24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 8. Tag: Wanderung im Zauberwald von La Llanía mit Ralf

Am Sonntag auf den Markt hatten wir ja mit Ralf und einem weiteren Pärchen eine Wanderung in La Llania vereinbart. Diesen Weg waren wir letztes Jahr bei Nebel und Nieselregen schon auf eigene Faust gelaufen. Aber mit Ralf‘s riesigem Botanikwissen sollte es bestimmt viel zu erfahren geben.

Gegen 7:45 Uhr standen wir auf, duschten und frühstückten. Grade als wir gegen 9:45 Uhr losfahren wollten, fuhr Jörg wieder mit dem Fahrrad vor und wir hielten wieder ein kurzes Schwätzchen. Dabei bot er Björn an, morgen an einer Höhlenexpedition teilzunehmen.

Wir kamen dann erst gegen 10:00 Uhr los und ausgerechnet heute fuhr ein Spanier vor uns mal ordnungsgemäß. Ansonsten rasen diese eigentlich immer die Serpentinen nach oben. Somit kamen wir nur schleppend voran und kamen dann quasi mit Punktlandung um 10:30 Uhr in La Llania an. Ralf und das andere Pärchen waren logischerweise schon da. Ralf erzählte ein paar einführende Worte, vor allem über die hier wachsende Baumerika.

Dann ging die Wanderung los und wir kamen zum Aussichtspunkt La Llania, den wir ja letzte Woche schon besucht hatten. Im Gegensatz zur letzten Woche war heute aufgrund der Wolken aber nicht so viel vom Golfotal tief unter uns zu sehen.

Weiter ging es und Ralf erzählte uns etwas über die Flechten, die hier überall an den Bäumen zu finden waren.

Wir rochen am Zitronenthymian…

….und liefen dann durch ein Stück Wald, bis wir zum Hexentanzplatz kamen.

Hier erzählte Ralf viel darüber, dass die früheren Inselbewohner in Massen nach Venezuela ausgewandert sind. Viele haben ihre Frauen zurückgelassen und sich teilweise dann nie wieder um diese gekümmert. Diese durften damals eine Witwenrente beantragen, auch wenn sie eigentlich gar keine Witwe waren. Aufgrund der Religion war es ihnen aber auch nicht möglich, sich wieder einen neuen Mann zu suchen, da sie offiziell ja noch verheiratet waren. Diese Frauen haben sich dann oft an diesem Platz getroffen und haben über Schüsseln mit Wasser, die den Atlantik symbolisieren sollten, versucht, Kontakt mit ihren Verwandten in Südamerika aufzunehmen. Von den Bauern wurde dies als eine Art Geisterbeschwörung angesehen und die Frauen wurden somit der Hexerei bezichtigt und wurden teilweise ausgestoßen. So entstand der Name des Hexentanzplatzes.

Einige Auswanderer kamen aber auch wieder zurück und bauten dann mit ihrem gesparten Geld neue Häuser auf El Hierro oder andere sendeten wenigstens Geld an ihre zurückgelassenen Frauen.

Kurz später kamen wir dann an den Krater der Hoya de Fireba, den wir letztes Jahr bei der Wanderung ja schon besichtigt hatten.

Hier erzählte und Ralf den Unterschied zwischen basischer und säurehaltiger Lava. Vom Aussichtspunkt hier konnte man in der Ferne Teneriffa mit dem Teide sehen.

Wir liefen weiter und kamen zu einer alten Zisterne, in der früher Wasser gesammelt wurde oder in der Trockenzeit wurde diese sogar mit einem Tankschiff mit Wasser beliefert.

Hier machten wir eine Rast und Ralf hatte uns eine Quesadilla mitgebracht, wovon jeder zwei Stücke essen durfte. Wir liefen weiter und rochen an der kanarischen Zitronenmelisse.

Weiter ging es durch den Zauberwald und überall hatte Ralf was zu erzählen, mal über die Baumrinde, mal über die kanarischen Kiefern etc.

Wir machten eine weitere Rast, bei der wir unsere Äpfel aßen.

Und dann liefen wir das letzte kurze Stück zum Auto zurück.

Dort kamen wir dann gegen 15 Uhr an. Eine schöne Tour, auch wenn ich sie letztes Jahr mit dem Nebel noch etwas mystischer fand. Ralf bekam pro Person 25 Euro für die Tour.

Auf der Tour hatte ich erzählt, dass ich gestern ein E-Bike ausprobiert habe und wir überlegen, noch eine Tour mit Jörg zu machen, falls das zeitlich noch möglich sein sollte. Als wir grade losfahren wollten, kam unsere Mitwanderin nochmal zum Auto und meinte, dass sie auch Interesse an einer solchen Tour hätten und ich doch mal Bescheid sagen solle, falls noch eine stattfindet. Also tauschten wir die Nummern.

Zurück in La Frontera setzten wir uns noch in ein Restaurant und tranken je zwei Café con Leche. Hier setzte ich eine WhatsApp an Jörg ab, dass Björn an der Höhlentour teilnehmen will und fragte eine E-Bike-Tour an. Die Höhlentour ist nun für morgen klar gemacht. Ich muss mir dann mal überlegen, was ich in dieser Zeit mache. Eine Fahrradtour wurde uns für Samstag angeboten. Ich leitete das Angebot an die anderen beiden weiter und fragte, ob sie Interesse haben.

