05.09. – 19.09.2025 Usbekistan – 5. Tag: Buchara

Um es vorne weg zu nehmen, nachdem die beiden letzten Tage ja nicht nach unseren Vorstellungen gelaufen sind, hatten wir heute einen supertollen Tag.

Die Stadtführung sollte um 10 Uhr beginnen, also waren wir um 8:40 Uhr beim Frühstück.

Vorher gaben wir bei der Rezeption noch ein paar Sachen zum Waschen ab, Ebenso die dreckigen Wanderstiefel zum Putzen.

Nach dem Frühstück trafen wir uns dann mit Alisher vor dem Hotel. Hier saßen wir eine Weile und Alisher erzählte uns viel über die Geschichte der Stadt.

Und dann ging es los, durch die Altstadt von Buchara. Im Gegensatz zu Taschkent, wo die Moscheen, Medresen etc. erst in den letzten Jahrzehnten wieder aufgebaut wurden, sind hier die Gebäude aus der Seidenstraßenzeit noch erhalten.

Die Stadt ist wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Jeder Platz war schöner als der vorherige und man kann sich richtig gut vorstellen, wie hier früher die Kamelkarawanen vorbeigezogen sind. Jetzt tagsüber war es auch wenig trubelig und es war eine Wohlfühloase und man hatte das Gefühl, endlich im Urlaub angekommen zu sein.

Gleich vor dem Hotel gab es schon die ersten schönen Gebäude zu sehen.

Hier gab es einen schönen Innenhof. In der Mitte konnte man gemütlich sitzen, außenherum gab es Verkaufsstände. Eine Wohlfühloase. zumal es sehr ruhig war.

An jeder Ecke gab es Verkaufsstände mit Seidenwaren etc. Die Mädels hätten am liebsten gleich drauflos geshoppt 😉, aber Alisher wollte uns erst mal die Stadt zeigen und meinte, dass wir am morgigen Tag noch genug Zeit zum Shoppen haben werden.

Vor dem Gebäude steht eine Statue, die den legendären Volkshelden Khoja Nasreddin darstellt, der auf seinem Esel sitzt. Nasreddin ist eine humorvolle, weise Figur aus vielen Geschichten und wird in Usbekistan als nationales Symbol verehrt, dem ein jährliches Festival des Humors gewidmet ist. Die Figur symbolisiert Glück und positive Energie, und es heißt, dass es Glück bringt, an der Bronze des Esels zu ziehen.

Dann kamen wir auch schon zum Labi-Hovuz-Teich.

Der künstlich angelegte Teich von Labi Hovuz war eines der größten von vielen Teichen in Buchara, die als Wasserreservoir für die Bevölkerung dienten. Es wurde 1620 angelegt.  Das Wasserbecken ist etwa 42 Meter lang, 36 Meter breit und 5 Meter tief. Um den Teich herum gibt es zahlreiche jahrhundertealte Maulbeerbäume, die an heißen Tagen kühlenden Schatten spenden sollen, Ein idyllischer Ort, der zum Verweilen einlädt.

Hier sprach uns ein usbekisches Fersehtean an und wollte uns interviewen, was wir aber alle ablehnten, da sie kein Wort Englisch redeten.

Überall in der Stadt sahen wir tolle holzgeschnitzte Eingangstüren.

Verkaufsstände gab es an jeder Ecke.

Gebäude aus vergangenen Zeiten.

Anschließend gingen wir in einen Teppichladen.

Dort stand auch eine Wiege und Alisher erklärte uns die Bedeutung von dieser.

Die Wiege – auf Usbekisch „Beshik“ genannt – hat eine tief verwurzelte kulturelle und symbolische Bedeutung. Sie steht im Zentrum eines wichtigen Rituals namens Beshik-Tuyi, das die Aufnahme eines Neugeborenen in die Familie und Gemeinschaft feiert. Sie ist Symbol für Fürsorge und Schutz: Die Beshik ist eine kunstvoll gefertigte hölzerne Wiege, die das Baby vor Kälte und Hitze schützt. Sie ist so konstruiert, dass sie das Kind sanft wiegt – ein Zeichen für liebevolle Pflege. Zeremonielle Rolle: Beim Beshik-Tuyi wird das Baby zum ersten Mal in die Wiege gelegt, begleitet von Gebeten, Liedern und Segenswünschen. Es ist ein Moment der Freude und der kulturellen Verbundenheit. Die Beshik enthält ein spezielles Röhrchen („Sumak“) und einen Tontopf, um Urin hygienisch abzuleiten – eine clevere Lösung, die Windeln ersetzt.

Björn schaute ein bisschen beim Backgammon zu…

….während wir Frauen mal ausprobierten, wie es sich anfühlt, eine Burka zu tragen. Die Burka ist ein Kleidungsstück, das der vollständigen Verschleierung des Körpers dient. Das war schon nach sehr kurzer Zeit ziemlich schwer auf dem Kopf. In Usbekistan ist diese aber eigentlich nicht mehr üblich.

Weiter ging es durch die Stadt. So viele schöne Orte.

Björn und ich hatten mal kurz Gesellschaft.

Diese Fellmützen kommen hauptsächlich aus Karakalpakistan und schützen gegen die eisigen Temperaturen im Winter.

Ein Platz war schöner als der vorherige.

Das Kalon Minarett

Im Anschluss statteten wir der Kalon-Moschee – ein Meisterwerk islamischer Architektur – einen Besuch ab. Kurze Hosen waren hier nicht mehr erlaubt.

Danach ging es erstmal zum Mittagessen.

Wir probierten das erste Mal das Nudelgericht Fried Lagman, eine weitere Spezialität von hier. Sehr lecker.

Im Anschluss fuhren wir mit dem Aufzug auf den Aussichtsturm nebenan, wo ein ehemaliger Wasserturm.

Hier hatte man einen Blick auf die Altstadt mit der Ark-Zitadelle – sie ist das älteste Bauwerk der Stadt….

…und in die andere Richtung wieder die Sowjet-Architektur.

Anschließend schauten wir noch einen kurzen Film über Buchara, wo mir kurz die Augen zufielen 😉.

Dann besuchten wir die Ark-Zitadelle, deren Ursprünge bis ins 5. Jahrhundert zurückreichen. Sie diente jahrhundertelang als Residenz der Emire von Buchara und wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut – zuletzt im 18. Jahrhundert. Die Mauern sind bis zu 20 m hoch. Ein Regierungskomplex mit Palästen, Moscheen, Verwaltungsgebäuden und sogar einem Gefängnis. Der Emir lebte hier mit seinem Hofstaat, Beamten und Leibwächtern.

Der Eingang ist monumental, mit zwei runden Türmen und einem Torbogen, der zur Rampe ins Innere führt.

Ein großer Teil der Stadt ist nach der Zerstörung noch nicht wieder freigelegt worden.

Blick auf die Moschee

Hier saß der Emir auf seinem Thron und empfing die Untergebenen. Als Tourist konnte man sich hier auch verkleidet auf den Thron setzen und Fotos machen lassen.

Früher mussten die Untergebenen gebückt bis zum Thron laufen und durften sich erst dort aufrichten. Beim Verlassen mussten sie ebenso wieder gebückt rückwärts zurücklaufen. Am Ende des Hofes gab es dann eine Mauer, die anzeigte, dass sie das Ende des Hofes erreicht hatten.

Beim Verlassen war alles in schönes Licht getaucht.

