Wie immer, geht jeder schöne Urlaub mal zu Ende, so auch dieser.
Nochmal ein letzter Blick aus dem Fenster geworfen.
Dann verließen wir die Unterkunft um 10 Uhr. Wir fuhren nochmal kurz auf dem Markt vorbei, um uns von Jörg und Ralf zu verabschieden. Jörg verkaufte wieder sein leckeres selbstgebackenes Brot, die Zimtschnecken waren leider schon leer.
Wir deckten und an einem Stand noch mit leckeren Pistazien ein und dann mussten wir beim Abschied nehmen glaube ich schon eine kleine Träne verdrücken.
Anschließend ging es zum Flughafen, wo wir den Mietwagen zurück gaben. Aber das ging ja flott, da wir nur den Schlüssel abgeben mussten. Bei Binter muss man ja sowieso erst 30 Minuten vor Abflug da sein.
Wir hatten noch Zeit einen Kaffee zu trinken.
Der Flieger ging um 12:25 Uhr. Wir passierten die Sicherheitskontrolle. Am Gate waren wir dann etwas verwirrt. Unsere Flugzeit war erreicht. Angeschlagen war ein Flug nach Teneriffa und die spanische Durchsage hatten wir nicht verstanden. Schließlich stellten wir fest, dass die Schlange doch für unseren Flug war. Im Flieger fragte ich aber vorsichtshalber aber nochmal nach 😉.
Der Flug zwischen den Inseln kommt einem ja immer wie so ein Hopser vor. Aber das sind die.entspannendsten Flüge, die es gibt.
Heute war es aber aufgrund des sehr starken Windes doch etwas wackelig. Aber lt. Norbert war die Fähre noch sehr viel unangenehmer. Er ist heute nämlich auch abgereist.
Nach rund 50 Minuten waren wir wieder in Gran Canaria. Wie jedes Mal furchtbar, nach der Ruhe von El Hierro. Viele Pauschalurlauber, Lärm und wie in einer Viehherde wird man durch die Duty Free Läden getrieben. Wir versorgten uns noch mit Wasser und mussten uns wieder rund 3 h die Zeit vertreiben. Wir besuchten nochmal Burger King, ich aß aber nur ein Eis. Björn nahm tin Chicken Crispy Menu.
Irgendwie ging die Zeit auch wieder rum. Um 16:05 sollte der Condor-Flieger gehen, wir kamen aber erst mit Verspätung los. Aufgrund guten Windes sollte heute die Flugzeit aber nur 3,5 h betragen.
Im Flieger kam ich irgendwann mit meiner Sitznachbarin ins Gespräch und schnell schwelgten wir in vielen Reiseerinnerungen, da sie auch sehr gerne reist.
So ging die Zeit einigermaßen schnell rum. Gegen 22:40 Uhr landeten wir dann in Frankfurt. Nachdem wir die Koffer hatten riefen wir unser Standard-Taxi und waren dann gegen 0 Uhr zuhause, wo wir freundlich empfangen wurden.
Am Morgen fuhr Björn noch kurz bei Jörg vorbei, den restlichen Geburtstagskuchen abholen. Für den heutigen Tag hatten wir uns zum Abschluss nochmal für eine Wanderung entschieden. Wir wollten nochmal in den Zauberwald / Märchenwald von La Llania, den wir auch schon in den letzten beiden Jahren besucht haben. Gegen Mittag zogen wir los.
Wieder ging es die Serpentinenstraße nach oben und nach ca. 30 Minuten erreichten wir den Parkplatz. Hier oben waberte wieder der Nebel, aber das ist hier ja fast Normalzustand. Aber deshalb ist hier oben ja auch alles so grün.
Hier durch den Wald gibt drei verschiedene Routen. Im den letzten beiden Jahren waren wir jeweils die rote, mittellange Strecke gelaufen. Dieses Mal wollten wir mal die blaue, also die längste Route ausprobieren.
Anfangs verlaufen alle drei Routen auf dem gleichen Weg, so dass uns die Wege schon bekannt waren.
Die Atmosphäre vor Ort kommt auf den Fotos leider gar nicht so richtig rüber.
Wir trafen wieder auf einen interessanten Baum mit einem Loch im Stamm.
Die Wege hier sind eher ein Spaziergang und sollten eigentlich für fast jeden gut machbar sein, auch wenn es ein paar Mal schon etwas bergauf geht.
Trotzdem war es immer wieder sehr wolkig und windig.
Hier machten wir mal eine Pause.
Leider wurde es Björn hier etwas schwindlig und mir war dabei nicht mehr ganz wohl, weil hier auch kein Handyempfang war. Nach einiger Zeit konnten wir aber weitergehen, Wir entschieden uns aber dann, doch nicht weiterhin den langen blauen Weg zu laufen, sondern nun dem grünen kurzen Weg zu folgen.
Schließlich kamen wir wieder an der Fuente vorbei, wo wir letztes Jahr mit Ralf Pause gemacht haben. Hier legten wir auch nochmal eine kurze Pause ein.
Hier verzweigten sich nun auch die drei Wege und wir folgten nun der grünen Markierung.
Nach einiger Zeit kamen wir dann wieder zum Vulkankrater Hoya de Fileba, wo wir steil bergauf laufen mussten. Hier waberte der Nebel. Somit war mein Plan, nochmal an der Abbruchkante zum Golfo-Tal entlangzulaufen sowieso hinfällig war, so ohne Sicht.
Wir liefen den Vulkan wieder runter und kamen wieder am Hexentanzplatz vorbei.
Kurz später ging es wieder etwas steiler nach oben.
