg Wolle können aus einem Alpaka gewonnen werden, 3 kg davon können für die Wolle verwendet werden.

Danach ging es dann in den Shop, wo wir die Möglichkeit hatten, Kleidung aus Alpakawolle zu kaufen. Mein ursprünglicher Plan einen Umhang zu kaufen, setzte ich nicht in die Tat um, da mir die Farben nicht gefielen.

Anschließend veranstalteten die Frauen noch eine Gesangsvorstellung für uns.

Danach hatten wir noch 3 h Busfahrt vor uns. Unterwegs hielten wir noch an der ältesten Kirche Ecuadors.

Dann kamen wir an unserem Ziel Guamote im Hotel Inti Sisa an. Eine niedliche kleine Unterkunft, die auch von Frauen geführt wird. Wir bekamen das Zimmer Nina.

Strom hatten wir heute nur von 18 bis 24 Uhr. Das hat dann gerade dazu gereicht das Handy zu laden. Kamera-Akku und Powerbank gingen leer aus.

Abendessen gab es im Hotel, wo wir aber nach dem üppigen Mittagessen nur noch eine Kürbissuppe bestellten.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 10. Tag: Kanufahrt durch den Regenwald und Fahrt nach Banos

Heute trafen wir uns schon um 6 Uhr. Da meine Haare von der Massage ziemlich ölig waren, wollte ich vorher noch duschen. Somit war um 5 Uhr aufstehen angesagt.

Wir wurden dann mit dem Bus an die zehn Minuten entfernte Bootsanlegestelle gefahren. Hier stiegen wir dann alle in ein großes Kanu.

So ließen wir uns durch die Kanäle treiben.

Wir beobachteten viele Vögel und Affen. Die Anzahl der Tiere und die Artenvielfalt konnte aber nicht mit Costa Rica mithalten. Aber wir haben hier ja auch nur einen kleinen Ausschnitt gesehen. Fotos habe ich hier eher mit der Kamera gemacht, somit werden diese erst noch folgen.

Nach ca. 1,5 h legten wir wieder an. Hier wurden wir dann von Affen empfangen, die sich aber hoch oben in den Bäumen tummelten.

Dann ging es zurück zum Frühstück. Entgegen der Ankündigung gestern hatten wir heute Morgen aber doch keinen Strom.

Anschließend ging es wieder in den Bus. Das Einräumen der Koffer ist immer ein Puzzle-Spiel.

Dann ging es auf die ca. 3-stündige Fahrt nach Banos. Unterwegs legten wir ein paar Stopps ein. Ivan gab uns ein paar Saubohnen zum probieren.

Auf der Fahrt hatten wir uns noch darauf geeinigt, eine Seilbahnfahrt über den Fluss zu einem kleinen Wasserfall zu machen. Das kostete 2 Dollar pro Person und war ein großer Spaß.

Weiter ging die Fahrt. Kurz vor Banos kamen wir an einem Wasserkraftwerk vorbei. Hier hat man gesehen, warum es momentan Probleme mit dem Strom gibt.

Dann kamen wir in unserer Unterkunft in Banos an.

Hier hatten wir einen halben Tag zur freien Verfügung. Wir hatten einige Aktivitäten genannt bekommen, die wir machen können. Ein Großteil der Gruppe entschied sich für die Wasserfalltour, wir machten aber mal Siesta. Wir waren etwas müde und kaputt.

Die anderen waren hinterher sehr begeistert von den Wasserfällen.

Um 17:45 Uhr liefen wir nochmal schnell in den Ort noch Geld abheben und Wasser einkaufen.

Um 18:30 Uhr trafen wir uns dann zum Abendessen. Ich hatte ein Rindersteak und ein Hähnchenbrustfilet. Björn ein Rindersteak. War beides sehr lecker.

Gegen 22:00 Uhr waren wir zurück im Hotel und gegen 23:00 Uhr im Bett.

