05.09. – 19.09.2025 Usbekistan – 11. Tag: Samarkand

Heute stand nun die Stadtbesichtigung von Samarkand auf dem Programm. Um 8 Uhr waren wir beim Frühstücken und um 9 Uhr ging es los. Natürlich starteten wir am berühmten Registan-Platz mit den riesigen Medresen, das Wahrzeichen Samarkands . Unser Guide bezahlte den Eintritt und dann konnte es losgehen.

Registan-Platz

Links, die älteste der drei Medreseen, die Uleg-Beg-Medrese (1417-1420), rechts die Schirdor-Medrese (1611-1636) und in der Mitte die Tillya-Kori-Medrese (1646-1660).

So sahen die Gebäude vor der Sanierung aus.

Ulugh-Beg-Medrese

Der zentrale Innenhof ist umgeben von symmetrischen Fassaden mit kunstvollen Mosaiken. Die Räume rundherum dienten einst als Unterrichtszellen für Studenten. Heute befinden sich dort kleine Handwerksläden. Alle mit tollen Holzeingangstüren. Die Atmosphäre ist ruhig und historisch – ein Ort, an dem einst Astronomie und Mathematik gelehrt wurden unter der Leitung von Ulugh Beg selbst.

Hier gab es viele Souvenirshops und in einem davon konnte man sehen, wie die Fliesen restauriert werden bzw. neu erstellt werden. Was für eine Arbeit.

Hier in dem Laden gab es auch schöne Teekannen zu kaufen, aber leider kann man diese ja so schlecht heimtransportieren.

Diverse Fliesen konnte man auch erwerben, hier schlugen wir zu und kauften ein paar für zuhause.

Beim nächsten Laden gab es Seidenschals für nur 5 Euro, dort schlug ich ebenfalls nochmal zu.

Tillya-Kori-Medrese

Innen sieht man die prachtvoll vergoldete Moscheehalle mit blauen und goldenen Ornamenten. Die Decken sind reich verziert mit floralen Mustern und geometrischen Formen.

Die Gewänder der Männer nach der Hochzeit.

Zurück auf dem Registan Platz

Wie Ihr seht, ist das rechte eigentlich ein Fabrikschlot 😂.

Bibi-Chanum-Moschee

Über einen Boulevard liefen wir weiter zur Bibi-Chanum-Moschee. Eine der grandiosesten Moscheen der muslimischen Welt, die größte Moschee Zentralasiens,

In der Moschee benutzte ich dieses Mal meinen neuen Seidenschal als Kopfbedeckung, was viel angenehmer war als mein Sonnenhut.

Am Straßenrand gab es immer wieder Verkaufsstände.

Mittagessen

Anschließend gab es erst mal eine kurze Pause und unser Guide hatte zielstrebig das kitschigste und hässlichste Restaurant angesteuert. Das Essen war aber ganz lecker muss ich gestehen.

Suppe mit gefüllten Mantis.

Hier kam es schon wieder zu Unstimmigkeiten mit dem Guide. Zum einen hatte er für heute Abend noch nicht die Weinprobe organisiert, obwohl wir ihm schon vor zwei Tagen Bescheid gegeben hatten und zum anderen passte auch der ganze Zeitplan nicht richtig.

Austausch mit Deutsch-Studenten

Auf jeden Fall holte uns der Bus ab und brachte uns nun zu einem Campus, wo Deutsch-Studenten auf uns warteten und wir einen kleinen Austausch mit diesen hatten. Diese sollten motiviert werden, mehr Deutsch zu lernen. Das machte richtig Spaß und ich unterhielt mit einem Mädel namens Mashhura, die mich gleich mal auf 30 Jahre schätzte 😂. Das war alles sehr nett und am Ende tauschte ich Nummern mit ihr aus, damit sie evtl über Textnachrichten etwas Deutsch üben kann.