Am Aussichtspunkt mit Blick ins Golfo-Tal war wie vor zwei Jahren nichts zu sehen.
Kurz später riss es dann aber doch nochmal kurz auf und wir konnten hatten dann doch teilweise noch Sicht ins Tal.
Kurz später waren wir dann wieder zurück am Auto.
Wir fuhren im Anschluss nochmal in den Ort einen Kaffee im Winnit trinken.
Nachdem wir nochmal in der Unterkunft waren und Björn noch eine Runde geschlafen hat, fuhren wir nochmal nach Las Puntas. Dort sollte an diesem Wochenende ein Fest stattfinden und wir wollten nochmal im Lays essen gehen.
Wir gingen erst mal im Lays essen. Heute probierte ich mal den frischen Fisch.
Leider hat er ziemlich nichtssagend geschmeckt. Und der Rotwein wurde auch wieder kalt serviert. Das schmeckt einfach nicht.
Björn war mit seinem Hähnchen aber happy.
Anschließend liefen wir nochmal beim Fest vorbei, das sah aber nicht allzu spannend aus und viel los war auch nicht. Vielleicht hat sich das am späteren Abend noch geändert, aber das wissen wir nicht.
Eine Art Boccia-Turnier fand hier auch noch statt.
Somit war der letzte Tag dann auch schon wieder vorüber.
Jörg hatte Björn ja zum Geburtstag eine Höhlentour geschenkt. Wunsch war ja von vornherein, die Höhle am Leuchtturm Faro de Ochilla zu besuchen.
Diese Höhle wurde auch schon mal vom BR besucht. Die Tour wurde damals von Jörgs Frau Heidrun begleitet. Vielleicht hat ja jemand Lust mal reinzuschauen:
Für Björn sollte es um 14 Uhr losgehen. Am Mittwoch hatte Jörg gesagt, dass ich doch mitkommen solle und dann zur Mole fahren solle, falls ich nicht mit in die Höhle möchte. Da wir an der Mole noch nicht waren, entschied ich mich dann wirklich mitzufahren. Jörg schlug aber vor, dass wir dann mit zwei Autos fahren und so machten wir es dann auch.
Wir versuchten dann, trotz der bekannten Strassensperrung, den kürzeren Weg an den Playas Blancas vorbei zu nehmen. Die Bauarbeiten waren aber noch im Gange und somit mussten wir dann doch den langen Weg nehmen, der uns fast einmal um die komplette Insel führte. Der Weg entsprach dann so ziemlich unserer Fahrradtour vom Mittwoch.
Wahrscheinlich waren wir eine eine Stunde unterwegs gewesen, als wir am Leuchtturm ankamen. Diesen hatten wir ja schon vor zwei Jahren schon mal besucht und auch den Einstieg in die Höhle gesehen.
Hier wollte Jörg mich davon überzeugen, doch mit in die Höhle zu kommen, Helm und Schutz hatte er auch für mich dabei, aber nach meiner Erfahrung vor zwei Jahren, lehnte ich ab.
Vom Parkplatz liefen wir wenige Meter zum Holzkreuz.
Dort befindet sich auch die Urne mit der Asche des Erbauers des Leuchtturms.
Weiter ging es zum Höhleneingang.
Die beiden Männer waren startklar.
Bis zum Höhleneingang folgte ich noch.
Dann verabschiedete ich die beiden Männer in die Höhle.
Ich fuhr dann derweil die Serpentinen weiter bergab zur Muelle de Ochilla, der Mole.
Hier war der Wellengang aber wieder so stark, dass für mich an Baden oder Schnorcheln nicht zu denken war.
Nachdem ich eine Weile dem Treiben der Wellen zugesehen hatte, holte ich mir das Sudoku Heft und rätselte ein bisschen.
Nach ca. 1,5 h waren die Männer dann schon wieder zurück und wir quatschten noch ein bisschen. Björn hat es wieder gut gefallen, trotzdem war die Höhle glaube ich weniger spektakulär, als die bisherigen. Aber mit toller Aussicht aufs Meer am Ende der Höhle.
Grade, als Jörg sich verabschieden wollte, kam dann lustigerweise Norbert mit seinem Motorrad vorbei, erkannte das Auto und gesellte sich dann kurz auch nochmal dazu. Jetzt waren wir am komplett anderen Ende der Insel und trotzdem läuft man sich wieder über den Weg. So ist das halt hier auf der Insel.
Dann machten wir uns auf den Rückweg. Jetzt konnten wir den kürzeren Weg nehmen, da die Straße täglich um 16 Uhr immer geöffnet wurde. Wir kehrten dann noch im Restaurant Joapira ein und nahmen beide Hähnchen. Björn mit Pesto-Soße und ich mit Speckmantel umhüllt. War beides sehr lecker.
Als wir zurück in den Ort kamen, wurde wieder fleißig für die Bajada geübt und wir schauten dem Treiben wieder zu.
Anschließend nahmen wir den inzwischen obligatorischen Kaffee im Winnit ein.
Anschließend setzten wir uns noch auf unsere Terrasse und beobachteten den heute tollen Sternenhimmel.
Heute gibt es wirklich nicht viel zu berichten. Wir waren einfach platt vom Vortag; große E-Bike Tour von rund 70 km, Alkohol, viel Futterei und spät ins Bett gehen haben ihr übriges dazu getan.
Also legten wir nen Faulenzertag ein.
Gegen 17 Uhr brachten wir Jörg die Fahrräder zurück. Er war nicht zu sehen, deshalb machten wir die Übergabe mit seiner Katze Annegret 😂.
