06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 7. Tag: El Pinar

So, der Blog hat heute mehr oder weniger Pause, so wie wir auch. Heute haben wir mal ausgeschlafen. Da wir von den beiden Wanderungen der letzten beiden Tage doch etwas kaputt waren und schwere Beine hatten, haben wir nicht allzu viel unternommen. Um 16 Uhr haben wir uns nochmal ins Auto gesetzt und sind nach El Pinar gefahren. Dort haben wir mit Bedauern festgestellt, dass die Bar Chachi inzwischen leider geschlossen hat und zum Verkauf steht.

Wir haben dann nur kurz die Apotheke besucht und im Restaurant neben der ehemaligen Chachi Bar einen Kaffee bzw. Kakao getrunken.

Anschließend liefen wir dann einen Kilometer zu einem Restaurant, das wir bei TripAdvisor ausgesucht hatten. Aber auch dieses gab es nicht mehr, bzw. hatte nun einen anderen Namen und andere Öffnungszeiten und war geschlossen. Also liefen wir den Kilometer wieder zurück und fuhren dann auch wieder zurück nach La Frontera, wo wir dann im Restaurante La Bodeguita de Fa einkehrten.

Björn nahm die Lasagne, die ihm letztes Jahr gut geschmeckt hatte und ich nahm den Lachs mit Salat.

Der Rotwein wurde leider wieder kalt serviert, das schmeckt einfach furchtbar. Müssen wir das nächste Mal dazu sagen.

Es war ganz lecker und die Bedienung sehr nett.

Auf dem Heimweg war dann auch das kleine Kirchlein wieder beleuchtet.

Ein wenig ereignisreicher Tag ging zu Ende.

06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 6. Tag: Wanderung mit Ralf von Tiñor über den Camino Ancho nach Porto Estaca

Am Sonntag auf dem Markt hatten wir wieder eine Wanderung mit Ralf vereinbart. Diese findet aber immer nur mit mindestens vier Personen statt. Es hatte sich aber noch ein anderes Paar gefunden. Gestern hatten wir dann eine WhatsApp bekommen, dass es heute passen würde, eine Wanderung von Tinor nach Porto Estaca durchzuführen. Wir sagten zu. Die Kosten lagen bei 25 Euro pro Person.

Somit trafen wir uns heute um 10:30 Uhr in Tinor. Die Fahrt dauerte ungefähr 30 Minuten. Das Navi schickte uns aber nicht entlang der Hauptstraße, sondern über kleine Nebenstraßen mitten durch die Walachei. Den Weg kannten wir von unserer letztjährigen E-bike Tour.

In Tinor trafen wir dann auf Ralf und unsere Mitwanderer Martin und Sabine. Beide waren gleich sympathisch und wir kamen schnell ins Gespräch.

Am Startpunkt stand auch gleich ein schöner Drachenbaum.

Wir besichtigten noch kurz eine schöne Unterkunft, die Ralf hier in Tinor vermietet. Ein nettes Häuschen, aber hier oben, wo oft Nebel herrscht, käme das für mich eher nicht in Frage.

Dann ging die Wanderung los. Geplant war, zum Hafen von Estaca zu laufen. 700 hm nach unten. Hier oben windete es ganz schön, was an dieser Ecke der Insel aber ziemlich normal ist. Ich zog dann gleich meinen Pulli über.

Der Weg führte stetig bergab, teilweise sehr steinig und geröllig.

Wir Kamm wieder an dem Wasserrückhaltebecken vorbei, wo wir letztes Jahr bei der Fahrradtour schon angehalten hatten.

Kurz später hatten wir einen schönen Blick auf die Hauptstadt Valverde.

Dort liefen wir durch die Stadt und kehrten noch zu einem Kaffee ein.

Schöne Blumen am Wegesrand.

Dann führte der Weg über den Camino Ancho immer weiter hinab Richtung Hafen. Der Camino Ancho ist der alte Verbindungsweg zwischen dem Hafen und Valverde.

Zwischendrin legten wir noch eine Mittagspause ein, wo wir unsere mitgebrachten Brote und Croissants aßen.

Nach ca. 30 Minuten und netten Unterhaltungen ging es weiter.

Schließlich kam dann der Fährhafen in Sicht. Leider mussten wir dorthin ein gutes Stück auf Asphalt die Straße entlang laufen.