Dann war Abendessen angesagt. Wir suchten uns eine schöne Dachterrasse und genossen den Sonnenuntergang.

Ich aß eine Gemüsesuppe, die wirklich gut war.

Auf den Rückweg war dann alles schön beleuchtet. Wo es heute Mittag noch schön beschaulich war, tobte heute Abend das Leben. Viele Menschen bevölkerten die Straßen und überall ertönte Musik.

Wir ließen es uns dann nochmal am Wasserbecken nieder und orderten zwei Flaschen Wein.

Ich wollte eigentlich gar nicht so lange bleiben, aber bei den netten Gesprächen war es dann so schön, dass es doch wieder 0 Uhr wurde, bis ich im Bett war.

05.09. – 19.09.2025 Usbekistan – 4. Tag: Wandern im Beldersay Skigebiet und Zugfahrt nach Buchara

Der heutige Tag war leider nicht viel besser als der gestrige. Der Guide hatte uns ja versprochen, heute die Wanderung zu machen, die auch wirklich auf dem Plan steht.

Björn hatte schon am Vorabend beschlossen, nicht mitzugehen, ich wollte mal abwarten, was meine Knochen so sagen. Nach dem Aufstehen konnte ich kaum laufen und entschied deshalb, auch im Hotel zu bleiben. Nach der Dusche ging es mir allerdings besser und ich war doch wieder am Schwanken.

Dann klopfte es um 8:15 Uhr an der Tür und Alisher fragte, ob wir nicht doch mitfahren wollen, der Weg würde am See vorbeiführen und wir könnten ja die schönen Aussichten genießen und am Bus bleiben. Ok, das wurde jetzt aber schwierig mit Packen, weil um 9 Uhr Abfahrt war und gefrühstückt hatten wir ja auch noch nicht. Packen schafften wir und Frühstück packte ich mir vom Buffet noch etwas zum Mitnehmen ein. Netterweise schenkte mir das Hotel eine Pkastikschüssel, wo ich alles reintun konnte. Einen Löffel für den Joghurt wollten sie mir aber nicht verkaufen.

Um 9 Uhr ging es dann los. Kurz später hielten wir an und unser Guide kaufte uns Plastiklöffel. Das war ja echt nett von ihm, auch wenn ich keine fünf Stück benötigt hätte 😉.

Kurz später kamen wir schon zum See und machten einen kurzen Fotostopp.

Wir fuhren weiter. Und dann hielt der Bus wieder an einer Großbaustelle. Das sah allen wieder nicht nach der geplanten Wanderung aus. Björn blieb im Bus. Alisher wollte die Gruppe nur ein kleines Stück begleiten, das tat ich dann auch. Wieder mussten wir erst mal durch die Baustelle laufen. Hier im Skigebiet wurden lauter neue Hotels hochgezogen.

Zeit was auch nicht mehr viel, weil ja alle um 12 Uhr zurück sein sollten, weil für heute ein Mittagessen anberaumt war, als Ersatz für das ausgefallene Abendessen gestern. Also sollte die eigentlich geplante Wanderung wieder nicht stattfinden. Der Frust der Gruppe wuchs.

Nach der Baustelle stieg der Weg den Berg bergauf und Alisher riet der Gruppe bis zu einem bestimmten Sattel zu laufen. Der komplette Weg hätte auf den kleinen Chimgan geführt.

Da ich eh nicht viel verpassen würde, drehte ich um und ging zurück zum Bus, um Björn dort nicht alleine zu lassen. Alisher wollte vor Ort auf die Gruppe warten.

Der kleine Chimgan

Zurück im Bus nutzte ich dann die Zeit um Blog zu schreiben. Die Gruppe war dann sogar schon etwas früher wieder da, da sie es schneller auf diesen Sattel geschafft hatte und die Stimmung war auf dem Tiefpunkt. Beide Wanderungen, wegen denen eigentlich alle die Reise gebucht hatten, hatten nicht nach Plan stattgefunden. Der Guide suchte wieder Ausreden. Wie am Vorabend erzählte er, dass die eigentliche Tour 5 h dauert und wir dann den Zug nach Buchara nicht bekommen würden. Trotzdem hatte er am Vorabend versprochen, diese Wanderung zu machen und wir hatten gesagt, dass wir dann ggf früher abbrechen, um pünktlich zu sein. Wieder hat er uns aber nur ein bisschen den Berg hochgeführt um dort kurz eine Aussicht zu zeigen und wieder abzusteigen (das war ja auch sein ursprünglicher Plan am Vortag). Auf dem Plan standen aber eine 6h und eine 4h Wanderung.

Wir fuhren dann zu einer Stelle, wo man auf dem eigentlichen Wanderweg blicken konnte (der natürlich viel schöner aussah, als durch eine Baustelle zu laufen) und wieder kam raus, dass angeblich der Busfahrer ihm davon abgeraten hat, die eigentliche Wanderung zu machen, weil wir sonst den Zug nicht bekommen würden. Irgendwie bestimmte anscheinend die ganze Zeit der Busfahrer unser Programm.

Wir konnten es ja eh nicht ändern und versuchten trotzdem unsere Laune hochzuhalten. Dann fuhren wir zum Mittagessen, was ja ursprünglich auch nicht geplant war. Dann wäre nämlich die Zeit zum Wandern da gewesen.

Das Essen schmeckte aber wirklich sehr, sehr lecker. Wenigstens das. Wir aßen Fleischspiesse aus Rind. Köstlich.

Dann ging es zurück nach Taschkent. Ich döste noch ein bisschen vor mich hin. Lange vor der geplanten Zugfahrt waren wir zurück in Taschkent. Und nun wurden wir an einem Einkaufszentrum abgesetzt, dass wir Klein-Las Vegas anmutete und sollten hier eine Stunde Zeit verbringen. Wir fragten uns alle, was wir jetzt hier sollten. Aber zum Wandern war ja keine Zeit gewesen. Also liefen wir notgedrungen durch die Gassen.

Es gab weder Geschäfte, die uns interessiert hätten noch ein schönes Lokal, wo wir uns noch einen Drink hätten gönnen können. So setzten wir uns dann vor das Einkaufszentrum und warteten, bis die Zeit rum war.

Dann ging es weiter zum Bahnhof und dort durften wir dann nochmal 1,5 h Zeit absitzen. Wenigstens gab es da aber Alkohol 😂.

Unsere Frage, ob wir dem Busfahrer nun Trinkgeld geben oder nicht, hatte sich vorher von ganz alleine erledigt, da dieser ohne ein Tschüss einfach abgebraust ist.

Wir holten uns zusammen mit einer Mitreisenden einen Kaffee und ein Kaffeestückchen, um die Zeit zu überbrücken.

Im Anschluss stellte sich dann heraus, dass es für mich kein Zugticket gab, dafür gab es zwei Stück, die auf Björns Namen ausgestellt waren. Wieder gab es Klärungsbedarf mit einem Bahnmitarbeiter. Wir bekamen das Ok, mit diesen Tickets mitfahren zu dürfen, allerdings war ein Ticket in Waggon 2 und eins in Waggon 5. Der Guide tauschte dann mit mir, dann waren wir beide in Waggon 5, aber in unterschiedlichen Reihen. Letztlich war der Platz neben Björn aber nicht besetzt und ich setzte mich um. Um 19:40 Uhr ging es dann endlich los. Ich schrieb ein bisschen Blog und döste vor mich hin, draußen war es eh dunkel und nan konnte nichts mehr sehen.

