Tja und da war‘s auch schon wieder rum. Heute ist uns der Abschied echt schwer gefallen. Jörg kam ganz kurz nochmal vorbei zum Tschüss sagen. Nach dem Frühstück sind wir dann um kurz vor 10 Uhr losgefahren. Der Binter Flieger nach Gran Canaria sollte um 12:25 Uhr starten. Und da das bei Binter ja alles ganz entspannt ist und man erst kurz vorher da sein muss, wollten wir nochmal zur Badestelle in La Caleta. Aber irgendwie haben wir die Abfahrt verpasst und sind dann kurzentschlossen noch zur Bucht Las Playas gefahren, ich glaube, das einzige Fleckchen auf der Insel, wo wir noch nicht waren.
Nachdem wir einen kleinen Tunnel durchfahren hatten, kamen wir nach Timijiraque. Sehr ruhig dort. Wenn man nach Las Playas will, muss man noch durch einen einspurigen Tunnel mit Ampelregelung fahren.
Las Playas liegt an der Ostküste von El Hierro und erstreckt sich vom Roque de Bonanza bis circa einen Kilometer südlich des staatlich betriebenen Hotels Parador Nacional de El Hierro. Hinter der Küste fallen steile Berghänge über 800 bis 1.000 Meter hinab und erzeugen eine gewaltige Optik. Die mächtigen Steilwände verschaffen der gesamten Bucht eine Unzugänglichkeit, welche eine große Ruhe und Abgeschiedenheit zur Folge hat.
In der Bucht gibt es viele Strände mit schwarz-grauem Kies oder mit noch größeren Steinen. Die Umgebung wird lediglich von einigen Privathäuschen gesäumt. Ausnahme ist das staatlich betriebene 4-Sterne-Hotel Parador Nacional El Hierro, welches sich am Südende der Bucht befindet. Dies ist das größte Hotel auf El Hierro und passt unserer Ansicht nach nicht so richtig hier hin.
Dann mussten wir auch schon wieder zurück. Wir fuhren zwar schnell nochmal nach La Caleta, fanden die Badestelle aber nicht sofort und drehten deshalb um. Der Flughafen war ja direkt um die Ecke. Wir gaben den Mietwagen ab und holten uns noch einen Kaffee und ich eine Quesadilla. Und dann mussten wir uns schweren Herzens von der Insel trennen.
Pünktlich um 12:25 Uhr startete der Flieger Richtung Gran Canaria. Die Binter Flüge sind echt entspannend, es gab einen kleinen Snack und einen Becher Wasser und einen Pappfächer und dann waren wir nach rund 45 Minuten auch schon da.
Der Anschlußflug sollte um 16:25 Uhr starten, wir hatten also noch massig Zeit. Die Kofferabgabe hatte auch noch nicht offen, also setzten wir uns ins Café und ich trank einen Chai Tea Latte, Björn einen Cafe con Leche. Ich nutzte dann die Zeit, um den Blog vom Vortag zu schreiben. Dann öffnete die Gepäckaufgabe, wir gaben unser Gepäck ab und gingen wieder ins Café, weil immer noch viel Zeit war. Inzwischen hatte sich auch herausgestellt, dass unser Flieger Verspätung haben wird. Noch länger rumsitzen.
Ich kaufte dann noch zwei Bocadillos für 15 Euro für den Flug, wie immer Wucherpreise, aber irgendwas mussten wir ja essen.
Die Sicherheitskontrolle war dann relativ schnell passiert und dann wurde man durch die Duty Free Läden geschleust, es ging gar nicht anders. Hier kauften rut noch Wasser und fühlten uns gar nicht mehr wohl. Nach der Ruhe auf El Hierro dieser fürchterliche Trubel hier. Da ist jede Erholung schnell wieder weg. Ich schlenderte trotzdem noch ein bisschen umher und schaute Geschäfte, sitzen konnte ich noch lange genug. Und hier war ich dann froh, dass wir unsere Bocadillas schon draußen gekauft hatten. Hier wollten sie doch sage und schreibe 15 Euro für nur eine Weissbrotstange mit Belag. Das ist ja eigentlich einfach nur noch eine Frechheit.
Gegen 18 Uhr hob der Flieger dann endlich ab. Wir hatten eine ganz nette Sitznachbarin, mit der wir uns etwas unterhielten und ansonsten ging der Flug auch einigermaßen schnell rum und es war ausnahmsweise auch mal nicht zu kalt, so dass ich sogar im Tshirt sitzen konnte. Gegen 23 Uhr landeten wir dann in Frankfurt, grade noch vor dem Nachtflugverbot.
Am Kofferband trafen die dann wieder auf die beiden Mainzerinnen, die über Teneriffa heimgeflogen waren. Beim ersten Heimspiel der 05er werden wir uns wiedersehen.
Dann riefen wir unser Festpreistaxi. Aufgrund der Baustelle am Flughafen hat sich der Taxifahrer dann noch ein bisschen in Kelsterbach verfahren und somit waren wir dann erst um 0:30 Uhr zuhause.
Es war wieder eine schöne Zeit auf El Hierro, wozu vor allem die vielen netten Menschen dort beigetragen haben, allen vorran Jörg, Ralf und Carmen.
Und es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass uns die Insel El Hierro gesehen hat.
Heute kam Jörg schon um 9:20 Uhr vorbei, weil er wieder eine Höhlentour hatte. Es gab dann auch nur ein kurzes Hallo. Wir verließen das Haus heute etwas früher. Gegen 10:45 Uhr machten wir uns auf den Weg.
Dieser führte ins nach Tamaduste, wo wir bisher auch noch nicht waren. Tamaduste liegt direkt neben dem Flughafen.
In Tamaduste beginnt die Wanderung Nr. 2 aus dem Rother Wanderführer. Angegeben ist sie mit 1:35 h Gehzeit. Eine nette, gemütliche Küstenwanderung durch ein Lavafeld.
An unserem Parkplatz begann der von Steinreihen eingefasste Wanderweg.
Er verlief stets entlang der Steilküste
Schließlich gelangt man an eine Landspitze mit ein paar Kreuzen. Hier begegneten wir einem Angler.
Wenige Minuten später erreichten wir einen kleinen Mirador, der direkt gegenüber der Felsinsel Roque de las Gaviotas befindet.
Bald erschienen die Basaltsäulen La Fortaleza. Durch die Lavafelder ging es weiter und der Weg verlief dann etwas abseits der Küste.
Schließlich erreichten wir die Felsbucht Los Puentes. Hier trafen wir auf einen weiteren Angler. Theoretisch ist dies auch eine Badestelle, heute war die Brandung aber viel zu stark. Hier machten wir eine kleine Pause.
Die Wegbeschreibung im Rother endete hier, der Weg führte aber weiter die Küste entlang, Allerdings war er ab hier nicht mehr so gut befestigt. Wir folgten diesem noch 100 m, drehten dann aber um.
Der Rückweg verging dann relativ schnell, nachdem wir nun keine Fotos mehr machten 😉.
Am Parkplatz hatten wir einen guten Blick auf den kleinen Flughafen von El Hierro.
Anschließend fuhren wir den kurzen Weg in den Ort zur dortigen Badebucht. Hier soll man auch bei starkem Wellengang immer schwimmen können. Direkt an der Küste war die Brandung ziemlich stark.
In der Badebucht war es dann ruhiger.