Shakhi Zinda Ensemble

Anschließend fuhren wir wieder zurück zum Shakhi Zinda Ensemble. Dieses Ensemble besteht aus einer Reihe prachtvoll verzierter Mausoleen, die zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert erbaut wurden und mit türkisfarbenen Kuppeln und kunstvollen Majolika-Fliesen glänzen. Der Name „Shakhi Zinda“ bedeutet „Der lebende König“ und bezieht sich auf die Legende um Kusam ibn Abbas, einen Cousin des Propheten Mohammed, dessen Grab sich dort befinden soll.

Anschließend fuhren wir dann zur Weinprobr, die zwischenzeitlich doch noch organisiert worden war. Dabei kamen wir am Fußballstadion von Sanarkand vorbei.

Weinprobe im Hotel Bagizagan

Die Weinprobe fand im Hotel Bagizagan statt.

Im Untergeschoss befindet sich die Weinkellerei mit sehr schönem Ambiente.

Zur Verkostung gab es diverse Häppchen wie Käse, Nüsse und Obst.

Wir bekamen verschiedene Weine zu verkosten, u. a. einen Cabernet Sauvignon aus 2020 und einen Rosé. Gefolgt von einem Cognac, dann ein Tambur und am Ende ein Chacha mit 40 %.

Danach war ich glaube ich etwas angetrunken 😉. Zurück im Hotel ist es mit unserem Guide dann fast eskaliert, nachdem er die Wanderung am morgigen Tag auf dem Weg nach Shahrisabz schon wieder ausfallen lassen wollte, weil das angeblich zeitlich nicht möglich wäre. Da gingen wir auf die Barrikaden und wurden vom Hotelpersonal angehalten bitte nicht so laut zu sein. Es kann doch nicht sein, dass wir eine Wanderreise buchen und dann fast alle Wanderungen nicht oder nur abgeändert stattfinden. Und wenn es zeitlich nicht passt, müssen wir halt früher losfahren. Nach irgendwelchen Telefonaten und hitzigen Debatten hieß es dann, dass er doch die Wanderung mit uns machen wird. Geht doch.

Lichtershow und Lasershow am Registan-Platz

Danach war ich dann doch wieder bei klarem Kopf, so dass ich doch noch mit zur Lichter- und Lasershow am Registan-Platz mitging. Und das hat sich gelohnt. Die Lichtershow findet jeden Abend um 20 Uhr statt und die Lasershow um 21 Uhr.

Zurück zum Hotel waren es dann ca. 10 Minuten zu Fuß, wo wir dann ins Bett fielen.

Ein Tag mit vielen neuen Eindrücken war zu Ende und wir fielen müde ins Bett.

05.09.2025 – 19.09.2025 Usbekistan – 10. Tag: Wanderung zu den Petroglyphen und Fahrt nach Samarkand

Eigentlich stand in unserem Programm, dass wir zum Dorf Uhum fahren und dort eine Wanderung machen. Aber wie immer, wenn Wandern auf dem Programm steht, machen wir ja nicht die angekündigten Wanderungen. Wir hatten uns am Vorabend darauf geeinigt, dann heute die Wanderung zu den Petroglyphen zu machen.

Aber erst mal bekamen wir wieder ein tolles Frühstück. Die Familie hier gibt sich sehr viel Mühe und hat ein schönes Plätzchen aufgebaut. Wir sind froh, dass dies im Programm ist und wir diesen Ort kennenlernen dürfen. Einfach, aber schön. Inzwischen sind wir auch bei Rohkost nicht mehr so zurückhaltend wie noch am Anfang der Reise. Und die Honigmelonen schmeckten köstlich.

Um 9 Ihr startete dann die Wanderung, die etwa zwei Stunden dauern sollte. Wir lieden wieder über das riesige Gelände der Familie.

Kurz später trafen wir dann Bauarbeiter, die unbedingt Fotos mit uns machen wollten 😂. Da lief es mal umgekehrt als sonst.