Bei der Fahrt bekamen wir sogar kostenlos Kaffee oder Tee und ein Kaffeestückchen. Ansonsten war es eine Zugfahrt im Schnellzug, wie auch bei uns.

Gegen 0:10 Uhr kamen wir dann in Buchara an.

Der Bahnhof ist tatsächlich 15 km von Buchara entfernt. Diese mussten wir noch mit dem Bus zurücklegen. In Buchara war dann die Straße gesperrt und wir mussten zu Fuß mit dem Gepäck zum Hotel laufen. Das war aber nicht allzu weit. Dort angekommen hieß es dann, dass Björn und ich für eine Nacht ins Nachbarhotel müssen, weil nicht genug Zimmer frei sind. Inzwischen war ich echt bedient und brachte das auch zum Ausdruck. Ich hatte keine Lust, Morgen wieder Koffer zu packen. Dann hieß es auf einmal, das Zimmer im Nachbarhotel wäre ein Einzelzimmer. Was ein Kuddelmuddel. Ich sag’s Euch, ich habe noch nie eine so unorganisierte Reise gemacht und wir haben ja schon ein paar hinter uns.

Ab jetzt kann es nur noch besser werden. Unsere zwei Wandertage waren ein großer Reinfall.. Eine Wanderreise, wie gebucht, ist das hier eher nicht.

05.09. – 19.09.2025 Usbekistan – 3. Tag: Wandern in den Chimgan Bergen

Das Chaos von gestern setzte sich heute fort.

Wir fuhren nach dem Frühstück wie verabredet um 8:30 Uhr los, ca 1,5 h Fahrt lagen vor uns. Über ziemlich holprige Autobahnen ging es Richtung Chimgan Gebirge. Unterwegs stoppten wir kurz und unser Guide ging noch unser Picknick einkaufen. Auf der weiteren Fahrt schlief ich noch ein bisschen, bis ich merkte, dass der Bus anhielt. Und dann nahm das Drama seinen Lauf. Lt. Reisebeschreibung sollte unsere Wanderung an einem Campingplatz starten und ein örtlicher Guide sollte uns auf der Wanderung begleiten. Wir waren aber weder an einem Campingplatz, noch war ein anderer Guide zugegen. Und der Reiseleiter diskutierte mit dem Bauarbeitern. Dann sagte er was davon, dass wir dort eigentlich nicht durch dürften, sie uns jetzt aber doch durch lassen würden. Für uns alle sah das aber nicht nach der geplanten 6h Bergwanderung aus. Der Guide zeigte mehr oder weniger auf einen Hügel, den wir hoch sollten, über den sich die Baustelle zog. Eine Bergwand., wie wir sie uns vorgestellt hatten, war eher in der Ferne zu sehen. Also startete die Tour schon mit ziemlichem Frust und wir hatten das Gefühl, dass der Guide eigentlich gar keine Ahnung hatte, wo wir lang laufen mussten. Ständig fragte er die Bauarbeiter nach dem Weg. Und immer wieder kreuzten wir den Baustellenweg, aus dem man bis zur Oberkante der hohen Wanderschuhe im tiefen Sand versank. Das machte nicht sonderlich viel Spass.

Wenigstens hatte man ein paar schöne Ausblicke auf die Berge.

Nach ca. 45 Minuten kamen wir auf dem Hügel an und wenigstens gab es hier eine schöne Aussicht auf den nahegelegenen See….

….und den kleinen Chimgan.

Wenn schon die Wanderung selbst nicht besonders schön war, gab es wenigstens ein paar schöne Ausblicke.

Überall waren Disteln am Wegesrand.

Wir stiegen noch auf einen weiteren Hügel, wo wir dann Picknick machten. Es gab wieder leckeres Brot.

Und Alisher, unser Guide, hatte noch was Leckeres eingekauft; eine Art Pfannkuchen, der mit Kürbis gefüllt war. Die waren wirklich super.

Wir saßen dort ziemlich lange und danach wollte der Guide eigentlich absteigen. Die eigentlich geplante Wanderung war das heute eh nicht. Aber auf dem Programm standen eigentlich 6 h, +600hm, -400hm und wir waren jetzt vielleicht 2 h gelaufen und hatten vielleicht 200hm überwunden. Viele hatten diesen Urlaub hauptsächlich wegen der zwei Wanderungen am Urlaubsanfang gebucht und jetzt wurden wir mit einem „Spaziergang“ an einer Baustelle abgefrühstückt. Ein Mitreisender meinte dann, wir steigen erst ab, wenn auch der nächste Berg erklommen ist.

Das nahm der Guide dann ernst und wir stiegen weiter den Berg auf, was keine sonderlich gute Idee war. Teilweise liefen wir über den Baustellenweg, teilweise quer durch unwegsames Gelände und eigentlich hatte der Guide wieder gar kleine Ahnung, wie wir nach oben kommen. Auch achtete er nicht darauf, dass die Gruppe zusammenbleibt, so dass wir mehrfach gar nicht wussten, wo er weitergelaufen ist.

Ein Strommast war erstmal das Ziel. Der Weg, der ja gar keiner war, war aber wirklich sehr uneben, schlecht zu begehen und mit Disteln übersät.

Dann war es erst mal geschafft.

Und anschließend gab es dann wieder keinen Plan, wie wir eigentlich wieder vom Berg runterkommen. Alisher fragte den nächsten Bauarbeiter der uns noch nen weiteren Hügel nach oben schickte, weil man von dort schneller absteigen könne. Wir waren gespannt. Dorthin führte auch nur ein Geröllfeld. Schwieriges Gelände, um nach oben zu kommen. Dann war es aber geschafft und wir waren über und über mit Staub bedeckt.

Hier oben waren dann nochmal schöne Ausblicke ins Tal.

Hier oben sagte mir der Guide, dass er nicht mehr könne und er die morgige Wanderung nicht mitgehen wird. Aha.

Dann machten wir uns an den Abstieg. Alisher zeigte uns in der Ferne die Straße, wo wir hin müssen. Wir waren entsetzt. Das war in weiter Ferne und wir hatten nur noch 2,5 h bis es dunkel wurde. Herzlichen Glückwunsch. Die Straße war auch her knöcheltiefe Sandpiste. Das staunte und staubte, so dass wir wieder neben der Straße in unwegsamen Gelände liefen. Wo wir wirklich hin mussten, hatten wir immer noch nicht richtig kapiert. Im Sand sahen wir irgendwann Spuren, die nach Schlange aussahen.

Dann hieß es, dort runter auf die Wiese in der Ferne müssen wir.

Das war ja immer noch in weiter Ferne und due Kräfte liessen langsam nach.

Irgendwie quälten wir uns zur Wiese, aber auch dann lag nochmal ein Tal zwischen uns und der Straße und die Dunkelheit rückte näher.

Meine Beine zitterten nur noch und mir war schwindlig. Etwas Traubenzucker einer Mitreisenden half ein bisschen gegen den Schwindel. Eine Mitreisende wartete dankenswerterweise auf uns und wir motivierten uns immer von einem Baum zum nächsten Baum in 50 m Entfernung weiterzugehen und es ging immer nur steil bergab. Am Ende meiner Kräfte habe ich mir meditativ vorgesagt, dass ich genug Keaft habe und das schaffe. Die Knie taten teilweise weh und die Oberschenkel brannten. Die meisten anderen waren schon unten angekommen und wir sahen deren Taschenlampen. Irgendwann hatten wir es dann auch geschafft. Aber er musste noch ein Bach auf glitschigen Steinen überquert werden. Geschafft.