Am Vortag hatte uns Norbert angeboten, nochmal bei ihm im Garten vorbeizukommen, um die Maulbeeren zu verkosten. Somit liefen wir im Anschluss die steile Straße nach unten zu Norbert.
Als wir ankamen, war er grade am Drechseln. Schöne Holzkreisel. Wir sahen ihn ein bisschen bei der Herstellung zu.
Anschließend ging es zum Maulbeerbaum.
Die Maulbeeren waren sehr lecker, aber es gab ne ganz schöne Sauerei 😂.
Die Hibiskusblüten waren schon langsam am Verwelken.
Kurz später kam Eva vorbei, die letztes Jahr die Hausübergabe mit uns gemacht hatte. Wir begrüßten sie und sie konnte sich sogar noch an uns erinnern.
Wir streiften noch ein bißchen durch den Garten. Die Feigen waren leider noch nicht reif.
Kurz später verabschiedeten wir uns dann und liefen die steile Straße zurück nach Tigaday.
Unterwegs kamen wir an einem Ziegenstall vorbei, der uns vorher noch nie aufgefallen war, weil wir diese Strecke immer nur mit dem Auto gefahren waren.
Wir kehrten dann nochmal im Winnit ein, weil Björn nochmal einen Burger wollte. Ich probierte die Wraps mal aus.
Auf dem Rückweg war die Steilwand des Golfotals mal wolkenlos. Das kommt ja auch nicht allzu häufig vor.
Heute war der große Tag von meinem Schatz und es sollten einige Überraschungen auf ihn warten.
Aber erst mal aßen wir schön zusammen Frühstück und die mitgebrachte Karte seiner Eltern und meine Geschenke wurden überreicht.
Mit einem meiner Geschenke landete ich dann wohl einen Volltreffer. Demnächst machen wir uns mal ein schönes Wochenende in Niedersachsen und er darf 2 h selbst einen Unimog im Gelände fahren. Das hat ihn sehr gefreut.
Als Nächstes stand dann eine E-Bike Tour mit unserem Lieblings-Jörg 😉 auf dem Programm. Darüber wusste er aber Bescheid.
Um 10:30 Uhr sollten wir bei Jörg sein. Dafür mussten wir zu Fuß nur ca. 10 Minuten die Kanalstrasse entlang laufen.
Dort erwartete uns dann unerwarteterweise auch noch Norbert, der gratulieren wollte. Außerdem wartete hier eine leckere Schoko-Geburtstagstorte und Sekt auf meinen Schatz. Er entschied sich aber, den Sekt und Kuchen auf nach der Tour zu verschieben. Die Kerzen auf der Torte musste er aber natürlich noch auspusten, bevor es los ging. Und von Jörg bekam ich er noch eine Höhlentour geschenkt. Wie toll.
Norbert verabschiedete sich dann mit „Wir sehen uns dann heute Abend“. Tja, da hat er sich ein bisschen verplappert, weil das geplante Abendessen ja auch noch eine Überraschung sein sollte. Aber wie es immer so läuft…..
Mit Jörgs Auto fuhren wir dann wieder die Serpentinenstraße nach oben und parkten an dem gleichen Parkplatz, kurz unterhalb der Hoya de la Pino, wo wir auch unsere Wanderung zur Fuente Mencafete gestartet hatten. Die Fahrräder hatte Jörg schon vorher dorthin transportiert.
Hier oben war es doch ziemlich neblig und frisch, so dass ich lieber meine Jacke anzog.
Ich probiere dann auch zum ersten Mal meine neue Gopro aus. Jörg hatte mir netterweise eine Fahrradhalterung mitgebracht.
Und dann ging es auch schon los. Gleich weiter die Serpentinenstraße weiter bergan, was aber mit den E-Bikes kein großes Problem darstellte.
Der Sattel meines Fahrrads musste nochmal höher gestellt werden, dann war aber alles perfekt.
Schon bald erreichten wir den Wald von La Llanía. Hier bogen wir nach rechts Richtung Malpaso ab, da wir uns entschieden hatten, lieber einen Waldweg statt auf der Strasse zu fahren. So langsam verzog sich der Nebel auch etwas und man hatte bessere Ausblicke.
Ich zog dann aber doch nochmal meine Regenjacke drüber, um noch etwas besser gegen den Wind geschützt zu sein.
Kurz vor dem Malpaso bogen wir dann links ab. Ab hier war die Piste dann eher geprägt von Schottee, Schlaglöchern und sandigem Boden. Auf dem Sand bin ich einige Male ins Schlingern geraten.
Im Wald kamen wir dann an diesen spektakulären Baum. Durch ein Feuer ist ein großes Loch im Stamm entstanden, der Baum lebt aber weiterhin.
Weiter ging es durch den schönen Kieferwald.
Dann erreichten wir wieder die asphaltierte Straße und hatten Ausblicke auf den Südteil der Insel.
Wir fuhren die Julan-Straße entlang und hielten an einem Aussichtsplatz mit Blick in Richtung La Restinga.
Hier auf der Straße hatten wir jetzt schöne Abfahrten, die wir teilweise mit 40 km/h fuhren. Schneller habe ich mich bei den vielen Kurven nicht getraut.
Kurz später legten wir eine Pause ein. Jörg hatte wieder sein leckeres selbstgebackenes Brot dabei, Käse und Oliven. Die Mojo hatte er leider vergessen, das war aber nicht so schlimm. War trotzdem lecker.
Hier tummelten sich auch lauter Eidechsen, die Jörg mit seinem Brit ein bisschen fütterte.
Bei der Weiterfahrt war dann kurz darauf in der Ferne das erste Mal der Faro de Orchilla, der Leuchturm zu sehen.
