06.06.-22.05.2025 El Hierro die Dritte – 16. Tag: Wanderung in La Llania

Am Morgen fuhr Björn noch kurz bei Jörg vorbei, den restlichen Geburtstagskuchen abholen. Für den heutigen Tag hatten wir uns zum Abschluss nochmal für eine Wanderung entschieden. Wir wollten nochmal in den Zauberwald / Märchenwald von La Llania, den wir auch schon in den letzten beiden Jahren besucht haben. Gegen Mittag zogen wir los.

Wieder ging es die Serpentinenstraße nach oben und nach ca. 30 Minuten erreichten wir den Parkplatz. Hier oben waberte wieder der Nebel, aber das ist hier ja fast Normalzustand. Aber deshalb ist hier oben ja auch alles so grün.

Hier durch den Wald gibt drei verschiedene Routen. Im den letzten beiden Jahren waren wir jeweils die rote, mittellange Strecke gelaufen. Dieses Mal wollten wir mal die blaue, also die längste Route ausprobieren.

Anfangs verlaufen alle drei Routen auf dem gleichen Weg, so dass uns die Wege schon bekannt waren.

Die Atmosphäre vor Ort kommt auf den Fotos leider gar nicht so richtig rüber.

Wir trafen wieder auf einen interessanten Baum mit einem Loch im Stamm.

Die Wege hier sind eher ein Spaziergang und sollten eigentlich für fast jeden gut machbar sein, auch wenn es ein paar Mal schon etwas bergauf geht.

Trotzdem war es immer wieder sehr wolkig und windig.

Hier machten wir mal eine Pause.

Leider wurde es Björn hier etwas schwindlig und mir war dabei nicht mehr ganz wohl, weil hier auch kein Handyempfang war. Nach einiger Zeit konnten wir aber weitergehen, Wir entschieden uns aber dann, doch nicht weiterhin den langen blauen Weg zu laufen, sondern nun dem grünen kurzen Weg zu folgen.

Schließlich kamen wir wieder an der Fuente vorbei, wo wir letztes Jahr mit Ralf Pause gemacht haben. Hier legten wir auch nochmal eine kurze Pause ein.

Hier verzweigten sich nun auch die drei Wege und wir folgten nun der grünen Markierung.

Nach einiger Zeit kamen wir dann wieder zum Vulkankrater Hoya de Fileba, wo wir steil bergauf laufen mussten. Hier waberte der Nebel. Somit war mein Plan, nochmal an der Abbruchkante zum Golfo-Tal entlangzulaufen sowieso hinfällig war, so ohne Sicht.

Wir liefen den Vulkan wieder runter und kamen wieder am Hexentanzplatz vorbei.

Kurz später ging es wieder etwas steiler nach oben.

Am Aussichtspunkt mit Blick ins Golfo-Tal war wie vor zwei Jahren nichts zu sehen.

Kurz später riss es dann aber doch nochmal kurz auf und wir konnten hatten dann doch teilweise noch Sicht ins Tal.

Kurz später waren wir dann wieder zurück am Auto.

Wir fuhren im Anschluss nochmal in den Ort einen Kaffee im Winnit trinken.

Nachdem wir nochmal in der Unterkunft waren und Björn noch eine Runde geschlafen hat, fuhren wir nochmal nach Las Puntas. Dort sollte an diesem Wochenende ein Fest stattfinden und wir wollten nochmal im Lays essen gehen.

Wir gingen erst mal im Lays essen. Heute probierte ich mal den frischen Fisch.

Leider hat er ziemlich nichtssagend geschmeckt. Und der Rotwein wurde auch wieder kalt serviert. Das schmeckt einfach nicht.

Björn war mit seinem Hähnchen aber happy.

Anschließend liefen wir nochmal beim Fest vorbei, das sah aber nicht allzu spannend aus und viel los war auch nicht. Vielleicht hat sich das am späteren Abend noch geändert, aber das wissen wir nicht.

Eine Art Boccia-Turnier fand hier auch noch statt.

Somit war der letzte Tag dann auch schon wieder vorüber.

24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 8. Tag: Wanderung im Zauberwald von La Llanía mit Ralf

Am Sonntag auf den Markt hatten wir ja mit Ralf und einem weiteren Pärchen eine Wanderung in La Llania vereinbart. Diesen Weg waren wir letztes Jahr bei Nebel und Nieselregen schon auf eigene Faust gelaufen. Aber mit Ralf‘s riesigem Botanikwissen sollte es bestimmt viel zu erfahren geben.