Richtige Liegeplätze gibt es hier nicht und Schatten ist auch schwer zu finden. Wir fanden dann aber am Wegesrand ein paar Steine, die etwas im Schatten lagen. Hier ließen wir uns nieder. Danach ging es dann ab ins Wasser, zuerst Björn, dann ich. Ich schwamm zuerst Björn entgegen, anschließend einmal quer durchs Becken. Dies wurde aber aufgrund des trotzdem noch starken Wellengangs dann doch anstrengend und ich war froh, als ich es geschafft hatte.
Da Tamaduste direkt am Flughafen liegt, kamen immer mal wieder Flieger über uns hinweggeflogen. Aber auf El Hierro kommt das ja nicht so häufig vor.
Der Blick von unserem Liegeplatz.
Anschließend fuhren wir zurück in die Unterkunft und mussten erst mal das Salzwasser runterspülen. Anschließend fuhren wir in die Bar Joapira. Hier hatten wir letztes Jahr schon mal gegessen. Wir bestellten beide Hühnchenbrust mit Pesto und zum Abschluss mussten natürlich nochmal Papas Arrugadas auf den Tisch. War sehr lecker.
Auf der Heimfahrt ging dann langsam die Sonne unter.
Und an der Unterkunft konnten wir dann ein letztes Mal in diesem Urlaub den Sonnenuntergang genießen.
Heute morgen haben wir irgendwie ein bisschen rumgetrödelt und kamen erst um 12:30 Uhr aus dem Haus. Die große Wanderung ab dem Picknickplatz kam somit nicht mehr in Frage. Ralf hatte uns aber den Tipp gegeben, dass der Malpaso auch auf einfache Weise erwandert werden kann. Also folgten wir seinem Tipp und fuhren mit dem Auto zum Cruz de los Reyes. Der Weg führte uns wieder über die Serpentinen-Straße nach La Llania, an der dortigen Wegkreuzung nahmen wir nun aber einen Abzweig, den wir bisher noch nie gefahren waren. Wir kamen an den Dos Hermanas vorbei und kurz später endete die Asphaltstraße und ging in eine Schotterstraße über. Hier war unser Parkplatz.
Das Cruz de la Reyes ist einer der Haltepunkte auf bei der großen Prozession auf dem Camino de la Virgen, die nächstes Jahr wieder stattfinden wird.
In der Nähe sahen wir ein rotes Kunstwerk, das einen Pflug darstellen soll. Uns sagte es aber nicht sonderlich zu.
Bei der Wanderung orientierten wir uns an der Wanderung Nr. 23 im Rother Wanderführer: Von El Pinar auf den Malpaso. Der Weg den wir heute laufen wollten, war aber wirklich nur der letzte kleine Abschnitt dieser Wanderung und eigentlich erschloss sich der Weg auch von selbst.
Es gab aber zwei Möglichkeiten auf den Malpaso zu kommen. Entweder über die Fahrpiste oder auf dem direkten Weg über den Camino de la Virgen. Wir entschieden uns auf dem Hinweg für die Fahrpiste, die uns aber nicht sonderlich gut gefallen hat. Hier war es sehr staubig. Außer einer Patrouille der Feuerwache begegnete uns hier, wie auf fast allen Wanderungen auch, keine andere Menschenseele.
Ein kurzer Blick ins Tal.
Kurz später ging die Piste dann wieder in eine Asphaltstraße über, die rechts in Serpentinen den Berg hoch führte. Es war wieder sehr heiß und es gab wenig Schatten.
Und dann kamen wir nach kurzer Zeit auch schon oben auf dem Malpaso an. Hier steht wieder ein riesiger Funkmast.
Der Malpaso ist mit 1501 m der höchste Gipfel der Insel
Hier hatten wir dann wieder Blicke auf das Golfotal, aus einer anderen Perspektive.
Der Blick in die andere Richtung.
Zurück nahmen dann den Weg über den Camino de la Virgen, der uns viel besser gefiel. Allerdings war es hier auch steiler als auf der Fahrpiste.
Es dauerte keine 30 Minuten bis wir wieder unten waren. Zuerst hatten wir noch über eine weitere Wanderung nachgedacht, aber das war zeitlich eher nicht mehr möglich. Also liefen wir vom Parkplatz aus nochmal zur Fuente Cruz de los Reyes. Hier waren trafen wir wirklich andere Menschen 😉. Ein Pärchen saß auf einer Picknickbank.
Hier unter den Bäumen war es von den Temperaturen etwas angenehmer und der Ort selbst war schön und mystisch, was auf den Fotos gar nicht richtig rüber kommt.
Auf dem Rückweg wollten wir zuerst nach Valverde zum Kaffee trinken fahren, aber als wir dann sahen, dass die Ermita de San Salvador ganz in der Nähe ist, statteten wir dieser nochmal einen Besuch ab. Diese liegt rund 1 km über dem Golfotal und war der Startpunkt der gestrigen Bajada. Somit wollten wir uns nochmal den Weg anschauen, den die Musiker gestern genommen hatten. Es gab einen Parkplatz direkt an der Serpentinenstraße die hinunter nach La Frontera führt. Von hier mussten wir noch 300 m auf einem schmalen, etwas steilerem Weg nach oben laufen.
Wir passierten einen Ort, der wahrscheinlich der erste Stopp bei der Prozession war. Hier saßen mehrere Menschen. Wir liefen weiter und erreichen dann schon bald die Ermita. Diese war aber leer. Also wurde die Statue wohl gestern doch nicht mehr zurückgebracht.
Anschließend fuhren wir nach La Frontera und tranken dort noch einen Kaffee und aßen ein Stück Kuchen.
Zurück ging es zur Unterkunft, wo wir im Garten noch einen Vogel erblickten.
Gegen 18 Uhr ging es zurück zur Unterkunft, wo wir erst mal duschten. Um 19:30 Uhr waren wir mit Jörg zum Essen verabredet. Wir hatten ihn eingeladen, als Dankeschön für die Trommelaktion letztes Jahr und alle weiteren Unterstützungen, die er uns bei der diesjährigen Reise gegeben hatte. Seine Frau Heidrun war leider aufgrund anderer Verpflichtungen doch nicht mitgekommen. Zuerst bestellten die Männer ein Bier und ich einen Wein.
Zu dritt hatten wir eine Portion Pommes bestellt, die aber so mächtig war, dass es unmöglich war dies zu schaffen.
Und dann hatte jeder noch einen Burger. Björn einen ganz normalen und Jörg und ich aßen den Linsenburger.
So saßen wir dort bei Sonnenuntergang, unterhielten uns über dies und das und Jörg ließ immer wieder kleine Spanisch-Lektionen einfließen. Schließlich war es fast 0 Uhr und wir mussten aufbrechen. Jörg hat morgen wieder eine Höhlentour.
Vorgestern hatte Björn noch gesagt, dass er heute einen Faulenzer-Tag einlegen will, dafür ist daraus doch noch ganz schön viel geworden. Aber zuerst frühstückten wir in Ruhe und da Sonntag war, war der Markt natürlich ein Muss. Um 11:30 Uhr fuhren wir dort hin. Ein kurzes Hallo bei Ralf, bei Jörg kauften wir noch ein Brot, zwei Zimtschnecken und ein Chiliteilchen. Die Zimtschnecken und das Chiliteilchen wurden gleich verzehrt. Hui war das scharf. Dann verkosteten wir noch seinen selbstgemachten Ananaswein, das war aber nicht so mein Ding. Er schmeckte ein wenig wie Likör, aber nicht so süß und hat glaube ich 15 % Alkohol. Wir schauten uns nochmal sein Buch mit den Höhlenfotos an und dabei lernten wir ein deutsches Urlauberpärchen kennen, die nun schon zum zwölften Mal auf El Hierro sind.