An der Ermita vorbei ging es dann Richtung Aussichtspunkt Mirador de Bascos. Hier trafen wir auf eine Kuhherde.
Am Aussichtspunkt hatten wir wieder einen schönen Blick auf das Golfo-Tal, auch wenn dieser etwas durch einen Zaun versperrt wurde.
Der Blick in die andere Richtung war ebenso spektakulär.
Wir fuhren dann wieder Richtung Ermita zurück und trafen wieder auf die Kuhherde.
Weiter ging es Richting Golfo-Tal.
Die Serpentinen ging es herunter.
Am Aussichtspunkt Mirador de El Lomo Negro hielten wir nochmal an und hatten schöne Blicke auf die Vulkanlandschaft.
Und in die andere Richtung nach El Sabinar.
In der Ferne sahen wir den Arco de La Tosca.
Dann führte uns der Weg mit vielen Abfahrten, vorbei an Playas Blancas und dem neuen Tunnel, zurück ins Golfo-Tal, wo wir nochmal ein paar heftige Anstiege zu bezwingen hatten.
Gegen 18 Uhr waren wir zurück.
Hier noch eine Zusammenfassung der Tour, die Jörg netterweise für uns erstellt hat.
Weitere Videos meiner Gopro folgen eventuell noch.
Björn fuhr mit Jörg noch das Auto holen und ich hüpfte schon mal unter die Dusche.
Ich gab Norbert und Ralf noch Bescheid, dass wir uns um 19:30 Uhr im Don Din treffen. Aufgrund eines Missverständnisses, hatte Ralf nun doch keine Zeit mehr. Schade, aber nicht zu ändern.
Eine Überraschung war es ja nun auch nicht mehr. Wir trafen uns also mit Jörg und Norbert am Don Din und tranken vorher auf einer Bank aber erst noch ein (oder mehrere 😉) Glas Sekt auf den Geburtstag.
Norbert schenkte Björn noch diese tolle selbstgefertigte Schale aus Sabina-Holz. Die Menschen hier sind einfach alle so großartig.
Anschließend ging es dann zum Essen. Vorneweg bestellten wir gemeinsam mehrere Vorspeisen.
Brot mit Mojo.
Grillkäse mit Homig, sehr lecker.
Und Hähnchenkroketten (ohne Foto).
Als Hauptspeise nahmen Björn und ich Hähnchenbrust und Jörg und Norbert das Entrecôte.
Hinterher nahmen Björn und ich noch einen Café con Leche.
Jörg und Norbert bestellten einen Barraquito. Dieser war dann aber nicht nach Originalrezept, sondern mit Baileys. Jörg bezeichnete diesen dann als Mädchen-Barraquito. Wahrscheinlich deshalb kam die Bedienung dann kurz später mit zwei neuen Barraquitos nach Originalrezept, die aufs Haus gingen. Diese wurden dann aber uns überlassen.
Er besteht üblicherweise aus mehreren Schichten, darunter Kondensmilch, Likör (oft Licor 43), Espresso, aufgeschäumte Milch, Zimt und eine Zitronenscheibe.
Aber immer noch nicht genug, gab es hinterher noch einen Schnaps aufs Haus. Ich nahm einen Baileys.
Am Essen gab es wirklich nichts auszusetzen und die Bedienung war sehr bemüht. Also eine klare Empfehlung. Einzig die Atmosphäre hatte ein bisschen Bahnhofshallencharakter. Vom Ambiente wirklich ansprechende Restaurants gibt es hier aber eh recht selten. Der ursprüngliche Plan war ja, ins Aquadara zu gehen. Leider hatten die aber ausgerechnet diese Woche geschlossen.
Natürlich hatte ich Jörg und Norbert zur Feier des Tages eingeladen.
Hinterher ging es dann noch bei Jörg zuhause weiter, wo wir uns noch über die Geburtstagstorte her machten.
Jörg öffnete auch noch zwei Flaschen Rum.
Und Björn hatte seinen Spaß mit Jörgs Katzen.
Norbert machte sich gegen 1:00 Uhr vom Acker. Wir blieben irgendwie noch bis 2:30 Uhr hängen.
Ein langer aber wirklich toller Tag ging zu Ende. Ich denke, Björn hatte seine Freude daran. Und Danke an Jörg und Norbert, dass sie geholfen haben, den Tag zu dem zu machen, was er war. Ihr seid toll.
Auch wenn die Überschrift was andere vermuten lässt, heute gibt es nicht so viel zu berichten.
Wir ließen den Tag wieder ruhig angehen, ich machte noch ein paar Erledigungen im Ort.
Da es heute etwas wärmer war, als in den vergangenen Tagen, entschieden wir uns dann gegen 15 Uhr noch spontan nach La Caleta zu fahren. La Caleta liegt neben dem Flughafen und ist eine der Badestellen auf der Insel. Lt. Norbert soll man hier gut schnorcheln können, also nahm ich die Schnorchelmaske mal mit.
La Caleta hat mehrere Meerwasserpools, außerdem kann man im offenen Meer baden gehen.
Aber schon vom Auto aus sah ich die Strömung an den Einstiegsstellen ins Meer und ließ die Schnorchelausrüstung gleich im Auto, weil ich schon wusste, dass ich mich nicht trauen würde, ins offene Meer zu gehen.
Wir stiegen die Stufen hinab zu den Pools. La Caleta ist aus meiner Sicht eine der schönsten Badeanlagen auf der Insel. Aber wie überall hier gibt es keine schönen Liegegelegenheiten.
Wir suchten uns dann ein Schattenplätzchen und man mag es nicht glauben, saß dort wieder die Familie vom Flughafen, mit der wir schon den netten Freitag Abend verbracht hatten. Irgendwie läuft man sich auf der Insel doch immer wieder über den Weg.
