Heute stand nun die Stadtbesichtigung von Samarkand auf dem Programm. Um 8 Uhr waren wir beim Frühstücken und um 9 Uhr ging es los. Natürlich starteten wir am berühmten Registan-Platz mit den riesigen Medresen, das Wahrzeichen Samarkands . Unser Guide bezahlte den Eintritt und dann konnte es losgehen.
Registan-Platz
Links, die älteste der drei Medreseen, die Uleg-Beg-Medrese (1417-1420), rechts die Schirdor-Medrese (1611-1636) und in der Mitte die Tillya-Kori-Medrese (1646-1660).




So sahen die Gebäude vor der Sanierung aus.



Ulugh-Beg-Medrese
Der zentrale Innenhof ist umgeben von symmetrischen Fassaden mit kunstvollen Mosaiken. Die Räume rundherum dienten einst als Unterrichtszellen für Studenten. Heute befinden sich dort kleine Handwerksläden. Alle mit tollen Holzeingangstüren. Die Atmosphäre ist ruhig und historisch – ein Ort, an dem einst Astronomie und Mathematik gelehrt wurden unter der Leitung von Ulugh Beg selbst.










Hier gab es viele Souvenirshops und in einem davon konnte man sehen, wie die Fliesen restauriert werden bzw. neu erstellt werden. Was für eine Arbeit.


Hier in dem Laden gab es auch schöne Teekannen zu kaufen, aber leider kann man diese ja so schlecht heimtransportieren.

Diverse Fliesen konnte man auch erwerben, hier schlugen wir zu und kauften ein paar für zuhause.

Beim nächsten Laden gab es Seidenschals für nur 5 Euro, dort schlug ich ebenfalls nochmal zu.
Tillya-Kori-Medrese


Innen sieht man die prachtvoll vergoldete Moscheehalle mit blauen und goldenen Ornamenten. Die Decken sind reich verziert mit floralen Mustern und geometrischen Formen.


Die Gewänder der Männer nach der Hochzeit.

Zurück auf dem Registan Platz

Wie Ihr seht, ist das rechte eigentlich ein Fabrikschlot 😂.






Bibi-Chanum-Moschee
Über einen Boulevard liefen wir weiter zur Bibi-Chanum-Moschee. Eine der grandiosesten Moscheen der muslimischen Welt, die größte Moschee Zentralasiens,



In der Moschee benutzte ich dieses Mal meinen neuen Seidenschal als Kopfbedeckung, was viel angenehmer war als mein Sonnenhut.







Am Straßenrand gab es immer wieder Verkaufsstände.


Mittagessen
Anschließend gab es erst mal eine kurze Pause und unser Guide hatte zielstrebig das kitschigste und hässlichste Restaurant angesteuert. Das Essen war aber ganz lecker muss ich gestehen.

Suppe mit gefüllten Mantis.

Hier kam es schon wieder zu Unstimmigkeiten mit dem Guide. Zum einen hatte er für heute Abend noch nicht die Weinprobe organisiert, obwohl wir ihm schon vor zwei Tagen Bescheid gegeben hatten und zum anderen passte auch der ganze Zeitplan nicht richtig.
Austausch mit Deutsch-Studenten
Auf jeden Fall holte uns der Bus ab und brachte uns nun zu einem Campus, wo Deutsch-Studenten auf uns warteten und wir einen kleinen Austausch mit diesen hatten. Diese sollten motiviert werden, mehr Deutsch zu lernen. Das machte richtig Spaß und ich unterhielt mit einem Mädel namens Mashhura, die mich gleich mal auf 30 Jahre schätzte 😂. Das war alles sehr nett und am Ende tauschte ich Nummern mit ihr aus, damit sie evtl über Textnachrichten etwas Deutsch üben kann.

Shakhi Zinda Ensemble
Anschließend fuhren wir wieder zurück zum Shakhi Zinda Ensemble. Dieses Ensemble besteht aus einer Reihe prachtvoll verzierter Mausoleen, die zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert erbaut wurden und mit türkisfarbenen Kuppeln und kunstvollen Majolika-Fliesen glänzen. Der Name „Shakhi Zinda“ bedeutet „Der lebende König“ und bezieht sich auf die Legende um Kusam ibn Abbas, einen Cousin des Propheten Mohammed, dessen Grab sich dort befinden soll.





















Anschließend fuhren wir dann zur Weinprobr, die zwischenzeitlich doch noch organisiert worden war. Dabei kamen wir am Fußballstadion von Sanarkand vorbei.

Weinprobe im Hotel Bagizagan
Die Weinprobe fand im Hotel Bagizagan statt.

Im Untergeschoss befindet sich die Weinkellerei mit sehr schönem Ambiente.





Zur Verkostung gab es diverse Häppchen wie Käse, Nüsse und Obst.


Wir bekamen verschiedene Weine zu verkosten, u. a. einen Cabernet Sauvignon aus 2020 und einen Rosé. Gefolgt von einem Cognac, dann ein Tambur und am Ende ein Chacha mit 40 %.





Danach war ich glaube ich etwas angetrunken 😉. Zurück im Hotel ist es mit unserem Guide dann fast eskaliert, nachdem er die Wanderung am morgigen Tag auf dem Weg nach Shahrisabz schon wieder ausfallen lassen wollte, weil das angeblich zeitlich nicht möglich wäre. Da gingen wir auf die Barrikaden und wurden vom Hotelpersonal angehalten bitte nicht so laut zu sein. Es kann doch nicht sein, dass wir eine Wanderreise buchen und dann fast alle Wanderungen nicht oder nur abgeändert stattfinden. Und wenn es zeitlich nicht passt, müssen wir halt früher losfahren. Nach irgendwelchen Telefonaten und hitzigen Debatten hieß es dann, dass er doch die Wanderung mit uns machen wird. Geht doch.
Lichtershow und Lasershow am Registan-Platz
Danach war ich dann doch wieder bei klarem Kopf, so dass ich doch noch mit zur Lichter- und Lasershow am Registan-Platz mitging. Und das hat sich gelohnt. Die Lichtershow findet jeden Abend um 20 Uhr statt und die Lasershow um 21 Uhr.






Zurück zum Hotel waren es dann ca. 10 Minuten zu Fuß, wo wir dann ins Bett fielen.
Ein Tag mit vielen neuen Eindrücken war zu Ende und wir fielen müde ins Bett.