Um 18:30 Uhr trafen wir uns zum Abendessen, was aber freiwillig war. Ich aß ein Rindersteak und eine Hähnchenbrust. Björn hatte Rindersteak.

Gegen 22:00 Uhr waren wir zurück im Hotel und gegen 23:00 Uhr im Bett.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 9. Tag: Wanderung durch den Regenwald, Herstellung von Armbändern und Schokoladenherstellung

Gestern Abend, umgeben von den Dschungelgeräuschen, konnte ich nicht so schnell einschlafen. Und der Gang ins Bad während der Nacht gestaltete sich mit dem Moskitonett auch schwierig. Aber wir haben die Nacht rumgebracht. Heute gab es Frühstück um 7:30 Uhr. Der Wecker klingelte trotzdem um 6:00 Uhr. Wie schon befürchtet, gibt es hier keine warmen Duschen. Also Augen zu und durch. Die Temperaturen am Morgen waren auch noch etwas frisch.

Es gab Rührei und Maniok.

Nochmal unsere Unterkunft. Auf dem Weg dorthin wurde eine Mitreisende von einer Wespe in die Lippe gestochen, es ist aber zum Glück nichts Schlimmeres passiert.

Um 8:30 Uhr bekam wieder jeder Gummistiefel und wir fuhren ca. 10 Minuten mit dem Bus zu unserem Startpunkt. Heute sollte es 3 h durch den Regenwald gehen. Unser Guide erzählte uns viel über die Pflanzenwelt und stellte gleich für jeden einen Fächer her.

Ebenso stellte er schnell ein Stirnband her, Hasenöhrchen und Ähnliches. Wir waren beeindruckt, wie schnell das alles ging.

Dann zogen wir los in den Dschungel. Erst auf breiten Wegen. Dann bogen wir aber querfeldein in den Dschungel ab und teilweise war eine Machete erforderlich.

Es gab so viele Erläuterungen, die konnte ich mir gar nicht alle merken. Deshalb hier einfach die Fotos aus dem Regenwald.

Eine Ameisenstraße.

Wilde Baumtomate

Ein kleiner Frosch.

Der Guide stellte dann aus Steinen verschiedene Naturfarben her.

Mit diesen Farben bekamen wir dann in einem Ritual besondere Symbole ins Gesicht gemalt. Zu mir sagte er, dass ich Kraft brauche und deshalb bekam ich das Zeichen des Jaguars.

Irgendwann kamen wir an eine Stelle, an der der Guide sagte, dass wir hier schnell durchlaufen sollen. Hier war ein ganzer Schwarm dieser Wespen und einige Mitreisende wurden leider erwischt. Ich blieb verschont, Björn bekam einen Stich an der Schulter ab, aber ohne größere Folgen. Die Stiche scheinen aber sehr schmerzhaft gewesen zu sein.

Dann machte der Guide aus einer Pflanze noch eine Tasche. Ruckzuck war diese fertig.

Dann ging es mit dem Boot zurück.

Ich hatte die Tour trotz Tshirt mit nur einem Mückenstich überstanden.

Zurück in der Unterkunft, hüpften wir zuerst nochmal unter die kalte Dusche. Wir waren völlig durchgeschwitzt. Strom gab es gerade keinen, so dass ich meine Haare an der Luft trocknen lassen musste. Danach ging es zum Mittagessen.

Danach bestieg ich nochmal die Aussichtsplattform im Restaurant.

Anschließend waren nivh ungefähr 30 Minuten frei und dann ging es zu einem Workshop, wo wir selbst Armbänder herstellen durften.

Zuerst wurde uns wieder gezeigt, wie aus einer Pflanze der Faden hergestellt wird. Eine riesen Arbeit. Dann wurde uns gezeigt, wie der Faden gefärbt wird. Dafür wurden nur natürliche Farben verwendet.

