21.05.-04.06.2023 El Hierro – Mein Fazit der Reise

El Hierro ist eine kleine Insel mit nur 6000 Einwohnern und im Schnitt nur 50 Touristen pro Woche. Es gibt ca. 200 deutsche Auswanderer. Im Gegensatz zu den anderen Kanaren-Inseln ist sie also kaum touristisch erschlossen und das bleibt auch hoffentlich so. Es ist also genau das richtige Reiseziel für Ruhesuchende. Auf den Wanderungen ist uns, auf jeden Fall jetzt im Mai, fast nie jemand begegnet. Extrem ruhig war das kleine Fischerdorf La Restinga im Süden der Insel. Ich glaube, das ist auch das ganz Besondere an dieser Insel.

Anders als auf Teneriffa und den anderen Kanaren-Inseln hat dann hier dann aber auch niemand Englisch oder Deutsch gesprochen. Wir mit unsren minimalistischen Spanisch-Kenntnissen (Hallo, Guten Morgen, Danke, Mir geht’s gut) kamen also nicht allzu weit und es sollte vielleicht mal ein Spanisch-Kurs her. Wir waren froh, dass es heutzutage den Google-Übersetzer gibt, der uns eine wichtige Hilfe war. Vor allem auch die Kamera-Funktion ist echt klasse. Da konnten wir gleich schon mal für unser nächstes Reiseziel üben, wo es bzgl. Sprache noch komplizierter werden wird (wohin, wird noch nicht verraten).

Etwas kompliziert ist die An- und Abreise, da El Hierro nicht direkt angeflogen werden kann. Und solange die Flüge aus Deutschland nach Teneriffa und Gran Canaria weiterhin erst so spät starten (12 Uhr), muss man auf jeden Fall auf der Hinreise eine Zwischenübernachtung einplanen. Weiter geht es dann mit der Fähre oder mit den Propellermaschinen von Binter. Die Binter Flüge waren auf jeden Fall sehr entspannt. Wir hatten dieses Mal auch für die Rückreise eine Zwischenübernachtung geplant, das würde ich nicht nochmal so machen. Da der Rückflug ab Teneriffa erst spät startete (17 Uhr) wäre die Rückreise problemlos an einem Tag möglich gewesen.

Für dieses Mal hatten wir bei der Zwischenübernachtung einen Mietwagen gebucht. Auch das wäre nicht unbedingt notwendig gewesen, da auch ein Airport Bus zwischen den zwei Flughäfen (Süd und Nord) verkehrt. Wenn man die Bus Variante wählt würde zukünftig evtl. eine Unterkunft in Los Cristianos Sinn machen, da dort der Flughafenbus ebenso hinfährt.

Ein Hotelwechsel ist auf El Hierro auch nicht unbedingt notwendig. Ab La Frontera ist eigentlich fast alles in gut einer Stunde erreichbar. Wir hatten es ja nur aufgrund der fehlenden Verfügbarkeiten mit Hotelwechsel gebucht. Da geht halt immer irgendwie Urlaubszeit verloren. Bei einem nächsten Mal würde ich wahrscheinlich versuchen, nur eine Unterkunft zu buchen.

Jetzt nochmal zur Insel selbst. El Hierro bietet tolle Natur und tolle Wanderungen. Sehenswürdigkeiten gibt es eher keine und alles, was als solches bezeichnet wird, ist eher unspektakulär. Da ist eher die Insel selbst die Sehenswürdigkeit. Bei schlechtem Wetter gibt es nicht unbedingt viele Möglichkeiten für Unternehmungen.

Von unseren Wanderungen haben uns La Llania, das Lavafeld an der Punta de La Dehesa und die Wanderung zu den Wacholderbäumen von El Sabinar am besten gefallen. Aber es gibt auch noch viele weitere Wanderungen auf der Insel, die von uns noch nicht in Angriff genommen wurden. Vor allem die Wanderung ab unserem Hotel zum Mirador de Jinama wollte ich eigentlich unbedingt noch machen, hat aber nicht mehr geklappt. Und auf dem höchsten Berg der Insel, dem Malpaso, waren wir auch noch nicht.

