Heute morgen haben wir irgendwie ein bisschen rumgetrödelt und kamen erst um 12:30 Uhr aus dem Haus. Die große Wanderung ab dem Picknickplatz kam somit nicht mehr in Frage. Ralf hatte uns aber den Tipp gegeben, dass der Malpaso auch auf einfache Weise erwandert werden kann. Also folgten wir seinem Tipp und fuhren mit dem Auto zum Cruz de los Reyes. Der Weg führte uns wieder über die Serpentinen-Straße nach La Llania, an der dortigen Wegkreuzung nahmen wir nun aber einen Abzweig, den wir bisher noch nie gefahren waren. Wir kamen an den Dos Hermanas vorbei und kurz später endete die Asphaltstraße und ging in eine Schotterstraße über. Hier war unser Parkplatz.
Das Cruz de la Reyes ist einer der Haltepunkte auf bei der großen Prozession auf dem Camino de la Virgen, die nächstes Jahr wieder stattfinden wird.


In der Nähe sahen wir ein rotes Kunstwerk, das einen Pflug darstellen soll. Uns sagte es aber nicht sonderlich zu.

Bei der Wanderung orientierten wir uns an der Wanderung Nr. 23 im Rother Wanderführer: Von El Pinar auf den Malpaso. Der Weg den wir heute laufen wollten, war aber wirklich nur der letzte kleine Abschnitt dieser Wanderung und eigentlich erschloss sich der Weg auch von selbst.
Es gab aber zwei Möglichkeiten auf den Malpaso zu kommen. Entweder über die Fahrpiste oder auf dem direkten Weg über den Camino de la Virgen. Wir entschieden uns auf dem Hinweg für die Fahrpiste, die uns aber nicht sonderlich gut gefallen hat. Hier war es sehr staubig. Außer einer Patrouille der Feuerwache begegnete uns hier, wie auf fast allen Wanderungen auch, keine andere Menschenseele.


Ein kurzer Blick ins Tal.

Kurz später ging die Piste dann wieder in eine Asphaltstraße über, die rechts in Serpentinen den Berg hoch führte. Es war wieder sehr heiß und es gab wenig Schatten.

Und dann kamen wir nach kurzer Zeit auch schon oben auf dem Malpaso an. Hier steht wieder ein riesiger Funkmast.


Der Malpaso ist mit 1501 m der höchste Gipfel der Insel

Hier hatten wir dann wieder Blicke auf das Golfotal, aus einer anderen Perspektive.



Der Blick in die andere Richtung.

Zurück nahmen dann den Weg über den Camino de la Virgen, der uns viel besser gefiel. Allerdings war es hier auch steiler als auf der Fahrpiste.






Es dauerte keine 30 Minuten bis wir wieder unten waren. Zuerst hatten wir noch über eine weitere Wanderung nachgedacht, aber das war zeitlich eher nicht mehr möglich. Also liefen wir vom Parkplatz aus nochmal zur Fuente Cruz de los Reyes. Hier waren trafen wir wirklich andere Menschen 😉. Ein Pärchen saß auf einer Picknickbank.

Hier unter den Bäumen war es von den Temperaturen etwas angenehmer und der Ort selbst war schön und mystisch, was auf den Fotos gar nicht richtig rüber kommt.







Auf dem Rückweg wollten wir zuerst nach Valverde zum Kaffee trinken fahren, aber als wir dann sahen, dass die Ermita de San Salvador ganz in der Nähe ist, statteten wir dieser nochmal einen Besuch ab. Diese liegt rund 1 km über dem Golfotal und war der Startpunkt der gestrigen Bajada. Somit wollten wir uns nochmal den Weg anschauen, den die Musiker gestern genommen hatten. Es gab einen Parkplatz direkt an der Serpentinenstraße die hinunter nach La Frontera führt. Von hier mussten wir noch 300 m auf einem schmalen, etwas steilerem Weg nach oben laufen.

Wir passierten einen Ort, der wahrscheinlich der erste Stopp bei der Prozession war. Hier saßen mehrere Menschen. Wir liefen weiter und erreichen dann schon bald die Ermita. Diese war aber leer. Also wurde die Statue wohl gestern doch nicht mehr zurückgebracht.



Anschließend fuhren wir nach La Frontera und tranken dort noch einen Kaffee und aßen ein Stück Kuchen.

Zurück ging es zur Unterkunft, wo wir im Garten noch einen Vogel erblickten.

Gegen 18 Uhr ging es zurück zur Unterkunft, wo wir erst mal duschten. Um 19:30 Uhr waren wir mit Jörg zum Essen verabredet. Wir hatten ihn eingeladen, als Dankeschön für die Trommelaktion letztes Jahr und alle weiteren Unterstützungen, die er uns bei der diesjährigen Reise gegeben hatte. Seine Frau Heidrun war leider aufgrund anderer Verpflichtungen doch nicht mitgekommen. Zuerst bestellten die Männer ein Bier und ich einen Wein.

Zu dritt hatten wir eine Portion Pommes bestellt, die aber so mächtig war, dass es unmöglich war dies zu schaffen.

Und dann hatte jeder noch einen Burger. Björn einen ganz normalen und Jörg und ich aßen den Linsenburger.

So saßen wir dort bei Sonnenuntergang, unterhielten uns über dies und das und Jörg ließ immer wieder kleine Spanisch-Lektionen einfließen. Schließlich war es fast 0 Uhr und wir mussten aufbrechen. Jörg hat morgen wieder eine Höhlentour.