Wir platzierten und neben sie, unterhielten uns aber nur kurz, da alle drei beschäftigt waren.
Björn besuchte dann gleich mal den Pool. Ich ruhte noch etwas aus. Etwas später ging ich dann auch mal ins Wasser, dass aber doch ziemlich frisch war, so dass ich es nicht lange aushielt. Später las noch in einem Buch und machte ein kleines Nickerchen, was auf dem steinigen Untergrund aber nicht so bequem war.
Später ging die Familie dann ins Wasser und fragte, ob ich mitkomme, aber ins Meer wollte ich aufgrund des Wellengangs nicht.
Als sie wieder zurückgekommen sind, haben wir uns dann doch nochmal länger unterhalten. Kurz später verabschiedeten sie sich aber und gegen 18 Uhr packten wir auch unsere Sachen zusammen.
Wir fuhren nochmal ins oberhalb gelegene Valverde, weil ich mir die Kapuzenpullis der Bajada mal anschauen wollte. Letztendlich kaufte ich aber doch keinen.
Dann machten wir uns auf die Suche nach Essen und blieben im gleichen Laden hängen, wo wir vor zwei Jahren einen Kaffee getrunken hatten.
Das Essen war aber nicht so besonders. Ich hatte nur Papas Bravas und Björn einen Burger.
Dann wollte ich noch einen Papayasaft und hatte überlesen, dass es sich eher um einen Papaya Milchshake handelt.
Anschließend fuhren wir zurück nach La Frontera und tranken noch einen Kaffee im Winnit, der heute irgendwie anders aussah, als die letzen Male.
Als wir dort saßen, hörten wir in der Ferne Musik spielen. Die typische Musik, wie sie normal bei den verschiedenen Passionen gespielt wird. Letztes Jahr hatten wir einer solchen Veranstaltung ja beiwohnen dürfen.
Natürlich gingen wir nachschauen, wo die Musik herkommt und wurden schnell fündig. Wahrscheinlich waren das Proben für die große Bajada, die ja im Juli stattfinden wird.
Das war nochmal ein netter Tagesabschluss. Als die Musik beendet war, fuhren wir dann auch zurück zur Unterkunft.
Heute Morgen ließen wir es gemütlich angehen. Gegen 13 Uhr machten wir uns aber doch noch auf den Weg zur Punta de la Dehesa, wo wir die Wanderung von vor zwei Jahren wiederholen wollten, da uns diese gut gefallen hatte. Außerdem dauert sie im Reiseführer nur 1:15 h. Wir passierten Pozo de la Salud und kurz darauf war dann die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt. Und das von Mo-Fr ganztägig. Das war’s dann wohl mit unserer Wanderung. Der einzige Weg, der momentan dorthin führt, bedeutet dann fast eine komplette Inselumrundung.
Dann war guter Rat teuer. Eine Wanderung, die wir noch geplant hatten, war die zur Fuente Mencafete, diese sollte aber lt. Wanderführer 3 h dauern. Aber das sind ja die reinen Gehzeiten und wir benötigen mit Pausen, Fotostops etc. meistens eher die doppelte Zeit. Und es war ja schon 13:15 Uhr. Wir wagten es trotzdem.
Wir fuhren wieder an der Kirche vorbei die Serpentinenstraße nach oben, bis in einer 180 Grad Kurve das Hinweisschild zur Fuente Mencafete zu sehen ist. Nach der Kurve befindet sich ein Parkplatz. Gegen 13:45 Uhr machten wir uns dann auf die Socken.
Der Weg verlief über eine bequeme Forststraße, aber schon bald sahen wir auch hier eine Absperrung und dachten schon, dass diese Wanderung dann genauso im Sande verläuft.
Als wir näher kamen, laßen wir dann, dass das Tor wieder geschlossen werden sollte, wegen freilaufender Tiere. Aber es gab gar kein Tor. Da war guter Rat teuer. Wir bemerkten dann aber, dass einer der Stahlpfosten herausgehoben werden konnte. Das taten wir und krabbelten dann irgendwie unter dem Zaun durch. Die erste Hürde war geschafft.
Die nächste sollte dann aber schon kurz darauf auf uns warten. Uns kam eine Schafherde entgegen und versperrte den kompletten Weg. Deshalb auch der Zaun. Da war schon wieder guter Rat teuer.
Wie sollten wir da nur durchkommen. Als wir aber ein Stückchen auf sie zugingen, wichen sie von uns und dann lief die komplette Herde einfach an uns vorbei. Teilweise in rasendem Tempo.
Somit war dann die zweite Hürde auch gemeistert. Der Weg anschießend war eher unspektakulär. Er führte einfach auf dem breiten Forstweg am Hang entlang. Die Sicht aufs Golfo-Tal war durch Bäume versperrt.
Nach ungefähr 40 Minuten erreichten wir dann einen kleinen Picknickplatz, wo wir eine Pause einlegten.
Hier hatte man dann einen schönen Blick auf das westliche Golftal. In der Ferne die Dehesa, wo wir eigentlich wandern gehen wollten.
Einige Zeit später versperrte uns schon wieder ein Zaun den Weg. Dieses Mal gab es aber keine Möglichkeit einen Pfosten zu entfernen. Letztlich entschieden wir uns, einfach drüberzuklettern.
Kurz später wurde der Weg dann etwas schöner, was daran lag, dass am Wegesrand wieder viel mehr blühte, als auf dem bisherigen Weg. Und überall waren Schmetterlinge zu sehen.