Am Hafen kamen wir mit etwas Verspätung an, so dass zum Baden keine Zeit mehr blieb. Wir hatten aber noch 30 Minuten Zeit, um ein Getränk einzunehmen. Ich holte mir aber ein Eis.

Um 16 Uhr kam dann unser Bus zurück nach Valverde. Die Busfahrt war im Wanderpreis inkludiert. In Valverde hatte Ralf sein Auto abgestellt. Mit diesem fuhren wir dann zurück nach Tinor zu unserem Auto.

Dort tauschten wir noch Nummern aus, da wir auch festgestellt haben, dass wir hier auf der Insel quasi Nachbarn sind und vielleicht abends nochmal einen gemeinsamen Drink einnehmen wollen.

Es war eine schöne Wanderung mit netter Begleitung und netten Gesprächen.

Auf dem Rückweg wollten wir noch eine kleine Vetkaufsstelle von Kunsthandwerk besuchen, aber wie beim letzten Mal, war dort geschlossen. Es gibt leider keine festen Öffnungszeiten. Somit hielten wir dann nur nochmal kurz am Aussichtspunkt La Peña.

Zurück in La Frontera kehrten wir dann noch ins Winnit ein, um die Burger dort zu probieren.

Und unsere Verständigung in Spanisch klappt auch von Mal zu Mal besser.

Danach waren wir noch kurz im Supermarkt und dann gegen 20 Uhr zurück in der Unterkunft.

06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 5. Tag: Wanderung von Mocanal nach Pozo de Las Calcosas

Heute hatten wir uns für die Wanderung 5 aus dem Rother Wanderführer entschieden. Nach Mocanal hatten wir ca. 15 Minuten zu fahren und starteten die Wanderung gegen 11 Uhr. Angegeben ist sie mit 2:50 h.

Start war an der Ermita de San Pedro. Als wir in Mocanal losliefen, war der Himmel noch etwas bedeckt und es war ein bisschen frisch.

Ein kurzes Stück mussten wir durch den Ort laufen, dann bog der Weg nach links auf einen alten Camino ab. Hier haben wir aber auch gleich den falschen Weg genommen, was wir aber zu spät bemerkten. Diesen Weg sollten wir eigentlich später aufsteigen, er war aber auch als Alternative beschrieben.

Schon bald hatten wir schöne Blicke auf das Meer und das Umland.

Schöne Blumen und Pflanzen wuchsen am Wegesrand.

Schließlich tauchte ein Esel am Wegesrand auf. Er kam direkt zu uns gelaufen. Leider hatten wir aber nichts für ihn.

Irgendwann kamen wir an eine Straße, wo wir die Möglichkeit hatten, wieder auf den „richtigen“ Weg zu kommen, wenn wir dieser ca. 500 m folgten. Also taten wir das.

Rechter Hand bogen wir dann wieder auf den Camino ab. Der Weg ging auf steinigen Wegen immer weiter bergab. Und dann erwartete uns das reinste Spinnenparadies. Alle 3 m war ein Spinnennetz quer úber den Weg gespannt, die wir dann alle leider mit einem Stock zerstören mussten. Das war definitiv kein Ort für Leute mit Arachnophobie. Ich kam mir ein bisschen wie in einem Videospiel vor, wo man alle 3 m mit einer neuen Spinne kämpfen musste 😂. Das machte aber schnell keinen Spaß mehr und schnell vorwärts kam man so auch nicht. Abgesehen davon, dass man trotzdem ständig in einem Netz landete, das man übersehen hatte und es dann überall klebte.

Der Weg ging derweil oft steil und felsig bergab. irgendwann mussten wir dann rechts abbiegen und liefen auf Las Calcosas zu.

Nach ca. 3 h hatten wir es endlich geschafft. Die Spinnen hatten uns ziemlich aufgehalten.

Wir kehrten erst mal ins Restaurant ein. Wir tranken aber nur etwas und bestellten uns noch ein Eis. Kostenlos bekamen wir noch ein paar Oliven auf den Tisch gestellt.

Dort saßen wir eine Weile, bevor wir dann den steilen Weg nach Pozo de Las Cartosas hinabstiegen. Dort befindet sich eine ehemalige Geisterstadt, die aber wieder renoviert wird.

Ebenso befindet sich hier unten noch ein Naturschwimmbecken.