Wir liefen dann weiter das Tal entlang. Bis weit hinein standen noch Häuser von Einheimischen, eingebettet wie eine grüne Oase in die kahle Wüstenlandschaft. Hier begegneten wir winkenden Kindern, Einheimischen auf Eseln und das dortige Leben. So hatten wir uns eigentlich die gestrige Wanderung vorgestellt.

Der Weg verlief auf steinigen, aber relativ ebenen Wegen.

Wir kamen an solch kuriosen Strommasten aus Holz vorbei.

Schließlich stießen wir auf dieses kuriose Konstrukt.

Alisher erklärte uns, dass dies eine kleine Station ist, um ggf. ausbrechende kleine Brände bekämpfen zu können. Gefüllte Wasserflaschen, eine Schaufel etc. Die meisten Flaschen waren allerdings leer und er meinte, dass die Kinder diese beim Spielen oft ausschütten würden.

Auf dem Weg gab es Beeren, die wohl essbar sind, wir wollten aber nichts riskieren.

Wallnussbäume säumten den Weg.

Schließlich kamen wir zu einer Wassersammelstelle. Der Bach nebenan war aber leer. Hier war alles von Wildschweinen umgegraben.

Schließlich kamen wir dann zu den uralten Petroglyphen, unser Wanderziel.

Zurück an der Wasserstelle trafen wir dann auf eine Art Parkranger auf seinem Pferd.

Eine Markierung an der Grenze des Naturschutzgebiets.

Kurz vor der Unterkunft wuchsen Paprika, Auberginen und Blümchen am Wegesrand.

In der Unterkunft bekamen wir dann noch ein dreigänguges Mittagessen. Hui, so viel Hunger hatten wir gar nicht. Die Familie ist wirklich der Wahnsinn.

Anschließend ging es wieder in den Bus. Nochmal ein Blick zurück.

Nun fuhren wir mehrere Stunden durch die karge Wüstenlandschaft.

Unterwegs sahen wir eine große Solaranlage. Riesig. Bestimmt 4 km lang. Und wer baut sie? Natürlich die Chinesen.

Die Straße war ziemlich holperig und wir wurden durchgerüttelt. An Blog schreiben wer nicht zu denken, was eigentlich mein Plan war. Schließlich machten wir Halt an einer Baumwollplantage.

So sehen übrigens meistens unsere Toiletten unterwegs aus.

Solch lustige Autos sind uns begegnet.

Nach rund 4 h Fahrt kamen wir in Sanarkand an. Und da waren wir nun, in der Stadt, die in den Vorstellungen der Inbegriff von 1001 Nacht darstellt. Und was sahen wir im ersten Moment? Eine typische Großstadt. Wir fuhren zu unserem Hotel Registon Saroy. Hier ist Alkohol trinken auf dem Zimmer verboten. Es liegt unweit des berühmten Registan Platzes.

Gegen 17 Uhr waren wir dort und verabredeten uns als Gruppe wieder um 19 Uhr. Ziel war der beleuchtete Registan-Platz, den wir in nicht mal 10 Minuten zu Fuß erreichten. Hier waren ziemlich viele Menschen.

Dieser liegt übrigens direkt an einer vielbefahrenen mehrspurigen Straße und nicht, wie ich dachte, eingebettet in eine schöne Altstadt wie in Buchara.

Wir liefen dann erst mal die Straße weiter und ließen uns dort in einem Restaurant nieder. Was für ein Trubel hier, nach der ländlichen Idylle die Tage vorher. Nach dem reichhaltigen Mittagessen bestellte ich nur noch Gebratenes Gemüse. Björn hatte Hähnchennuggets als Vorspeise und als Hauptgang nochmal Hähnchen 😂.

Am Ende kam die Rechnung auf Kyrillisch 😂. Das war ein Spaß diese für 7 Leute auseinanderzudividieren, zumal man hier ja eh öfters mal mit den Millionen um sich schmeißt 😉.

Die Lichtershow und Lasershow am Registan-Platz haben wir verpasst, aber die findet ja morgen wieder statt. Einen Stopp machten wir trotzdem nochmal.

Danach ging es ab ins Bett.