Schließlich kamen wir zu einer Weggabelung, die lt. Wanderführer nach 50 Minuten erreicht sein sollte. Rot hatten mit Schafe vertreiben und Pause rund 1,5 h benötigt.
Ab hier stieg der Weg jetzt etwas steiler bergab, verlief aber immer noch auf breiten Wegen.
Scjließlich endete der breite Weg und der Schlussanstieg erfolgte auf einem schmalen, steilen und etwas rutschigen Pfad durch den Lorbeerwald.
Schließlich erreichten wir die Fuente nach ca. 2:15 h. Hier wird das Tropfwasser der Pflanzen aufgefangen. Es handelte sich in vergangenen Zeiten um eine bedeutende Wasserstelle der Insel.
Die Zisternen waren voll.
Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg.
Am Picknickplatz legten wir nochmal eine Pause ein.
Dann ging es weiter. Jetzt war der Blick aufs östliche Golfotal auch einigermaßen frei und nicht mehr wolkenverhangen.
Da uns irgendwann ein Auto entgegen kam, hatten wir schon die Hoffnung, dass die Schafe vielleicht abgeholt worden waren. Aber Pustekuchen, sie versperrten uns den kompletten Weg zum Zaun. Und wie sollten wir durch den Zaun kommen, ohne dass eine ausbüchst? Fragen über Fragen.
Aber wie beim ersten Mal wichen sie auf die Seite, als wir kamen und man merkte, dass sie regelrecht Angst vor uns hatten.
Und dann waren wir ein paar Minuten später zurück am Auto. Und dann stellte ich mit Schrecken fest, dass ich bei der Schafaktion so richtig schön in die Scheiße gelatscht bin. Herzlichen Glückwunsch. Den ganzen Weg hatten wir tunlichst darauf geachtet, dass das nicht passiert und im letzen Moment hat es mich dann doch erwischt.
Somit war eine Einkehr im Restaurant eher nicht möglich. Im Sipermarkt kaufte Björn ein paar Zahnbürsten zum Saubermachen, da andere Bürsten nicht zu bekommen waren. In der Unterkunft wechselten wir dann kurz die Schuhe und fuhren dann ins Restaurant Lays in Las Puntas, wo wir vor zwei Jahren schon mal gegessen hatten.
Als wir dort auf der Terrasse saßen, kam Jörg von dee Freitagabend Aktion auch ins Restaurant und wir unterhielten uns nochmal kurz.
Björn hatte Hähnchenbrust bestellt, die ihm sehr gut geschmeckt hat. Ich hatte Lachs mit Avocado und Tomate bestellt, erhielt aber nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Eigentlich hatte ich an ein Lachsfilet gedacht, bekommen habe ich aber kalten Lachs in Scheiben. Egal, hat trotzdem geschmeckt.
Heute bestellte ich mal einen Nachtisch. Ein Mousse aus Passionsfrucht. Björn nahm noch einen Cafe con Leche.
Gegen 21 Uhr waren wir dann wieder zurück in der Unterkunft.
Die Wanderung heute war eher unspektakulär und konnte mit den bisherigen Wanderungen nicht mithalten. Die Fuente war aber schon ein schöner Ort mit einer tollen Atmosphäre.
Heute am Sonntag stand natürlich wieder der Markt in La Frontera auf dem Programm.
Gegen 11 Uhr kamen wir dort an, kauften bei Jörg wieder sein leckeres, selbstgebackenes Brot. Dieses Mal ein Olivenbrot und ein Körnerbrot. Das Dinkelbrot ohne Körner gab es heute leider nicht. Und zwei Zimtschecken kauften wir natürlich auch wieder.
Diese Woche wollen wir dann auch gemeinsam eine E-bike Tour unternehmen. Ralf begrüßte uns auch. Wir fragten nach einer weiteren Wanderung mit ihm diese Woche, aber bisher gab es außer von uns keine Nachfrage. Falls sich noch jemand meldet, gibt er uns Bescheid. Die Wanderungen finden erst ab vier Personen statt.
Abschließend tranken wir noch gemütlich einen Kaffee im Winnit, besuchten den Supermarkt und entschieden uns dann noch eine kleine Wanderung zu machen. Den Sendero Hoya del Pino (Wanderung Nr. 34 im Rother Wanderführer), eine kleine Rundwanderung durch den Nebelurwald. Diese war im Wanderführer mit 50 Minuten angegeben und startete am Hoya del Pino, einem beliebten Picknickplatz am Fuße des Malpaso, an dem wir bisher auch noch nicht waren. Durch die Serpentinen fuhren wir dorthin und starteten ungefähr gegen 15 Uhr.
Der Weg führte durch den Picknickplatz. Ein schöner Platz zum Verweilen.
Schon bald ging er in einen schönen Camino über.
Dieser stieg dann auf Trampelpfaden in Serpentinen immer weiter an und führte durch den Nebelurwald. Landschaftlich ähnelte es hier La Llania, aber so weit waren wir ja auch nicht davon entfernt.
Hier ein paar Impressionen der Landschaft und der Pflanzen am Wegesrand.
Oben angekommen legten wir eine kurze Pause ein.
Dann ging es auf steilen, teilweise gerölligen Wegen wieder nach unten Richtung Picknickplatz.
Am Picknickplatz machten wir dann nochmal kurz Pause und aßen ein bisschen Obst und Pistazien.
Anschließend fuhren wir zur La Maceta und wollten noch ein bisschen baden gehen. Die Badeklamotten hatten wir im Gepäck. Der Wellengang nötigte uns dann aber doch zu viel Respekt ab.
Somit kehrten wir dann doch nur in das dortige Restaurant ein.