Wir haben tolle Menschen kennengelernt (Carola, Jörg und Ralf). Seid nochmal gegrüßt. Die Höhlentouren mit Jörg können wir sehr empfehlen, wenn man an so etwas Interesse hat und nicht, wie ich, mit ein paar Ängsten zu kämpfen hat. Jörg war auf jeden Fall ein wandelndes Lexikon, was die Gesteine betraf, ein toller Gesprächspartner und überhaupt eine prima Gesellschaft. Alleine die ganzen Erläuterungen außerhalb der Höhle waren den Ausflug schon wert. Ralf konnte uns bei seiner Wanderung (Botaniktour) alles über die Pflanzen auf der Insel erzählen, auch seine Wanderungen können wir sehr empfehlen.

Das beste Fischrestaurant auf der Insel ist das El Refugio in La Restinga, das wurde uns überall bestätigt. Uns hat es auch noch im Volcan del Hierro sehr gut gefallen.

Was bleibt noch zu sagen. El Hierro ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Adios El Hierro! Mal sehen, ob wir mal wiederkommen.

21.05.-04.06.2023 El Hierro – 15. Tag: Heimreise

So, heute sollte es endgültig Nachhause gehen. Frühstück gab es zwischen 8:00 und 10:30 Uhr. Wir erschienen dort gegen 9:30 Uhr. Das Frühstück musste aber gesondert bezahlt werden und kostete bei Betreten des Speiseraums 10 Euro pro Person, was aber eigentlich angemessen war. Die Auswahl war groß, hier gab es auch Spiegeleier, Rühreier, Pancakes und alles was das Herz so begehrt. Der Frühstücksraum hatte aber halt wieder das Ambiente von Massenabfertigung. Wir ließen es uns trotzdem schmecken. Ich aß dann heute mal herzhaft mit Spiegelei, Baked Beans und Bacon. Anschließend noch ein Brötchen hinterher und dann noch ein bisschen Obst.

Tja, was sollten wir nun noch mit dem restlichen Tag anfangen? Unser Flieger ging um 17 Uhr, Auschecken mussten wir um 12 Uhr. Ich hatte ja noch das Ansinnen, eine Massage zu buchen, aber irgendwie war das zeitlich doch knapp und die Preise von 70-90 Euro haben mich dann doch davon abgehalten. Das bekomme ich zuhause billiger.

Pool wäre natürlich noch eine Möglichkeit gewesen, aber dann hätten wir die nassen Klamotten im Koffer gehabt. Irgendwie wäre jetzt doch ein Mietwagen sinnvoller gewesen. Dann hätte man einfach die Koffer ins Auto packen können und noch irgendwo hinfahren und sich ans Wasser setzen oder so. War ja aber auch nicht. Also blieb uns ja nichts anderes übrig, als mit dem Bus zum Flughafen zu fahren. Die Buszeiten waren aber auch ungünstig. Wir wollten eigentlich gegen 15 Uhr am Flughafen sein. Es gab aber nur einen Bus mit Ankunft 13:30 Uhr oder einen mit Ankunft 15:30 Uhr. Aber da wir ja eh um 12 Uhr auschecken mussten, wollten wir den früheren nehmen. An der Rezeption hatten wir verstanden, dass dieser um 12:50 Uhr kommt, es aber sein könnte, dass er 10 Minuten Verspätung hat.

Also checkten wir um 12 Uhr aus und vertrieben uns die Zeit noch in der Hotellobby. Es gab auch noch einen Gameroom. Ist das nicht furchtbar?

Am Pool schauten wir auch nochmal vorbei. Aber auch dort war es nicht so einladend. Eine Liege neben der anderen und auch schon gut besucht. Nicht unser Ding.

Aber wenn schon die Massage nicht geklappt hatte, benutzten wir dann wenigstens noch für 10 Minuten die vorhandenen Massagesessel in der Lobby für je 2 Euro. Das hat sogar ein bisschen gut getan.