Wir gingen nur mal mit den Füßen ins Wasser, in dem auch kleine Fische schwammen.

Dann liefen wir noch ein bisschen durch den Ort,…

…bevor wir wieder den steilen Weg nach oben liefen.

Anschließend mussten wir dann die 500 hm wieder nach oben, die wir vorher nach unten gelaufen waren.

Steil ging es bergauf und die Sonne brutzelte inzwischen heftig von oben. Das machte alles ziemlich anstrengend, zumal uns inzwischen auch das Wasser ausgegangen war.

Nun waren auch Schafe am Wegesrand zu sehen.

Aber dann näherten wir uns Mocanal.

Nach ca. 1:15 h hatten wir den anstrengen Aufstieg geschafft, was dann doch viel fixer ging als noch der Abstieg. Im Ort ruhten wir uns noch einen Moment aus, bevor wir die letzten Meter zum Auto zurücklegten.

Anschließend fuhren wir dann noch ins Restaurant Posada, wo wir die letzen beiden Jahre schon eingekehrt waren. Ich hatte Hähnchenbrustfilet und Björn Rinderfilet. Mein Essen hätte ein bisschen wärmer sein können, schmeckte aber grundsätzlich gut.

Gegen 20 Uhr waren wir dann zurück in der Unterkunft.

06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 4. Tag: Valverde und Ethnographic Center Casa de las Quinteras

Heute gibt es nicht so viel zu berichten. Wir schliefen erst mal aus, frühstückten in Ruhe und machten noch bisschen nen faulen Lenz. Gegen 15 Uhr machten wir uns dann auf den Weg in die Hauptstadt Valverde. Aber selbst die hat ja nur 2000 Einwohner. Unterwegs begegneten wir noch Jörg auf seinem Fahrrad.

Da wir zur Siesta in Valverde ankamen, war dort völlig tote Hose und alle Geschäfte hatten geschlossen. Wir besuchten kurz die Kirche.

Im Juli, leider wenn wir nicht mehr da sind, findet hier auf der Insel die große Bajada statt. Diese findet nur alle 4 Jahre statt. Dabei wird in einer Passion die Virgen de los Reyes einmal über die ganze Insel getragen, 28 km.

Da ja alles geschlossen hatte, gingen wir dann ins Ethnographic Center Casa de las Quinteras. Eigentlich wollten wir nur den Laden mit dem Kunsthandwerk besuchen. Das taten wir auch. Die Verkäufer sprachen uns dann an. Einer der beiden konnte sogar Deutsch. So kam das Gespräch auf die Tambores, die einheimischen Trommeln und, dass ich Björn vor zwei Jahren eine solche geschenkt habe. Kurzerhand hängte der Verkäufer Björn eine Trommel um und die beiden spielten zusammen Trommel. Den Rhythmus hatte Björn schnell drauf es klappte wirklich prima. Leider habe ich versäumt ein Video zu machen.

Dann entschieden wir uns doch noch, für je 4 Euro das kleine angeschlossene Museum zu besuchen. Hier wird die frühere Handwerkskunst der Insel ausgestellt.

Das war nicht soo spannend, aber so haben wir die Leute dort wenigstens etwas unterstützt.

Inzwischen waren dann auch die Läden geöffnet, viele gibt es aber nicht. Durch 2-3 schlenderten wir durch und machten uns dann auf den Weg zurück. Schwierig war nun an einem Montag ein geöffnetes Restaurant zu finden. Schließlich landeten wir in La Frontera und Björn aß nur einen Burger und ich zwei Empanadas. Lecker war aber der frische Ananassaft.

Dann war der Tag auch schon wieder vorüber.

06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 1.-3. Tag: Anreise, Sonntagsmarkt und Wanderung von La Maceta nach Las Puntas

Björn hatte sich gewünscht, zu seinem 50. Geburtstag wieder nach El Hierro zu reisen. Dann kann man das ja schlecht ausschlagen 😉.

Dieses Mal hatten wir uns für die Anreise über Gran Canaria entschieden, was letztlich keine gute Idee war. Der Flug am Freitag war 300 Euro billiger als Samstag, also wurde an Freitag geflogen. Wir kamen erst mit ca. einer Stunde Verspätung los und landeten gegen 16:25 Uhr auf Gran Canaria.