Dann war bereits ein Holzbrettchen mit drei Fäden für jeden präpariert worden und dann durften wir selbst Hand anlegen. Dieses Mal missten wir selbst knüpfen. Zuerst mussten wir den Faden wachsen, damit er nicht ausfranst. Dann ging es ans Knüpfen. Ich bin bei Handarbeiten ja nicht so sonderlich begabt, aber nach einer Weile klappte es dann doch ganz gut, nachdem eine Mitreisende mir dankenswerterweise zu Hilfe gekommen war.

Das war dann das Ergebnis. Das untere von Björn finde ich ja richtig klasse.

Danach war aber immer noch nicht Schluss und uns wurde noch die Schokoladenherstellung näher gebracht. Eine solche Vorführung hatten wir ja schon mal in Costa Rica.

Dafür führte uns Fabio in den Garten, auf der Suche nach reifen Kakaofrüchten. Die erste, die wir fanden war leider zur Hälfte faul, weil hier nicht künstlich nachgeholfen wird.

Das hier fanden wir an einem Baum.

Die zweite Frucht war dann super. Hier lutschten wir die Bohnen, die eher fruchtig schmeckten, gar nicht, wie man sich so eine Kakaofrucht eigentlich vorstellt.

Anschließend ging es dann an die Verarbeitung.

Die Kakaobohnen müssen zuerst 15 Tage im Bananenblatt trocknen.

Nach 15 Tagen ist der weiße süße Saft verschwunden und die Bohnen werden am besten in einem Gewächshaus zum weiteren Trocknen ausgelegt, Bei Regen müssen sie ohne Gewächshaus weggeräumt werden, da sie sonst verfaulen.

Hier auf dem Foto sieht man rechts eine Bohne, die verarbeitet werden kann, die linke ist noch nicht ausreichend getrocknet.

Im Gewächshaus dauert es ca. 3-4 Tage bis sie vollständig getrocknet sind. Ohne Gewächshaus dauert es eher 5 – 10 Tage.

Anschließend werden die Kakaobohnen geröstet. Dabei müssen sie ca. 30 Minuten lang ständig bewegt werden.

Danach schälten wir die Bohnen mit unseren Fingern.

Hinterher kamen sie in die Mühle.

Es wurde Zimt und Rohrzucker zugesetzt. Dann wurde das Ganze nochmal gemahlen.

Die Milch wurde warm gemacht.

Dann wurde die gefertigte Masse eingerührt.

Am Ende kam dann noch die Vanille dazu. Dann war alles fertig und wir durften verkosten. Lecker.

Der ecuadorianische Nutella wurde dann in unserem Abendessen verarbeitet. inzwischen war es 18 Uhr.

Bei dieser Nachmittagsaktion habe ich dann auf einmal doch einige Mückenstiche abbekommen und Björns ganzes Bein war trotz langer Hose verstochen. Aber die Frauen hier halfen uns mit Citronella aus.

Danach ging es für mich zur Massage. Ich hatte bei Ivan angefragt und für eine Person war heute noch Zeit, also hatte ich das Angebot angenommen, auch wenn es 80 Dollar kostete. Eine kleine Erholung war jetzt mal nötig. Das tat auch ganz gut.

Um 18:40 Uhr ertönte aber schon wieder der Ruf zum nächsten Progtammpunkt. Die Einheimischen hatten eine Tanzveranstaltung für uns organisiert.

Dafür wurde ein großes Feuer entfacht.

Und wir bekamen nochmal Zeichen ins Gesicht gemalt.

Uns wurden die verschiedenen Trachten vorgestellt.

Zuerst gab es einen demütigen Tanz.

Dann einen Tanz für Feierlichkeiten.

Dann ein dritter Tanz und beim vierten wurden wir natürlich eingeladen mitzutanzen.

Anschließend gab es Abendessen, dieses Mal bei Kerzenschein, weil es wieder Stromabschaltungen gab.

Als Nachtisch gab es dann Früchte mit unserer selbstgemachten Schokolade.