Gegen 7:45 Uhr standen wir auf, duschten und frühstückten. Grade als wir gegen 9:45 Uhr losfahren wollten, fuhr Jörg wieder mit dem Fahrrad vor und wir hielten wieder ein kurzes Schwätzchen. Dabei bot er Björn an, morgen an einer Höhlenexpedition teilzunehmen.

Wir kamen dann erst gegen 10:00 Uhr los und ausgerechnet heute fuhr ein Spanier vor uns mal ordnungsgemäß. Ansonsten rasen diese eigentlich immer die Serpentinen nach oben. Somit kamen wir nur schleppend voran und kamen dann quasi mit Punktlandung um 10:30 Uhr in La Llania an. Ralf und das andere Pärchen waren logischerweise schon da. Ralf erzählte ein paar einführende Worte, vor allem über die hier wachsende Baumerika.

Dann ging die Wanderung los und wir kamen zum Aussichtspunkt La Llania, den wir ja letzte Woche schon besucht hatten. Im Gegensatz zur letzten Woche war heute aufgrund der Wolken aber nicht so viel vom Golfotal tief unter uns zu sehen.

Weiter ging es und Ralf erzählte uns etwas über die Flechten, die hier überall an den Bäumen zu finden waren.

Wir rochen am Zitronenthymian…

….und liefen dann durch ein Stück Wald, bis wir zum Hexentanzplatz kamen.

Hier erzählte Ralf viel darüber, dass die früheren Inselbewohner in Massen nach Venezuela ausgewandert sind. Viele haben ihre Frauen zurückgelassen und sich teilweise dann nie wieder um diese gekümmert. Diese durften damals eine Witwenrente beantragen, auch wenn sie eigentlich gar keine Witwe waren. Aufgrund der Religion war es ihnen aber auch nicht möglich, sich wieder einen neuen Mann zu suchen, da sie offiziell ja noch verheiratet waren. Diese Frauen haben sich dann oft an diesem Platz getroffen und haben über Schüsseln mit Wasser, die den Atlantik symbolisieren sollten, versucht, Kontakt mit ihren Verwandten in Südamerika aufzunehmen. Von den Bauern wurde dies als eine Art Geisterbeschwörung angesehen und die Frauen wurden somit der Hexerei bezichtigt und wurden teilweise ausgestoßen. So entstand der Name des Hexentanzplatzes.

Einige Auswanderer kamen aber auch wieder zurück und bauten dann mit ihrem gesparten Geld neue Häuser auf El Hierro oder andere sendeten wenigstens Geld an ihre zurückgelassenen Frauen.

Kurz später kamen wir dann an den Krater der Hoya de Fireba, den wir letztes Jahr bei der Wanderung ja schon besichtigt hatten.

Hier erzählte und Ralf den Unterschied zwischen basischer und säurehaltiger Lava. Vom Aussichtspunkt hier konnte man in der Ferne Teneriffa mit dem Teide sehen.

Wir liefen weiter und kamen zu einer alten Zisterne, in der früher Wasser gesammelt wurde oder in der Trockenzeit wurde diese sogar mit einem Tankschiff mit Wasser beliefert.

Hier machten wir eine Rast und Ralf hatte uns eine Quesadilla mitgebracht, wovon jeder zwei Stücke essen durfte. Wir liefen weiter und rochen an der kanarischen Zitronenmelisse.

Weiter ging es durch den Zauberwald und überall hatte Ralf was zu erzählen, mal über die Baumrinde, mal über die kanarischen Kiefern etc.

Wir machten eine weitere Rast, bei der wir unsere Äpfel aßen.

Und dann liefen wir das letzte kurze Stück zum Auto zurück.

Dort kamen wir dann gegen 15 Uhr an. Eine schöne Tour, auch wenn ich sie letztes Jahr mit dem Nebel noch etwas mystischer fand. Ralf bekam pro Person 25 Euro für die Tour.

Auf der Tour hatte ich erzählt, dass ich gestern ein E-Bike ausprobiert habe und wir überlegen, noch eine Tour mit Jörg zu machen, falls das zeitlich noch möglich sein sollte. Als wir grade losfahren wollten, kam unsere Mitwanderin nochmal zum Auto und meinte, dass sie auch Interesse an einer solchen Tour hätten und ich doch mal Bescheid sagen solle, falls noch eine stattfindet. Also tauschten wir die Nummern.

Zurück in La Frontera setzten wir uns noch in ein Restaurant und tranken je zwei Café con Leche. Hier setzte ich eine WhatsApp an Jörg ab, dass Björn an der Höhlentour teilnehmen will und fragte eine E-Bike-Tour an. Die Höhlentour ist nun für morgen klar gemacht. Ich muss mir dann mal überlegen, was ich in dieser Zeit mache. Eine Fahrradtour wurde uns für Samstag angeboten. Ich leitete das Angebot an die anderen beiden weiter und fragte, ob sie Interesse haben.