Am Nachbarstand kaufte ich mir noch ein El Hierro Tshirt für 15 Euro, dass ich dann auch gleich an behielt. Jetzt hatte Ralf grade keine Kundschaft mehr, so dass wir mit ihm auch nochmal ein Schwätzchen hielten. Wir schlenderten nochmal über den restlichen Markt, kauften nochmal zwei Zimtschnecken und dann lief uns Graham über den Weg und wir fragten ihn, ob wir am Nachmittag nochmal vorbeikommen können, weil wir uns Carmens Garten ja noch anschauen wollte. So verabredeten wir uns dann zu Teatime, Graham ist ja Engländer.
Anschließend fuhren wir wieder in die Unterkunft und ruhten uns ein bisschen aus und dann machten wir uns um 15:30 Uhr auf, um zu Carmen und Graham zu fahren. Die beiden saßen auf ihrer Terrasse und Graham bot uns Tee an. Wir entschieden uns für den marokkanischen Minztee, den sie aus ihrem letzten Marokko-Urlaub mitgebracht haben. Dazu gab es noch Schokolade, Raffaelo und Gebäck. Wir hatten wieder nette Gespräche in einem Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch. So saßen wir fast zwei Stunden da und dann wollten wir noch den Garten besichtigen. Graham führte uns herum, da Carmen noch weiter an ihrem Buch arbeiten wollte.
Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass das Grundstück 12000 qm groß ist und Carnen hat hier viel Mühe reingesteckt und das ehemalige Brachland in ein tolles Areal verwandelt. Und fast alle Pflanzen sind beschriftet. Ebenso gibt es einen Pool mit einer weiteren Sitzecke. Auf dem Grundstück gibt es viele Palmen, Mangobäume, Avocados und vieles mehr.
Nach rund zwei Stunden verabschiedeten wir uns wieder. Es war 17:30 Uhr, deshalb fuhren wir direkt weiter in den Ort, weil heute eine Bajada stattfinden sollte. Eine Prozession, bei der der Heilige San Salvador von der Ermita de San Salvador über den Camino de San Salvador nach La Frontera gebracht wird. Lt. Jörg sollte das ganze um 16 Uhr an der Ermita starten und um 18 Uhr den Ort erreichen.
Als wir dort ankamen, trafen wir dann auch gleich wieder Sigrid und Bernd, die uns schon auf der Wanderung mit Ralf und der Fahrradtour mit Jörg begleitet hatten.
Wir setzten uns zu ihnen an den Tisch. Und da die Prozession noch auf sich warten ließ, bestellten wir noch was zum Essen. Björn nahm wieder ein Arepa mit Hähnchen. Ich bestellte Pabellon Criollo, hatte aber vorher gegoogelt, was das ist. Eine Mischung aus Reis, Rindfleisch, Pommes, Spiegelei, schwarze Bohnen und gebackene Bananen. Das war ganz lecker und mal was anderes.
Danach liefen wir zusammen in den Ortskern und waren uns unsicher, wo wir uns hinbegeben müssen. Dann sahen wir aber eine Menschentraube und gesellten uns dazu. Zwischendrin holte ich mir im Supermarkt noch ein Eis.
Schließlich tat sich aber was auf der Straße vor uns, die den Berg hinunterführte. In der Ferne sahen wir tanzende Menschen und hörten die Flöten, Kastagnetten und die Trommeln. Diese kamen immer näher und erreichten uns schließlich.
Sigrid und Bernd verabschiedeten sich dann und wir folgten den Prozession Richtung Sonnenuntergang.
In einer Seitenstraße von Tigaday wurde die Statue unter einem Kreuz abgestellt und hier wurde Kuchen und Getränke gereicht.
Eine solche mittelgroße Tambores habe ich letztes Jahr in einer grandiosen Aktion mit großer Unterstützung von Jörg Björn geschenkt. Ich hatte mir letztes Jahr als Andenken ein kleines Paar Kastagnetten gekauft. Vielleicht erklingen diese Töne dann demnächst ja auch mal zuhause 😂.
Anschließend ging es weiter in Richtung Merese.
Dort wurde die Statue wieder abgestellt und es wurden kleine Pizzastückchen und andere Kleinigkeiten gereicht. Anschließend ging es über den gleichen Weg wieder zurück und dann durch die Hauptstraße von Tigaday.
Da ist ganz schöne Kondition gefragt, glaube ich. Zumal ja vorher auch schon der steile Weg den Berg hinab zurückgelegt werden musste.
Auf dem zentralen Platz in Tigaday war es richtig voll und es war nochmal ein richtiges Spektakel.
Hier verabschiedeten wir uns dann. Ob die Statue nun noch zur Kirche getragen wurde oder direkt wieder den Berg hinauf zur Ermita, bleibt also ein Geheimnis.
Das war auf jeden Fall ein tolles Ereignis. Es gibt doch immer noch was Neues auf der Insel zu erleben. Einerseits erinnerte es ein bisschen an unsere Fastnacht, aufgrund des Musikumzugs, andererseits erinnerte es auch ein bisschen an den Heiligenkult im Hinduismus in Sri Lanka, wo es ja auch eine Prozession hinter einer Heiligenfigur gab. In Sri Lanka wurde dieser aber eher ehrfürchtig gefolgt, hier wurde eher gefeiert und getanzt. Wobei die begleitende eintönige Musik dann doch wieder eine Ähnlichkeit aufwies. Und wieder war ein Tag vergangen.
Heute hatte Jörg ja eine geführte E-Bike Tour für uns organisiert. Das Pärchen von der Mittwochswanderung begleitete uns. Eine solche Tour kann man übrigens über die Homepage von Jörg buchen: https://www.pedelechierro.net
Jörg hatte am Vorabend schon ein Auto mit unseren beiden Fahrrädern vor unserem Häuschen abgestellt. Treffpunkt sollte um 10:00 Uhr in Mocanal am Kreisel sein.
Aber um 9:30 Uhr schaute Jörg ja sowieso wieder hier vorbei und wir verabredeten uns für 10:00 Uhr am Kreisel. Er fuhr das Auto mit den anderen beiden Fahrrädern.
Wir kamen um Punkt 10:00 Uhr dort an, Jörg und das andere Pärchen waren schon da. Aber eines der Fahrräder hatte einen Platten und Jörg war schon fleißig am Schlauch wechseln. Leider hat dies nicht geholfen und einen weiteren Ersatzschlauch gab es nicht. Also schickte Jörg uns zum Kaffee trinken und er fuhr zurück. Somit probierten wir das erste Mal die E-Bikes aus und fuhren durch Mocanal zur nächsten Bar. Im Gegensatz zu La Frontera hingen hier die Wolken wieder tief und es war relativ frisch. Ich brauchte auf jeden Fall eine Jacke. Wir tranken einen Kakao und einen Cafe con leche und grade als wir bezahlen wollten, kam auch Jörg mit einem Ersatzrad um die Ecke. Nun konnte es also los gehen. Inzwischen war es 11:15 Uhr.