Dann noch ein ebener, dann leicht ansteigender Weg hoch zur Straße. Hier, wo es nicht mehr bergab ging, hatte ich kein Problem mehr mit dem Laufen. Und dann waren wir endlich an der Straße.

Am Ende hatten wir 20 km mit vielen Höhenmetern hoch und runter auf unwegsamen Gelände ohne Weg hinter uns.

Das war natürlich nicht das Ende vom Lied. Jetzt standen wir an der Straße und der Busfahrer wusste natürlich überhaupt nicht wo wir sind, weil wir ja nicht nach Plan runtergekommen sind. Er telefonierte mehrfach mit dem Guide, aber er fand uns nicht. Ich hatte gar keinen Handyempfang. zum Glück aber der Guide und irgendwie schafften wir es, über das Habdy des Guides dem Busfahrer die Koordinaten zuzuschicken. Er befand sich wo völlig anders und brauchte dann nochmal 15 Minuten bis er bei uns war. Nach rund zwei Stunden warten waren wir dann endlich im Bus. Inzwischen war es lange dunkel und es war auch sehr frisch geworden.

Die Unterkunft war nun auch eine ganz andere als ursprünglich geplant. Das war aber ganz gut. Normal wäre es eher ein Familienbetrieb mit Geneinschaftsbad gewesen, jetzt war es ein richtiges Hotel. Gegen 22 Uhr waren wir dort.

Eigentlich sollte es nach Plan ein Abendessen geben, dass gab es natürlich auch nicht. Heute entsprach niches der Reisebeschreibung.

Dann gehörte die heiße Dusche erst mal uns. Anschließend nahmen wir noch Elektrolyte und das Traumeel kam auf die schmerzenden Oberschenkel und Füße. Björn legte sich danach gleich ins Bett. Ich wollte nur nochmal kurz schauen, ob ich noch jemanden finde, der mir Auskunft über die Frühstückszeit morgen geben konnte. Dann saßen alle anderen unten nochmal zusammen und hatten Spiegelei bestellt. Ich wollte nichts mehr, setzte mich aber nochmal dazu.

Dann teilte uns Alisher mit, dass der Busfahrer morgen erst um 10 Uhr kommen wird, aufgrund des Stadtverkehrs. Wir machten ihm klar, dass das nicht geht, weil ja dann die morgige Wanderung auch nicht wie geplant stattfinden kann, weil das viel zu spät ist und der Busfahrer dann halt früher losfahren muss.

Es wurde nochmal mit dem Guide diskutiert, dass der Tag nicht unseren Vorstellungen entsprochen hat Er wollte das nicht verstehen. Er meinte, man würde nicht alle Wünsche erfüllt bekommen. Wir versuchten ihm klarzumachen, dass das keine Wünsche sind, sondern dass wir dafür bezahlt haben. Er erzählte was davon, dass der Busfahrer uns nicht zur eigentlichen Wanderung fahren wollte. Aber aus unserer Sicht geht das natürlich nicht, dass der Busfahrer unser Programm bestimmt. Er faselte was davon, dass der Busfahrer ja so wenig verdient, aber auch das ist nicht unser Problem.

Wir haben eine Reise nach bestimmten Kriterien ausgewählt und dann wollen wir auch was bekommen, was wir gekauft haben.

Wir kamen nicht überein. Aber er versprach uns den Busfahrer für 9 Uhr zu bestellen, da wir rausgefunden hatten, dass es erst ab 8 Uhr Frühstück gibt.

So gingen wir dann ins Bett, es war schon wieder 0 Uhr.

Die Wanderung war eher ein Reinfall und für uns beide bei momentaner Kondition eigentlich viel zu viel. Aber wenigstens sind wir ne super Gruppe, so dass wir wenigstens gute Gespräche und nette Gesellschaft hatten. Und ein paar schöne Ausblicke gab es ja auch. Aber wir als Gruppe haben das als Team alles super gemanagt.

05.09. – 19.09.2025 Usbekistan: 2. Tag: Taschkent

Unser Guide hatte gestern gefragt, wann wir heute die Stadttour starten wollen. Die Gruppe entschied sich für 9 Uhr, mir wäre eine halbe oder eine Stunde später lieber gewesen, aber ich wollte nicht als einzige quer schießen.

Somit klingelte der Wecker heute nach nur 3,5 h Schlaf und nach deutscher Zeit war das dann 3:30 Uhr, hier 6:30 Uhr. Um 8:00 Uhr waren wir beim Frühstück, das war sehr lecker. Und beim Frühstück war dann gleich Fußball ein Thema, weil Björn ein Mainz Tshirt an hatte.

Hotel Usbekistan

Und dann hatten wir heute gleich einen ereignisreichen Tag. Um 09:00 Uhr fuhren wir mit dem Bus zum Hotel Usbekistan, eins der größten Hotels des Landes. Hier wollten wir unsere Euro in Som tauschen, da es eine Wechselstube gibt und die Banken heute auf Samstag alle geschlossen hatten. Der Schalter hier öffnete aber auch erst eine halbe Stunde später, so dass wir nochmal mit dem Aufzug ins 16. Stockwerk des Hotels fuhren, wo wir einen schönen Blick über die Stadt hatten.

In der Ferne war das Fußballstadion zu sehen.

Im Anschluss hatte dann auch die Wechselstube offen und wir wurden von jetzt auf gleich zu Multi-Millionären 😂.

Das Hotel aus verschränkten Betonrahmen ist ein Prunkstück der Sowjetarchitektur.

Unser Weg führte uns dann auf den Amir Temur Platz mit der Amir Temur Reiterstatue, den wir von oben schon gesehen hatten.

Amir Temur war einer der bedeutendsten Herrscher und Feldherren des Mittelalters . Er wurde am 9. April 1336 in der Nähe von Shahrisabz (heute Usbekistan) geboren.

Er ist der Gründer des Timuridenreichs mit der Hauptstadt Samarkand (ab 1370) und führte militärische Feldzüge durch ganz Asien, den Nahen Osten und Teile Europas. Er besiegte große Reiche wie die Goldene Horde, das Mamlukenreich, das Delhi-Sultanat und kämpfte gegen das Osmanische Reich. Sein Reich erstreckte sich über ca. 4,4 Millionen km².

Wir passierten noch eine Konzerthalle, bevor es wieder zum Bus ging.

Hazrat Imam Komplex

Dann kam für mich das Highlight des Tages. Wir besuchten den Hazrat Imam Komplex. Leider ist dort grade eine Baustelle. Es waren aber trotzdem tolle Gebäude zu sehen.

Der Hazrat Imam Komplex (auch Khast-Imam genannt) ist das spirituelle Herz von Taschkent und ein bedeutendes Zentrum islamischer Kultur und Gelehrsamkeit. Er liegt im historischen Stadtteil Sebzar und vereint mehrere beeindruckende Bauwerke, die sowohl religiös als auch architektonisch von großer Bedeutung sind.

Der Komplex wurde rund um das Grab von Hazrat Imam errichtet – einem Gelehrten, Dichter und Handwerker, der laut Überlieferung über 70 Sprachen beherrschte und sogar die Tora ins Arabische übersetzte.