Gegen 18:45 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Restaurant Joapira. Björn wollte, dass ich mal das Auto fahre. Wir machten einen Abstecher zu den Müllcontainern, vor allen, weil wir in der Küche eine Ameisenstraße vorgefunden hatten und die Tüte voll davon war. Von dort nahmen wir eine Straße, wo wir dachten, dass sie uns zum Restaurant führt. Das tat sie auch, aber sie führte eng und steil durch die Häuser hindurch. Ich fühlte mich äußerst unwohl beim Fahren. Schließlich kamen wir beim Restaurant an und es war geschlossen, obwohl TripAdvisor und auch der Ausgang sagten, dass eigentlich geöffnet sein sollte. Hm. Also fuhren wir zurück nach Tigaday und gingen dann ins Restaurant Cruz Alto und probierten die Arepas, die Ralf bei der Wanderung erwähnt hatte. Arepas sind gefüllte Maisfladen. Björn hatte zerrupftes Hühnchen und ich Schinken und Käse.

Satt waren wir davon noch nicht und bestellten zusammen noch eine Portion Papas locas und waren uns sicher nun die Salzkartoffeln zu bekommen. Geliefert wurde aber eine riesige Portion Pommes Frittes. Wieder was gelernt.

Gegen 21:30 Uhr waren wir dann zurück in der Unterkunft.

24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 7. Tag: Wanderung vom Árbol Garoé auf den Ventejis

Für heute hatte ich eigentlich die Wanderung Nr. 26 aus dem Rother Wanderführer angedacht, von der Hoya de Fileba zum Mirador de Jinama. Den Wecker hatten wir auf 7 Uhr gestellt, blieben danach aber noch etwas liegen. Beim Frühstück wussten wir schon, dass die angedachte Wanderung eher nichts werden würde, da diese am Kamm entlang führt und dazu angeraten wurde, einen möglichst wolkenlosen Tag abzuwarten. Und was war? Die Wolken hingen heute wieder tief und an Sicht dort oben war nicht zu denken.

Gegen 10 Uhr kam Jörg vorbei, um nach den Katzen von Norbert zu schauen. Und wie gestern versprochen, hatte er mir ein E-Bike mitgebracht, dass ich dann mal auf der steilen Straaße ausprobieren konnte. Und was soll ich sagen: Wahnsinn. Ich hätte nicht gedacht, dass es damit so extrem leicht sein würde Anstiege zu überwinden. So konnte ich mal kurz in die E-Bike Welt reinschnuppern. Dazu muss ich sagen, dass Jörg E-Bikes vermietet und auch geführte Touren anbietet. Ist auf jeden Fall nochmal eine Überlegung wert.

Ich befragte ihn auch nochmal bzgl. der Tour 8 aus dem Rother Wanderführer, Von Valverde auf den Ventejis, ob er denkt, dass diese bei diesem Wetter machbar ist. Er riet uns dann dazu die Tour nicht ab Valverde zu fahren, sondern zum Arbol Garoe zu fahren und ab dort zu laufen. Da er eine Stunde später sowieso in Valverde sein wollte, wollte er mir nochmal Bescheid sagen, wie das Wetter dort ist. Gesagt, getan. Er meldete wechselhaftes Wetter und wir entschieden uns dann die Wanderung zu wagen.

Bis wir losfuhren war es inzwischen 11:30 Uhr. Kurz vor Valverde konnten wir Jörg sogar nochmal zuwinken, da er am Straßenrand stand. Anschließend schickte uns unser Navi wieder auf abenteuerlichen Wegen zum Arbol Garoe. Der Weg war einfach nicht machbar, so wie das Navi es vorschlug. Somit fuhren wir erst mal wieder zurück auf eine normale Straße und von dort nach San Andres, wo wir vom letzten Jahr noch wussten, dass dort der Weg zum Besucherzentrum ausgeschildert ist. Allerdings hatten wir dieses im letzten Jahr einfach nicht gefunden. Heute kamen wir wieder zur Ausschilderung, dieses Mal aber mit eingeschaltetem Navi, was letztes Jahr aufgrund des fehlenden Internets nicht möglich war. Dort bogen wir wieder auf die Schotterpiste ab und folgten der Beschilderung. Dieses Mal war es kein Problem alles zu finden und wir stellten fest, dass wir letztes Jahr 500 m vor dem Ziel umgekehrt waren.

Nun erst mal zum Arbol Garoe: Er ist das Wahrzeichen El Hierros und schmückt auch das Wappen der Insel. Er wird von Legenden umrankt. Er liegt versteckt in einem kleinen Tal. An dieser Stelle soll einst ein großer Lorbeerbaum gestanden haben, der angeblich hunderte Liter Wasser am Tag aus dem Passatnebel molk und somit viele Leute vor dem verdursten rettete. In einem Sturm wurde er 1610 entwurzelt und 1957 wurde an seiner Stelle wieder ein neuer Baum gepflanzt.

Wir parkten also am Besucherzentrum, der Himmel war wolkenverhangen.

Dann bezahlten wir die 2,50 Euro Eintritt pro Person und legten den kurzen Weg zum Baum zurück. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an mehreren Wasserstellen vorbei, die von den Bimbache gefertigt wurden.