Die Tour startete auch gleich mit einer relativ steilen Rampe in Mocanal. Hier auf der Insel sind ja sowieso viele Straßen sehr steil, vor allem in den Ortschaften. Auf der Rampe kam die Unterstützung am Fahrrad natürlich gleich zum Einsatz und wie von Jörg versprochen, meisterten wir diese Passage ohne schieben. Aber trotz Unterstützung war es jetzt nicht so, dass das Ganze unanstrengend war. Im Gegenteil. Ohne Unterstützung hätte ich es natürlich überhaupt nicht geschafft, mit Unterstützung ging es aber trotzdem in die Beine. Weiter fuhren wir auf einem alten Weg unterhalb des Ventejis und wir erkannten den Weg wieder, den das Navi uns fälschlicherweise zum Arbol Garoe geschickt hatte. Hier waren wir also die Tage mit dem Auto langgefahren.
Erster Stop war dann an Las Cancelitas, ein mal gebautes Interpretationszentrum, dass dann aber nie eröffnet wurde. Nun soll dies aber wieder forciert werden.
Anschließend ging es immer weiter bergauf.
Der Wind blies teilweise sehr heftig und einmal wehte es mich wirklich fast einen ganzen Meter nach links. Wir fuhren unter anderem eine alte Straße unterhalb des Ventejis, die so gut wie gar nicht befahren war, so dass wir es uns teilweise leisten konnten, nebeneinander zu fahren.
Schließlich kamen wir in die Kiefernwälder. Bisher war der Weg wirklich hauptsächlich bergauf gegangen. Am Mirador Las Playas legten wir eine Pause ein. Hier waren wir bisher noch nie gewesen. Bis hierher hatten wir glaube ich 17 km zurückgelegt, aber jede Menge Höhenmeter. Jörg hatte von seinem leckeren selbstgebackenen Brot mitgebracht, dass er auch sonntags auf dem Markt verkauft. Dazu gab es Käse und selbstgemachte Mojo Verde, in diesem Fall mit Petersilie statt Koriander. Lecker.
Jörg erzählte hier viel über die ganzen Produkte und Brote, die sie selbst herstellen. Von hier hatte man einen schönen Blick auf Las Playas und das Parador Hotel.
Anschließend ging es immer noch weiter bergauf. Die Sonne brutzelte hier aber ganz schön.
Im Wald waren mehrere Feuerwehrfahrzeuge postiert, aufgrund der momentan hohen Waldbrandgefahr. Wir machten nochmal einen Stop.
Dann kündigte Jörg den letzten Anstieg an, der hatte es aber nochmal in sich. Die Vegetation wechselte nun von Kiefern zur Baumheide. Jörg prophezeite mir, dass wir in 10 Minuten den Anstieg geschafft hätten. Bei mir ließ aber langsam doch die Kraft nach, Unterstützung hin oder her. Also bat ich um eine kurze Pause. Dann ging es nach kurzen Stop weiter, die Gruppe war mir schnell wieder enteilt. Schließlich erreichten wir den Parkplatz von La Llania.
Hier war nochmal Pause und wir konnten unsere Trinkflaschen an einer Frischwasserquelle auffüllen. Die Anstiege waren nun geschafft. Nächster Stop sollte der Mirador de Jinama sein, wo wir ja gestern unsere Wanderung gestartet hatten. Jetzt hieß es erst mal nur bergab, das ist ja dann eher mein Ding und schnell waren die anderen weit hinter mir 😉. Wir passierten die Hoya de Fileba und anschließend war rechts und links der Straße unser gestriger Wanderweg zu sehen. Rechts der Camino de la Virgen links die Abbruchkante des Golfotals und der Grat über den wir gelaufen waren.
Am Mirador de Jinama machten wir wieder Halt. Björns Akku hatte hier dann den Geist aufgegeben. Es war ziemlich heiß, aber etwas diesiger als gestern.
Hier machten wir auch noch ein Gruppenfoto.
Jörg traf hier noch eine gute Freundin, die zur Feuerwache gehört und hier ihre Arbeit verrichtet. 10 h lang muss sie das ganze Golfotal und das sonstige Umland beobachten, dass es nicht irgendwo zu rauchen anfängt.
Wir unterhielten uns noch mit ihr, Jörg übernahm die Übersetzung. Sie erzählte uns dann auch, dass morgen in La Frontera eine Prozession stattfinden wird. Da werden wir dann natürlich zugegen sein.
Anschließend ging es weiter Richtung La Pena. Zum Glück nur noch bergab, so dass Björn dies auch ohne Akku gut bewältigen konnte. Jörg kündigte eine Abfahrt an, auf der man locker 85 km/h erreichen könnte. Das war mir aber doch zu gefährlich. Aber mit ca. 50 km/h sauste ich den Berg hinunter. Der Wind blies dabei aber sehr heftig um die Ohren.
Im letzten Abschnitt rasten dann die Männer vorneweg und ließen dann den La Pena links liegen, obwohl wir dort eigentlich nochmal Halt machen wollten. Also folgten alle anderen. Schließlich kamen wir wieder am Auto an. Wir hatten laut Jörg 50 km und 1370 hm zurückgelegt. Ich denke, trotz E-Bike eine gute Leistung.
Die Fahrräder wurden wieder in die Autos geräumt und Jörg bekam von jedem 75 Euro. In ca. 15 Minuten waren wir dann zurück an der Unterkunft. Etwas müde und geschafft, aber wir hatten wieder einen tollen Tag. Aber noch mehr Anstiege hätten es bei mir definitiv nicht mehr sein dürfen.
Ich hatte Jörg den ganzen Tag über immer mal wieder über die E-Bikes ausgefragt, ein bisschen Blut haben wir ja schon geleckt. Mal sehen.
Gegen 19:30 Uhr fuhren wir dann nochmal in den Ort, wo wir durch die Gassen schlenderten. Hier hatten heute alle Geschäfte Außenstände aufgebaut und überall spielte Musik.
Anschließend holten wir uns zu zweit noch eine Pizza, die wir dann auf der Terrasse unserer Unterkunft noch bei Sonnenuntergang genossen. Die Pizzeria hatte früher mal Jörg gehört.
Hier noch ein schönes von Jörg zusammengestelltes Video unserer Tagestour.
Heute saßen wir um 9:00 Uhr beim Frühstück. Ich löffelte mal eine der Maracujas aus dem hauseigenen Garten. Lecker.
Und vor dem Fenster planschte wieder ein Vogel im Wasserbad.
Als um 10:30 Uhr Jörg kam, saßen wir immer noch da 😉. Zeitgleich mit Jörg kam auch Eva wieder vorbei. Gegen 11:15 Uhr machten wir uns auf den Weg und eigentlich wollten wir die Wanderung 30 aus dem Rother Wanderführer machen, Vom Mirador de Jinama zum Mirador de La Pena, allerdings nur in eine Richtung. Da diese Wanderung am Grat oberhalb des Golfotals entlang führt, sollte man auf einen wolkenlosen Tag warten, was bis jetzt weder letztes Jahr noch dieses Jahr geklappt hatte. Wir sahen von unten, dass Jinama frei war, über La Pena hingen aber die Wolken. Wir wollten es trotzdem wagen und fuhren zum Mirador de Jinama. Hier hatten wir wieder einen tollen Ausblick über das Golfotal.
Hier gibt es auch eine kleine Ermita, die Virgen de la Caridad.