Ich fragte Alisher, unseren Guide, ob hier auch der Muezzin vom Minarett ruft, weil man den ganzen Tag noch nichts gehört hatte. Er erklärte mir, dass der Islam wird in Usbekistan eher privat und ruhig praktiziert wird. Moscheen rufen zum Gebet nur innerhalb des Gebäudes aus – also hörbar nur für die Anwesenden. In Usbekistan wird der öffentliche Gebetsruf (Adhan) nicht über Lautsprecher nach außen übertragen, wie es in vielen anderen muslimischen Ländern üblich ist. Das ist Teil einer allgemeinen Politik, die religiöse Ausübung nicht in den öffentlichen Raum drängen will.

Im Anschluss besuchten wir noch dieses Mausoleum.

Ansonsten ist das Stadtbild eher von russischer Plattenbauarchitektur geprägt.

Plov-Essen

Danach ging es zum Mittagessen. Plov ist das Nationalgericht in Usbekistan. Es enthält Langkornreis, Lammfleisch oder Rindfleisch (wir hatten Rindfleisch), Karotten (in Streifen geschnitten), Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriander, Pfeffer, Rosinen, Kichererbsen oder Berberitzen.

Wir besuchten das größte Plov-Zentrum der Stadt, wo lt. unserem Guide die besten Plov-Köche des Landes angestellt sind.

Ein kleiner Kochtopf 😉.

Wir bekamen sehr leckeres Brot und Tomatensalat, wobei wir beim Tomatensalat eher vorsichtig waren. Von Rohkost in solchen Ländern wird ja immer eher abgeraten.

Plov mit Ribdfleisch.

Besuch Keramikwerkstatt

Anschließend ging es weiter in eine Keramikwerkstatt. Der Besitzer sprach super Englisch und zeigte uns seine Werkstatt und ein kleines Museum mit Exponaten seines Großvaters, seines Vaters, seine eigenen und seines Sohnes. Die Werkstatt wird also schon über mehrere Generationen hinweg betrieben, was zur Sowjet-Zeit etwas schwierig war.

Besuch Tschorsu Basar

Der Tschorsu Basar ist der größte Basar von Taschkent. Wie auf orientalischen Märkten üblich, sind die unterschiedlichen Gassen, Zonen und Gebäude auf bestimmte Waren und Warengruppen spezialisiert.

Unter der Kuppel gab es Fleisch und Gewürze.

Im ersten Stock gab es viele getrocknete Früchte und Nüsse. Das sah alles sehr lecker aus. Wie von anderen Reisen gewohnt, kaufte unser Guide aber dieses Mal keine Spezialitäten zum probieren, schade. Aber andererseits flogen hier auch die Tauben umher und und wir verkniffen es uns, selbst etwas zu kaufen.

Von der umlaufenden Galerie der Kuppel kann man auf das geschäftige Treiben heruntersehen.

Anschließend kamen wir dann zwar noch zu den Klamotten, da hetzte unser Guide aber einfach nur durch und wir hatten gar keine Zeit zum Schauen, so dass viele doch etwas enttäuscht waren. Der Marktbesuch war deshalb wenig beeindruckend. Wir haben ihn leider nur mal kurz abgelaufen, um halt dort gewesen zu sein.

U-Bahn fahren in Taschkent

Wir stiegen dann in die U-Bahn hinab. Man hatte ja vor dem Urlaub schon von den pompösen U-Bahn-Stationen in Taschkent gehört, die mit denen in Moskau vergleichbar sein sollen. Jede Station ist individuell gestaltet – mit Marmor, Granit, Glas, Keramik und Alabaster

Hier bei unserem Einstieg dachte ich dann: Sieht doch so aus wie in Frankfurt. Dann fuhren wir aber zu einer der schönsten Stationen.

Die Station Alisher Navoi zeigt Szenen aus Gedichten des berühmten Dichters und erinnert an die Architektur der Seidenstraße

Hier fuhr dann auch bald eine der alten U-Bahnen aus der Sowjet-Zeit ein.

Die nächste Station, an der wir stoppten war Kosmonavtlar. Diese ehrt das sowjetische Raumfahrtprogramm mit kosmischen Motiven.

Hier stiegen wir wieder nach oben und wurden dort vom Bus abgeholt. Jetzt ging es zurück zum Hotel, Ankunft 17:30 Uhr.

Abendessen

Und um 18:30 Uhr war schon wieder Treffpunkt zum Abendessen. Dort sah alles sehr pompös aus.

Das Willkommens-Abendessen wurde von Reisen mit Sinnen bezahlt. Es gab zwei Flaschen Rotwein für die Gruppe und Essen a la Carte. Wir entschieden uns für Hühnchenbrust, einmal mit Pommes und einmal mit Wedges.

Hier beim Abendessen kam es dann zu Diskussionen bezgl. der Abfahrtszeit morgen. Der Guide wollte erst um 10 Uhr losfahren. Die Gruppe meinte, dass das doch zu spät wäre, wo wir doch eine 6stündige Wanderung vor uns hatten. Es war irgendwie ziemlich konfus und wir einigten uns schließlich auf 8:30 Uhr.

Anschließend liefen wir rund einen Kilometer ins Hotel zurück und fielen dort dann müde ins Bett. Es war dann doch fast wieder 24 Uhr bis wir endlich schliefen.

05.09. – 19.9.2025 Usbekistan – 1. Tag: Anreise

Wie immer vor solchen Reisen war ich die letzten beiden Tage wieder ziemlich uffgerecht und das Koffer packen hat wieder ewig gedauert.

Heute klingelte dann der Wecker um 6:30 Uhr und für 8:30 Uhr hatten wir das Taxi bestellt. Der Flieger sollte um 11:25 Uhr starten. Fluggesellschaft war Turkish Airlines und wir hatten uns mal Plätze am Notausgang gegönnt. Erst mal ging es in drei Stunden nach Istanbul. Ich fand die Fluggesellschaft jetzt so durchschnittlich. Und mir persönlich war es wieder zu kalt. Das Essen war aber ganz gut. Wir konnten zwischen Hähnchen und Pasta wählen. Ich wählte Pasta und Björn Hühnchen.

So waren wir weiterhin auf dem Weg nach Mekka 😉.

Nach etwas über 3 h kamen wir in Istanbul an.

Der Flughafen ist riesig, bestimmt doppelt so groß als Frankfurt. Gigantisch. Aber aus unserer Sicht völlig sinnlos, so ein riesiger Einkaufstempel. Und wir mussten zu Fuß von einem Ende zum komplett anderen. Das dauerte ohne Pause eine halbe Stunde. Am Gate trafen wir dann unsere erste Mitreisende. Aufgrund der Wanderklamotten habe ich sie einfach mal angesprochen.

Anschließend ging es nochmal 4,5 h weiter nach Taschkent.

Dieses Mal ließ ich mir den eine Decke geben. Zum Essen gab es Fleischbällchen oder Pasra. Ich entschied mich ein zweites Mal für die Pasta.

Am Ende döste ich nochmal 1,5 h, anschließend war ich aber ziemlich wuschig im Kopf. Die Einreiseformalitäten waren völlig unkompliziert. Einfach nur mit den Reisepass zur Kontrolle, ein Foto wurde gemacht und schon hatten wir unseren Stempel im Reisepass.

Am Kofferband trafen wir dann vier weitere Mitreisende, alles Frauen. Da wir ja nur 6 Leute sein sollten, dachten wir dann schon, dass Björn der Hahn im Korb ist.