Gegen 12:40 Uhr gingen wir dann Richtung Bushaltestelle. Aber der Bus kam nicht und kam nicht und wir standen in der prallen Sonne. Dann realisierten wir, dass 12:50 Uhr die Abfahrtszeit an der ersten Station war. Also standen wir dann noch weitere 30 Minuten an der Bushaltestelle rum. Für 4,90 Euro konnten wir zu zweit wieder zum Flughafen fahren. Und dann waren wir halt 3,5 h vor Abflug am Flughafen. Die Schalter öffneten aber erst 2 h vor Abflug.

Also setzten wir uns im Freien nochmal ins Café und aßen ein Brötchen mit Chicken BBQ. Das war aber noch ganz nett und man hatte wirklich eher das Gefühl im Café zu sein und nicht am Flughafen. Und die Preise hielten sich hier im Gegensatz zum Frankfurter Flughafen auch in Grenzen.

2 h vor Abflug gingen wir dann zum Schalter. Den Online Check-In hatten wir am Vorabend vergessen durchzuführen und hatten diesen am Morgen noch schnell erledigt. Da haben wir grade noch so die letzten beiden Plätze nebeneinander erwischt, sonst gab es nur noch Einzelplätze. Somit hatten wir aber dieses Mal keinen Fensterplatz.

Die Sicherheitskontrolle war auch problemlos und als wir am Gate ankamen, war es gar nicht mehr so lange, bis es losgehen sollte. Unser Flugzeug war dieses Mal ein gelber Kringel 😉

Über den Flug gibt es nicht viel zu berichten. Heutzutage gibt es ja eher keine Verpflegung mehr, wenn man sie nicht explizit dazu bestellt. Warme Getränke konnten heute nicht ausgeschenkt werden. Wir sollten eigentlich gegen 22:30 Uhr Ortszeit in Frankfurt landen. Wir lagen auch gut in der Zeit und blickten von oben auf Mainz und Wiesbaden. Dann waren wir auch schon im Landeanflug, als der Pilot auf einmal mächtig Gas gab, die Maschine rasantes Tempo aufnahm und wir auf einmal wieder nach oben stiegen. Da fragten wir uns natürlich, was los ist. Ich vermutete, dass wir keine Landeerlaubnis bekommen haben. Björn hatte die Befürchtung, dass wir einem anderen Flugzeug zu nahe gekommen sind. Der Flugkapitän klärte uns dann aber schon bald auf. Wir hatten beide irgendwie Recht. Das Flugzeug vor uns ist zu langsam geworden und wäre nicht mehr rechtzeitig von der Landebahn weggekommen, somit haben wir keine Landeerlaubnis bekommen und mussten nochmal eine Extraschleife über Wiesbaden drehen. Im zweiten Anlauf klappte es dann, aber dann hatten wir natürlich 15-20 Minuten Verspätung. Dann landeten wir auch noch auf der neuen Landebahn, wo man ja noch ewig übers Rollfeld fahren muss. Als wir endlich angedockt hatten, dauerte es nochmal 20 Minuten, bis wir die Maschine endlich verlassen durften. Dann ging es weiter zur Gepäckausgabe. Und wie sollte es anders sein? Das Gepäck kam einfach nicht herbei. Immer wieder kamen vereinzelte Koffer. Um 0 Uhr war es dann aber endlich geschafft. Ab nach draußen und dann mussten wir erst noch das Taxi rufen. Da wir beim letzen Urlaub am Flughafen in ein Taxi gehüpft waren und dann übers Ohr gezogen wurden, bestellten wir dieses Mal lieber wieder das Festpreistaxi, was aber natürlich bedeutete, dass wir nochmal 20 Minuten warten mussten. Gegen 0:45 Uhr waren wir dann endlich zuhause und um 1:10 Uhr im Bett. Ein anstrengender Tag, ohne, dass wir damit so richtig was anfangen konnten.

Morgen ziehe ich nochmal ein Fazit über die komplette Reise und betrachte nochmal, was ich bei einer zukünftigen Planung anders machen würde.