Hier oben planten wir dann kurzerhand um. Da la Pena ja im Nebel lag und im Wanderführer auch was von Schwindelfreiheit die Rede war, entschieden wir uns, stattdessen die Wanderung Nr. 26 zu laufen.Diese startet eigentlich an der Hoya de Fileba, führt aber als Rundweg zum Mirador de Jinama und wir starteten einfach hier.
Wir mussten zuerst ein Stück die Straße entlang laufen, bis wir auf den Camino de la Virgen trafen. Diesem mussten wir dann weiter folgen. Der Camino de la Virgen startet an der Ermita de Los Reyes und führt über die ganze Insel nach Valverde. Er ist alle vier Jahre Schauplatz einer berühmten Prozession, der Bajada de la Virgen de Los Reyes.
Wir liefen jetzt natürlich nur ein Teilstück davon. 40 Minuten sollten wir dem Weg folgen. Wir brauchten mit Fotografieren und Pausen ca. 1h. Wolkenloser Tag bedeutete heute dann aber auch große Hitze. Es ging kein Wind und die Sonne knallte herunter. Schatten gab es nur selten.
Disteln säumten den Weg.
Schließlich erreichten wir wieder den Wald von La Llania, wo es im Schatten etwas angenehmer war.
Schließlich kamen wir nach ca. 1 h an der Hoya de Fireba an, dem eigentlichen Startpunkt der Wanderung.
Hier liefen wir am Kraterrand entlang. Anschließend verlief der Weg ein bisschen auf und ab, bis wir schließlich die Abbruchkante erreichten, wo wir immer wieder erste tolle Blicke auf das weit unter uns liegende Golfotal hatten.
Kurz später erreichen wir ein Privathaus mit einem kleinen Observatorium.
Der Weg verlief nun immer weiter an der Abbruchkante entlang und wir konnten uns an den Ausblicken nach unten gar nicht satt sehen.
Mit der Kamera suchten wir dann unsere Unterkunft und konnten sie auch wirklich erspähen.
Der Weg war inzwischen in eine rote Sandpiste übergegangen.
Schließlich war ein Steintor zu erblicken.
Der Blick in die andere Richtung auf die Nisdafe Hochebene rund um San Andres.
Dieser Hügel musste dann noch erklommen werden.
Dann verließ der Weg die Abbruchkante und weitere Blicke auf die Hochebene wurden frei.
Schließlich erreichten wir ein Kieferwäldchen, wo es nochmal ziemlich steil und geröllig nach unten ging.
Hier mussten wir dann noch ein Gatter durchqueren, das uns auf einen Wiesenweg zurück zur Straße führte. Ein weiteres Gatter musste hier kletternd überwunden werden. Dann waren es nur noch ein paar Meter über die Asphaltstraße und wir waren zurück am Ausgangspunkt. Wir hatten 3,5 h für die Wanderung benötigt, abgegeben war sie mit 2,5 h reiner Gehzeit.
Anschließend ging es zurück in die Unterkunft. Unterwegs machten wir noch einen kurzen halt beim Supermarkt der Kooperative. Dann war dringend eine Dusche nötig, da wir von dem toten Sand ziemlich eingestaubt waren.
Um 18:30 Uhr waren wir ja dann schon mit Björns Begleiterinnen von gestern verabredet. Wir bummelten noch ein bisschen durch den Ort und tranken einen Cafe con leche. Um 19:30 Uhr öffnete dann das Namaste und ich versuchte dieses Mal auch den Burger, aber mit Crispy Chicken. Der war lecker.
Dazu hatten wir Rotwein und Wasser. Und so saßen wir dort dann noch bis ca. 23:15 Uhr und hatten uns unter anderem viele 05- und Urlaubsgeschichten zu erzählen. Und ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass wir im Mai schon im gleichen Bus zum Auswärtsspiel nach Wolfsburg gesessen haben.
Und jetzt ist es schon 0:30 Uhr und morgen müssen wir aufgrund der E-Bike Tour relativ früh raus.
Wie gestern schon berichtet, hat Björn sich heute der Höhlenexkursion von Jörg angeschlossen. Für mich kam das nach der Erfahrung letztes Jahr nicht mehr in Frage 😉. Und erst recht nicht, wenn man auch noch irgendwo durchkrabbeln muss. Björn hat da seinen Spaß dabei.
Jörg kam um 9:45 Uhr vorbei und holte Björn ab. Es ging dieses Mal Richtung San Andres. Ich besprach mit Jörg noch die letzten Details für die Fahrradtour am Samstag. Nachdem die beiden weg waren, hüpfte ich erst mal unter die Dusche. Dann bestätigte sich, dass sich unsere Urlaubspläne für Oktober erneut zerschlagen haben, da sich zu wenig Leute für die Reise angemeldet haben. Schade. Auf ein Neues.
Anschließend fuhr ich mit dem Auto nach Pozo de la Salud und fragte einen Massagetermin für heute an. Leider war nichts mehr zu machen. Die einzige Möglichkeit wäre eine 25-minütige Massage am Sonntag gewesen, aber wegen nur 25 Minuten wollte ich mir jetzt nicht den ganzen Sonntag für andere Aktivitäten verbauen. Eine Ganzkörpermassage wäre erst wieder nächsten Donnerstag möglich gewesen, aber da sind wir ja schon wieder zuhause.
Also zog ich von dannen. Auf dem Rückweg machte ich dann noch einen Abstecher zum Charco Azul, den wir letztes Jahr nur von oben betrachtet hatten. Steile Steintreppen führten nach unten.
Hier lagen einige Spanier in der Sonne und ein paar wenige befanden sich im Meerwasser-Pool und für das menschenleere Foto musste ich ein bisschen warten 😉. Aber ich setzte mich dann einfach mal hin und lauschte dem Meeresrauschen. Sehr beruhigend. Da ich den Besuch ja nicht geplant hatte, hatte ich selbst leider keine Badesachen dabei.
Anschließend fuhr ich mal zum Supermarkt der Kooperative. Ich hatte mir darunter eine große Markthalle vorgestellt, aber eigentlich war es ein ganz normaler Supermarkt. Hier kann man sich aber sicher sein, dass es sich um lokale Produkte handelt.
Danach fuhr ich nochmal in den Ort und trank eine heiße Schokolade. Das Restaurant schloss aber kurz später, so dass ich gehen musste. Inzwischen war es 13:30 Uhr und die Männer hatten sich für 14 Uhr angekündigt. Und da wir nur einen Hausschlüssel haben, wartete ich dann, weil Björn ja sonst nicht reingekommen wäre. Letztendlich kamen sie dann aber erst gegen 15 Uhr und ich hatte in der Zwischenzeit mal nach Alternativurlaub für Oktober geschaut.
Um 15 Uhr kam Björn dann wieder völlig begeistert zurück. Der Halbtagesausflug kostete 40 Euro. Er erzählte dann, dass die beiden anderen Teilnehmerinnen lustigerweise zwei Mainzerinnen waren, Mutter und Tochter, und sogar beide auch 05erinnen und sogar Dauerkartenbesitzerinnen waren. Was für ein Zufall. Somit wurden Nummern ausgetauscht.
Hier ein paar Eindrücke von Björns Tour (Fotos sponsored by Jörg).
Ich wäre danach ja noch gerne den Holzplankenweg in Las Puntas gelaufen, aber Björn wollte nicht. So fuhren wir dann gegen 17:30 Uhr nochmal nach San Andres, wo Björn ja eigentlich grade erst herkam und kehrten ins Restaurant La Igualdad ein, dass Jörg kurz vorher empfohlen hatte. Heute war ich etwas luftiger an und hier oben waren es jetzt nur 19 Grad. Doch etwas frisch. Das Essen war aber sehr lecker. Björn hatte Hähnchenbrust, ich ebenfalls, aber nach Art Pizzayola.