Gegen 22 Uhr gingen wir dann nach einem langen Tag ins Bett. Zähneputzen war dann auch nur mit Taschenlampe möglich.

Elektrogeräte laden war dann heute Nacht auch nicht möglich. Fürs Handy hatte ich zum Glück eine Powerbank.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 8. Tag: Wanderung durch den Nebelwald und Fahrt nach Tena

Heute trafen wir uns um 7 Uhr zur Vogelbeobachtung. Somit klingelte der Wecker wieder um 6 Uhr.

Bevor es losging, bekam jeder erst mal ein paar Gummistiefel. Auf der Terrasse des Restaurants sahen wir dann viele Kolibris.

Unser Guide ließ aber erst mal auf sich warten. Somit beobachteten wir noch ein bisschen weiter die Vögel am Restaurant. Nebenbei tranken wir noch eine Tasse Kaffee.

Schließlich erschien der Guide und wir stapften los, hielten aber kurz später schon wieder an und der Guide lockte einen schönen gelben Vogel an (Foto folgt).

Ein Stück weiter des Weges versuchte er weitere Vögel anzulocken, dies gelang aber nicht so richtig. In der Ferne sahen wir einen Affen, der aber schwierig zu fotografieren war.

So ging es dann erst mal zurück zum Restaurant zum Frühstücken.

Bis 9 Uhr hatten wir dann Zeit, bevor die dreistündige Tour durch den Nebelwald startete. Ich machte noch ein paar weitere Kolibri-Fotos.

Dann ging es los und der Guide gab viele Erklärungen zu den verschiedenen Pflanzen ab.

Eine Flechte. Diese ist üblicherweise grün, wird aber so weiß, wenn sie längere Zeit kein Wasser bekommen hat.

Die Gegend hier erinnerte mich dann doch sehr an Costa Rica.

Nach drei Stunden endete die Tour und wir hatten dann eine Stunde Zeit zum Koffer packen. Um 12 Ihr gab es dann schon wieder Mittagessen. Die gepackten Koffer stellten wir vor die Tür.

Nach dem Essen ging es dann wieder in den Bus und die Fahrt führte uns nach Tena, im Amazonas-Tiefland. Unterwegs machten wir einen Zwischenstopp in Atchidona.

Hier gab es zwri ganz besondere Spezialitäten zum Essen. Zum einen Maito, was auch heute unser Abendessen war….

… und zum anderen Raupen. Ich bin ja eigentlich meistens experimentierfreudig, aber nachdem ich die Raupen lebendig gesehen habe und dabei zugucken musste, wie sie bei lebendigem Leibe auf den Grill gelegt wurden, habe ich mir die Kostprobe dann doch verkniffen. Einige andere probierten sich aber an dem Gericht.

Während der Essenszubereitung bekamen wir erst mal einen „Redbull-Tee“.

Dann war das Essen fertig.

Als Nachspeise gab es dann noch frittierte Ameisen.

Anschließend ging es weiter und wir hielten noch kurz an einer Apotheke, wo ich mir eine neue Zahnbürste kaufen konnte, weil ich meine in der vorletzten Unterkunft vergessen hatte.

Bald überquerten wir den Rio Napo.

Und kurz später erreichten wir unsere Unterkunft Sinchi Warmi. Sinchi Warmi ist ein Projekt im ecuadorianischen Amazonasgebiet, das ausschließlich von indigenen Personen, darunter mehrheitlich Frauen, geleitet wird.

Hier sind wir jetzt nur noch auf 400 m Höhe und haben das genaue Gegenteil zur Höhe. Schwül-warme Tropenluft.

Hier wurden wir erst mal mit einem speziellen Ritual gereinigt.

Hier trafen wir dann auch gleich auf eine kleine Vogelspinne.

Wir trafen uns dann im Restaurant, wo wir erst mal von den hiesigen Frauen willkommen geheißen wurden. Einen Willkommensdrink gab es auch.

