06.06.-22.06.2025 El Hierro die Dritte – 13. Tag: E-Bike Tour mit Jörg und Björns 50. Geburtstag

Heute war der große Tag von meinem Schatz und es sollten einige Überraschungen auf ihn warten.

Aber erst mal aßen wir schön zusammen Frühstück und die mitgebrachte Karte seiner Eltern und meine Geschenke wurden überreicht.

Mit einem meiner Geschenke landete ich dann wohl einen Volltreffer. Demnächst machen wir uns mal ein schönes Wochenende in Niedersachsen und er darf 2 h selbst einen Unimog im Gelände fahren. Das hat ihn sehr gefreut.

Als Nächstes stand dann eine E-Bike Tour mit unserem Lieblings-Jörg 😉 auf dem Programm. Darüber wusste er aber Bescheid.

Um 10:30 Uhr sollten wir bei Jörg sein. Dafür mussten wir zu Fuß nur ca. 10 Minuten die Kanalstrasse entlang laufen.

Dort erwartete uns dann unerwarteterweise auch noch Norbert, der gratulieren wollte. Außerdem wartete hier eine leckere Schoko-Geburtstagstorte und Sekt auf meinen Schatz. Er entschied sich aber, den Sekt und Kuchen auf nach der Tour zu verschieben. Die Kerzen auf der Torte musste er aber natürlich noch auspusten, bevor es los ging. Und von Jörg bekam ich er noch eine Höhlentour geschenkt. Wie toll.

Norbert verabschiedete sich dann mit „Wir sehen uns dann heute Abend“. Tja, da hat er sich ein bisschen verplappert, weil das geplante Abendessen ja auch noch eine Überraschung sein sollte. Aber wie es immer so läuft…..

Mit Jörgs Auto fuhren wir dann wieder die Serpentinenstraße nach oben und parkten an dem gleichen Parkplatz, kurz unterhalb der Hoya de la Pino, wo wir auch unsere Wanderung zur Fuente Mencafete gestartet hatten. Die Fahrräder hatte Jörg schon vorher dorthin transportiert.

Hier oben war es doch ziemlich neblig und frisch, so dass ich lieber meine Jacke anzog.

Ich probiere dann auch zum ersten Mal meine neue Gopro aus. Jörg hatte mir netterweise eine Fahrradhalterung mitgebracht.

Und dann ging es auch schon los. Gleich weiter die Serpentinenstraße weiter bergan, was aber mit den E-Bikes kein großes Problem darstellte.

Der Sattel meines Fahrrads musste nochmal höher gestellt werden, dann war aber alles perfekt.

Schon bald erreichten wir den Wald von La Llanía. Hier bogen wir nach rechts Richtung Malpaso ab, da wir uns entschieden hatten, lieber einen Waldweg statt auf der Strasse zu fahren. So langsam verzog sich der Nebel auch etwas und man hatte bessere Ausblicke.

Ich zog dann aber doch nochmal meine Regenjacke drüber, um noch etwas besser gegen den Wind geschützt zu sein.

Kurz vor dem Malpaso bogen wir dann links ab. Ab hier war die Piste dann eher geprägt von Schottee, Schlaglöchern und sandigem Boden. Auf dem Sand bin ich einige Male ins Schlingern geraten.

Im Wald kamen wir dann an diesen spektakulären Baum. Durch ein Feuer ist ein großes Loch im Stamm entstanden, der Baum lebt aber weiterhin.

Weiter ging es durch den schönen Kieferwald.

Dann erreichten wir wieder die asphaltierte Straße und hatten Ausblicke auf den Südteil der Insel.

Wir fuhren die Julan-Straße entlang und hielten an einem Aussichtsplatz mit Blick in Richtung La Restinga.

Hier auf der Straße hatten wir jetzt schöne Abfahrten, die wir teilweise mit 40 km/h fuhren. Schneller habe ich mich bei den vielen Kurven nicht getraut.

Kurz später legten wir eine Pause ein. Jörg hatte wieder sein leckeres selbstgebackenes Brot dabei, Käse und Oliven. Die Mojo hatte er leider vergessen, das war aber nicht so schlimm. War trotzdem lecker.