Schließlich trafen wir unseren Guide Alisher und erfuhren, dass wir kurzfristig noch 7 Leute geworden sind. Doch noch ein Mann. Auf den ersten Blick machten alle einen sehe netten Eindruck.

Mit dem Bus ging es dann ins Hotel Mirzo. Die Zimmer sind toll und wir fielen auch schnell ins Bett. Inzwischen war es nämlich schon 2:00 Uhr und morgen um 9:00 Uhr fängt schon die Stadtführung an.

05.09. – 19.09.2025 Usbekistan – Vorbericht

Allgemeine Länderinformationen ->

Tja, nun ist unser Reiseziel doch ein ganz anderes geworden, als noch am Jahresanfang gedacht. Da hatten wir für September Urlaub eingetragen, um eine Individualreise in Madagaskar zu machen. Die Planungen waren auch sehr weit fortgeschritten, als wir diese dann aber vorerst stoppen mussten. Weitere Reiseplanungen konnten wir jetzt erst Ende Juli wieder aufnehmen und für die ursprünglichen Pläne war es jetzt eher zu spät, da mir ja im März schon gesagt wurde, dass für September schon viel ausgebucht wäre. Also müssen die Madagaskar-Pläne noch warten.

Jetzt ist es also eine Usbekistan-Reise geworden. USBEKISTAN – zugegeben, wir machen es unseren Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern meistens nicht gerade leicht mit der Auswahl unserer Reiseziele. El Hierro? Wo ist das denn? Usbekistan? Hab ich noch nie gehört. Muss ich erst mal im Atlas nachgucken, wo das genau liegt ;-). Oder die nette Dame bei Vodafone, bei der ich mögliche Reiseoptionen für den Handyvertrag angefragt habe: „Wo wollen Sie nochmal hin? Nach Ostbekistan? Das finde ich nicht in meiner Liste“ *lol*.

Bei uns weckt Usbekistan Assoziationen von Märchen aus 1001 Nacht, Kamelkarawanen, Basaren, Bergen von Gewürzen, bunten Seidentüchern und längst vergangenen Geschichten und Zeiten. Wir reisen in den Orient, an die Seidenstraße.

Wir haben uns für die Wanderreise von „Reisen mit Sinnen“ entschieden, da hier eine gute Mischung aus Sightseeing, Städtetouren, Treffen mit Einheimischen und Wanderungen beinhaltet ist. Ebenso sind nur wenige längere Busfahrten beinhaltet. Die Reisegruppe wird inklusive uns aus sechs Leuten bestehen.

Reisen mit Sinnen – Wanderreise Hirtenpfade und Medresen

Ein paar grundlegende usbekische Wörter zu lernen, kann nicht schaden. Mal schauen, ob wir bis zum Reisestart wenigstens ein Guten Morgen, Hallo, Entschuldigung etc. hinbekommen ;-).

Da Kreditkartenzahlung in Usbekistan eher unüblich sein soll, muss auch noch ein bißchen Bargeld ins Gepäck, was man dann vor Ort umtauschen kann. Uns wurden für die zwei Wochen zu 300 Euro pro Person in Bargeld geraten.

Bei Turkish Airlines dürfen wir sogar 30 kg Gepäck mitnehmen. Für drei unserer vier Flüge haben wir uns wieder Plätze am Notausgang gegönnt. Für den vierten Flug waren diese nicht mehr zu bekommen.

UNSER REISEVERLAUF

TagProgrammFahr-zeitenÜbernachtung
05.09.2025 – Tag 1Hinflug
Frankfurt – Taschkent (via Istanbul)
mit Turkish Airlines
11:25 – 15:35 (3:10h)
18:15 – 00:50 (4:35h)
Taschkent
(2 Nächte)

Mirzo Hotel
Shota Rustaveli 71,
100070 Taschkent
06.09.2025 – Tag 2Stadtbesichtigung Taschkent
– Amir-Timur Platz
– Komplex Hazrati Imam
– Verkostung traditionelles Reisgericht Plov oder
Lagman
– Chorus Basar
– Besuch Keramikwerkstatt
– Willkommensessen

Verpflegung:
Frühstück, Abendessen
07.09.2025 – Tag 3Wanderung in den Chimgan-Bergen
– Transfer in die Chimgan Berge
– Wanderung (Gehzeit 6 h, +600hm, -450hm)

Verpflegung:
Frühstück, Picknick, Abendessen
80 km,
2 h
Chimgan Berge
(1 Nacht)

Lake House Guesthouse
Yusufkhona
Chimgan
08.09.2025 – Tag 4Wanderung im Skigebiet Beldersay und Zugfahrt nach Buchara
– Fahrt zum Skigebiet Beldersay
– Wanderung (Gehzeit 4-5 h, +450hm, -400hm)
– Zugfahrt nach Buchara

Verpflegung:
Frühstück, Picknick
110 km,
2 h

Zugfahrt
3,5 h
Buchara
(3 Nächte)

Kabir Boutique Hotel
Levi Babakhanowa Street 2
200118 Buchara
09.09.2025 – Tag 5Stadtbesichtigung Buchara
– Medresen (Koranschulen), Gebäude-Ensembles und Moscheen am Ensemble Poi Salon, Festung The Ark
– Labi Kauz Platz mit Wasserbecken

Verpflegung:
Frühstück
10.09.2025 – Tag 6Stadtbesichtigung Buchara
– Silk Road Teehaus
– Besuch Kuppelbasare
– Zeit zur freien Verfügung
(Vorschlag Besuch Synagogen und Friedhof des
jüdischen Viertels)

Verpflegung:
Frühstück
11.09.2025 – Tag 7Fahrt in die Wüste nach Nurata
– Fahrt nach Gijduvan: Besuch Keramikmeister
– Besuch Quelle Tschaschma, Wallfahrtsort
– Fahrt nach Nurata
– Ruinen der Festung von Alexander des Großen
-Fahrt zum Jurtenlager Nurata am Aydarkul-See
– auf Wunsch Kamelritt
– Lagerfeuer mit Liedern nomadischer Akyn-Sänger

Verpflegung:
Frühstück, Abendessen
280 km,
4,5 h
Aydarkul-See
(1 Nacht)

Jurtencamp
Dungilek
Aydarkul-See
12.09.2025 – Tag 8Wanderung zum Aydarkul-See
– Wanderung zum Aydarkul-See (8 km, 2,5 h)
– Picknick am Seeufer und Baden im See
– Fahrt zum Dorf Asraf
– Kurze Wanderung vom Bus zum Gasthaus
– Spaziergang
– Ziegen melken oder Brot backen im Tonofen
– Abendessen bei der Familie

Verpflegung:
Frühstück, Picknick, Abendessen
120 km,
3 h
Nuratau
(2 Nächte)

Yaxshigul Guesthouse
Asraf Village
Nuratau
13.09.2025 – Tag 9Wanderung zwischen Dörfern und Natur
– Frühstück mit der Familie
– Wanderung ins Kadvan-Tal (15 km)
-Herstellung Nationalgericht Plov mit Gastgebern

Verpflegung:
Frühstück, Picknick, Abendessen
14.09.2025 – Tag 10Wanderung und Samarkand
– Wanderung Nurata Gebirge (2 h)
– Fahrt nach Samarkand

Verpflegung:
Frühstück
210 km,
4 h
Samarkand
(5 Nächte)