Hier sind wir jetzt auch das erste Mal von den Stromabschaltungen betroffen. Bis 18 Uhr wird dieser abgeschaltet sein und dann nochmal 4 h in der Nacht.

Dann bekam jeder seinen Zimmerschlüssel. Jedes Zimmer hat einen Tiernamen. Unseres heißt „Mono“, wir waren also die Affen 😉.

Hier sind wir jetzt aber wirklich richtig im Dschungel und die Hütten sind sehr einfach.

Es gibt keine richtigen Fenster, sondern nur Mückennetze. Wir sind also umgeben von den Dschungelgeräuschen. Der Blick heraus.

Das Bad.

Hier hatten wir keine halbe Stunde Zeit, bevor es auch schon wieder weiter ging. Wir besuchten mit einer Einheimischen und ihrer Tochter den Garten und besorgten die Zutaten für unser Abendessen.

Eine kleine Maniok-Pflanze. So sieht sie drei Tage nach dem Pflanzen aus.

Geerntet haben wir natürlich die reife Pflanze.

Ein kleiner Bananenstrauch.

Es wurde eine Palme mit der Machete niedergeschlagen und das Palmherz gesucht. Dieses bekamen wir dann zu probieren. Eine solche Palme benötigt drei Jahre, bis sie geerntet werden kann.

Im Garten sahen wir dann noch Kakaopflanzen.

Mandarinen, die wir verkosteten.

Einen kleinen Bolzplatz gibt es auch.

Hier sammelten wir noch Knoblauch. Das war dann unsere Ausbeute.

Wir sahen weitere Pflanzen am Wegesrand.

Dann kamen wir zurück zur Unterkunft.

Um 18 Uhr war dann der Strom wieder da und das Abendessen kochen konnte starten. Ich ging nochmal schnell aufs Zimmer, den Kamera-Akku laden. Dann bekam jeder eine Art Palmblatt, auf das der Fisch gelegt wurde.

Dann mussten wir ihn mit Salz einreiben und mit diversen Gewürzen bestreuen. Hinterher wurde das Palmblatt dann zu einem Päckchen verschnürt.…

….und auf den Grill gelegt.

In der Zwischenzeit schlenderte ich dann noch ein bisschen im Souvenirshop umher. Dort gab es den Tee, den wir getrunken hatten.

Die Tische waren schön mit Kerzen dekoriert.

In der Zwischenzeit bekamen wir noch das Programm für morgen vorgestellt. Optional sollte es um 4 Uhr morgens einen Programmpunkt geben. Dabei konnte man sich von den Frauen seine Träume deuten lassen. Ich fand es interessant, aber da das sonstige Programm wieder von 9 bis 17 Uhr angekündigt war, wurde mir das alles zu viel. Es fanden sich mit Guide auch nur vier Personen, was zu wenig war. Also wird dieser Programmpunkt ausfallen, bzw. es wurde vereinbart, dass wir dann beim Frühstück ein bisschen über die Träume reden.

Und dann war das Abendessen bereit. Der Fisch und als Beilage Maniok, eine Art Kartoffeltaler ind ein kleiner Salat.

Da Björn nicht so gerne Fisch ist, hatte er Hähnchen bekommen.

Danach saßen wir noch etwas beisammen und gingen dann gegen 21 Uhr zurück in unsere Hütten, wo wir dann umgeben von Dschungelgeräuschen mehr oder weniger gut einschliefen.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 7. Tag: Tiermarkt in Otavalo und Fahrt nach Cosanga

Heute war Frühstück wieder um 7 Uhr. Vorher musste noch der Koffer gepackt werden, weil es wieder weiter ging.

Auf dem Weg zum Frühstück machte ich noch ein paar Fotos auf dem Anwesen.

Björn hatte mir am Vorabend Pancakes bestellt. Vorab gab es noch etwas Obst. Ein Saft dazu und Björn gab mir noch etwas von seinem Rührei ab und nahm dafür den zweiten Pancake.