Hier tummelten sich auch lauter Eidechsen, die Jörg mit seinem Brit ein bisschen fütterte.

Bei der Weiterfahrt war dann kurz darauf in der Ferne das erste Mal der Faro de Orchilla, der Leuchturm zu sehen.

An der Ermita vorbei ging es dann Richtung Aussichtspunkt Mirador de Bascos. Hier trafen wir auf eine Kuhherde.

Am Aussichtspunkt hatten wir wieder einen schönen Blick auf das Golfo-Tal, auch wenn dieser etwas durch einen Zaun versperrt wurde.

Der Blick in die andere Richtung war ebenso spektakulär.

Wir fuhren dann wieder Richtung Ermita zurück und trafen wieder auf die Kuhherde.

Weiter ging es Richting Golfo-Tal.

Die Serpentinen ging es herunter.

Am Aussichtspunkt Mirador de El Lomo Negro hielten wir nochmal an und hatten schöne Blicke auf die Vulkanlandschaft.

Und in die andere Richtung nach El Sabinar.

In der Ferne sahen wir den Arco de La Tosca.

Dann führte uns der Weg mit vielen Abfahrten, vorbei an Playas Blancas und dem neuen Tunnel, zurück ins Golfo-Tal, wo wir nochmal ein paar heftige Anstiege zu bezwingen hatten.

Gegen 18 Uhr waren wir zurück.

Hier noch eine Zusammenfassung der Tour, die Jörg netterweise für uns erstellt hat.

Weitere Videos meiner Gopro folgen eventuell noch.

Björn fuhr mit Jörg noch das Auto holen und ich hüpfte schon mal unter die Dusche.

Ich gab Norbert und Ralf noch Bescheid, dass wir uns um 19:30 Uhr im Don Din treffen. Aufgrund eines Missverständnisses, hatte Ralf nun doch keine Zeit mehr. Schade, aber nicht zu ändern.

Eine Überraschung war es ja nun auch nicht mehr. Wir trafen uns also mit Jörg und Norbert am Don Din und tranken vorher auf einer Bank aber erst noch ein (oder mehrere 😉) Glas Sekt auf den Geburtstag.

Norbert schenkte Björn noch diese tolle selbstgefertigte Schale aus Sabina-Holz. Die Menschen hier sind einfach alle so großartig.

Anschließend ging es dann zum Essen. Vorneweg bestellten wir gemeinsam mehrere Vorspeisen.

Brot mit Mojo.

Grillkäse mit Homig, sehr lecker.

Und Hähnchenkroketten (ohne Foto).

Als Hauptspeise nahmen Björn und ich Hähnchenbrust und Jörg und Norbert das Entrecôte.

Hinterher nahmen Björn und ich noch einen Café con Leche.

Jörg und Norbert bestellten einen Barraquito. Dieser war dann aber nicht nach Originalrezept, sondern mit Baileys. Jörg bezeichnete diesen dann als Mädchen-Barraquito. Wahrscheinlich deshalb kam die Bedienung dann kurz später mit zwei neuen Barraquitos nach Originalrezept, die aufs Haus gingen. Diese wurden dann aber uns überlassen.

Er besteht üblicherweise aus mehreren Schichten, darunter Kondensmilch, Likör (oft Licor 43), Espresso, aufgeschäumte Milch, Zimt und eine Zitronenscheibe. 

Aber immer noch nicht genug, gab es hinterher noch einen Schnaps aufs Haus. Ich nahm einen Baileys.

Am Essen gab es wirklich nichts auszusetzen und die Bedienung war sehr bemüht. Also eine klare Empfehlung. Einzig die Atmosphäre hatte ein bisschen Bahnhofshallencharakter. Vom Ambiente wirklich ansprechende Restaurants gibt es hier aber eh recht selten. Der ursprüngliche Plan war ja, ins Aquadara zu gehen. Leider hatten die aber ausgerechnet diese Woche geschlossen.

Natürlich hatte ich Jörg und Norbert zur Feier des Tages eingeladen.

Hinterher ging es dann noch bei Jörg zuhause weiter, wo wir uns noch über die Geburtstagstorte her machten.

Jörg öffnete auch noch zwei Flaschen Rum.