Und dann erreichten wir den Baum, der in eine Felsnische eingebettet ist. Eigentlich unspektakulär 😉, aber sagenumwoben.

Inzwischen zeigte die Uhr die 13 an und wie von Jörg empfohlen sollte es eine Mischung aus Wanderung Nr. 8 und 9 werden. Da ab dem Parkplatz die Ruta del Aqua (Nr. 9) beschildert war, folgten wir dieser erst einmal bergab.

So richtig voran kamen wir aufgrund des Fotografierens nicht. Wir passierten ein kleines Wäldchen, das wieder an den Märchenwald erinnerte, den wir ja morgen mit Ralf erneut besuchen werden.

Die Landschaft änderte immer wieder ihr Gesicht.

Wir wollten dann die Ruta del Aqqua rechts auf dem Weg verlassen und dann der Beschreibung der Wanderung 8 auf den Ventejis weiter folgen. Merkwürdig fanden wir, dass wir einen Zaun übersteigen mussten, was im Wanderführer so nicht beschrieben war. Wir liefen den Weg trotzdem weiter und erblickten dann unserer Meinung nach den Ventejis.

Wir liefen den Feldweg entlang, der lt. Beschreibung von Agaven gesäumt sein sollte, es waren aber keine Agaven zu sehen. Es sollte eine Wasserstelle folgen, wir fanden aber nur eine mit Wasser gefüllte alte Badewanne. Sollten wir auf dem richtigen Weg sein? Wir waren uns unsicher und drehten nochmal um, fanden aber keine andere Möglichkeit und liefen diesen Weg dann doch weiter. Inzwischen versperrten uns aber drei Pferde den Weg.

Vorsichtig schlängelten wir uns zwischen diesen hindurch, sie beachteten uns aber kaum. Aber als wir das geschafft hatten, fanden wir auch nicht gleich den Weg bergauf. Teilweise weglos ging es bei hier oben sehr starkem Wind steil bergauf.

Das war unser Aufstieg

Oben atmete ich erst mal tief durch und dachte, wir hätten den Ventejis erklommen. Im Tal lag uns Valverde zu Füßen, etwas wolkenverhangen. Der Blick nach La Palma blieb uns leider verwährt.

Hier oben zog es die Hechtsuppe und ich hatte meine Mütze lieber abgezogen, bevor sie noch weggeflogen wäre. Inzwischen hatte ich auch realisiert, dass wir noch gar nicht auf dem Ventejis sind und dass uns wohl noch ein weiterer Anstieg bevorstand. Wir wussten allerdings schon wieder nicht richtig, wo der Weg weitergehen sollte. Die Wanderbeschreibung passte wieder nur so halb und einen Weg, der rechts abbiegen sollte, fanden wir auch nicht. Das war uns dann irgendwann egal und wir liefen den einzig vorhandenen Weg, der teilweise aber auch nicht als Weg zu erkennen war einfach immer weiter entlang. Irgendwann führte dieser dann extrem steil sehr lange nach oben. Ich war mir sicher, dass wir hier auf den Ventejis kommen würden, war mir aber auch sehr sicher, dass dies nicht der beschriebene Weg aus den Wanderführer war. Egal, Hauptsache wir kommen dorthin, wo wir hin wollten.

Der Hang von unten…

….und von oben.

Schließlich erreichten wir den Gipfel, auf dem ein Mobilfunkmast trohnte. Der Ventejis, das war nun klar. Wir standen nun auf 1139 m. Der Arbol Garoe konnte nun auch nicht mehr weit sein. Und nachdem ich die weitere Wanderbeschreibung durchgelesen hatte, realisierte ich nun, warum die Wanderbeschreibung hinten und vorne nicht gepasst hatte. Der Weg ab den Übersteigen des Zaunes war hier in umgekehrter Richtung beschrieben. Wir hatten also auf der Ruta del Aqua einen viel weiteren Weg zurückgelegt, als wir gedacht hatten und der Weg in den wir, wie beschrieben rechts abgebogen waren, muss wohl schon etwas früher abgebogen sein. Aber wir haben den Weg dann ja auch ohne Wanderführer mit einigen Irrungen und Wirrungen gefunden, wenn auch in die entgegengesetzte Richtung, was uns zwei richtig knackige Aufstiege beschert hat, die eigentlich Abstiege gewesen wären. Warum einfach, wenn es auch schwer geht 😉?

Schließlich erreichten wir gegen 17:30 Uhr wieder das Auto. Das Restaurant, das Jörg empfohlen hatte, hatte lt. Google heute geschlossen, somit entschieden wir uns nochmal in das nahegelegene San Andres zu fahren, um zu schauen, ob wir dort etwas zu essen bekommen. Als wir dort ankamen saß dann lustigerweise das Ehepaar, das uns auf der morgigen Wanderung begleiten wird vor einer Kneipe. Wir stiegen aus und unterhielten uns nett mit ihnen. Sie hatten eine Wanderung nach Isora gemacht und empfahlen uns den Kichererbseneintopf im dortigen Restaurant. Somit stiegen wir nochmal ins Auto und fuhren die wenigen Kilometer nach Isora. In der dortigen Bar hatten wir letztes Jahr mit Ralf nach der Wanderung noch einen Kaffee getrunken. Wir nahmen Platz, die Bedienung konnte kein Englisch und wir hatten wieder Probleme mit dem Spanisch. Eine Speisekarte gab es nämlich nicht. Somit holte die Bedienung ihr Handy und tippte dort in den Google Übersetzer die möglichen Gerichte ein und wir lasen die Englische Übersetzung. Da alle anderen Gerichte Fleischgerichte waren, konnte der Kichererbseneintopf nur das Gericht des Tages sein. Das bestellten wir dann. Was kam war eine Mischung aus Kartoffeln, Hähnchen, Kichererbsen, Bohnen etc. Das war ganz lecker und mal was anderes.