Um 8:30 Uhr ging es dann los. Das fand ich etwas entspannter als die 8 Uhr der letzten Tage. Unser Weg führte uns zuerst zum Tiermarkt in Otavalo. Es gab einen Abschnitt für Kleintiere und einen für die größeren Tiere.

Das alles war für uns aber sehr gewöhnungsbedürftig. Die Tiere werden hier eher nicht als Haustiere angesehen, sondern da geht es nur ums Essen. Dementsprechend war hier auch der Umgang mit den Tieren. Mir hat es echt fast die Tränen in die Augen getrieben. Ein kleiner Welpe, der vorgezeigt wurde, danach aber wieder in einen Karton gepackt wurde, Karton verschlossen und ne Tüte draufgestellt. Zerreißt es einem da nicht das Herz?

Küken, die sich kaum bewegen konnten.

Hühner

Hasen

Meerschweinchen

Nochmal Hühner

Ein kleiner Junge wollte uns einen Hundewelpen schenken, weil er nicht wusste, was er damit anfangen soll.

Ganz besonders Leid taten uns dann auch diese Katzen, die gerne aus dem engen Käfig raus wollten. Björn hätte die getigerte ja am liebsten gekauft, aber wie sollte das gehen?

Dann kamen wir zu den Großtieren. Schafe….

Kühe

Auf der anderen Straßenseite wurde gegrillt.

Schweine sahen wir dann auch noch.

Diese wurden teilweise an zwei Beinen quiekend über die Straße getragen und in Kofferräume verstaut.

Dann ging es mit dem Bus weiter. Unterwegs hielten wir an und Ivan kaufte für uns alle Biscoche.

Bei einem weiteren Stop kaufte ich noch ein Eis. Das war eine Empfehlung von Ivan, mit Banane und Schokolade, das war aber nicht so meins.

Anschließend führte uns die Busfahrt über den Papallacta Pass mit dem höchsten Punkt auf 4063 m.

Gegen 14 Uhr kehrten wir in einem Restaurant ein. Das war nicht Bestandteil unserer Reise, so dass dies auf eigene Rechnung ging. Essen hatten wir hier am Vorabend vorbestellt.

Ich hatte einen Baumtomatensaft.

Als Hauptgericht Pollo a la Plancha, also Hähnchen, mit Pommes und Gemüse.

Nach dem Essen gab es dann noch einen Schnaps aufs Haus.

Gegen 15:30 Uhr kamen wir dann in unserer Unterkunft San Isidor an, die Mitten im Nebelwald liegt. Unser Zimmer hat vom Bett aus einen tollen Panoramablick auf den Dschungel. Hier sind wir nun auf 2000 m Höhe.

Ivan bot schon kurz darauf wieder eine Vogelbeobachtungstour an, an der wir aber nicht teilnahmen. Björn vergnügte sich im Pool und ich schrieb bisschen Blog und begab mich dann auch zum Pool.

Um 18:30 Uhr trafen wir uns dann wieder zum Abendessen. Zuerst gab es wieder ein spezielles einheimisches Getränk mit Alkohol.

Als Vorspeise gab es eine Paprikasuppe, die ich mir noch etwas scharf nachwürzte.

Das Hauptgericht ließ ich aus, das wurde mir doch alles zu viel, abgesehen davon, dass es wieder Hähnchen gewesen wäre. Ich aß dann nur noch ein paar Linsen und den Salat aus Weißkohl.

Und dann noch der Nachtisch mit Birne.

Anschließend sahen wir von der Terrasse aus eine Eule.

Danach ging es dann heute relativ früh aufs Zimmer, 20:30 Uhr. Um 21:30 Uhr lagen wir dann im Bett und schliefen auch schnell ein.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 6. Tag: Cuicocha Lagune und Besuch diverser Handwerksbetriebe

Gestern Abend und letzte Nacht hatte ich fürchterlichen Husten, so dass ich schon dachte, heute nicht mitgehen zu können. Irgendwie habe ich es dann aber doch auf die Reihe gebracht. Das Frühstück ließ ich auch ausfallen und nahm stattdessen Elektrolyte zu mir.

