Wir haben es nochmal getan. Nachdem wir letztes Jahr im Mai schon die kleinste der kanarischen Inseln besucht hatten, haben wir kurzentschlossen vor zwei Wochen erneut gebucht. Zuvor waren eigentlich die Alpen und die Mecklenburgische Seenplatte im Rennen. Aber als nun das Geld der ausgefallenen Japan-Reise zurückkam und unsere Oktober-Pläne nicht mehr so umgesetzt werden können wie wir uns das vorgestellt hatten, haben wir uns kurzfristig umentschieden.
Die Anreise nach El Hierro ist weiterhin nicht so einfach, was eigentlich nur an der Abflugzeit in Frankfurt liegt. Einen Direktflug gibt es ja sowieso nicht. Würde der Flieger nur eine Stunde früher starten, wäre es kein Problem, die Anschlussfähre auf Teneriffa zu bekommen, so ist es eher nicht zu schaffen. Ich habe wieder alle Möglichkeiten ausgelotet, ohne Zwischenstopp auf Teneriffa ging es wieder nicht.
Folgendes haben wir also gebucht.
Flug mit Condor von Frankfurt nach Teneriffa Süd, Weiterfahrt mit dem Flughafenbus 343 vom Flughafen Süd zum Flughafen Nord (ohne Vorbuchung), Taxi vom Flughafen zur Unterkunft in La Laguna, Übernachtung in La Laguna. Am nächsten Tag mit der 10 Uhr Maschine mit Binter von Teneriffa Nord nach El Hierro. Mietwagen über Cicar. zwei Unterkünfte auf El Hierro, weil die Unterkunft, die uns empfohlen wurde, nicht für den kompletten Reisezeitraum frei war.
Mit dem Rückflug hat es dieses Mal besser geklappt. Dort werden wir zuerst mit Binter nach Gran Canaria fliegen und von dort am gleichen Tag und vom gleichen Flughafen mit Condor weiter nach Hause.

Grundsätzlich hat bei der Anreise alles gut funktioniert, aber eine Anreise an einem Tag wäre natürlich zu bevorzugen. Wir bekamen als eine der letzten unsere Koffer und leider mussten wir auch 1:20 h auf dem Flughafenbus warten.
So trafen wir dann erst gegen 19:30 Uhr an unserer Unterkunft La Asomada del Gato ein,
Zum Öffnen der Tür hatten wir einen PIN Code erhalten…..dieser funktionierte aber nicht. Wir versuchten und versuchten, es war aber nichts zu machen. Grade als ich bei den Besitzerin anrufen wollte, kam diese dann aber um die Ecke und schloss uns auf. Bei ihr funktionierte der PIN Code übrigens auch nicht 😉.
Die Unterkunft machte aber einen netten Eindruck mit schönen Gärtchen und die Besitzerin war auch sehr freundlich und nett. Die Unterkunft liegt im Gegensatz zur Unterkunft letztes Jahr auch sehr zentral und ist für eine Zwischenübernachtung zu empfehlen. Die Zimmer sind aber relativ klein, was für eine Nacht ja nicht so schlimm ist. Ich habe mit zwar seit dem letzten Jahr ein bisschen Spanisch angeeignet, zum Kommunizieren reicht es aber trotzdem noch nicht. Verstehen tue ich aber schon ein bisschen mehr. Somit liefen die Formalitäten in einem Kauderwelsch aus Englisch und Spanisch ab. Die Besitzerin Minimalkenntnisse in Englisch und wir in Spanisch.



Das Städtchen La Laguna machte dieses Mal auch einen viel besseren Eindruck auf uns. Als wir letztes Jahr auf einen Sonntag dort ankamen, herrschte tote Hose und wir hatten Mühe, ein offenes Restaurant zu finden. Dieses Mal, ein Mittwoch, herrschte reges Treiben und es ist wirklich ein schönes kleines Städtchen. Wir liefen noch etwas durch die Gegend.




Aufgrund der späten Uhrzeit nahmen wir nur noch ein kleineres Mahl zu uns; die typischen kanarischen Runzelkartoffeln. Dann ging es ab ins Bett.
Beim Aufwachen erfuhren wir, das heute der komplette Flugverkehr in Frankfurt eingestellt ist, weil sich ein paar Klimakleber auf den Start- und Landebahnen festgeklebt haben. Glück gehabt, dass wir schon gestern geflogen sind.
Heute morgen erschienen wir um 8 Uhr beim Frühstück. Alles war schon vorbereitet und es war Selbstbedienung. Das Frühstück war ausreichend. Etwas Obst, Brot, Marmelade, etwas Wurst und Käse, Müsli, Kaffee und Tee.
Anschließend rief uns die Besitzerin ein Taxi, dass dann auch nach 5 Minuten schon da war. In 15 Minuten waren wir am Flughafen und bei Binter ist ja alles ziemlich unkompliziert. Eine Stunde vorher da sein reicht völlig. Koffer abgeben, kurz warten und schon geht es los.
Nach 45 Minuten erreicht man dann El Hierro. Die Koffer waren schnell da. Aber da wir im Flieger ganz vorne an den Notausgängen gesessen haben, waren wir als Letzte aus dem Flieger raus und somit auch die letzten in der Schlange für die Mietwägen. Als wir dran waren, ging es dann aber fix und der Opel Corsa war schnell gefunden. Wir fuhren nach La Frontera, suchten dann den Supermarkt auf und fuhren dann in das Restaurant, wo wir uns mit Ralf treffen wollten. Da waren wir also wieder im Golfo-Tal.

Letztes Jahr hatten wir eine Wanderung mit Ralf gemacht und dieses Jahr haben wir eine Unterkunft für die ersten vier Nächte über ihn gebucht. Hier aßen wir eine Kleinigkeit, bis Ralf um 14 Uhr eintraf. Wir unterhielten uns noch ein bisschen und kurz später fuhren wir zur Unterkunft. Wir haben die kleine Casita von Carmen gebucht und hier gefällt es uns schon mal sehr gut.




Hier lassen wir jetzt erst Mal den lieben Gott nen guten Mann sein. Also es war für heute faulenzen angesagt. Erst mal richtig ankommen. Die Ruhe hier ist einfach unglaublich. Nicht zu vergleichen mit dem Rhein-Main-Gebiet.
Am Abend waren wir dann noch im Restaurante Volcán de El Hierro eine Kleinigkeit essen, weil es uns dort letztes Jahr ganz gut gefallen hatte.

Björn hatte ein Entrecôte und ich nur ein paar Frühlingsrollen.
Jetzt sitzen wir im Dunkeln nochmal auf der Terrasse und schauen in den Sternenhimmel, der heute aber nicht sehr ausgeprägt ist. Aber je länger man schaut, desto mehr Sterne sieht man. Wir sehen wieder den großen Wagen. In Sri Lanka stand er noch auf dem Kopf, hier sehen wir ihn wieder wie zuhause.






