Und letztendlich haben wir dann sogar für die zwei Gerichte, eine kleine Flasche Wasser, zwei Eis und einen Espresso nur 16 Euro bezahlt. Das war ja mal billig.

Anschließend fuhren wir dann zurück zur Unterkunft und auf der Hochebene war alles nebelverhangen.

Das Golfotal lag und anschließend aber wieder in strahlendem Sonnenschein zu Füßen. Wir gingen noch schnell in den Supermarkt und waren dann gegen 19:00 Uhr zurück in der Unterkunft. Von der Terrasse aus konnten wir nun gegen 21:00 Uhr noch den Sonnenuntergang beobachten.

Im Anschluss hörten wir lautes Gebrüll und eine Trillerpfeife. War da etwa ein Fußballspiel? Da wollten wir natürlich hin. Aber grade als wir die Tür verlassen haben, war nichts mehr zu hören und auf dem Fußballplatz war alles dunkel. Da waren wir wohl zu spät, schade. Trotzdem machten wir dann noch einen kleinen Spaziergang die Straße hinunter und wieder hinauf. Bis zum Wasser war es dann doch noch zu weit gewesen.

24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 6. Tag: Unterkunftswechsel

Heute gibt es nicht so viel zu berichten. Koffer packen war angesagt. Aber ausgerechnet jetzt, wo wir alles ins Auto schleppen mussten, regnete es und es sah so aus.

Also frühstückten wir heute drinnen. Gegen 10 Uhr wollten wir los, also marschierten wir zu Carmen und Graham, um zu bezahlen. Die beiden saßen gerade beim Frühstück und luden uns auf einen Kaffee ein. Die Einladung nahmen wir gerne an. Das Haus steht wirklich an einem tollen Platz mit herrlicher Aussicht über das Tal, wenn es heute nicht geregnet hätte.

Wir unterhielten uns dann noch angeregt, mit Carmen auf Deutsch, mit Graham auf Englisch. Das war wirklich sehr nett. Zwei Stunden saßen wir so da. In dieser Zeit erfuhren wir, dass Carmen ein Buch veröffentlicht hat und gerade an einem weiteren Buch schreibt. Da die Gespräche so nett waren und da die neue Unterkunft quasi nur um die Ecke liegt, vereinbarten wir, dass wir die Tage nochmal vorbeikommen, weil wir auch noch gar nicht dazu gekommen waren, Carmen‘s tollen Garten zu besichtigen. Das Grundstück ist 12.000 qm groß 😮. Draußen zeigte Carmen Björn noch weitere Pflanzen und sie schenkte ihm sogar einen Ableger.

Dann fuhren wir die nur wenigen Meter runter zu Norbert“s Unterkunft. Die Unterkunft von Carmen war sehr süß und schnuckelig, wobei sie aber auch noch ein Apartment vermietet. Die neue Unterkunft ist auch sehr schön und bietet mehr Platz, da wir hier ein komplettes Häuschen zur Verfügung haben. Beide Unterkünfte sind aber absolut zu empfehlen.

Nachdem wir ausgeladen hatten, machten wir uns erst mal über die Mango und die Ananas her, die wir in El Pinar auf dem Markt gekauft hatten. Lecker.

Björn wollte anschließend erst mal ein Nickerchen halten. Aufgrund dessen war dann auch gar keine Zeit mehr richtig was zu unternehmen, weil um 18 Uhr Eva kommen wollte, um uns das Haus zu erklären. Also schrieb ich nur ein bisschen Blog und fing mal an mein Buch zu lesen. Gegen 17:30 Uhr fuhr auf einmal ein Auto vor und ich dachte zuerst es wäre Eva. Dann erkannte ich aber, dass es Jörg ist, der sich um die Katzen kümmert. Wir hielten ein kurzes Schwätzchen, dann musste er aber auch schon los. Kurz später erschien dann Eva, die sehr gut Englisch spricht. Wir bezahlten die Unterkunft und Eva zeigte uns dann noch ein bisschen das Gelände. Auch hier gibt es ein riesiges Grundstück. Und überall wächst frisches Obst: Feigen, Maracuja, Mango und wir dürfen uns sogar einfach daran bedienen. Super.