21.05.-04.06.2023 El Hierro – 14. Tag: Apanada in San Andres und Rückflug nach Teneriffa

Heute war die Stimmung etwas gedrückt, weil der Urlaub nen mehr oder weniger zu Ende ist. Den Binter-Flug auf morgen verlegen hatte ja leider nicht geklappt, weil schon alles ausgebucht war 😢.

Trotzdem wollten wir es uns nicht nehmen lassen, nochmal zur Apanada nach San Andres zu fahren. Das ist ein großer Viehmarkt, der jährlich am ersten Juniwochenende stattfindet. Außerdem gibt es einen Handwerkermarkt und Essen und Trinken. Ein bisschen wie Kirmes bei uns.

Wir frühstückten erst mal.

Gegen 10:15 Uhr checkten wir im Hotel aus.

Das Fest sollte um 11:00 Uhr starten. Pünktlich zur Festeröffnung kamen wir dann auch an. Der komplette Ort war abgesperrt und wir wurden auf einen Parkplatz eingewiesen.

Tiere waren dann aber weit und breit nicht zu sehen. Das Fest wurde aber grade feierlich eröffnet. Wir schlenderten dann über den Markt, der in einer Halle aufgebaut war. Ich konnte es mir dann nicht verkneifen, als Andenken noch ein Paar Mini-Kastagnetten für 15 Euro als Andenken zu kaufen.

Allzu groß war der Markt aber nicht. Dann schlenderten wir nochmal zu den Essensständen, die aber auch erst nach und nach auf machten.

Wir waren uns unschlüssig was wir essen sollten, entschieden uns letztendlich aber für Carne (Schweinefleisch) und dazu gab es die kanarischen Kartoffeln und Baguette. So richtig gut schmeckte das nicht. Dort trafen wir auch noch auf eine Deutsche, die uns dann aufklärte, dass die Tiere alle erst morgen ausgestellt und prämiert werden. Wir dachten, das wäre heute und morgen nur das Pferderennen. Schade.

Wenigstens auf eine Ziegenherde trafen wir noch, die sich in Position brachte, als sich ein Hund näherte. Das gab ein lustiges Bild ab.

Zwischendrin aßen wir noch ein Softeis.

Wir wollten dann wenigstens noch bis 13 Uhr verweilen und uns den angekündigten Folkloretanz anschauen. Da dieser um 13:15 Uhr immer noch nicht begann, entschieden wir uns dann doch, uns auf den Weg Richtung Flughafen zu machen, auch wenn wir eigentlich noch etwas Zeit gehabt hätten. Vorher kaufte ich mir aber noch einen Ring, der mir gut gefallen hat.

Gerade als wir den Markt verließen, begann dann glaube ich doch der Folkloretanz. Und auch das Fest an sich ging jetzt erst so richtig los. Schade. Mit den Festen auf der Insel hatten wir es irgendwie nicht so 😉.

Wir fuhren dann die halbe Stunde zum Flughafen und waren um 14:00 Uhr dort. Auf dem Weg sahen wir bei Valverde noch dieses Kunstgebilde.

Der Flieger sollte um 15:45 Uhr abfliegen. Eigentlich hätte es gereicht, eine Stunde vor Abflug dort zu sein. Wir gaben den Mietwagen ab. Leider wussten wir den genauen Tankstand nicht mehr, so dass es nun sein könnte, so dass etwas Geld für das Benzin eingehalten werden könnte.

Dann bangten wir bei der Gepäckabgabe bzgl des Koffergrwichts. Wir hatten dann aber beide ne Punktlandung mit je 20 kg. Sonst hätte ich meine schweren Wanderstiefel wieder anziehen müssen, die ich im ganzen Urlaub gar nicht gebraucht habe.

Die Sicherheitskontrolle war völlig entspannt und der Flieger war ebenso pünktlich. Wäre es in Frankfurt nur auch alles mal so entspannt und stressfrei wie hier.

Wir überflogen La Gomera.

