05.09. – 19.09.2025 Usbekistan – 14. Tag: Fahrt zum Dorf Ohalik mit Wanderungen

Heute war dann auch schon der letzte Tag angebrochen. Mit dem Bus fuhren wir ins Dorf Ohalik, das vor den Toren von Samarkand liegt. Unser Wanderguide für heute holte uns im Hotel ab. Ein junger Mann aus der Gegend um Ohalik. Die Fahrtzeit war dann auch nur ca. 30 Minuten. Dort angekommen kehrten wir bei einer einheimischen Familie ein, die wir aber leider nicht so richtig zu Gesicht bekommen haben. Hier wurden wir erst mal zum Tee eingeladen. Dazu gab es wieder leckere Knabbereien.

Eine Kuh besitzt die Familie auch.

Die Toiletten hier waren weniger entzückend. Es stank zum Himmel und es war wirklich kaum zum Aushalten. Aber die Toilettenschüssel war mit Samt abgedeckt 😂.

Schließlich starteten wir unserer Wanderung. Zuerst überquerten wir einen Bach.

Danach ging es dann relativ schnell bergauf. Damit hatte ich heute gar nicht gerechnet. Von oben blickten wir auf das Dorf hinab.

Die Landschaft ist auch hier sehr karg.

In der Ferne konnte man Samarkand sehen.

Eine Mitreisende blieb irgendwann zurück, da ihr die Anstiege zu steil wurden und wir auf dem gleichen Weg zurückkommen würden.

Der junge Mann führte die Tour hervorragend. Er konnte Englisch, er kannte die Gegend und die Wanderung und schaute immer, dass auch alle mitkommen und die Gruppe einigermaßen zusammen blieb. Genau so hätten wir uns das die ganze Reise über gewünscht.

Auf dem Gipfel packten wir dann nochmal die Fahne aus 😉.

Wir hatten tolle Ausblicke, die wie gemalt aussahen.

Unterwegs zeigte uns der Guide dann noch ein Spiel, dass häufig von den Kindern in Usbekistan gespielt wird. Den Namen habe ich leider vergessen. Es war irgendwie eine Mischung aus Boule, Wikingerschach Geschicklichkeit. Mit einem Stock musste unter anderem versucht werden, einen angespitzten Holzklotz nach oben zu schleudern und diesen dann mehrfach mit dem Stock zu treffen. Mehr als ein Treffer ist mir nicht gelungen. Dann musste der Stock weggeschleudert werden und von dort, wo er landete, musste man versuchen, den Holzklotz zu treffen. Der Verlierer musste letztlich den erneut weggeschleuderten Stock zwischen die Zähne nehmen und schreiend zum Holzklotz zurücklaufen. Das war ne ganz spaßige Angelegenheit. Beim Duell mit Björn hatte übrigens er den Stock zwischen den Zähnen 😉.

Dann ging es weiter, entlang an bizarren Steinformationen.

Wir kamen wieder hinab ins Tal zu einer kleinen Wasserstelle.

Danach ging es erst mal wieder zu der Familie zum Mittagessen. Eigentlich sollten wir hier gemeinsam mit der Familie Teigtaschen herstellen. Nun bekamen wir diese aber einfach nur als Mittagessen serviert. Sehr schade, dass das Programm schon wieder nicht eingehalten wurde. Das Essen schmeckte allerdings sehr lecker und das waren die besten Manti, die wir auf der ganzen Reise gegessen haben.

Nach der Mittagspause ging es dann nochmal auf Wanderschaft. Dieses Mal bestiegen wir den Berg auf der anderen Seite des Dorfes.

Wir passierten eine Kuhherde.

Schließlich ging es wieder hinunter.

Im Dorf angekommen bestiegen wir wieder den Bus und der junge Mann bekam ein gutes Trinkgeld von uns allen, was er sich redlich verdient hat.

Im Anschluss an die Wanderung, fuhr uns der Bus dann direkt zum Abschluss-Abendessen, dass die Agentur organisiert hatte. Wir hatten gefragt, ob wir auch nochmal ins Restaurant Emirhan gehen könnten, aber die Agrentur hatte schon ein anderes Restaurant gebucht. Dieses befand sich unweit des Emirhan ebenfalls auf der Rückseite des Registan. Das Restaurant sah eher etwas nobler aus und ich kam mir in unseren verstaubten Wanderklamotten eher etwas fehl am Platz vor. Aber zum Glück sahen wir ja alle so aus.