Die Papas Arrugadas durften natürlich nicht fehlen.
Dann fuhren wir wieder zurück und machten noch einen Abstecher zu La Maceta, einem weiteren Meerwasserpool. Hier wollten wir am Restaurant noch ein Eis essen.
Gegen 20:30 Uhr waren wir wieder zurück in der Unterkunft. Hier vereinbarten wir dann mit den beiden Mainzerinnen noch ein gemeinsames Essen morgen Abend.
Am Sonntag auf den Markt hatten wir ja mit Ralf und einem weiteren Pärchen eine Wanderung in La Llania vereinbart. Diesen Weg waren wir letztes Jahr bei Nebel und Nieselregen schon auf eigene Faust gelaufen. Aber mit Ralf‘s riesigem Botanikwissen sollte es bestimmt viel zu erfahren geben.
Gegen 7:45 Uhr standen wir auf, duschten und frühstückten. Grade als wir gegen 9:45 Uhr losfahren wollten, fuhr Jörg wieder mit dem Fahrrad vor und wir hielten wieder ein kurzes Schwätzchen. Dabei bot er Björn an, morgen an einer Höhlenexpedition teilzunehmen.
Wir kamen dann erst gegen 10:00 Uhr los und ausgerechnet heute fuhr ein Spanier vor uns mal ordnungsgemäß. Ansonsten rasen diese eigentlich immer die Serpentinen nach oben. Somit kamen wir nur schleppend voran und kamen dann quasi mit Punktlandung um 10:30 Uhr in La Llania an. Ralf und das andere Pärchen waren logischerweise schon da. Ralf erzählte ein paar einführende Worte, vor allem über die hier wachsende Baumerika.
Dann ging die Wanderung los und wir kamen zum Aussichtspunkt La Llania, den wir ja letzte Woche schon besucht hatten. Im Gegensatz zur letzten Woche war heute aufgrund der Wolken aber nicht so viel vom Golfotal tief unter uns zu sehen.
Weiter ging es und Ralf erzählte uns etwas über die Flechten, die hier überall an den Bäumen zu finden waren.
Wir rochen am Zitronenthymian…
….und liefen dann durch ein Stück Wald, bis wir zum Hexentanzplatz kamen.
Hier erzählte Ralf viel darüber, dass die früheren Inselbewohner in Massen nach Venezuela ausgewandert sind. Viele haben ihre Frauen zurückgelassen und sich teilweise dann nie wieder um diese gekümmert. Diese durften damals eine Witwenrente beantragen, auch wenn sie eigentlich gar keine Witwe waren. Aufgrund der Religion war es ihnen aber auch nicht möglich, sich wieder einen neuen Mann zu suchen, da sie offiziell ja noch verheiratet waren. Diese Frauen haben sich dann oft an diesem Platz getroffen und haben über Schüsseln mit Wasser, die den Atlantik symbolisieren sollten, versucht, Kontakt mit ihren Verwandten in Südamerika aufzunehmen. Von den Bauern wurde dies als eine Art Geisterbeschwörung angesehen und die Frauen wurden somit der Hexerei bezichtigt und wurden teilweise ausgestoßen. So entstand der Name des Hexentanzplatzes.
Einige Auswanderer kamen aber auch wieder zurück und bauten dann mit ihrem gesparten Geld neue Häuser auf El Hierro oder andere sendeten wenigstens Geld an ihre zurückgelassenen Frauen.
Kurz später kamen wir dann an den Krater der Hoya de Fireba, den wir letztes Jahr bei der Wanderung ja schon besichtigt hatten.
Hier erzählte und Ralf den Unterschied zwischen basischer und säurehaltiger Lava. Vom Aussichtspunkt hier konnte man in der Ferne Teneriffa mit dem Teide sehen.
Wir liefen weiter und kamen zu einer alten Zisterne, in der früher Wasser gesammelt wurde oder in der Trockenzeit wurde diese sogar mit einem Tankschiff mit Wasser beliefert.
Hier machten wir eine Rast und Ralf hatte uns eine Quesadilla mitgebracht, wovon jeder zwei Stücke essen durfte. Wir liefen weiter und rochen an der kanarischen Zitronenmelisse.
Weiter ging es durch den Zauberwald und überall hatte Ralf was zu erzählen, mal über die Baumrinde, mal über die kanarischen Kiefern etc.
Wir machten eine weitere Rast, bei der wir unsere Äpfel aßen.
Und dann liefen wir das letzte kurze Stück zum Auto zurück.
Dort kamen wir dann gegen 15 Uhr an. Eine schöne Tour, auch wenn ich sie letztes Jahr mit dem Nebel noch etwas mystischer fand. Ralf bekam pro Person 25 Euro für die Tour.
Auf der Tour hatte ich erzählt, dass ich gestern ein E-Bike ausprobiert habe und wir überlegen, noch eine Tour mit Jörg zu machen, falls das zeitlich noch möglich sein sollte. Als wir grade losfahren wollten, kam unsere Mitwanderin nochmal zum Auto und meinte, dass sie auch Interesse an einer solchen Tour hätten und ich doch mal Bescheid sagen solle, falls noch eine stattfindet. Also tauschten wir die Nummern.
Zurück in La Frontera setzten wir uns noch in ein Restaurant und tranken je zwei Café con Leche. Hier setzte ich eine WhatsApp an Jörg ab, dass Björn an der Höhlentour teilnehmen will und fragte eine E-Bike-Tour an. Die Höhlentour ist nun für morgen klar gemacht. Ich muss mir dann mal überlegen, was ich in dieser Zeit mache. Eine Fahrradtour wurde uns für Samstag angeboten. Ich leitete das Angebot an die anderen beiden weiter und fragte, ob sie Interesse haben.
Gegen 18:45 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Restaurant Joapira. Björn wollte, dass ich mal das Auto fahre. Wir machten einen Abstecher zu den Müllcontainern, vor allen, weil wir in der Küche eine Ameisenstraße vorgefunden hatten und die Tüte voll davon war. Von dort nahmen wir eine Straße, wo wir dachten, dass sie uns zum Restaurant führt. Das tat sie auch, aber sie führte eng und steil durch die Häuser hindurch. Ich fühlte mich äußerst unwohl beim Fahren. Schließlich kamen wir beim Restaurant an und es war geschlossen, obwohl TripAdvisor und auch der Ausgang sagten, dass eigentlich geöffnet sein sollte. Hm. Also fuhren wir zurück nach Tigaday und gingen dann ins Restaurant Cruz Alto und probierten die Arepas, die Ralf bei der Wanderung erwähnt hatte. Arepas sind gefüllte Maisfladen. Björn hatte zerrupftes Hühnchen und ich Schinken und Käse.
Satt waren wir davon noch nicht und bestellten zusammen noch eine Portion Papas locas und waren uns sicher nun die Salzkartoffeln zu bekommen. Geliefert wurde aber eine riesige Portion Pommes Frittes. Wieder was gelernt.
Gegen 21:30 Uhr waren wir dann zurück in der Unterkunft.
