05.09.2025 – 19.09.2025 Usbekistan – 10. Tag: Wanderung zu den Petroglyphen und Fahrt nach Samarkand

Eigentlich stand in unserem Programm, dass wir zum Dorf Uhum fahren und dort eine Wanderung machen. Aber wie immer, wenn Wandern auf dem Programm steht, machen wir ja nicht die angekündigten Wanderungen. Wir hatten uns am Vorabend darauf geeinigt, dann heute die Wanderung zu den Petroglyphen zu machen.

Aber erst mal bekamen wir wieder ein tolles Frühstück. Die Familie hier gibt sich sehr viel Mühe und hat ein schönes Plätzchen aufgebaut. Wir sind froh, dass dies im Programm ist und wir diesen Ort kennenlernen dürfen. Einfach, aber schön. Inzwischen sind wir auch bei Rohkost nicht mehr so zurückhaltend wie noch am Anfang der Reise. Und die Honigmelonen schmeckten köstlich.

Um 9 Ihr startete dann die Wanderung, die etwa zwei Stunden dauern sollte. Wir lieden wieder über das riesige Gelände der Familie.

Kurz später trafen wir dann Bauarbeiter, die unbedingt Fotos mit uns machen wollten 😂. Da lief es mal umgekehrt als sonst.

Wir liefen dann weiter das Tal entlang. Bis weit hinein standen noch Häuser von Einheimischen, eingebettet wie eine grüne Oase in die kahle Wüstenlandschaft. Hier begegneten wir winkenden Kindern, Einheimischen auf Eseln und das dortige Leben. So hatten wir uns eigentlich die gestrige Wanderung vorgestellt.

Der Weg verlief auf steinigen, aber relativ ebenen Wegen.

Wir kamen an solch kuriosen Strommasten aus Holz vorbei.

Schließlich stießen wir auf dieses kuriose Konstrukt.

Alisher erklärte uns, dass dies eine kleine Station ist, um ggf. ausbrechende kleine Brände bekämpfen zu können. Gefüllte Wasserflaschen, eine Schaufel etc. Die meisten Flaschen waren allerdings leer und er meinte, dass die Kinder diese beim Spielen oft ausschütten würden.

Auf dem Weg gab es Beeren, die wohl essbar sind, wir wollten aber nichts riskieren.

Wallnussbäume säumten den Weg.

Schließlich kamen wir zu einer Wassersammelstelle. Der Bach nebenan war aber leer. Hier war alles von Wildschweinen umgegraben.

Schließlich kamen wir dann zu den uralten Petroglyphen, unser Wanderziel.

Zurück an der Wasserstelle trafen wir dann auf eine Art Parkranger auf seinem Pferd.

Eine Markierung an der Grenze des Naturschutzgebiets.

Kurz vor der Unterkunft wuchsen Paprika, Auberginen und Blümchen am Wegesrand.

In der Unterkunft bekamen wir dann noch ein dreigänguges Mittagessen. Hui, so viel Hunger hatten wir gar nicht. Die Familie ist wirklich der Wahnsinn.

Anschließend ging es wieder in den Bus. Nochmal ein Blick zurück.

Nun fuhren wir mehrere Stunden durch die karge Wüstenlandschaft.

Unterwegs sahen wir eine große Solaranlage. Riesig. Bestimmt 4 km lang. Und wer baut sie? Natürlich die Chinesen.

Die Straße war ziemlich holperig und wir wurden durchgerüttelt. An Blog schreiben wer nicht zu denken, was eigentlich mein Plan war. Schließlich machten wir Halt an einer Baumwollplantage.

So sehen übrigens meistens unsere Toiletten unterwegs aus.

Solch lustige Autos sind uns begegnet.

Nach rund 4 h Fahrt kamen wir in Sanarkand an. Und da waren wir nun, in der Stadt, die in den Vorstellungen der Inbegriff von 1001 Nacht darstellt. Und was sahen wir im ersten Moment? Eine typische Großstadt. Wir fuhren zu unserem Hotel Registon Saroy. Hier ist Alkohol trinken auf dem Zimmer verboten. Es liegt unweit des berühmten Registan Platzes.

Gegen 17 Uhr waren wir dort und verabredeten uns als Gruppe wieder um 19 Uhr. Ziel war der beleuchtete Registan-Platz, den wir in nicht mal 10 Minuten zu Fuß erreichten. Hier waren ziemlich viele Menschen.

Dieser liegt übrigens direkt an einer vielbefahrenen mehrspurigen Straße und nicht, wie ich dachte, eingebettet in eine schöne Altstadt wie in Buchara.

Wir liefen dann erst mal die Straße weiter und ließen uns dort in einem Restaurant nieder. Was für ein Trubel hier, nach der ländlichen Idylle die Tage vorher. Nach dem reichhaltigen Mittagessen bestellte ich nur noch Gebratenes Gemüse. Björn hatte Hähnchennuggets als Vorspeise und als Hauptgang nochmal Hähnchen 😂.

Am Ende kam die Rechnung auf Kyrillisch 😂. Das war ein Spaß diese für 7 Leute auseinanderzudividieren, zumal man hier ja eh öfters mal mit den Millionen um sich schmeißt 😉.

Die Lichtershow und Lasershow am Registan-Platz haben wir verpasst, aber die findet ja morgen wieder statt. Einen Stopp machten wir trotzdem nochmal.

Danach ging es ab ins Bett.