Und Björn hatte seinen Spaß mit Jörgs Katzen.

Norbert machte sich gegen 1:00 Uhr vom Acker. Wir blieben irgendwie noch bis 2:30 Uhr hängen.

Ein langer aber wirklich toller Tag ging zu Ende. Ich denke, Björn hatte seine Freude daran. Und Danke an Jörg und Norbert, dass sie geholfen haben, den Tag zu dem zu machen, was er war. Ihr seid toll.

24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 11. Tag: E-Bike Tour mit Jörg

Heute hatte Jörg ja eine geführte E-Bike Tour für uns organisiert. Das Pärchen von der Mittwochswanderung begleitete uns. Eine solche Tour kann man übrigens über die Homepage von Jörg buchen: https://www.pedelechierro.net

Jörg hatte am Vorabend schon ein Auto mit unseren beiden Fahrrädern vor unserem Häuschen abgestellt. Treffpunkt sollte um 10:00 Uhr in Mocanal am Kreisel sein.

Aber um 9:30 Uhr schaute Jörg ja sowieso wieder hier vorbei und wir verabredeten uns für 10:00 Uhr am Kreisel. Er fuhr das Auto mit den anderen beiden Fahrrädern.

Wir kamen um Punkt 10:00 Uhr dort an, Jörg und das andere Pärchen waren schon da. Aber eines der Fahrräder hatte einen Platten und Jörg war schon fleißig am Schlauch wechseln. Leider hat dies nicht geholfen und einen weiteren Ersatzschlauch gab es nicht. Also schickte Jörg uns zum Kaffee trinken und er fuhr zurück. Somit probierten wir das erste Mal die E-Bikes aus und fuhren durch Mocanal zur nächsten Bar. Im Gegensatz zu La Frontera hingen hier die Wolken wieder tief und es war relativ frisch. Ich brauchte auf jeden Fall eine Jacke. Wir tranken einen Kakao und einen Cafe con leche und grade als wir bezahlen wollten, kam auch Jörg mit einem Ersatzrad um die Ecke. Nun konnte es also los gehen. Inzwischen war es 11:15 Uhr.

Die Tour startete auch gleich mit einer relativ steilen Rampe in Mocanal. Hier auf der Insel sind ja sowieso viele Straßen sehr steil, vor allem in den Ortschaften. Auf der Rampe kam die Unterstützung am Fahrrad natürlich gleich zum Einsatz und wie von Jörg versprochen, meisterten wir diese Passage ohne schieben. Aber trotz Unterstützung war es jetzt nicht so, dass das Ganze unanstrengend war. Im Gegenteil. Ohne Unterstützung hätte ich es natürlich überhaupt nicht geschafft, mit Unterstützung ging es aber trotzdem in die Beine. Weiter fuhren wir auf einem alten Weg unterhalb des Ventejis und wir erkannten den Weg wieder, den das Navi uns fälschlicherweise zum Arbol Garoe geschickt hatte. Hier waren wir also die Tage mit dem Auto langgefahren.

Erster Stop war dann an Las Cancelitas, ein mal gebautes Interpretationszentrum, dass dann aber nie eröffnet wurde. Nun soll dies aber wieder forciert werden.

Anschließend ging es immer weiter bergauf.

Der Wind blies teilweise sehr heftig und einmal wehte es mich wirklich fast einen ganzen Meter nach links. Wir fuhren unter anderem eine alte Straße unterhalb des Ventejis, die so gut wie gar nicht befahren war, so dass wir es uns teilweise leisten konnten, nebeneinander zu fahren.

Schließlich kamen wir in die Kiefernwälder. Bisher war der Weg wirklich hauptsächlich bergauf gegangen. Am Mirador Las Playas legten wir eine Pause ein. Hier waren wir bisher noch nie gewesen. Bis hierher hatten wir glaube ich 17 km zurückgelegt, aber jede Menge Höhenmeter. Jörg hatte von seinem leckeren selbstgebackenen Brot mitgebracht, dass er auch sonntags auf dem Markt verkauft. Dazu gab es Käse und selbstgemachte Mojo Verde, in diesem Fall mit Petersilie statt Koriander. Lecker.