Und dann näherten wir uns auch schon Teneriffa mit dem Teide. Der Gipfel war heute wolkenfrei.

Nach 40 Minuten landeten wir dann auch schon in Teneriffa Nord. Die Landung war etwas holprig, aber ansonsten war das der entspannteste Flug, den ich jemals hatte.

Jetzt mussten wir nur noch schauen, wie wir zu unserem Hotel im Süden kommen. Gestern Abend hatten wir uns noch entschieden, erst mal den Flughafenbus zum Flughafen Süd zu nehmen und dann Taxi oder Bus. Kurzfristig wollten wir dann aber heute doch nochmal einen Mietwagen buchen. Also stellten wir uns in die Schlange bei Cicar, die aber schon recht lang war. Am Schalter wurde uns aber gesagt, dass wir das Auto erst in 2 h bekommen können, wenn wir nicht reserviert haben. Komische Sache, wo doch so viele Autos rumstanden. Also entschieden wir uns, doch den Bus zu nehmen. Wir gingen zu den Bushaltestellen und hatten Glück, dass der Bus dann auch schon 10 Minuten später fuhr. Knapp unter 20 Euro waren für uns beide zusammen fällig. Die Busfahrt zum Südflughafen dauerte dann 50 Minuten. Das klappte eigentlich ganz gut. Dann war aber die Frage, wie wir nun zum Hotel kommen. Ein Hotel in Los Cristianos wäre praktischer gewesen, dorthin fuhr der Flughafenbus nämlich noch weiter. Das nächste Mal sind wir schlauer. Es hatte mich aber auch ein bisschen gesträubt, dort ein Hotel zu buchen, weil ich diesen Ort von meinem Teneriffa Urlaub vor einigen Jahren als furchtbar in Erinnerung hatte. Aber für die eine Nacht wäre es wahrscheinlich egal gewesen.

Auf der Busfahrt hatte ich schon rausgefunden, dass wir den Bus 415 nehmen müssen, der angeblich um 18:12 und um 19:12 Uhr fährt. Aber da wir erst um 18:17 Uhr am Flughafen Süd ankamen, hatte sich der erste schon erledigt. Dann war es auch ziemlich schwierig, am Flughafen die richtige Haltestelle zu finden. Es gab Bushaltestelle neben Bushaltestelle. Hier war sowieso wieder alles viel trubeliger als noch auf El Hierro. Ich war dann schon ziemlich genervt und wollte lieber die Taxis ansteuern, aber Björn wollte nicht so richtig. Als wir die Bushaltestelle gefunden hatten, war aber auch noch nicht so richtig klar, wann dieser nun fährt. Alles ziemlich unübersichtlich dort. Ich holte dann noch zwei belegte Brötchen und einen Café con Leche. Und wie Google vorhergesagt hatte, kam der Bus dann wirklich um 19;15 Uhr. Der kostete uns nochmal 4,90 Euro zu zweit. Das hätten wir mit dem Taxi nicht geschafft, wären aber natürlich schneller im Hotel gewesen.

Wie ich gestern schon erwähnte, ist das Grand Muthu Golf Plaza Hotel ein 5-Sterne Hotel. Es empfing uns auch gleich mit einer riesigen Eingangshalle.

An der Rezeption wurde Spanisch, Englisch und teilweise Deutsch gesprochen. Das Hotel selbst ist aber wieder ein Riesenklotz, was ich ja eigentlich nicht mag, aber besser als das etwas abgeranzte Hostel bei der Anreise.

Das Zimmer ist auch der reinste Tanzsaal.

Ansonsten war es wie zuhause. Die Flugzeuge flogen im Tiefflug über das Hotel hinweg 😉. Ich las dann noch dass es Samstag Abend ab 21 Uhr bei Laura Leon nebenan noch ein Massagespecial für 40 Euro gibt, für das man sich aber voranmelden muss. Ich überlegte noch, ob ich trotzdem mal hingehe und nachfrage, ob noch ein Plätzchen frei wäre, aber irgendwie war ich doch wieder ganz schön geschafft von dem ganzen Heckmeck. Also gingen wir relativ früh ins Bett. Aus irgendeiner Hotelbar dröhnte aber noch laute Musik zu uns herüber. Der Süden von Teneriffa bleibt weiterhin nicht meine bevorzugte Gegend.