Gegen 18:45 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Restaurant Joapira. Björn wollte, dass ich mal das Auto fahre. Wir machten einen Abstecher zu den Müllcontainern, vor allen, weil wir in der Küche eine Ameisenstraße vorgefunden hatten und die Tüte voll davon war. Von dort nahmen wir eine Straße, wo wir dachten, dass sie uns zum Restaurant führt. Das tat sie auch, aber sie führte eng und steil durch die Häuser hindurch. Ich fühlte mich äußerst unwohl beim Fahren. Schließlich kamen wir beim Restaurant an und es war geschlossen, obwohl TripAdvisor und auch der Ausgang sagten, dass eigentlich geöffnet sein sollte. Hm. Also fuhren wir zurück nach Tigaday und gingen dann ins Restaurant Cruz Alto und probierten die Arepas, die Ralf bei der Wanderung erwähnt hatte. Arepas sind gefüllte Maisfladen. Björn hatte zerrupftes Hühnchen und ich Schinken und Käse.

Satt waren wir davon noch nicht und bestellten zusammen noch eine Portion Papas locas und waren uns sicher nun die Salzkartoffeln zu bekommen. Geliefert wurde aber eine riesige Portion Pommes Frittes. Wieder was gelernt.

Gegen 21:30 Uhr waren wir dann zurück in der Unterkunft.

21.05.-04.06.2023: El Hierro – 5. Tag: Weiterfahrt nach Frontera mit Zwischenstopp in La Llania

Heute war schon wieder Abschied nehmen angesagt. Grade hatten wir uns eingewöhnt, müssen wir schon wieder weiter. Aber das Hotel hatte beim Buchen keine längere Verfügbarkeit. Zuerst wollten wir wieder auf unserer eigenen Terrasse frühstücken, aber dort war keine Sonne, auf der Frühstücksterrasse schon. Und irgendwie hatte ich auch nicht richtig Lust auf Nutellabrot. Somit entschieden wir uns doch, das Frühstück vom Hotel in Anspruch zu nehmen. Dirt trafen wir auch wieder auf Carola. Dieses Mal entschied ich mich für das süße Frühstück, dass aber trotzdem Schinken und Käse beinhaltet. Als Obst gab es heute Ananas aus Frontera. Ebenso bekamen wir noch einen kleinen Kuchen, der aber nicht so unseren Geschmack traf.

Da wir heute ja keinen Zeitdruck hatten ließen wir uns mit dem Frühstück Zeit und genossen die Sonne auf der Terrasse. Die Koffer waren so gut wie gepackt. Wir unterhielten uns noch mit Carola. Und dann hieß es Tschüss zu sagen zu Carola, La Restinga und dem Hotel Sur.

Nachdem ich das Frühstück bezahlt hatte, machten wir uns dann gegen 12 Uhr auf ins Golfo-Tal. Es gab zwei Wege, wir entschieden uns für den kürzeren, der aber länger dauern sollte. Die Fahrt sollte ca. 57 Minuten dauern.

Im Pinienwald von El Pinar hielten wir nochmal kurz an.

Hier oben im Berg hingen wieder die Wolken und es nieselte etwas. Nachdem wir ca. 30 Minuten gefahren waren, kamen wir an einem Schild „Mirador de La Llania“ vorbei, wo mehrere Autos parkten. Björn wollte dann auch mal anhalten und schauen. Es gab ein Schild zum erwähnten Aussichtspunkt und ebenso starteten hier drei verschieden lange Rundwege. Wandern hatten wir heute eigentlich nicht geplant, aber wir zogen uns andere Schuhe an und die Regenjacke und gingen zum Mirador de La Llania.

Der Wald hier mutete ein bisschen mystisch an oder wie im Märchenwald oder wie die Heimat von Elfen und Trollen, was auf den Fotos leider gar nicht so richtig rüberkommt.

Der Aussichtspunkt war schnell erreicht und überall waberten die Nebelschwarten. Am Aussichtspunkt selbst, sah es dann so aus. Genau so hat für mich damals auch der Vesuv ausgesehen, als ich oben war 😂.

Am Aussichtspunkt führten auch die drei Wanderwege vorbei. Wir entschieden uns, einfach so noch ein bisschen auf den Wegen rumzulaufen, einen kompletten Rundweg wollten wir aber nicht gehen, da diese 2 h (grün), 3 h (rot) oder 4h (blau) dauern sollten.

Der Wald wirkte weiterhin sehr mystisch und wie aus einer anderen Welt.

