06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 11. Tag: Wanderung zur Fuente Mencafete

Heute Morgen ließen wir es gemütlich angehen. Gegen 13 Uhr machten wir uns aber doch noch auf den Weg zur Punta de la Dehesa, wo wir die Wanderung von vor zwei Jahren wiederholen wollten, da uns diese gut gefallen hatte. Außerdem dauert sie im Reiseführer nur 1:15 h. Wir passierten Pozo de la Salud und kurz darauf war dann die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt. Und das von Mo-Fr ganztägig. Das war’s dann wohl mit unserer Wanderung. Der einzige Weg, der momentan dorthin führt, bedeutet dann fast eine komplette Inselumrundung.

Dann war guter Rat teuer. Eine Wanderung, die wir noch geplant hatten, war die zur Fuente Mencafete, diese sollte aber lt. Wanderführer 3 h dauern. Aber das sind ja die reinen Gehzeiten und wir benötigen mit Pausen, Fotostops etc. meistens eher die doppelte Zeit. Und es war ja schon 13:15 Uhr. Wir wagten es trotzdem.

Wir fuhren wieder an der Kirche vorbei die Serpentinenstraße nach oben, bis in einer 180 Grad Kurve das Hinweisschild zur Fuente Mencafete zu sehen ist. Nach der Kurve befindet sich ein Parkplatz. Gegen 13:45 Uhr machten wir uns dann auf die Socken.

Der Weg verlief über eine bequeme Forststraße, aber schon bald sahen wir auch hier eine Absperrung und dachten schon, dass diese Wanderung dann genauso im Sande verläuft.

Als wir näher kamen, laßen wir dann, dass das Tor wieder geschlossen werden sollte, wegen freilaufender Tiere. Aber es gab gar kein Tor. Da war guter Rat teuer. Wir bemerkten dann aber, dass einer der Stahlpfosten herausgehoben werden konnte. Das taten wir und krabbelten dann irgendwie unter dem Zaun durch. Die erste Hürde war geschafft.

Die nächste sollte dann aber schon kurz darauf auf uns warten. Uns kam eine Schafherde entgegen und versperrte den kompletten Weg. Deshalb auch der Zaun. Da war schon wieder guter Rat teuer.

Wie sollten wir da nur durchkommen. Als wir aber ein Stückchen auf sie zugingen, wichen sie von uns und dann lief die komplette Herde einfach an uns vorbei. Teilweise in rasendem Tempo.

Somit war dann die zweite Hürde auch gemeistert. Der Weg anschießend war eher unspektakulär. Er führte einfach auf dem breiten Forstweg am Hang entlang. Die Sicht aufs Golfo-Tal war durch Bäume versperrt.

Nach ungefähr 40 Minuten erreichten wir dann einen kleinen Picknickplatz, wo wir eine Pause einlegten.

Hier hatte man dann einen schönen Blick auf das westliche Golftal. In der Ferne die Dehesa, wo wir eigentlich wandern gehen wollten.

Einige Zeit später versperrte uns schon wieder ein Zaun den Weg. Dieses Mal gab es aber keine Möglichkeit einen Pfosten zu entfernen. Letztlich entschieden wir uns, einfach drüberzuklettern.

Kurz später wurde der Weg dann etwas schöner, was daran lag, dass am Wegesrand wieder viel mehr blühte, als auf dem bisherigen Weg. Und überall waren Schmetterlinge zu sehen.

Schließlich kamen wir zu einer Weggabelung, die lt. Wanderführer nach 50 Minuten erreicht sein sollte. Rot hatten mit Schafe vertreiben und Pause rund 1,5 h benötigt.

Ab hier stieg der Weg jetzt etwas steiler bergab, verlief aber immer noch auf breiten Wegen.

Scjließlich endete der breite Weg und der Schlussanstieg erfolgte auf einem schmalen, steilen und etwas rutschigen Pfad durch den Lorbeerwald.

Schließlich erreichten wir die Fuente nach ca. 2:15 h. Hier wird das Tropfwasser der Pflanzen aufgefangen. Es handelte sich in vergangenen Zeiten um eine bedeutende Wasserstelle der Insel.

Die Zisternen waren voll.

Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Am Picknickplatz legten wir nochmal eine Pause ein.

Dann ging es weiter. Jetzt war der Blick aufs östliche Golfotal auch einigermaßen frei und nicht mehr wolkenverhangen.

Da uns irgendwann ein Auto entgegen kam, hatten wir schon die Hoffnung, dass die Schafe vielleicht abgeholt worden waren. Aber Pustekuchen, sie versperrten uns den kompletten Weg zum Zaun. Und wie sollten wir durch den Zaun kommen, ohne dass eine ausbüchst? Fragen über Fragen.

Aber wie beim ersten Mal wichen sie auf die Seite, als wir kamen und man merkte, dass sie regelrecht Angst vor uns hatten.

Und dann waren wir ein paar Minuten später zurück am Auto. Und dann stellte ich mit Schrecken fest, dass ich bei der Schafaktion so richtig schön in die Scheiße gelatscht bin. Herzlichen Glückwunsch. Den ganzen Weg hatten wir tunlichst darauf geachtet, dass das nicht passiert und im letzen Moment hat es mich dann doch erwischt.

Somit war eine Einkehr im Restaurant eher nicht möglich. Im Sipermarkt kaufte Björn ein paar Zahnbürsten zum Saubermachen, da andere Bürsten nicht zu bekommen waren. In der Unterkunft wechselten wir dann kurz die Schuhe und fuhren dann ins Restaurant Lays in Las Puntas, wo wir vor zwei Jahren schon mal gegessen hatten.

Als wir dort auf der Terrasse saßen, kam Jörg von dee Freitagabend Aktion auch ins Restaurant und wir unterhielten uns nochmal kurz.

Björn hatte Hähnchenbrust bestellt, die ihm sehr gut geschmeckt hat. Ich hatte Lachs mit Avocado und Tomate bestellt, erhielt aber nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Eigentlich hatte ich an ein Lachsfilet gedacht, bekommen habe ich aber kalten Lachs in Scheiben. Egal, hat trotzdem geschmeckt.

Heute bestellte ich mal einen Nachtisch. Ein Mousse aus Passionsfrucht. Björn nahm noch einen Cafe con Leche.

Gegen 21 Uhr waren wir dann wieder zurück in der Unterkunft.

Die Wanderung heute war eher unspektakulär und konnte mit den bisherigen Wanderungen nicht mithalten. Die Fuente war aber schon ein schöner Ort mit einer tollen Atmosphäre.

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