Um 8 Uhr ging es dann mit dem Bus los Richtung Cuicocha Lagune. Heute stand eine Wanderung auf dem Programm, auf die ich mich schon länger gefreut hatte. Lt. Reiseführer ist dies eine der schönsten Trrekkingtouren in den Nordanden Ecuadors. Alternativ hätten wir uns für eine Bootstour entscheiden können. Eine Mitreisende wählte diese Option.

Heute war es wieder schwierig einzuschätzen, welche Kleidung benötigt wird. Deshalb nahm ich mal alles an Jacken mit, was ich so zur Verfügung hatte. Nach ca. 30 Minuten kamen wir an unserem Ziel an. Hier stiegen wir dann in Jeeps um. Ivan riet uns, die Regenjacken mitzunehmen, diese haben wir aber zum Glück wieder nicht gebraucht.

Manche stellten sich auf die Ladefläche des Jeeps, was bestimmt ein großer Spaß war, aber mit der Erkältung wollte ich mich nicht dem Fahrtwind ausliefern und habe mich lieber rein gesetzt.

Über Stock und Stein ging es dann nach oben, es war ziemlich holprig. Lt. Reisebeschreibung wären wir diesen Weg eigentlich nach oben gelaufen. Aber Ivan hatte uns netterweise die Jeeps bestellt. Somit sparten wir uns diesen steilen Anstieg.

Oben ausgestiegen, hatten wir auch gleich den ersten tollen Ausblick auf die Lagune. Hier waren wir auf 3475 m Höhe.

An diesem Aussichtspunkt verabschiedete sich unsere „Bootsfahrerin“ zusammen mit unserem Busfahrer von der Gruppe und fuhr wieder zurück Richtung See.

Wir liefen nun am Kraterrand entlang und hatten die ganze Zeit die tollen Ausblicke auf die Lagune und den Inseln in der Mitte. Eine der Inseln sieht aus wie ein Meerschweinchen, daher der Name der Lagune.

Lt. meinem Reiseführer wurden früher bei den Cayape die heiratsfähigen Mädchen im Alter von 13 Jahren im November auf die Insel gebracht. Die Jünglinge mussten dann in das 14 Grad kalte Wasser springen und dann die 600 m zur Insel durchschwimmen. Wer die Strapazen überlebte, nahm das Mädchen seines Begehrens zur Frau und blieb bei ihr bis ans Ende seiner Tage. Unserem Guide Ivan war diese Geschichte nicht bekannt.

Ziemlich lange war der Weg ziemlich eben, anschließend gab es aber doch einige Ab- und Aufstiege. Nicht besonders schwierig, aber es wurde dann aufgrund der Höhenlage doch anspruchsvoll.

Und wir waren mal wieder Glückskinder und hatten wieder herrlichen Sonnenschein. Auf Fotos von ehemaligen Reisen, habe ich die Lagune immer nur wolkenverhangen gesehen. Aber Ivan hatte am Vorabend ja wieder den Sonnentanz gemacht 😉.

Am Wegesrand gab es viele Pflanzen und immer wieder die tollen Ausblicke. Wir sahen die Lagune wirklich aus jeder Perspektive.

Nach ca. 3 h hatten wir es dann geschafft und wir trafen wieder auf unsere Mitreisende, die uns ein kleines Stück entgegen gewandert war. Sie hatte mit der Bootsfahrt leider kein Glück gehabt, da nicht genügend Personen zusammengekommen waren.

Am Ende der Wanderung kehrten wir noch kurz ein. Viventura gab uns ein Getränk aus. Die Wanderung hatte mich doch ganz schön geschafft, aber die Cola belebte die Geister dann wieder. Dazu gab es wieder gerösteten Mais, den wir schon einmal verkostet hatten.