Der Komposthaufen war dann am Ende des Geländes, so dass wir einen kurzen Marsch hinter uns bringen müssen, wenn wir den Biomüll entsorgen wollen. Aber überall waren auch schöne kleine Sitzgelegenheiten auf dem Weg. Ebenso ein alter Wohnwagen, der immer noch zum Übernachten benutzt wird. Björn half dann noch ein bisschen beim Blumen gießen und dann fuhren wir zum Abendessen. Inzwischen war es 19:30 Uhr, das Restaurant La Bodeguita de Fa öffnet aber auch erst um 19:00 Uhr. Hier waren wir letztes Jahr auch schon eingekehrt. Nachdem ich letztes Jahr noch Wachtel probiert hatte, war ich dieses Mal nicht so experimentierfreudig und wir bestellten beide Lasagne und Rotwein.

Und da das Restaurant direkt gegenüber der Kirche liegt, statteten wir dieser auch nochmal einen Besuch ab.

Anschließend erklommen wir auch nochmal die Stufen zum Glockenturm, um die schöne Aussicht zu genießen.

Gegen 22:00 Uhr waren wir wieder zurück an der Unterkunft. Da der Himmel ziemlich wolkenverhangen ist, wird es heute eher nichts mit Sterne gucken.

24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 5. Tag Markt in Tigaday, Ermida de la Virgen de los Reyes und El Sabinar

Heute war vieles eine Wiederholung vom letzten Jahr. Sonntags ist einfach der Markt von Tigaday Pflicht.

Hier trafen wir zunächst wieder auf Ralf und fragten ihn an, ob sich inzwischen jemand weiteres für eine Wanderung mit ihm gemeldet hat. Und wir hatten Glück. Das Ehepaar, das grade auch am Stand zugegen war, wird uns bei der Wanderung begleiten. Zufälligerweise kommen diese sogar aus Frankfurt. Wir einigten uns auf Mittwoch 10:30 Uhr und die Wanderung im Märchenwald, die wir letztes Jahr schon alleine abgelaufen waren.

Und dann gab es ein großes Hallo mit Jörg, mit dem wir letztes Jahr die Höhlenexkursion gemacht hatten. Seitdem waren wir noch ein bisschen mit ihm in Kontakt und er hatte mir letztes Jahr mit größerem Aufwand eine Tambor nach Deutschland gesendet, mit der ich Björn dann überrascht hatte. Aber das hat eine andere Geschichte. Heute verkaufte er mit seiner Frau Heidrun wieder selbstgebackenes Brot auf dem Markt und wir kauften zwei davon. Björn fragte noch eine Höhlentour an und wir hielten noch ein kleines Schwätzchen.

Anschließend schlenderten wir weiter über den Markt. Björn kaufte mir noch eine blaue Kette, die aus alten CDs hergestellt wurde. Anschließend lief uns dann auch noch unsere Vermieterin Carmen über den Weg und wir unterhielten uns auch noch kurz mit ihr.

Für den restlichen Tag hatten wir noch gar keinen Plan ausgeheckt. Somit schlenderten wir erst mal durch den Ort und stöberten in dem ein oder anderen Laden. Ich kaufte mir noch zwei kurze Hosen und dann kehrten wir noch auf einen Kaffee bzw. eine heiße Schokolade ein. Dazu gab es noch einen Zitronenkuchen.

Wie gesagt, einen Plan gab es noch nicht und dann entschieden wir uns spontan nochmal zur Ermida de la Virgen de los Reyes zufahren. Dort waren wir letztes Jahr schon, waren aber zu spät und es war schon geschlossen. Die Anfahrt dorthin dauert etwas länger. Wir kamen durch Sabinosa, passierten das Lavafeld in dem wir letztes Jahr wandern waren und dann mussten viele Serpentinen bewältigt werden. Schließlich kamen wir bei der Ermida an und heute hatte sie auch geöffnet.

Zum Abschluss zündeten wir noch zwei Kerzen an.

Draußen machten wir noch ein paar Fotos.

Danach entschieden wir uns, mit dem Auto noch nach El Sabinar zu den Wacholderbäumen zu fahren. Dorthin hatten wir letztes Jahr eine tolle Wanderung unternommen. Der Weg führte über eine längere Schotterstraße dorthin, die Fahrt war ein bisschen abenteuerlich. Schließlich kamen wir aber ohne Schaden am Auto an und schnürten die Wanderschuhe, um nochmal ein Stück zu den Bäumen runterzulaufen. Direkt am Parkplatz befindet sich ja dieses schöne Exemplar, das Wahrzeichen der Insel.

Ein anderes Pärchen ließ doch wirklich den Motor laufen, stieg aus dem Auto aus, um hier ein paar Fotos zu machen und fuhren dann weiter. Und das nach dieser umständlichen Anfahrt. Ich werde so etwas nie verstehen.

Wir liefen dann etwas den Berg hinunter um zu den anderen Bäumen zu gelangen. Es blies ein heftiger Wind.

Dann liefen wir wieder zurück zum Auto. Die Wanderung letztes Jahr war aber definitiv viel schöner als einfach nur mit dem Auto hinzufahren.

Anschließend entschieden wir uns zurück zur Unterkunft zu fahren, nahmen aber den Weg über die andere Seite der Insel. Am Aussichtspunkt El Julan hielten wir nochmal kurz an und schauten auf die Gegend, in der wir gestern wandern waren.

Gegen 18;30 Uhr waren wir dann zurück und fuhren direkt ins Restaurante Garanones in Las Puntas. Um diese Uhrzeit waren wir wieder die einzigen Gäste. Die Spanier essen eher erst um 22 Uhr. Hier gab es eine schöne Terrasse mit Blick auf das Golfotal.

Vorneweg gab es Baguette mit Mojo Rojo und Mojo Verde.

Als ersten Gang bestellten wir gemeinsam Spinatkroketten, die ganz lecker waren.

Anschließend hatte ich Papageienfisch und Björn Hähnchenbrust jeweils mit den kanarischen Salzkartoffeln.

Björn gönnte sich danach noch einen Espresso und ich hatte ein Cornetto Eis. Gegen 20:30 Uhr waren wir wieder an der Unterkunft und die Terrasse war wieder unsere.

Morgen ist umziehen angesagt, obwohl es uns hier eigentlich gut gefällt. Von der neuen Unterkunft haben uns aber alle vorgeschwärmt, also sind wir gespannt.

24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 4. Tag Wanderung von La Restringa zur Cueva de Don Justo

Heute sind wir etwas früher aufgestanden und haben um 10 Uhr die Unterkunft verlassen. Ziel war der Markt in El Pinar. Am Flughafen hatte ein großes Schild gehangen, dass dieser samstags zwischen 8 und 14 Uhr stattfindet. Wir nahmen aber nicht den direkten Weg nach El Pinar. Inzwischen kennen wir uns auf der Insel ja schon ein bisschen aus und Björn wollte lieber Serpentinen fahren. So kamen wir wieder am Wald von Los Llanos vorbei und durchfuhren den Pinienwald rund um El Pinar.

Nach ca. 40 Minuten kamen wir in El Pinar an, ein Markt war aber nicht zu sehen. Google lotste uns dann dort hin, was wir vorfanden war aber eher etwas ernüchternd. Ganze vier Stände hatten offen. Einer mit Textilien, einer mit Obst und Gemüse, einer mit verschiedenen Marmeladen und Brotaufstrichen und einer mit einer Theke, wo wahrscheinlich Fisch drin war. Somit kauften wir nur etwas Obst und wollten schon wieder fahren, bis wir bemerkten, dass der Marmeladenstand Ralf gehört. Somit stiegen wir nochmal aus und hielten ein kurzes Schwätzchen mit ihm.

Aber was dann? Der Plan war eigentlich nach La Restringa zu fahren und die Wanderung Nr. 19 aus dem Rother Wanderführer zu laufen. Allerdings zeigte das Thermometer im Auto inzwischen 34 Grad an und im Lavafeld auf Schatten zu hoffen, braucht man eher auch nicht. Wir fuhren trotzdem mal hin und immerhin senkte sich das Thermometer beim bergab fahren auf 28 Grad. In La Restringa angekommen wehte dann auch etwas stärkerer Wind, so dass sich die Temperaturen nicht ganz so heiß angefühlt haben. Also entschieden wir uns loszulaufen. Letztes Jahr waren wir bei Dämmerung schon ein kleines Stückchen in das Lavafeld reingelaufen, dieses Mal wollten wir die komplette Runde machen.

Diese ging dann auch gleich an unserem Parkplatz los und führte erst mal immer an der Küste entlang. Im Meer ankerte ein Patrouillenboot, weil seit einigen Monaten wohl täglich Flüchtlingsboote aus Afrika in La Restinga ankommen.

Schließlich kamen wir zur Montana Puerto de Naos (152 m).

Diese erklommen wir dann auch anschließend.

Und so sah das ganze dann von oben aus.

Manche Pflanzen behaupten sich auch in dieser trockenen, kargen Landschaft und sorgen für ein paar Farbtupfer.

Anschließend mussten wir erst mal 10 Minuten die Asphaltstraße entlang laufen, bis wir zu einer Parkbucht kamen. Dort sollte sich dann nur ca. 50 m entfernt die Cueva de Don Justo befinden. Wir suchten das ganze Gelände ab und fanden sie nicht. Als wir schließlich zur Parkbucht zurückliefen, entdeckten wir sie doch noch ganz versteckt. Sie war aber abgesperrt.

Anschließend folgten wir den Leitungsmasten hinab ins Tal, wo wir schließlich wieder im Hafen von La Restinga ankamen.

Hier in La Restinga wollten wir dann nochmal das Restaurant Refugio aufsuchen, weil es uns dort letztes Jahr so gut geschmeckt hatte, aber das war ein Ding der Unmöglichkeit Alle Plätze waren belegt und auch schon jede Menge Leute in Warteposition. Also zogen wir wieder von dannen und fuhren zurück Richtung La Frontera. Am Aussichtspunkt Los Llanos machten wir nochmal einen Halt. Letztes Jahr hatten wir hier noch eine Wanderung gemacht, aber am Aussichtspunkt war damals nichts zu sehen, weil es so nebelig war. Das war heute anders. Wir liefen die rund 200 m dorthin und hatten heute einen tollen Ausblick in das Golfotal.

In der Ferne war auch La Palma zu sehen.

Der Wald wirkte heute ohne Regen und Nebel aber nicht so verwunschen, wie noch vor einem Jahr.

Zurück in La Frontera gingen wir noch schnell in den Supermarkt und ruhten uns dann noch etwas aus. Um 19:30 Uhr starteten wir dann ins Restaurant Namaste. Ich hatte Rotes Thai Curry und Björn Burger. Dazu eine Flasche Rotwein.

Die Bedienung war Deutsche und wir unterhielten uns ganz nett mit ihr.

Gegen 22:30 Uhr waren wir wieder zurück in der Untetkunft.

24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 3. Tag Ecomuseo de Guinea und Mirador de la Pena

Heute haben wir es nochmal ruhig angehen lassen und haben erst mal bis fast 9 Uhr geschlafen. Anschließend gab es Frühstück auf der Terrasse.

Carmen schaute ein paar Mal vorbei. Auf den Weg machten wir uns erst gegen 14 Uhr. Inzwischen war es ziemlich heiß und den ersten Sonnenbrand habe ich mir auch schon wieder geholt 😕.

Unser Ziel war das Museumsdorf Guinea, wo wir es letztes Mal nicht hingeschafft hatten. Gegen 14:30 Uhr kamen wir dort an, die nächste Führung sollte aber erst um 15:30 Uhr starten. So fuhren wir dann nochmal auf einen Drink nach Las Puntas.

Um 15:15 Uhr liefen wir dann wieder im Museumsdorf ein. Wir gönnten uns ein Eis am Stiel und machten uns dann auf zum ersten Teil der Besichtigung, der noch ohne Guide stattfand. Wir bekamen aber deutsche Unterlagen, in denen alles erklärt war. Ziel des Ecomuseo ist es einen Eindruck zu vermitteln, wie ein Inseldorf früher aussah. Die Häuser aus Bruchstein fügen sich gut in die Landschaft ein.

Wir schafften erst mal nicht alle Häuser. Anschließend führte der Rundgang unterirdisch weiter. Jeder bekam ein Haarnetz und einen Helm. Wir wurden 90 m Tief in die Cueva de Guinea geführt und erfuhren, wie der Vulkantunnel entstanden ist. Im Gegensatz zum Höhlenerlebnis letztes Jahr war dieses für mich völlig problemlos. Die Führung war leider nur auf Spanisch, aber nachdem die Führerin bemerkt hatte, dass wir so gut wie kein Wort verstanden hatten, machte sie nochmal eine kleine englische Übersetzung für uns.

Der dritte Teil der Führung führte uns ins direkt angeschlossene Lagatario, eine Aufzuchtstation für die vom Aussterben bedrohte El Hierro Rieseneidechse. Die meisten hier geborenen Echsen werden dann auf dem Roque de Salmor, einem vorgelagerten Felsen, freigelassen.

Nachdem die geführte Tour vorbei war, schauten wir uns noch die restlichen Häuser an.

Anschließend entschieden wir uns noch spontan zum Aussichtspunkt La Pena zu fahren. 700 m über dem Golfotal wurde hier von César Manrique ein in den Fels geschlagener Aussichtspunkt gestaltet. Man kann etwas die Abbruchkante entlang laufen und der Blick ins Golfotal ist gigantisch, auch wenn es heute etwas diesig war.

Auf dem Rückweg kehrten wir im Restaurant La Pasada ein, wo wir letztes Jahr schon einmal gegessen hatten. Hähnchenbrust mit Pommes und im Anschluss noch ein Kaffee und wir teilten uns noch einen Quesadilla, den El Hierro Käsekuchen. Gegen 20:30 Uhr waren wir dann zurück in unserer Unterkunft und haben es uns wieder auf der Terrasse gemütlich gemacht.

24.07.2024 – 07.08.2024: El Hierro die Zweite: 1./2. Tag: Anreise

Wir haben es nochmal getan. Nachdem wir letztes Jahr im Mai schon die kleinste der kanarischen Inseln besucht hatten, haben wir kurzentschlossen vor zwei Wochen erneut gebucht. Zuvor waren eigentlich die Alpen und die Mecklenburgische Seenplatte im Rennen. Aber als nun das Geld der ausgefallenen Japan-Reise zurückkam und unsere Oktober-Pläne nicht mehr so umgesetzt werden können wie wir uns das vorgestellt hatten, haben wir uns kurzfristig umentschieden.

Die Anreise nach El Hierro ist weiterhin nicht so einfach, was eigentlich nur an der Abflugzeit in Frankfurt liegt. Einen Direktflug gibt es ja sowieso nicht. Würde der Flieger nur eine Stunde früher starten, wäre es kein Problem, die Anschlussfähre auf Teneriffa zu bekommen, so ist es eher nicht zu schaffen. Ich habe wieder alle Möglichkeiten ausgelotet, ohne Zwischenstopp auf Teneriffa ging es wieder nicht.

Folgendes haben wir also gebucht.

Flug mit Condor von Frankfurt nach Teneriffa Süd, Weiterfahrt mit dem Flughafenbus 343 vom Flughafen Süd zum Flughafen Nord (ohne Vorbuchung), Taxi vom Flughafen zur Unterkunft in La Laguna, Übernachtung in La Laguna. Am nächsten Tag mit der 10 Uhr Maschine mit Binter von Teneriffa Nord nach El Hierro. Mietwagen über Cicar. zwei Unterkünfte auf El Hierro, weil die Unterkunft, die uns empfohlen wurde, nicht für den kompletten Reisezeitraum frei war.

Mit dem Rückflug hat es dieses Mal besser geklappt. Dort werden wir zuerst mit Binter nach Gran Canaria fliegen und von dort am gleichen Tag und vom gleichen Flughafen mit Condor weiter nach Hause.

Grundsätzlich hat bei der Anreise alles gut funktioniert, aber eine Anreise an einem Tag wäre natürlich zu bevorzugen. Wir bekamen als eine der letzten unsere Koffer und leider mussten wir auch 1:20 h auf dem Flughafenbus warten.

So trafen wir dann erst gegen 19:30 Uhr an unserer Unterkunft La Asomada del Gato ein,

Zum Öffnen der Tür hatten wir einen PIN Code erhalten…..dieser funktionierte aber nicht. Wir versuchten und versuchten, es war aber nichts zu machen. Grade als ich bei den Besitzerin anrufen wollte, kam diese dann aber um die Ecke und schloss uns auf. Bei ihr funktionierte der PIN Code übrigens auch nicht 😉.

Die Unterkunft machte aber einen netten Eindruck mit schönen Gärtchen und die Besitzerin war auch sehr freundlich und nett. Die Unterkunft liegt im Gegensatz zur Unterkunft letztes Jahr auch sehr zentral und ist für eine Zwischenübernachtung zu empfehlen. Die Zimmer sind aber relativ klein, was für eine Nacht ja nicht so schlimm ist. Ich habe mit zwar seit dem letzten Jahr ein bisschen Spanisch angeeignet, zum Kommunizieren reicht es aber trotzdem noch nicht. Verstehen tue ich aber schon ein bisschen mehr. Somit liefen die Formalitäten in einem Kauderwelsch aus Englisch und Spanisch ab. Die Besitzerin Minimalkenntnisse in Englisch und wir in Spanisch.

Das Städtchen La Laguna machte dieses Mal auch einen viel besseren Eindruck auf uns. Als wir letztes Jahr auf einen Sonntag dort ankamen, herrschte tote Hose und wir hatten Mühe, ein offenes Restaurant zu finden. Dieses Mal, ein Mittwoch, herrschte reges Treiben und es ist wirklich ein schönes kleines Städtchen. Wir liefen noch etwas durch die Gegend.

Aufgrund der späten Uhrzeit nahmen wir nur noch ein kleineres Mahl zu uns; die typischen kanarischen Runzelkartoffeln. Dann ging es ab ins Bett.

Beim Aufwachen erfuhren wir, das heute der komplette Flugverkehr in Frankfurt eingestellt ist, weil sich ein paar Klimakleber auf den Start- und Landebahnen festgeklebt haben. Glück gehabt, dass wir schon gestern geflogen sind.

Heute morgen erschienen wir um 8 Uhr beim Frühstück. Alles war schon vorbereitet und es war Selbstbedienung. Das Frühstück war ausreichend. Etwas Obst, Brot, Marmelade, etwas Wurst und Käse, Müsli, Kaffee und Tee.

Anschließend rief uns die Besitzerin ein Taxi, dass dann auch nach 5 Minuten schon da war. In 15 Minuten waren wir am Flughafen und bei Binter ist ja alles ziemlich unkompliziert. Eine Stunde vorher da sein reicht völlig. Koffer abgeben, kurz warten und schon geht es los.

Nach 45 Minuten erreicht man dann El Hierro. Die Koffer waren schnell da. Aber da wir im Flieger ganz vorne an den Notausgängen gesessen haben, waren wir als Letzte aus dem Flieger raus und somit auch die letzten in der Schlange für die Mietwägen. Als wir dran waren, ging es dann aber fix und der Opel Corsa war schnell gefunden. Wir fuhren nach La Frontera, suchten dann den Supermarkt auf und fuhren dann in das Restaurant, wo wir uns mit Ralf treffen wollten. Da waren wir also wieder im Golfo-Tal.

Letztes Jahr hatten wir eine Wanderung mit Ralf gemacht und dieses Jahr haben wir eine Unterkunft für die ersten vier Nächte über ihn gebucht. Hier aßen wir eine Kleinigkeit, bis Ralf um 14 Uhr eintraf. Wir unterhielten uns noch ein bisschen und kurz später fuhren wir zur Unterkunft. Wir haben die kleine Casita von Carmen gebucht und hier gefällt es uns schon mal sehr gut.

Hier lassen wir jetzt erst Mal den lieben Gott nen guten Mann sein. Also es war für heute faulenzen angesagt. Erst mal richtig ankommen. Die Ruhe hier ist einfach unglaublich. Nicht zu vergleichen mit dem Rhein-Main-Gebiet.

Am Abend waren wir dann noch im Restaurante Volcán de El Hierro eine Kleinigkeit essen, weil es uns dort letztes Jahr ganz gut gefallen hatte.

Björn hatte ein Entrecôte und ich nur ein paar Frühlingsrollen.

Jetzt sitzen wir im Dunkeln nochmal auf der Terrasse und schauen in den Sternenhimmel, der heute aber nicht sehr ausgeprägt ist. Aber je länger man schaut, desto mehr Sterne sieht man. Wir sehen wieder den großen Wagen. In Sri Lanka stand er noch auf dem Kopf, hier sehen wir ihn wieder wie zuhause.