Björn nahm einen Salat und ich nahm wieder gebratenes Gemüse, begleitet von Kartoffeln und Falafel.
Auf dem Rückweg holten wir uns in La Frontera noch ein Stieleis und waren dann gegen 19 Uhr zurück in der Unterkunft.
Heute hatten wir uns mal wieder für Wandern entschieden. Björn wollte gerne nochmal zum Arbol Garoe, der auch das Wappen der Insel El Hierro schmückt. also entschieden wir uns für Wanderung 10 aus dem Rother Wanderführer.
Start war in San Andres, was eine ca. 30minütige Autofahrt bedeutete. Gegen 12:30 Uhr kamen wir an und parkten das Auto an der kleinen Kirche. Wie fast immer war es hier oben bewölkt und sehr windig als wir losliefen.
Kurz ging es die Straße entlang, dann bog der Weg rechts ins Gelände ab. Schnell fröstelte es mich ein bisschen und ich dachte schon, dass ich mit meinem Tshirt und meinem Jäckchen die falsche Wahl getroffen hatte. Dann probierte ich aber erstmals meine neue superleichte und superdünne Odlo-Regenjacke aus, in der Hoffnung, dass sie auch winddicht ist. Und das war sie und hat sofort warm gehalten. Dem Test hat sie also schon mal bestanden. Obwohl sie eigentlich ein Hauch aus Nichts ist.
Der Weg verlief erst mal über sie Ruta del Aqua.
Wir passierten ein Lavafeld.
Schöne Pflanzen wuchsen am Wegesrand.
Schließlich erreichten zwischen Steinmauern den alten das schon lange verlassene, wildromantische Dorf La Albarrada, wo nur noch alte, inzwischen überwucherte Häuserruinen zu finden sind.
So grün wie dieses Jahr war es bei keinem der anderen beiden Urlauben hier auf der Insel.
Am linken Wegesrand passierten wir die Tropfwasserbecken Los Dornajos.
Schließlich erreichten wir auf einer abwärtsführenden Asphaltstraße nach ca. 1:30 h den sagenumwobenen Baum Arbol Garoe, den wir ja letztes Jahr schon mit dem Auto besucht hatten und dort auch eine Wanderung unternommen hatten. Der Eintritt kostet weiterhin 2,50 Euro pro Person.
Mehrere Wasserlöcher säumten den Weg zum Baum. In diesen wird das kostbare Wasser des heiligen Stinklorbeers gesammelt.
Diesen erreichten wir dann schon nach kurzer Zeit. Eigentlich unspektakulär steht er in einer Ecke. Früher war er aber ein wichtiger Wasserspender.
Weiter ging unsere Tour. Der Nebel waberte hier über den Feldern.
Danach verliefen wir uns mal kurz, da wir den scharf links abbiegenden Fahrweg verpassten, da dieser fast nicht mehr als solcher zu erkennen war. Somit mussten wir wieder ein gutes Stück zurücklaufen.
Schließlich fanden wir doch den Weg und überschritten hier den Pedraje-Kamn. Der Weg war gesäumt von vielen Agaven.
Diese ragten teilweise in den Weg, auf dem ebenso viele Disteln wuchsen. Eine stachelige Angelegenheit.
Und alles blühte schön.
Scließlicb passierten wir einen Eukalyptuswald und erreichten dann einen Fahrweg.
Kurz später erreichten wir die Straße HI10, die wir ein Stück entlang laufen mussten. Diese führte uns durch Las Montanetas. Hier gab es noch typische altkanarische Häuschen zu bewundern und auf kleinen Feldern wird noch Gemüse angebaut.
Aber schon bald bogen wir wieder links auf ein ansteigendes Sträßchen ab.
Nach dem nächsten Abzweig nach links begegneten uns noch zwei Pferde, wo das eine sich erst mal für ein Foto parat stellte, dann aber direkt auf uns zugelaufen kam.
Wir liefen dann den Weg weiter entlang, bis dieser irgendwann endete. Wir suchten den weiteren Weg, stellten dann aber fest, dass wir wohl einen Weg zu früh abgebogen waren. Also schon wieder verlaufen. Somit mussten wir wieder ein ganzes Stück zurücklaufen bis wir wieder auf den Hauptweg trafen, diesem weiter folgten und dann auch auf den richtigen Fahrweg trafen, wo wir links abbiegen mussten.
Hier ging es dann etwas steiler die Asphaltstraße bergauf. Und ausgerechnet jetzt, als der Weg fast nur noch bergauf ging, kam die Sonne wieder komplett hervor und es wurde wieder ziemlich warm. Und blöderweise hatte ich meine Mütze in der Unterkunft vergessen. Kurzzeitig benutzte ich die Kapuze der Regenjacke als Behelf, aber auch das war ziemlich warm. Bis mir dann einfiel, dass ich ja aus meinem Buff eine Kopfbedeckung basteln konnte. Das sah zwar blöd aus, erfüllte aber seinen Zweck.
Von der Asphaltsotraße sollten wir links aufreiben alten Camino mit gelb-weißer Markierung abbiegen. Dieser war aber schon wieder schwierig zu finden. Mehrere Wege borgten links ab, aber keiner hatte eine weiß-gelbe Markierung. Manchmal sind Wanderführer doch nicht so gut beschrieben.
Schließlich biegte links ein alter Camino mit Beschilderung nach San Andres ab, dieser war aber auch nicht nummeriert und eine weiß-gelbe Markierung fanden wir auch nicht, trotzdem folgten wir diesem, da es lt. Karte richtig aussah.
Hier waren wir völlig der Sonne ausgesetzt und der Weg war ziemlich zugesichert. Er wird wohl nicht so häufig begangen.