Die Stämme waren alle mit Flechten bedeckt.

Letztendlich entschieden wir uns dann doch, eine Rundtour zu laufen. Welche es werden sollte, entschieden wir dann aber erst, als die Wege sich trennten.

Über all wuchs Farn….

….und Disteln waren ebenso überall am Wegesrand zu finden.

Letztendlich entschieden wir uns für den roten, den mittellangen Weg, der 5,6 km lang ist und 3 h dauern sollte.

Dann machten wir eine kurze Rast an einer Bank. Uns war noch keine andere Menschenseele begegnet, was auch his zum Ende der Tour so bleiben sollte.

Der Wald strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Wenn überhaupt war nur Vogelgezwitscher zu hören. Das war ein richtiger Kraftort.

Schließlich erreichten wir einen weiteren Aussichtspunkt, zu dem aber noch ein ziemlich steiler Anstieg zu bewältigen war. Oben hatte man dann einen schönen Blick in einen Vulkankrater.

Wieder durch Wald ging es weiter zum Mirador de La Llania.

Wieder am Mirador angekommen lag weiterhin alles im Nebel und so setzten wir unsere Tour dann mit dem Auto fort. 20 Minuten waren es noch bis zu unserer Unterkunft in Frontera.

Unterwegs hatten wir noch einen schönen Blick ins Golfo-Tal, das wie ein Kessel von einer hohen Felswand umgeben ist. Über uns hinten die Wolken und das Golfo-Tal war sonnenbeschienen.

Schließlich erreichten wir unser Hotel Ida Ines.

Da wir den Check-In nicht bis 14 Uhr durchgeführt hatten, wurde uns der Schlüssel im Safe mit Code hinterlegt. Wir ließen das Gepäck erst mal im Auto. Wir stellten dann fest, dass unser Zimmer im zweiten Stock ist und mehrere Treppen hinaufführen. Für den Gepäcktransport etwas unlustig, aber wir stellten dann fest, dass wir das Zimmer mit dem schönsten Blick aufs Meer (Zimmer 8) erhalten hatten, inklusive einer großen Terrasse.

Hier machten wir es uns nochmal gemütlich, bevor wir zum Abendessen aufbrachen. Wir wollten dann gleich das Restaurant von Platz 1 bei TripAdvisor ansteuern, zumal dieses fußläufig nur 7 Minuten entfernt sein sollte.

So gingen wir dann den doch etwas steileren Weg zur Bodeguita de Fa und merkten dann doch unsere Beine von den Wanderungen. Der Weg führte uns an der kleinen Kirche vorbei, die wir vorher schon aus dem Auto gesehen hatten.

Das Restaurant sollte um 18:30 Uhr öffnen, inzwischen war es 19 Uhr und es wurden gerade noch die Tische vorm Restaurant aufgebaut. Somit lief ich noch ein kleines Stück die Straße weiter und erhaschte noch einen schönen Blick ins Tal.

Dann gingen wir ins Restaurant und wurden freundlich empfangen. Wir setzen uns aber nach drinnen. Ich war heute mal wieder probierfreudig und probierte ein Gericht aus, das ich bisher noch nie gegessen hatte. Ich bestellte Wachteln in einem Dressing aus Honig, Pfeffer und Mandarinen. Das schmeckte grundsätzlich sehr gut, was ich nicht bedacht hatte war, dass das Gericht mit Knochen geliefert wird. Das ganze zu zerlegen und ans Fleisch ranzukommen war dann nicht so einfach und an Knochen nagen mag ich ja eigentlich nicht so. Aber wie schon geschrieben, schmeckte das Fleisch trotzdem sehr gut. Björn bestellte Bolognese Lasagne und einen Rotwein, der aber mal wieder kalt serviert wurde. Kalter Rotwein schmeckt mir einfach nicht.

Anschließend entschieden wir uns noch für einen Nachtisch. Ein Waldbeeren-Desert sollte es sein. Ich erwartete irgendwie eine Creme aus Waldbeeren, gekommen ist aber ein riesiges Stück Kuchen. Das hat zwar sehr gut geschmeckt, war für die Uhrzeit aber eigentlich etwas zu mächtig.

Nach dem Essen liefen wir nochmal am El Sitio vorbei, die Unterkunft, die uns auch noch empfohlen wurde. Sie machte auf jeden Fall von außen einen sehr guten Eindruck.

Bei Sonnenuntergang liefen wir dann zurück zu unserer Unterkunft….

…wo wir den Abend auf der Terrasse ausklingen ließen. Hier ist es aber schon lauter als in La Restinga, man hört jedes Auto, jedes Motorrad und jeden Hund, da alle Geräusche durch das Tal hallen.