Für heute hatte ich eigentlich die Wanderung Nr. 26 aus dem Rother Wanderführer angedacht, von der Hoya de Fileba zum Mirador de Jinama. Den Wecker hatten wir auf 7 Uhr gestellt, blieben danach aber noch etwas liegen. Beim Frühstück wussten wir schon, dass die angedachte Wanderung eher nichts werden würde, da diese am Kamm entlang führt und dazu angeraten wurde, einen möglichst wolkenlosen Tag abzuwarten. Und was war? Die Wolken hingen heute wieder tief und an Sicht dort oben war nicht zu denken.
Gegen 10 Uhr kam Jörg vorbei, um nach den Katzen von Norbert zu schauen. Und wie gestern versprochen, hatte er mir ein E-Bike mitgebracht, dass ich dann mal auf der steilen Straaße ausprobieren konnte. Und was soll ich sagen: Wahnsinn. Ich hätte nicht gedacht, dass es damit so extrem leicht sein würde Anstiege zu überwinden. So konnte ich mal kurz in die E-Bike Welt reinschnuppern. Dazu muss ich sagen, dass Jörg E-Bikes vermietet und auch geführte Touren anbietet. Ist auf jeden Fall nochmal eine Überlegung wert.
Ich befragte ihn auch nochmal bzgl. der Tour 8 aus dem Rother Wanderführer, Von Valverde auf den Ventejis, ob er denkt, dass diese bei diesem Wetter machbar ist. Er riet uns dann dazu die Tour nicht ab Valverde zu fahren, sondern zum Arbol Garoe zu fahren und ab dort zu laufen. Da er eine Stunde später sowieso in Valverde sein wollte, wollte er mir nochmal Bescheid sagen, wie das Wetter dort ist. Gesagt, getan. Er meldete wechselhaftes Wetter und wir entschieden uns dann die Wanderung zu wagen.
Bis wir losfuhren war es inzwischen 11:30 Uhr. Kurz vor Valverde konnten wir Jörg sogar nochmal zuwinken, da er am Straßenrand stand. Anschließend schickte uns unser Navi wieder auf abenteuerlichen Wegen zum Arbol Garoe. Der Weg war einfach nicht machbar, so wie das Navi es vorschlug. Somit fuhren wir erst mal wieder zurück auf eine normale Straße und von dort nach San Andres, wo wir vom letzten Jahr noch wussten, dass dort der Weg zum Besucherzentrum ausgeschildert ist. Allerdings hatten wir dieses im letzten Jahr einfach nicht gefunden. Heute kamen wir wieder zur Ausschilderung, dieses Mal aber mit eingeschaltetem Navi, was letztes Jahr aufgrund des fehlenden Internets nicht möglich war. Dort bogen wir wieder auf die Schotterpiste ab und folgten der Beschilderung. Dieses Mal war es kein Problem alles zu finden und wir stellten fest, dass wir letztes Jahr 500 m vor dem Ziel umgekehrt waren.
Nun erst mal zum Arbol Garoe: Er ist das Wahrzeichen El Hierros und schmückt auch das Wappen der Insel. Er wird von Legenden umrankt. Er liegt versteckt in einem kleinen Tal. An dieser Stelle soll einst ein großer Lorbeerbaum gestanden haben, der angeblich hunderte Liter Wasser am Tag aus dem Passatnebel molk und somit viele Leute vor dem verdursten rettete. In einem Sturm wurde er 1610 entwurzelt und 1957 wurde an seiner Stelle wieder ein neuer Baum gepflanzt.
Wir parkten also am Besucherzentrum, der Himmel war wolkenverhangen.
Dann bezahlten wir die 2,50 Euro Eintritt pro Person und legten den kurzen Weg zum Baum zurück. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an mehreren Wasserstellen vorbei, die von den Bimbache gefertigt wurden.
Und dann erreichten wir den Baum, der in eine Felsnische eingebettet ist. Eigentlich unspektakulär 😉, aber sagenumwoben.
Inzwischen zeigte die Uhr die 13 an und wie von Jörg empfohlen sollte es eine Mischung aus Wanderung Nr. 8 und 9 werden. Da ab dem Parkplatz die Ruta del Aqua (Nr. 9) beschildert war, folgten wir dieser erst einmal bergab.
So richtig voran kamen wir aufgrund des Fotografierens nicht. Wir passierten ein kleines Wäldchen, das wieder an den Märchenwald erinnerte, den wir ja morgen mit Ralf erneut besuchen werden.
Die Landschaft änderte immer wieder ihr Gesicht.
Wir wollten dann die Ruta del Aqqua rechts auf dem Weg verlassen und dann der Beschreibung der Wanderung 8 auf den Ventejis weiter folgen. Merkwürdig fanden wir, dass wir einen Zaun übersteigen mussten, was im Wanderführer so nicht beschrieben war. Wir liefen den Weg trotzdem weiter und erblickten dann unserer Meinung nach den Ventejis.
Wir liefen den Feldweg entlang, der lt. Beschreibung von Agaven gesäumt sein sollte, es waren aber keine Agaven zu sehen. Es sollte eine Wasserstelle folgen, wir fanden aber nur eine mit Wasser gefüllte alte Badewanne. Sollten wir auf dem richtigen Weg sein? Wir waren uns unsicher und drehten nochmal um, fanden aber keine andere Möglichkeit und liefen diesen Weg dann doch weiter. Inzwischen versperrten uns aber drei Pferde den Weg.
Vorsichtig schlängelten wir uns zwischen diesen hindurch, sie beachteten uns aber kaum. Aber als wir das geschafft hatten, fanden wir auch nicht gleich den Weg bergauf. Teilweise weglos ging es bei hier oben sehr starkem Wind steil bergauf.
Das war unser Aufstieg
Oben atmete ich erst mal tief durch und dachte, wir hätten den Ventejis erklommen. Im Tal lag uns Valverde zu Füßen, etwas wolkenverhangen. Der Blick nach La Palma blieb uns leider verwährt.
Hier oben zog es die Hechtsuppe und ich hatte meine Mütze lieber abgezogen, bevor sie noch weggeflogen wäre. Inzwischen hatte ich auch realisiert, dass wir noch gar nicht auf dem Ventejis sind und dass uns wohl noch ein weiterer Anstieg bevorstand. Wir wussten allerdings schon wieder nicht richtig, wo der Weg weitergehen sollte. Die Wanderbeschreibung passte wieder nur so halb und einen Weg, der rechts abbiegen sollte, fanden wir auch nicht. Das war uns dann irgendwann egal und wir liefen den einzig vorhandenen Weg, der teilweise aber auch nicht als Weg zu erkennen war einfach immer weiter entlang. Irgendwann führte dieser dann extrem steil sehr lange nach oben. Ich war mir sicher, dass wir hier auf den Ventejis kommen würden, war mir aber auch sehr sicher, dass dies nicht der beschriebene Weg aus den Wanderführer war. Egal, Hauptsache wir kommen dorthin, wo wir hin wollten.
Der Hang von unten…….und von oben.