Anschließend fuhren wir zu einer einheimischen Familie, wo es Mittagessen gab. Hier liefen ein paar Lanas über die Wiese.

Zuerst gab es aber noch eine Vorführung, wie ein typisches einheimisches Gericht gekocht wird. Leider war die Zeit zu kurz, um unser Essen auf diese Art und Weise zuzubereiten. Dafür müssen die Steine nämlich ab 4 Uhr morgens aufgeheizt werden, damit sie heiß genug sind. Diese werden anschließend in eine Art Ofen gelegt, der sich im Boden befindet.

Anschließend wird das Essen darin gestapelt. Als unterstes das Gericht, das die längste Zeit benötigt. Das Essen wird jeweils in eine Art Bananenblatt gewickelt. Üblich ist eine solche Reihenfolge: Als unterstes die Kartoffeln, dann Mais, Hähnchen, Gemüse, Rind, Ananas….

Im Ofen fanden wir noch einen Frosch vor.

Anschließend wurden wir aber trotzdem noch bekocht und es war seeehr lecker. Als Vorspeise gab es eine Quinoa-Suppe.

Hauptgericht war Hähnchen mit Avocado, Tomatensalat und einem Kartoffelgericht.

Und eine leckere Nachspeise.

Noch ein kurzes Fotoshooting mit der Küchencrew.

Danach hätte das Programm für mich gerne beendet sein dürfen, war es aber noch lange nicht.

Wir trafen uns mit einer Einheimischen, die uns in einen Garten führte, wo uns die verschiedenen Pflanzen erklärt wurden. Viele der Pflanzen werden auch für verschiedene medizinische Zwecke eingesetzt.

Anschließend ging es weiter in eine kleine Werkstatt, wo ein Zusammenschluss von mehreren Frauen Perlenketten, Armbänder und Ähnliches herstellen. Wir bekamen deren Arbeit gezeigt und durften uns dann auch selbst an einem Perlenarmband versuchen.

Mit manchen kleinen Perlen war das sehr frickelig und irgendwann musste Björn übernehmen, da ich ohne meine Lesebrille doch etwas Probleme hatte 😂. Das Armband durften wir hinterher behalten, deshalb spendeten wir als Dankeschön noch 5 Dollar. Ist aber was Schönes bei rausgekommen, was auch gut zu meinem Pulli passt.

Weiter ging es zu einer Stickerei, wo wir auch deren Arbeiten gezeigt bekamen. Grundsätzlich tolle Stücke, aber Stickwaren sind nicht ganz so mein Ding. Hier bekamen wir ebenfalls ein kleines Geschenk. Ein besticktes Tuch, als Erinnerung an die Reise. Eine sehr nette Geste.

Aber dessen noch nicht genug, besuchten wir eine weitere Werkstatt, wo Agave verarbeitet wird. Auch hier bekamen wir die Verarbeitung gezeigt und was daraus alles hergestellt werden kann.

Ivan kaufte noch ein spezielles Shampoo, mit dem die Haare angeblich schwarz bleiben und nicht grau werden. Angeblich haben die Indigenas deshalb alle bis ins hohe Alter tiefschwarze Haare.

Auch hier bekamen wir noch ein Geschenk. Jeder bekam ein Armband mit seinem Namen. Bei Björn stand allerdings Manfred drauf 😂. Ivan konnte am Anfang der Reise Björns Namen nicht aussprechen und somit hat er ihn dann vorerst mit seinem Zweitnamen angesprochen und dieser war nun auch auf dem Armband gelandet.

Danach war dann aber wirklich Schluss und wir fuhren zurück ins Hotel, wo wir um 18 Uhr ankamen. Ich war nach dem langen Tag so platt und mir war nicht so gut, so dass ich wieder aufs Abendessen verzichtete, das um 19 Uhr stattfand. Im Zimmer wurde wieder der Kaminofen angemacht und ich legte mich schlafen.