21.05.-04.06.2023 El Hierro – 13. Tag: Charco Manso

Als wir heute morgen wach wurden, hat es geregnet. Da hatten die Einheimischen wohl doch recht. Gut, dass wir doch schon gestern bei den Sabinas waren.

Heute waren wir etwas traurig, dass wir nun doch schon morgen abreisen müssen. Glücklicherweise konnten wir aber wenigstens die gebuchte Zusatznacht doch noch kostenlos stornieren. Das wäre sonst eine teure Panne geworden. Da wir die Unterkunft gestern schon bezahlt hatten, wurde uns das Geld wieder zurück gebucht. Aber ein neues Hotel in Teneriffa brauchten wir ja auch noch, da ich die Nacht dort ja bereits storniert hatte. Wir fanden dann für relativ günstiges Geld ein 5-Sterne Hotel im Sonderangebot, gar nicht viel teurer als das Hostel mit Etagendusche, das ich vorher gebucht hatte. Und es gibt gegen Gebühr sogar ein Spa und Massage. Ich habe jetzt ein bisschen die Hoffnung, dass wir das vielleicht sogar noch in Anspruch nehmen können, da unser Flug am Sonntag ja erst um 16:55 Uhr startet.

Nachdem das erledigt war und wir gefrühstückt hatten, gingen wir erst mal aufs Zimmer und ließen es dort gemütlich angehen. Wir überlegten, oh wir vielleicht noch eine Wanderung machen, aber die verbliebenen waren alle ziemlich lang mit mindestens 4-5 h. Die Wanderung die ich vor dem Urlaub schon ins Auge gefasst hatte (Von La Frontera nach Jinama) war für heute eher auch zu lang und bei dem heute herrschenden Wetter eher auch nicht das richtige. Björn wollte sich auch eigentlich lieber im Nichtstun üben.

Wenn wir schon von Nichtstun reden, tue ich das aber eigentlich lieber in der Natur und nicht in einem Hotelzimmer. Also entschieden wir uns wenigstens noch zum Badeplatz Charco Manso zu fahren, der in einer fjordähnlichen Bucht liegt und wo man über Eisenleitern ins türkisfarbene Wasser steigen kann. Die Wanderschuhe packten wir aber auch ein, weil wir von Echedo aus dort hinlaufen wollten.

Als wir in Echedo ankamen, hatten wir aber doch keine Lust zum Laufen und fuhren deshalb mit dem Auto direkt zum Parkplatz.

Zum Baden war es mir aber heute zu frisch und das Wasser war mir auch etwas zu unruhig. Also wird es wohl mit Baden in diesem Urlaub nichts mehr. So beobachteten wir einfach mal eine Zeitlang die Brandung, die öfters wie Fontänen empor schoss.

Dann ließen wir uns an einem lauschigen Plätzchen nieder. Allerdings gab es überall nur Steinboden, was etwas unbequem war. Die einzige Bank war leider schon belegt. Als wir ankamen waren noch einige andere Besucher da, inzwischen waren wir aber wieder völlig alleine. Ich kam zum ersten Mal in diesem Urlaub zum Buch lesen. Weit bin ich aber nicht gekommen, da ich dann ein bisschen die Augen zugemacht habe.

Irgendwann war es Björn in der Sonne dann doch zu heiss, so dass wir in den Schatten umziehen wollten. Jetzt wäre eigentlich inzwischen Badewetter gewesen, aber wir entschieden uns trotzdem dagegen. Und da es auch kein richtig schönes Schattenplätzchen gab, entschieden wir uns dann, lieber in ein Café zu fahren. Wir hatten hier ca. 2 h verbracht.