Registon Saroy Boutique Hotel
Sozangaron Street 66
140100 Samarkand
15.09.2025 – Tag 11Stadtbesichtigung Samarkand
– Registan-Platz
– Bibi Chanum Moschee
– Nekropole Shahizinda
– Besuch Teppichfabrik Hudjum Uzbek
– Treffen und Austausch mit Deutsch-Schülern
– fakultativ Besuch Weinkellerei

Verpflegung:
Frühstück
16.09.2025 – Tag 12Wanderung in den Serawchan-Bergen und historisches Shachrisabs
– Fahrt zum Tachta Karatscha Bergpass
– Wanderung durch das Tal des Teufels (1-2 h)
– Fahrt nach Schachrisabs, Stadtbesichtigung
– Rückfahrt nach Samarkand

Verpflegung:
Frühstück
180 km,
3,5-4 h
17.09.2025 – Tag 13Samarkand

– Zeit zur freien Verfügung
– Besichtigung Ruinen des Ulug Weg-Observatoriums

Verpflegung:
Frühstück, Abendessen
80 km
18.09.2025 – Tag 14Ausflug zum Dorf Ohalik
– Fahrt ins Dorf Ohalik
– Teetrinken bei einer Familie
– Wanderung um das Dorf (4 km, 1,5 h, 230 hm)
– gemeinsames Herstellen und Essen von Teigtaschen
– Wanderung zum Wasserfall (4 km, 1,5 h, 230 hm)
– Rückfahrt nach Samarkand
– Abschieds-Abendessen

Verpflegung:
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
44 km,
1 h
19.09.2025 – Tag 15Heimflug
Flug Samarkand – Frankfurt (via Istanbul)
mit Turkish Airlines
09:00 – 12:15
(5:15h)
15:20 – 17:30 (3:10h)

Und dann kann es ja jetzt schon bald losgehen.

SALOM O’ZBEKISTAN!

06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 17. Tag: Heimreise

Wie immer, geht jeder schöne Urlaub mal zu Ende, so auch dieser.

Nochmal ein letzter Blick aus dem Fenster geworfen.

Dann verließen wir die Unterkunft um 10 Uhr. Wir fuhren nochmal kurz auf dem Markt vorbei, um uns von Jörg und Ralf zu verabschieden. Jörg verkaufte wieder sein leckeres selbstgebackenes Brot, die Zimtschnecken waren leider schon leer.

Wir deckten und an einem Stand noch mit leckeren Pistazien ein und dann mussten wir beim Abschied nehmen glaube ich schon eine kleine Träne verdrücken.

Anschließend ging es zum Flughafen, wo wir den Mietwagen zurück gaben. Aber das ging ja flott, da wir nur den Schlüssel abgeben mussten. Bei Binter muss man ja sowieso erst 30 Minuten vor Abflug da sein.

Wir hatten noch Zeit einen Kaffee zu trinken.

Der Flieger ging um 12:25 Uhr. Wir passierten die Sicherheitskontrolle. Am Gate waren wir dann etwas verwirrt. Unsere Flugzeit war erreicht. Angeschlagen war ein Flug nach Teneriffa und die spanische Durchsage hatten wir nicht verstanden. Schließlich stellten wir fest, dass die Schlange doch für unseren Flug war. Im Flieger fragte ich aber vorsichtshalber aber nochmal nach 😉.

Der Flug zwischen den Inseln kommt einem ja immer wie so ein Hopser vor. Aber das sind die.entspannendsten Flüge, die es gibt.

Heute war es aber aufgrund des sehr starken Windes doch etwas wackelig. Aber lt. Norbert war die Fähre noch sehr viel unangenehmer. Er ist heute nämlich auch abgereist.

Nach rund 50 Minuten waren wir wieder in Gran Canaria. Wie jedes Mal furchtbar, nach der Ruhe von El Hierro. Viele Pauschalurlauber, Lärm und wie in einer Viehherde wird man durch die Duty Free Läden getrieben. Wir versorgten uns noch mit Wasser und mussten uns wieder rund 3 h die Zeit vertreiben. Wir besuchten nochmal Burger King, ich aß aber nur ein Eis. Björn nahm tin Chicken Crispy Menu.

Irgendwie ging die Zeit auch wieder rum. Um 16:05 sollte der Condor-Flieger gehen, wir kamen aber erst mit Verspätung los. Aufgrund guten Windes sollte heute die Flugzeit aber nur 3,5 h betragen.

Im Flieger kam ich irgendwann mit meiner Sitznachbarin ins Gespräch und schnell schwelgten wir in vielen Reiseerinnerungen, da sie auch sehr gerne reist.

So ging die Zeit einigermaßen schnell rum. Gegen 22:40 Uhr landeten wir dann in Frankfurt. Nachdem wir die Koffer hatten riefen wir unser Standard-Taxi und waren dann gegen 0 Uhr zuhause, wo wir freundlich empfangen wurden.

06.06.-22.05.2025 El Hierro die Dritte – 16. Tag: Wanderung in La Llania

Am Morgen fuhr Björn noch kurz bei Jörg vorbei, den restlichen Geburtstagskuchen abholen. Für den heutigen Tag hatten wir uns zum Abschluss nochmal für eine Wanderung entschieden. Wir wollten nochmal in den Zauberwald / Märchenwald von La Llania, den wir auch schon in den letzten beiden Jahren besucht haben. Gegen Mittag zogen wir los.

Wieder ging es die Serpentinenstraße nach oben und nach ca. 30 Minuten erreichten wir den Parkplatz. Hier oben waberte wieder der Nebel, aber das ist hier ja fast Normalzustand. Aber deshalb ist hier oben ja auch alles so grün.

Hier durch den Wald gibt drei verschiedene Routen. Im den letzten beiden Jahren waren wir jeweils die rote, mittellange Strecke gelaufen. Dieses Mal wollten wir mal die blaue, also die längste Route ausprobieren.

Anfangs verlaufen alle drei Routen auf dem gleichen Weg, so dass uns die Wege schon bekannt waren.

Die Atmosphäre vor Ort kommt auf den Fotos leider gar nicht so richtig rüber.

Wir trafen wieder auf einen interessanten Baum mit einem Loch im Stamm.

Die Wege hier sind eher ein Spaziergang und sollten eigentlich für fast jeden gut machbar sein, auch wenn es ein paar Mal schon etwas bergauf geht.

Trotzdem war es immer wieder sehr wolkig und windig.

Hier machten wir mal eine Pause.

Leider wurde es Björn hier etwas schwindlig und mir war dabei nicht mehr ganz wohl, weil hier auch kein Handyempfang war. Nach einiger Zeit konnten wir aber weitergehen, Wir entschieden uns aber dann, doch nicht weiterhin den langen blauen Weg zu laufen, sondern nun dem grünen kurzen Weg zu folgen.

Schließlich kamen wir wieder an der Fuente vorbei, wo wir letztes Jahr mit Ralf Pause gemacht haben. Hier legten wir auch nochmal eine kurze Pause ein.

Hier verzweigten sich nun auch die drei Wege und wir folgten nun der grünen Markierung.

Nach einiger Zeit kamen wir dann wieder zum Vulkankrater Hoya de Fileba, wo wir steil bergauf laufen mussten. Hier waberte der Nebel. Somit war mein Plan, nochmal an der Abbruchkante zum Golfo-Tal entlangzulaufen sowieso hinfällig war, so ohne Sicht.