Zuerst gab es Salat. Am Anfang der Reise hatten wir da ja immer einen Bogen drumrum gemacht, am Ende der Reise hat sich eher niemand mehr darum geschert.

Zum Trinken wurde uns eine Art Likör hingestellt, Wein gab es leider keinen. Deshalb fragten dann alle nach Bier, außer ich und eine Mitreisende. Dann fragte unser Guide, ob wir stattdessen Wodka wollen. Naja, warum nicht. Und dann war er auf einmal verschwunden und ist das ganze Essen über nicht mehr aufgetaucht.

Als Nächstes bekamen wir eine Graupensuppe.

Und als Hauptgang dann Kebab.

Nachdem wir alle fast fertig waren mit Essen, tauchte dann unser Guide wieder auf, mit einer Flasche Wodka in der Hand, die er außerhalb des Restaurants gekauft hatte. Wir waren etwas verwirrt und als es die Kellner dann auch noch nach Gläsern fragte und diese auch noch bekam waren wir doch sehr verstutzt. Andere Länder, andere Sitten. So saßen wir dann im Restaurant und tranken den Wodka aus dem Supermarkt. Und die Flasche wurde leer 😉.

Zum Abschluss gab es noch etwas Obst. Die Honigmelonen hier im Lanf sind übrigens äußerst lecker.

Auf dem Rückweg kamen wir nochmal am Registan vorbei. Die meisten anderen gingen auf einen Absacker weiter. Ich sah mit zusammen mit einer Mitreisenden nochmal einen Teil der Lasershow nochmal aus einem anderen Blickwinkel an.

Dann gingen wir auch und ließen uns nochmal kurz bei den anderen nieder. Björn war schon ins Hotel gegangen. Das taten wir dann bald auch und dann war ja leider noch Packen angesagt. Nun war der letzte Tag auch vorüber.

05.09. – 19.09.2025 Usbekistan – 11. Tag: Samarkand

Heute stand nun die Stadtbesichtigung von Samarkand auf dem Programm. Um 8 Uhr waren wir beim Frühstücken und um 9 Uhr ging es los. Natürlich starteten wir am berühmten Registan-Platz mit den riesigen Medresen, das Wahrzeichen Samarkands . Unser Guide bezahlte den Eintritt und dann konnte es losgehen.

Registan-Platz

Links, die älteste der drei Medreseen, die Uleg-Beg-Medrese (1417-1420), rechts die Schirdor-Medrese (1611-1636) und in der Mitte die Tillya-Kori-Medrese (1646-1660).

So sahen die Gebäude vor der Sanierung aus.

Ulugh-Beg-Medrese

Der zentrale Innenhof ist umgeben von symmetrischen Fassaden mit kunstvollen Mosaiken. Die Räume rundherum dienten einst als Unterrichtszellen für Studenten. Heute befinden sich dort kleine Handwerksläden. Alle mit tollen Holzeingangstüren. Die Atmosphäre ist ruhig und historisch – ein Ort, an dem einst Astronomie und Mathematik gelehrt wurden unter der Leitung von Ulugh Beg selbst.

Hier gab es viele Souvenirshops und in einem davon konnte man sehen, wie die Fliesen restauriert werden bzw. neu erstellt werden. Was für eine Arbeit.

Hier in dem Laden gab es auch schöne Teekannen zu kaufen, aber leider kann man diese ja so schlecht heimtransportieren.

Diverse Fliesen konnte man auch erwerben, hier schlugen wir zu und kauften ein paar für zuhause.

Beim nächsten Laden gab es Seidenschals für nur 5 Euro, dort schlug ich ebenfalls nochmal zu.

Tillya-Kori-Medrese

Innen sieht man die prachtvoll vergoldete Moscheehalle mit blauen und goldenen Ornamenten. Die Decken sind reich verziert mit floralen Mustern und geometrischen Formen.

Die Gewänder der Männer nach der Hochzeit.

Zurück auf dem Registan Platz

Wie Ihr seht, ist das rechte eigentlich ein Fabrikschlot 😂.