Die Unterkunft war mit dem Taxi nur ca. 10 Minuten vom Flughafen entfernt und lag letztlich direkt neben der Startbahn 😂. Die Besitzer des B&B waren Engländer und sehr nett. Allerdings erfuhren wir, dass wir die letzen Gäste sind und sie einen Tag später alles räumen, weil sie verkauft haben. Das Zimmer war die 110 Euro eher nicht wert, aber was billigeres war in Flughafennähe nicht zu bekommen. Das Bett war völlig durchgelegen und das Zimmer winzig. Von der Dachterrasse konnten wir den Flugzeugen beim Starten und Landen zuschauen.

Dementsprechend wurden wir morgens um 5 Uhr durch die ersten Maschinen geweckt.

Das empfohlene Restaurant fürs Abendessen stellte sich eher als Bistro heraus und war auch nicht überragend. Das Frühstück in der Unterkunft war dann auch eher dürftig und mit englischem Touch.

Richtig blöd wurde es dann, als wir um 10 Uhr die Unterkunft verlassen mussten und der Flieger erst um 16 Uhr ging. 6 h am Flughafen. Mein Plan sich noch was anzuschauen, ging auch in die Hose, weil es gab nichts zum Anschauen.

Der Urlaub konnte also nur noch besser werden.

Irgendwie haben wir die Zeit rumgebracht: Spanisches Sudoku, Burger King, Duty Free….

Um 16 Uhr ging es dann endlich mit Binter weiter nach El Hierro, wo wir gegen 17 Uhr landeten.

Den Mietwagen hatten wir wieder bei Cicar gebucht, ein Opel Corsa. So kamen wir dann gegen 18 Uhr bei der Unterkunft an, wo die Schlüsselübergabe stattfand und die Unterkunft bezahlt werden musste.

Hier haben wir eine große Terrasse mit schönen Blick über das Golfo-Tal.

Das Haus selbst ist auch riesig

Anschließend fuhren wir noch in den Supermarkt und stellten dann etwas traurig fest, dass es das Restaurant Namaste nicht mehr gibt. Also gingen wir im Ort essen. Björns Hamburger und mein Thunfischsteak waren aber nicht allzu gut.

Heute, Sonntag, ging der Urlaub dann erst richtig los. Am Sonntag ist natürlich der Markt in La Frontera obligatorisch. Hier trafen wir dann wieder auf Jörg und Ralf und wurden herzlich empfangen. Bei Jörg kauften wir sein selbstgebackenes Brot und quatschten ein bisschen. Ebenso mit Ralf und mir ihm vereinbarten wir wieder eine geführte Wanderung. Ein anderes Paar hatte auch Interesse bekundet.

Weiter waren wir noch nicht gekommen, als wir dann auch noch Norbert erspähten. Letztes Jahr waren wir bei ihm untergekommen, hatten ihn aber nicht kennengelernt, da er in Deutschland weilte. Also stellten wir uns vor und er lud uns dann auch gleich auf einen Kaffee im Ort ein. Sehr nette Geste und wir nahmen dankend an. Auch er stellte sich, wie alle hier, als sehr angenehmer Zeitgenosse heraus. Und auch ein Weltenbummler. Im Anschluss nahm er uns noch mit nach Hause, um Björn eine Schnorchelmaske zu leihen. Dort zeigte er uns auch noch seine selbstgemachten Drechselarbeiten. Wir verabredeten uns dann auch noch auf ein Bierchen.

Anschließend fuhren wir nochmal auf den Markt, um die restlichen Stände noch zu besuchen. Björn kaufte mir noch eine Lavakette und ich die passenden Ohrringe dazu.

Im Anschluss ruhten wir uns dann ein paar Stunden in der Unterkunft aus und entschieden dann, nochmal die kleine Wanderung im Lavafeld zwischen La Maceta und Las Puntas zu machen, die wir vor zwei Jahren schon gelaufen waren.

An der Badestelle La Maceta ging es los.

Der Weg war uns ja bekannt. Neu war, dass er dieses Jahr nicht mehr holzbeplankt war, wie vor zwei Jahren.

So kamen wir nach rund 45 Minuten in Las Puntas und am kleinsten Hotel der Welt an.

Dort gingen wir dann im Restaurant Confusion essen und ließen es uns mit Rinderfilet gut gehen.

Gegen 20 Uhr machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Mit Sonnenuntergang waren wir dann zurück an der Unterkunft.