Wir liefen den Vulkan wieder runter und kamen wieder am Hexentanzplatz vorbei.

Kurz später ging es wieder etwas steiler nach oben.

Am Aussichtspunkt mit Blick ins Golfo-Tal war wie vor zwei Jahren nichts zu sehen.

Kurz später riss es dann aber doch nochmal kurz auf und wir konnten hatten dann doch teilweise noch Sicht ins Tal.

Kurz später waren wir dann wieder zurück am Auto.

Wir fuhren im Anschluss nochmal in den Ort einen Kaffee im Winnit trinken.

Nachdem wir nochmal in der Unterkunft waren und Björn noch eine Runde geschlafen hat, fuhren wir nochmal nach Las Puntas. Dort sollte an diesem Wochenende ein Fest stattfinden und wir wollten nochmal im Lays essen gehen.

Wir gingen erst mal im Lays essen. Heute probierte ich mal den frischen Fisch.

Leider hat er ziemlich nichtssagend geschmeckt. Und der Rotwein wurde auch wieder kalt serviert. Das schmeckt einfach nicht.

Björn war mit seinem Hähnchen aber happy.

Anschließend liefen wir nochmal beim Fest vorbei, das sah aber nicht allzu spannend aus und viel los war auch nicht. Vielleicht hat sich das am späteren Abend noch geändert, aber das wissen wir nicht.

Eine Art Boccia-Turnier fand hier auch noch statt.

Somit war der letzte Tag dann auch schon wieder vorüber.

06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 15. Tag: Björns Höhlenexkursion am Faro de Ochilla und Muelle de Ochilla

Jörg hatte Björn ja zum Geburtstag eine Höhlentour geschenkt. Wunsch war ja von vornherein, die Höhle am Leuchtturm Faro de Ochilla zu besuchen.

Diese Höhle wurde auch schon mal vom BR besucht. Die Tour wurde damals von Jörgs Frau Heidrun begleitet. Vielleicht hat ja jemand Lust mal reinzuschauen:

Für Björn sollte es um 14 Uhr losgehen. Am Mittwoch hatte Jörg gesagt, dass ich doch mitkommen solle und dann zur Mole fahren solle, falls ich nicht mit in die Höhle möchte. Da wir an der Mole noch nicht waren, entschied ich mich dann wirklich mitzufahren. Jörg schlug aber vor, dass wir dann mit zwei Autos fahren und so machten wir es dann auch.

Wir versuchten dann, trotz der bekannten Strassensperrung, den kürzeren Weg an den Playas Blancas vorbei zu nehmen. Die Bauarbeiten waren aber noch im Gange und somit mussten wir dann doch den langen Weg nehmen, der uns fast einmal um die komplette Insel führte. Der Weg entsprach dann so ziemlich unserer Fahrradtour vom Mittwoch.

Wahrscheinlich waren wir eine eine Stunde unterwegs gewesen, als wir am Leuchtturm ankamen. Diesen hatten wir ja schon vor zwei Jahren schon mal besucht und auch den Einstieg in die Höhle gesehen.

Hier wollte Jörg mich davon überzeugen, doch mit in die Höhle zu kommen, Helm und Schutz hatte er auch für mich dabei, aber nach meiner Erfahrung vor zwei Jahren, lehnte ich ab.

Vom Parkplatz liefen wir wenige Meter zum Holzkreuz.

Dort befindet sich auch die Urne mit der Asche des Erbauers des Leuchtturms.

Weiter ging es zum Höhleneingang.

Die beiden Männer waren startklar.

Bis zum Höhleneingang folgte ich noch.

Dann verabschiedete ich die beiden Männer in die Höhle.

Ich fuhr dann derweil die Serpentinen weiter bergab zur Muelle de Ochilla, der Mole.

Hier war der Wellengang aber wieder so stark, dass für mich an Baden oder Schnorcheln nicht zu denken war.

Nachdem ich eine Weile dem Treiben der Wellen zugesehen hatte, holte ich mir das Sudoku Heft und rätselte ein bisschen.

Nach ca. 1,5 h waren die Männer dann schon wieder zurück und wir quatschten noch ein bisschen. Björn hat es wieder gut gefallen, trotzdem war die Höhle glaube ich weniger spektakulär, als die bisherigen. Aber mit toller Aussicht aufs Meer am Ende der Höhle.

Grade, als Jörg sich verabschieden wollte, kam dann lustigerweise Norbert mit seinem Motorrad vorbei, erkannte das Auto und gesellte sich dann kurz auch nochmal dazu. Jetzt waren wir am komplett anderen Ende der Insel und trotzdem läuft man sich wieder über den Weg. So ist das halt hier auf der Insel.

Dann machten wir uns auf den Rückweg. Jetzt konnten wir den kürzeren Weg nehmen, da die Straße täglich um 16 Uhr immer geöffnet wurde. Wir kehrten dann noch im Restaurant Joapira ein und nahmen beide Hähnchen. Björn mit Pesto-Soße und ich mit Speckmantel umhüllt. War beides sehr lecker.

Als wir zurück in den Ort kamen, wurde wieder fleißig für die Bajada geübt und wir schauten dem Treiben wieder zu.

Anschließend nahmen wir den inzwischen obligatorischen Kaffee im Winnit ein.

Anschließend setzten wir uns noch auf unsere Terrasse und beobachteten den heute tollen Sternenhimmel.

06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 14. Tag: Maulbeeren essen bei Norbert und Abendessen im Winnit

Heute gibt es wirklich nicht viel zu berichten. Wir waren einfach platt vom Vortag; große E-Bike Tour von rund 70 km, Alkohol, viel Futterei und spät ins Bett gehen haben ihr übriges dazu getan.

Also legten wir nen Faulenzertag ein.

Gegen 17 Uhr brachten wir Jörg die Fahrräder zurück. Er war nicht zu sehen, deshalb machten wir die Übergabe mit seiner Katze Annegret 😂.

Am Vortag hatte uns Norbert angeboten, nochmal bei ihm im Garten vorbeizukommen, um die Maulbeeren zu verkosten. Somit liefen wir im Anschluss die steile Straße nach unten zu Norbert.

Als wir ankamen, war er grade am Drechseln. Schöne Holzkreisel. Wir sahen ihn ein bisschen bei der Herstellung zu.

Anschließend ging es zum Maulbeerbaum.

Die Maulbeeren waren sehr lecker, aber es gab ne ganz schöne Sauerei 😂.

Die Hibiskusblüten waren schon langsam am Verwelken.

Kurz später kam Eva vorbei, die letztes Jahr die Hausübergabe mit uns gemacht hatte. Wir begrüßten sie und sie konnte sich sogar noch an uns erinnern.

Wir streiften noch ein bißchen durch den Garten. Die Feigen waren leider noch nicht reif.

Kurz später verabschiedeten wir uns dann und liefen die steile Straße zurück nach Tigaday.

Unterwegs kamen wir an einem Ziegenstall vorbei, der uns vorher noch nie aufgefallen war, weil wir diese Strecke immer nur mit dem Auto gefahren waren.

Wir kehrten dann nochmal im Winnit ein, weil Björn nochmal einen Burger wollte. Ich probierte die Wraps mal aus.

Auf dem Rückweg war die Steilwand des Golfotals mal wolkenlos. Das kommt ja auch nicht allzu häufig vor.

Dann ging ein relativ ereignisarmer Tag zu Ende.