Wir steuerten dann das Con Fusion in Las Puntas an, dass wir die Tage schon gesehen hatten und das Jörg uns empfohlen hatte. Es war aber leider wegen Urlaub geschlossen. Ein anderes Restaurant, das er uns empfohlen hatte, ist das Volcan del Hierro. Also steuerten wir das an und da es inzwischen 16:30 Uhr war, entschieden wir uns, direkt zu Abend zu essen, anstatt noch Kaffee zu trinken.

Das Restaurant machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck mit schönen Ambiente. Wir waren aber nach kurzer Zeit wieder die einzigen Gäste. Aber es war ja auch noch früh am Tag.

Es gab frischen Fisch.

Wir entschieden uns aber für die Hühnchenbrust und tauschten die Pommes gegen Runzelkartoffeln. Das Gericht schmeckte gut und kostete nur 8 Euro.

Wir waren aber wieder froh, den Google Übersetzer als Hilfe zu haben. Alles geht halt doch nicht mit Händen und Füßen. Die Karte gab es in Spanisch und Englisch, die Kommunikation mit der Bedienung ging aber nur in Spanisch. Da die Bedienung dann selbst essen wollte, warteten wir noch mit der Nachtisch-Bestellung. Ich schlenderte ein bisschen übers Gelände. Schließlich bestellte ich noch eine Maracuja-Mousse und Björn einen Käsekuchen, der hier auch wirklich nach Käse schmeckt.

Ich fand es ein bisschen schade, dass wir das Restaurant erst heute an unserem letzen Tag entdeckt haben. Sonst wären wir bestimmt nochmal wiedergekommen. Uns hat es gut gefallen.

Dann ging es zurück ins Hotel, wo ja dann heute Abend Koffer packen angesagt war 😕.

21.05.-04.06.2023 El Hierro – 12. Tag: Wanderung vom Aussichtspunkt El Lomo Negro nach El Sabinar und zum Mirador de Bascos

Ursprünglich hatten wir mal den Plan, heute mal einen halben Tag Faulenzen einzulegen, um dann zu schauen, was wir anschließend noch machen könnten. Und dann sagte uns Ralf gestern, dass ab Freitag Regen gemeldet sein soll. Meine Wetter-App sagte allerdings für die restliche Woche Sonne voraus. Wir wollten aber diese Woche unbedingt noch nach El Sabinar (Wanderung 40 aus dem Rother Wanderführer) zu den Wacholderbäumen. So entschieden wir uns, das dann vielleicht doch lieber heute zu machen. Allerdings hingen die Wolken am Berg heute auch schon relativ tief und dort oben liegt ja El Sabinar. Also warteten wir nach dem Frühstück erst mal noch ein bisschen ab, wie sich das Wetter so entwickelt, also hatten wir wenigstens noch ein bisschen Faulenzen, wobei ich die Zeit aber fürs Blog schreiben nutzte.

Gegen 11:30 Uhr machten wir uns dann doch auf den Weg. Wir fuhren wieder nach Sabinosa. Auf dem weiteren Weg nach Pozo de la Salud lief dann eine Frau mit großem Rucksack auf der Straße, winkte uns und fragte, ob sie bis Pozo de la Salud mitfahren könne. Wir gewährten ihr dies. Sie erzählte, dass sie aus Italien kommt, genauer aus Sardinien, und die Insel zu Fuß durchquert hat. Heute Morgen war sie von Frontera losgelaufen, der Weg war aber doch länger, als sie dachte. Aber Pozo de la Salud war ja schnell erreicht und sie stieg nach gut 5 Minuten Fahrt schon wieder aus.

Wir fuhren weiter zum Aussichtspunkt El Lomo Negro, den wir erst mal verpassten. Ich sagte sogar noch: Hier führt auch ein Weg nach El Sabinar. Wir realisierten aber gar nicht, dass dies unser Weg war, weil es auf der Karte anders eingezeichnet war. Wir fuhren weiter und merkten irgendwann, dass wir schon zu weit sind. Auf der Rückfahrt sahen wir dann auch auf der anderen Seite der Straße groß das Schild mit dem Aussichtspunkt stehen. So machten wir uns dann gegen 12:45 Uhr auf den Weg nach oben. Zuerst gingen wir aber nochmal zum Aussichtspunkt.