Jörg erzählte hier viel über die ganzen Produkte und Brote, die sie selbst herstellen. Von hier hatte man einen schönen Blick auf Las Playas und das Parador Hotel.

Anschließend ging es immer noch weiter bergauf. Die Sonne brutzelte hier aber ganz schön.

Im Wald waren mehrere Feuerwehrfahrzeuge postiert, aufgrund der momentan hohen Waldbrandgefahr. Wir machten nochmal einen Stop.

Dann kündigte Jörg den letzten Anstieg an, der hatte es aber nochmal in sich. Die Vegetation wechselte nun von Kiefern zur Baumheide. Jörg prophezeite mir, dass wir in 10 Minuten den Anstieg geschafft hätten. Bei mir ließ aber langsam doch die Kraft nach, Unterstützung hin oder her. Also bat ich um eine kurze Pause. Dann ging es nach kurzen Stop weiter, die Gruppe war mir schnell wieder enteilt. Schließlich erreichten wir den Parkplatz von La Llania.

Hier war nochmal Pause und wir konnten unsere Trinkflaschen an einer Frischwasserquelle auffüllen. Die Anstiege waren nun geschafft. Nächster Stop sollte der Mirador de Jinama sein, wo wir ja gestern unsere Wanderung gestartet hatten. Jetzt hieß es erst mal nur bergab, das ist ja dann eher mein Ding und schnell waren die anderen weit hinter mir 😉. Wir passierten die Hoya de Fileba und anschließend war rechts und links der Straße unser gestriger Wanderweg zu sehen. Rechts der Camino de la Virgen links die Abbruchkante des Golfotals und der Grat über den wir gelaufen waren.

Am Mirador de Jinama machten wir wieder Halt. Björns Akku hatte hier dann den Geist aufgegeben. Es war ziemlich heiß, aber etwas diesiger als gestern.

Hier machten wir auch noch ein Gruppenfoto.

Jörg traf hier noch eine gute Freundin, die zur Feuerwache gehört und hier ihre Arbeit verrichtet. 10 h lang muss sie das ganze Golfotal und das sonstige Umland beobachten, dass es nicht irgendwo zu rauchen anfängt.

Wir unterhielten uns noch mit ihr, Jörg übernahm die Übersetzung. Sie erzählte uns dann auch, dass morgen in La Frontera eine Prozession stattfinden wird. Da werden wir dann natürlich zugegen sein.

Anschließend ging es weiter Richtung La Pena. Zum Glück nur noch bergab, so dass Björn dies auch ohne Akku gut bewältigen konnte. Jörg kündigte eine Abfahrt an, auf der man locker 85 km/h erreichen könnte. Das war mir aber doch zu gefährlich. Aber mit ca. 50 km/h sauste ich den Berg hinunter. Der Wind blies dabei aber sehr heftig um die Ohren.

Im letzten Abschnitt rasten dann die Männer vorneweg und ließen dann den La Pena links liegen, obwohl wir dort eigentlich nochmal Halt machen wollten. Also folgten alle anderen. Schließlich kamen wir wieder am Auto an. Wir hatten laut Jörg 50 km und 1370 hm zurückgelegt. Ich denke, trotz E-Bike eine gute Leistung.

Die Fahrräder wurden wieder in die Autos geräumt und Jörg bekam von jedem 75 Euro. In ca. 15 Minuten waren wir dann zurück an der Unterkunft. Etwas müde und geschafft, aber wir hatten wieder einen tollen Tag. Aber noch mehr Anstiege hätten es bei mir definitiv nicht mehr sein dürfen.

Ich hatte Jörg den ganzen Tag über immer mal wieder über die E-Bikes ausgefragt, ein bisschen Blut haben wir ja schon geleckt. Mal sehen.

Gegen 19:30 Uhr fuhren wir dann nochmal in den Ort, wo wir durch die Gassen schlenderten. Hier hatten heute alle Geschäfte Außenstände aufgebaut und überall spielte Musik.

Anschließend holten wir uns zu zweit noch eine Pizza, die wir dann auf der Terrasse unserer Unterkunft noch bei Sonnenuntergang genossen. Die Pizzeria hatte früher mal Jörg gehört.

Hier noch ein schönes von Jörg zusammengestelltes Video unserer Tagestour.