Bibi-Chanum-Moschee

Über einen Boulevard liefen wir weiter zur Bibi-Chanum-Moschee. Eine der grandiosesten Moscheen der muslimischen Welt, die größte Moschee Zentralasiens,

In der Moschee benutzte ich dieses Mal meinen neuen Seidenschal als Kopfbedeckung, was viel angenehmer war als mein Sonnenhut.

Am Straßenrand gab es immer wieder Verkaufsstände.

Mittagessen

Anschließend gab es erst mal eine kurze Pause und unser Guide hatte zielstrebig das kitschigste und hässlichste Restaurant angesteuert. Das Essen war aber ganz lecker muss ich gestehen.

Suppe mit gefüllten Mantis.

Hier kam es schon wieder zu Unstimmigkeiten mit dem Guide. Zum einen hatte er für heute Abend noch nicht die Weinprobe organisiert, obwohl wir ihm schon vor zwei Tagen Bescheid gegeben hatten und zum anderen passte auch der ganze Zeitplan nicht richtig.

Austausch mit Deutsch-Studenten

Auf jeden Fall holte uns der Bus ab und brachte uns nun zu einem Campus, wo Deutsch-Studenten auf uns warteten und wir einen kleinen Austausch mit diesen hatten. Diese sollten motiviert werden, mehr Deutsch zu lernen. Das machte richtig Spaß und ich unterhielt mit einem Mädel namens Mashhura, die mich gleich mal auf 30 Jahre schätzte 😂. Das war alles sehr nett und am Ende tauschte ich Nummern mit ihr aus, damit sie evtl über Textnachrichten etwas Deutsch üben kann.

Shakhi Zinda Ensemble

Anschließend fuhren wir wieder zurück zum Shakhi Zinda Ensemble. Dieses Ensemble besteht aus einer Reihe prachtvoll verzierter Mausoleen, die zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert erbaut wurden und mit türkisfarbenen Kuppeln und kunstvollen Majolika-Fliesen glänzen. Der Name „Shakhi Zinda“ bedeutet „Der lebende König“ und bezieht sich auf die Legende um Kusam ibn Abbas, einen Cousin des Propheten Mohammed, dessen Grab sich dort befinden soll.

Anschließend fuhren wir dann zur Weinprobr, die zwischenzeitlich doch noch organisiert worden war. Dabei kamen wir am Fußballstadion von Sanarkand vorbei.

Weinprobe im Hotel Bagizagan

Die Weinprobe fand im Hotel Bagizagan statt.

Im Untergeschoss befindet sich die Weinkellerei mit sehr schönem Ambiente.

Zur Verkostung gab es diverse Häppchen wie Käse, Nüsse und Obst.

Wir bekamen verschiedene Weine zu verkosten, u. a. einen Cabernet Sauvignon aus 2020 und einen Rosé. Gefolgt von einem Cognac, dann ein Tambur und am Ende ein Chacha mit 40 %.

Danach war ich glaube ich etwas angetrunken 😉. Zurück im Hotel ist es mit unserem Guide dann fast eskaliert, nachdem er die Wanderung am morgigen Tag auf dem Weg nach Shahrisabz schon wieder ausfallen lassen wollte, weil das angeblich zeitlich nicht möglich wäre. Da gingen wir auf die Barrikaden und wurden vom Hotelpersonal angehalten bitte nicht so laut zu sein. Es kann doch nicht sein, dass wir eine Wanderreise buchen und dann fast alle Wanderungen nicht oder nur abgeändert stattfinden. Und wenn es zeitlich nicht passt, müssen wir halt früher losfahren. Nach irgendwelchen Telefonaten und hitzigen Debatten hieß es dann, dass er doch die Wanderung mit uns machen wird. Geht doch.

Lichtershow und Lasershow am Registan-Platz

Danach war ich dann doch wieder bei klarem Kopf, so dass ich doch noch mit zur Lichter- und Lasershow am Registan-Platz mitging. Und das hat sich gelohnt. Die Lichtershow findet jeden Abend um 20 Uhr statt und die Lasershow um 21 Uhr.

Zurück zum Hotel waren es dann ca. 10 Minuten zu Fuß, wo wir dann ins Bett fielen.

Ein Tag mit vielen neuen Eindrücken war zu Ende und wir fielen müde ins Bett.