Unterwegs fanden wir dann doch noch einige weiß-gelbe Markierungen, die aber nicht durchgängig vorhanden waren. Also schienen wir wohl auf dem richtigen Weg zu sein.
Nach ca. 40 Minuten kreuzte der Camino de la Virgen und kurz darauf erreichten wir wieder San Andres.
Hier kehrten wir dann noch ein. Björn bestellte ein Entrecôte und ich einfach nur gebratenes Gemüse. Das war lecker, aber mit 15 Euro recht teuer.
Der perfekte Tagesabschluss kam aber erst noch.
Auf dem Rückweg versuchten wir unser Glück nochmal bei dem kleinen Laden mit Kunsthandwerk, der am Mittwoch beim letzten Versuch noch geschlossen war. Da kein Abierto-Schild zu sehen war, wollten wir schon weiterfahren. Aber dann sahen wir Leute vor dem Haus sitzen und hielten doch an. Schnell bemerkten wir, dass Deutsch gesprochen wurde, beachteten die Leute aber gar nicht richtig und betraten den Verkaufsraum, der für uns aufgeschlossen wurde. Fündig wurden wir aber nicht. Björn hatte zwar Interesse an dem Regenmacher, aber als er erfuhr, dass dies nur ein China-Import ist, erlosch das Interesse.
Als wir wieder fahren wollten und aus dem Laden kamen, sprach mich die Frau an und dann erkannte ich erst die Familie, mit der ich mich schon am Flughafen bei der Ankunft auf El Hierro unterhalten hatte und freute mich, sie wiederzutreffen.
Der Besitzer, auch ein Deutscher, fragte dann, ob wir auch ein Glas Rotwein wollen und wir nahmen dankend an und gesellten uns zu der geselligen Runde. Es gab viele Gesprächsthemen, zumal der Sohn und Björn sich beide gerne mit Lego beschäftigen und die Männer alle Starwars-interessiert waren. Die Familie ist jedes Jahr auf der Insel, da seine Eltern hier leben.
Irgendwie war es, als wenn wir sie schon ewig kennen würden. Der Wein wurde immer wieder nachgeschenkt und es gab Chips und getrocknete Bananen. Ebenso leckeren Tee aus Stevia, Zitrinenverbene und Weißdorn. Ich wusste bis dato gar nicht, dass Stevia eine Pflanze ist.
Irgendwie sind wir da dann voll hängengeblieben und hatten einen wundervollen Abend mit netten Gesprächen, von 18:30 bis 22:30 Uhr.
Die Insulaner sind wirklich alle sehr gastfreundlich.
Heute war nochmal ein etwas geruhsamer Tag. Björn musste um 14 Uhr ein wichtiges Telefonat führen, deshalb hatten wir nicht viel geplant. Ich versuchte, einen Massagetermin zu bekommen, da meine Waden immer noch ziemlich schmerzten. Das gestaltete sich aber erst mal schwierig. Wir fuhren ins Kurhotel in Pozo de la Salud, dort hätte ich aber nur am Sonntag um 12:30 einen Termin bekommen können. Die Uhrzeit war mir aber nicht genehm. So fuhren wir zurück nach La Fromtera, wo wir wieder das kleine Cafe La Casa Abajo besuchten. Es gab Café con Leche und Zitronenkuchen.
Ich hatte in der Zwischenzeit noch die Masseure vom El Sitio angeschrieben, ob dort heute noch Termine verfügbar wären. Bei Luis hatte ich dann Glück und konnte einen Termin um 18:30 Uhr bekommen.
Dann stand auch schon Björns Telefonat kurz bevor und wir fuhren zurück zur Unterkunft.
Im Anschluss fuhren wir zum Restaurant Asador Padron, das nur 1 km entfernt ist, um frühzeitig unser Abendessen einzunehmen. Wir bestellten Papas und zerrupftes Hühnchen, worunter ich mir Pulled Chicken vorgestellt habe, es kam aber ein ganzes Huhn, das nur in Teile zerlegt war. Das mit den Knochen ist ja nicht so mein Ding, so dass ich mich eher an die Papas gehalten habe, von denen wir nochmal eine Portion nachbestellten.
Anschließend fuhr ich zu meiner Massage im El Sitio. Dort erwartete mich Luis. Unsere Kommunikation war noch in Englisch erfolgt. Vor Ort stellte ich dann fest, dass er kein Wort Englisch redet und wohl der Übersetzer im Spiel war. Und sein Spanisch verstand ich so überhaupt nicht. Aber mit Händen und Füßen hat die Kommunikation dann auch irgendwie funktioniert. Luis ist Physiotherapeut und von einer Entspannungsmassage konnte eher nicht die Rede sein. Unter die Schultern legte er ein Gerät, das dort massiert hat, während er die Waden durchknetete. Nacken, Schultern und Kopf wurden aber auch nochmal von ihm bearbeitet. 1 h dauerte die Behandlung und kostete 50 Euro.
Nach der Massage habe ich dann eine Zusage von Sabine und Martin erhalten, dass sie unsere Einladung heute Abend gerne annehmen und um 20 Uhr auf nen Drink nach unten kommen würden, nachdem sie den Tag in La Restinga verbracht haben.
Also hüpfte ich schnell nochmal unter die Dusche, nach Empfehlung von Luis mit kaltem Wasser, brrr.
Um 20 Uhr kamen die beiden dann und hatten eine Flasche Sekt im Gepäck. wir machten es uns auf der Terrasse gemütlich.
Dort saßen wir dann bis 23 Uhr und hatten einen unterhaltsamen, geselligen und netten Abend.