Schließlich erreichten wir den Gipfel, auf dem ein Mobilfunkmast trohnte. Der Ventejis, das war nun klar. Wir standen nun auf 1139 m. Der Arbol Garoe konnte nun auch nicht mehr weit sein. Und nachdem ich die weitere Wanderbeschreibung durchgelesen hatte, realisierte ich nun, warum die Wanderbeschreibung hinten und vorne nicht gepasst hatte. Der Weg ab den Übersteigen des Zaunes war hier in umgekehrter Richtung beschrieben. Wir hatten also auf der Ruta del Aqua einen viel weiteren Weg zurückgelegt, als wir gedacht hatten und der Weg in den wir, wie beschrieben rechts abgebogen waren, muss wohl schon etwas früher abgebogen sein. Aber wir haben den Weg dann ja auch ohne Wanderführer mit einigen Irrungen und Wirrungen gefunden, wenn auch in die entgegengesetzte Richtung, was uns zwei richtig knackige Aufstiege beschert hat, die eigentlich Abstiege gewesen wären. Warum einfach, wenn es auch schwer geht 😉?
Schließlich erreichten wir gegen 17:30 Uhr wieder das Auto. Das Restaurant, das Jörg empfohlen hatte, hatte lt. Google heute geschlossen, somit entschieden wir uns nochmal in das nahegelegene San Andres zu fahren, um zu schauen, ob wir dort etwas zu essen bekommen. Als wir dort ankamen saß dann lustigerweise das Ehepaar, das uns auf der morgigen Wanderung begleiten wird vor einer Kneipe. Wir stiegen aus und unterhielten uns nett mit ihnen. Sie hatten eine Wanderung nach Isora gemacht und empfahlen uns den Kichererbseneintopf im dortigen Restaurant. Somit stiegen wir nochmal ins Auto und fuhren die wenigen Kilometer nach Isora. In der dortigen Bar hatten wir letztes Jahr mit Ralf nach der Wanderung noch einen Kaffee getrunken. Wir nahmen Platz, die Bedienung konnte kein Englisch und wir hatten wieder Probleme mit dem Spanisch. Eine Speisekarte gab es nämlich nicht. Somit holte die Bedienung ihr Handy und tippte dort in den Google Übersetzer die möglichen Gerichte ein und wir lasen die Englische Übersetzung. Da alle anderen Gerichte Fleischgerichte waren, konnte der Kichererbseneintopf nur das Gericht des Tages sein. Das bestellten wir dann. Was kam war eine Mischung aus Kartoffeln, Hähnchen, Kichererbsen, Bohnen etc. Das war ganz lecker und mal was anderes.
Und letztendlich haben wir dann sogar für die zwei Gerichte, eine kleine Flasche Wasser, zwei Eis und einen Espresso nur 16 Euro bezahlt. Das war ja mal billig.
Anschließend fuhren wir dann zurück zur Unterkunft und auf der Hochebene war alles nebelverhangen.
Das Golfotal lag und anschließend aber wieder in strahlendem Sonnenschein zu Füßen. Wir gingen noch schnell in den Supermarkt und waren dann gegen 19:00 Uhr zurück in der Unterkunft. Von der Terrasse aus konnten wir nun gegen 21:00 Uhr noch den Sonnenuntergang beobachten.
Im Anschluss hörten wir lautes Gebrüll und eine Trillerpfeife. War da etwa ein Fußballspiel? Da wollten wir natürlich hin. Aber grade als wir die Tür verlassen haben, war nichts mehr zu hören und auf dem Fußballplatz war alles dunkel. Da waren wir wohl zu spät, schade. Trotzdem machten wir dann noch einen kleinen Spaziergang die Straße hinunter und wieder hinauf. Bis zum Wasser war es dann doch noch zu weit gewesen.
Heute gibt es nicht so viel zu berichten. Koffer packen war angesagt. Aber ausgerechnet jetzt, wo wir alles ins Auto schleppen mussten, regnete es und es sah so aus.
Also frühstückten wir heute drinnen. Gegen 10 Uhr wollten wir los, also marschierten wir zu Carmen und Graham, um zu bezahlen. Die beiden saßen gerade beim Frühstück und luden uns auf einen Kaffee ein. Die Einladung nahmen wir gerne an. Das Haus steht wirklich an einem tollen Platz mit herrlicher Aussicht über das Tal, wenn es heute nicht geregnet hätte.
Wir unterhielten uns dann noch angeregt, mit Carmen auf Deutsch, mit Graham auf Englisch. Das war wirklich sehr nett. Zwei Stunden saßen wir so da. In dieser Zeit erfuhren wir, dass Carmen ein Buch veröffentlicht hat und gerade an einem weiteren Buch schreibt. Da die Gespräche so nett waren und da die neue Unterkunft quasi nur um die Ecke liegt, vereinbarten wir, dass wir die Tage nochmal vorbeikommen, weil wir auch noch gar nicht dazu gekommen waren, Carmen‘s tollen Garten zu besichtigen. Das Grundstück ist 12.000 qm groß 😮. Draußen zeigte Carmen Björn noch weitere Pflanzen und sie schenkte ihm sogar einen Ableger.
Dann fuhren wir die nur wenigen Meter runter zu Norbert“s Unterkunft. Die Unterkunft von Carmen war sehr süß und schnuckelig, wobei sie aber auch noch ein Apartment vermietet. Die neue Unterkunft ist auch sehr schön und bietet mehr Platz, da wir hier ein komplettes Häuschen zur Verfügung haben. Beide Unterkünfte sind aber absolut zu empfehlen.
Nachdem wir ausgeladen hatten, machten wir uns erst mal über die Mango und die Ananas her, die wir in El Pinar auf dem Markt gekauft hatten. Lecker.
Björn wollte anschließend erst mal ein Nickerchen halten. Aufgrund dessen war dann auch gar keine Zeit mehr richtig was zu unternehmen, weil um 18 Uhr Eva kommen wollte, um uns das Haus zu erklären. Also schrieb ich nur ein bisschen Blog und fing mal an mein Buch zu lesen. Gegen 17:30 Uhr fuhr auf einmal ein Auto vor und ich dachte zuerst es wäre Eva. Dann erkannte ich aber, dass es Jörg ist, der sich um die Katzen kümmert. Wir hielten ein kurzes Schwätzchen, dann musste er aber auch schon los. Kurz später erschien dann Eva, die sehr gut Englisch spricht. Wir bezahlten die Unterkunft und Eva zeigte uns dann noch ein bisschen das Gelände. Auch hier gibt es ein riesiges Grundstück. Und überall wächst frisches Obst: Feigen, Maracuja, Mango und wir dürfen uns sogar einfach daran bedienen. Super.
Der Komposthaufen war dann am Ende des Geländes, so dass wir einen kurzen Marsch hinter uns bringen müssen, wenn wir den Biomüll entsorgen wollen. Aber überall waren auch schöne kleine Sitzgelegenheiten auf dem Weg. Ebenso ein alter Wohnwagen, der immer noch zum Übernachten benutzt wird. Björn half dann noch ein bisschen beim Blumen gießen und dann fuhren wir zum Abendessen. Inzwischen war es 19:30 Uhr, das Restaurant La Bodeguita de Fa öffnet aber auch erst um 19:00 Uhr. Hier waren wir letztes Jahr auch schon eingekehrt. Nachdem ich letztes Jahr noch Wachtel probiert hatte, war ich dieses Mal nicht so experimentierfreudig und wir bestellten beide Lasagne und Rotwein.
Und da das Restaurant direkt gegenüber der Kirche liegt, statteten wir dieser auch nochmal einen Besuch ab.
Anschließend erklommen wir auch nochmal die Stufen zum Glockenturm, um die schöne Aussicht zu genießen.
Gegen 22:00 Uhr waren wir wieder zurück an der Unterkunft. Da der Himmel ziemlich wolkenverhangen ist, wird es heute eher nichts mit Sterne gucken.