24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 11. Tag: E-Bike Tour mit Jörg

Heute hatte Jörg ja eine geführte E-Bike Tour für uns organisiert. Das Pärchen von der Mittwochswanderung begleitete uns. Eine solche Tour kann man übrigens über die Homepage von Jörg buchen: https://www.pedelechierro.net

Jörg hatte am Vorabend schon ein Auto mit unseren beiden Fahrrädern vor unserem Häuschen abgestellt. Treffpunkt sollte um 10:00 Uhr in Mocanal am Kreisel sein.

Aber um 9:30 Uhr schaute Jörg ja sowieso wieder hier vorbei und wir verabredeten uns für 10:00 Uhr am Kreisel. Er fuhr das Auto mit den anderen beiden Fahrrädern.

Wir kamen um Punkt 10:00 Uhr dort an, Jörg und das andere Pärchen waren schon da. Aber eines der Fahrräder hatte einen Platten und Jörg war schon fleißig am Schlauch wechseln. Leider hat dies nicht geholfen und einen weiteren Ersatzschlauch gab es nicht. Also schickte Jörg uns zum Kaffee trinken und er fuhr zurück. Somit probierten wir das erste Mal die E-Bikes aus und fuhren durch Mocanal zur nächsten Bar. Im Gegensatz zu La Frontera hingen hier die Wolken wieder tief und es war relativ frisch. Ich brauchte auf jeden Fall eine Jacke. Wir tranken einen Kakao und einen Cafe con leche und grade als wir bezahlen wollten, kam auch Jörg mit einem Ersatzrad um die Ecke. Nun konnte es also los gehen. Inzwischen war es 11:15 Uhr.

Die Tour startete auch gleich mit einer relativ steilen Rampe in Mocanal. Hier auf der Insel sind ja sowieso viele Straßen sehr steil, vor allem in den Ortschaften. Auf der Rampe kam die Unterstützung am Fahrrad natürlich gleich zum Einsatz und wie von Jörg versprochen, meisterten wir diese Passage ohne schieben. Aber trotz Unterstützung war es jetzt nicht so, dass das Ganze unanstrengend war. Im Gegenteil. