03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 12. Tag: Indigener Markt in Guamote, Ingapirca und Fahrt nach Cuenca

Um 6:00 Uhr klingelte der Wecker. Zu dieser Zeit war noch kein Strom verfügbar, das Wasser der Dusche war aber heiß. Deshalb entschied ich mich zu Duschen, aber die Haare nicht zu waschen, da ich sie ja dann nicht fönen konnte. Aber grade als ich unter der Dusche stand, sprang der Generator um 6:30 Uhr an und somit gab es wieder Strom. Somit konnte ich mich dann kurzfristig unter der Dusche noch umentscheiden. Frühstück gab es heute um 7:00 Uhr. Unter anderem konnte man sich Ei bestellen und ich orderte ein Omelette.

Um 8:00 Uhr ging es dann zu Fuß los auf den indigenen Markt. Dieser war viel authentischer als der Markt in Otavalo, der er hauptsächlich für die Einheimischen gedacht ist und deshalb nicht so touristisch aufgezogen ist. Andere Touristen haben wir eigentlich auch gar keine gesehen.

Hier sind wir eher in einer ärmeren Gegend von Ecuador. Die indigenen Frauen sehen aber alle sehr elegant aus in ihrer traditionellen Kleidung.

Die Schuhabteilung.

In dieser Seitenstraße war grade Baustelle.

Die Gewürzabteilung.

Obst und Gemüse.

Medikamente.

Viele der indigenen Frauen waren vollgepackt. Die Ware wird immer auf dem Rücken getragen. Deshalb haben viele der Frauen im Alter Rückenschmerzen.

Gitarren gab es auch zu kaufen.

Gekocht wurde auch.

Dann kamen wir in die Fischabteilung.‘

Hier gab es einen Medizinmann, der über Frauenkrankheiten erzählt hat. Der Andrang war groß.

Drei Arten von Bananen. Mitreisende kauften ein ganzes Bündel für nur einen Euro und jeder durfte probieren. Hier schmeckt das Obst natürlich viel besser als in Deutschland.

Obst und Gemüse.

Oder wie wäre es mit ein paar Rinderhufen?

Panela.

Hühnchen.

Meerschweinchen am Spieß.

Die Schuhputzer.

Das waren die Eindrücke vom Markt. Ich mag sowas. Und dieser hier war wirklich authentisch. Die Märkte in anderen Ländern dieser Welt, sind schon gewöhnungsbedürftig und überhaupt nicht vergleichbar mit unseren Märkten in Deutschland.

Zurück im Hotel kaufte ich nur für 4 Dollar noch einen Geldbeutel.

Anschließend ging es dann wieder in den Bus zur Inkastätte Incapirca. Mehrere Stunden fuhren wir durch die Andenlandschaft. Auf der Fahrt kamen wir am Ott Alausi vorbei. Dort gab es vor einiger Zeit einen schweren Erdrutsch. Deshalb konnten wir die ehemalige Straße nicht befahren. Der neue Weg spart einem einen großen Umweg, hier muss man aber nun Maut bezahlen.

Hier vor uns die Teufelsnase. Von Alausi gab es eine Zugstrecke zur Teufelsnase, diese ist momentan aber außer Betrieb oder fährt nur untegelmäßig.

Blick auf Alausi.

Hier ist der Erdrutsch passiert, der viele Häuser weggerissen hat und da es nachts passierte, viele Menschenleben gekostet hat.

Gegen 13:30 Uhr erreichten wir dann Ingapirca, das sind die besterhaltenem Ruinen aus der Inkazeit in ganz Ecuador. Die Anlage ist ca. 4 ha groß. Die ältesten Teile der einstigen Canari-Festung stammen aus der Zeit um 800 n. Chr. Die Inkas bauten ihren Sonnentempel dann am Ende des 15. Jh. steil über den Tälern, mit freiem Blick auf die umliegenden Bergrücken.

Es ist nicht mehr viel vom einstigen Innenleben zu erkennen. Die angedeuteten Räume waren wahrscheinlich Lagerräume.

Die Grabstätte einer Hohepriesterin.

Hier versuchten wir dann die Energien dieses Ortes in uns aufzunehmen 😉.

Der Blick auf die umliegende Andenlandschaft.

Nach dem Besuch liefen wir in ein fünf Minuten entferntes Restaurant, wo wir sehr billiges Essen bestellen konnten, da für abends aber ein exklusives Mehrgang-Menü angekündigt war, begnügte ich mich mit einem Käsesandwich. Björn aß eine Suppe.

Anschließend sollte unsere Fahrt nochmal weitere zwei Stunden dauern.

Gegen 18 Uhr kamen wir dann in unserem Hotel Posada del Angel in Cuenca an. Hier sind wir jetzt noch auf 2500 m.

Um 18;45 Uhr war dann schon wieder Treffpunkt für das Abendessen. Viventura hat uns in ein exklusives Restaurant eingeladen. Heute war übrigens der spanische König in der Stadt, so dass sehr viel Polizei unterwegs war und einige Straßenzüge abgesperrt wurden. Nach ca. 15-20 Minuten Fußmarsch durch die Stadt erreichten wir dann das Restaurant.

Was wir dann hier erlebten war dann schon etwas sehr Besonderes. Es war einfach großartig. Es gab ein 4-Gänge Menü und zwei Gläser Wein und ein Softdrink waren inklusive. Das ganze war aber an sich ein großartiges Erlebnis.

Zuerst wurden wir vom Koch persönlich begrüßt. Dann wurde uns unser persönlicher Kellner vorgestellt. Danach wurde der Wein ausgeschenkt. Ich entschied mich für den roten Malbec, sehr lecker.

Dann kamen verschiedene Schälchen mit Dips und Weißbrot vorneweg.

Anschließend wurde der erste Gang serviert, eine Shrimps-Supoe. Björn bekam alternativ eine Kartoffelsuppe. Serviert wurden alle Gänge auf wunderschönen Tellern von einem Künstler hier aus Cuenca.

Die Suppe durften wir aber nicht einfach so essen, sondern wir mussten der Anleitung unserer Bedienung folgen. Wir bekamen weitere Schälchen mit Dips und mit jedem Löffel den wir nahmen, mussten wir einen anderen Dip dazu probieren. Die Suppe an sich war ja schon ein Gedicht, aber mit den verschiedenen Geschmäckern wurde es zur Geschmacksexplosion.

Als zweiten Gang gab es dann Lsnguste, Björn bekam alternativ Hähnchenbrust.

Die Languste wurde uns dann schön auf dem Teller drapiert serviert.

Anschließend wurden die Beilagen gebracht. Die Kartoffeln wurden dann auf dem Tisch in der Soße der Langusten zu einem Kartoffelbrei verarbeitet. Dieser war wie die Languste auch extrem lecker und sensationell war der Mangosalat, der ebenfalls gereicht wurde.

Danach war ich eigentlich schon völlig satt, aber damit war es noch lange nicht genug. Als Hauptgang gab es Schwertfisch und dazu Aubergine in Gorgonzola-Soße. Björn bekam alternativ Schweinerippen.

Mach Anweisung der Bedienung sollten wir zuerst den Schwertfisch probieren und direkt hinterher die Aubergine. Ein Traum. Die beiden verschiedenen Geschmäcker harmonierten einfach prächtig miteinander. Aber ich musste dann auch schnell passen und konnte leider nicht alles aufessen.

Anschließend wurden zwei aus der Gruppe herausgepickt, die mit mit ihren Kameras zum Koch kommen sollten. Dieser hat dann mit Pinsel und Lebensmittelfarbe wahre Kunstwerke auf die Teller gezaubert. Unglaublich.

Auf diesen wurde uns dann der Nachtisch serviert.

Danach waren wir pappsatt und liefen glücklich zurück zum Hotel. Auf dem Weg kreuzte uns dann die spanische Delegation. Ein Auto folgte dem nächsten. Viele davon waren abgedunkelt. Ob Felipe in einem davon saß, war schwer zu sagen. Die Straße war gesäumt von vielen Menschen.

Als der Konvoi durch war, liefen wir diesem auf der Straße hinterher und winkten dabei den Menschen am Wegesrand zu und diese bejubelten uns dann ebenso. Was für eine Aktion 😂.

Die Gebäude waren jetzt in der Nacht schön beleuchtet. Aufgrund des Königbesuchs wird übrigens die ganze Stadt mit Strom versorgt. Wie das halt immer so ist.

Damit war ein weiterer Tag beendet.

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