Dann konnte es losgehen. Die einfache Strecke sollte 4,5 km betragen.

Es war weiterhin bewölkt. Der Weg war wieder mit Steinreihen eingefasst, so dass der Wanderführer dieses Mal auch wieder schnell im Rucksack verschwinden konnte.

Der Weg führte hinauf zu einem weiteren Aussichtspunkt, dem Mirador de Lomo Negro II. Dieser war schnell erreicht.

Man hatte einen Blick auf die Lavaflächen der Isla Baja und die kargen Hänge des Sabinar.

Der Weg stieg in der Folge an und schon bald erreichten wir eine Steinmauer, an der wir entlang laufen mussten.

Hier waren die ersten Sabinas (Wacholderbäume) zu sehen, die aber zumeist abgestorben waren.

Hier mussten wir dann durch einen Durchgang in der Mauer links abbiegen und anschließend steil durch ein Lavafeld aufsteigen. Oben angekommen bog der Weg rechts ab und wir erreichten ein Wacholderwäldchen.

Danach unternahmen wir rechts einen Abstecher zur Vermessungssäule auf dem Montana Escobar.

Dann ging es wieder zurück zum Wäldchen und dann weiter bergauf. Es war sehr wolkenverhangen. Dann kamen wir an einen großen Platz, wo mehrere große, beeindruckende Sabinas zu finden waren. Der Wind hat die Wacholderbäume so sehr gebeugt, dass sie nicht mehr in die Höhe wachsen, sondern quasi dem Boden entlang kriechen. Hier legten wir eine kurze Pause ein. Und grade als wir da waren, riss dann doch der Himmel immer mal wieder auf und wurde blau.

Wir liefen weiter Richtung Parkplatz, wo weitere Bäume zu sehen waren.

Am Parkplatz angekommen, gab es dann noch einen eingezäunten Baum.

Hier sollte die offizielle Wanderung enden, aber es wurde noch ein Abstecher zum Mirador de Bascos empfohlen. Wir waren noch nicht ausgelastet 😉 und das Wetter wurde ja auch grade besser, also entschieden wir uns, auch dirt noch hinzulaufen. Wir hatten nochmal einen Blick auf El Sabinar von oben.

Nach gar nicht so langer Zeit kamen wir dann am Mirador de Bascos an, dieser war aber leider wegen Einsturzgefahr gesperrt. Der Ausblick war aber trotzdem toll. Man konnte das ganze Golfo-Tal überblicken.

Nach einer kurzen Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Inzwischen war wieder das herrlichste Wetter und fast alle Wolken hatten sich verzogen.

Wir erreichen wieder El Sabinar und ab hier waren wir dann in 45 Minuten nach unten gestiegen. Bergab und ohne viele Fotos zu machen, ging dies dann echt flott.

Anschließend fuhren wir mit dem Auto die Serpentinen wieder hinab und weiter nach Frontera, wo wir im Restaurant Joapira essen gingen, eine Empfehlung von Jörg und Ralf. Als Vorspeise bestellten wir uns Runzelkartoffeln mit Mojo Rojo und Mojo Verde, die waren sehr lecker.

Wir bestellten beide Hähnchenbrust als Hauptgericht, nur in verschiedenen Varianten.

Anschließend ging es zurück zum Hotel, wo ich endlich den Binter Flug umbuchen wollte. Und dann musste ich mit Entsetzen feststellen, dass für Sonntag schon alle Flüge ausgebucht sind. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Wir fragten Jörg, ob er noch nen Tip hat, aber sie es aussieht müssen wir jetzt wohl doch schon am Samstag nach Teneriffa fliegen. Und ich befürchte, dass wir auf den Kosten für die Verlängerungsnacht sitzen bleiben werden. Sowas Doofes. Aber wenigstens war Jörg der Meinung, dass wir am Samstag doch noch Zeit haben werden, trotzdem auf dem Viehmarkt vorbeizufahren.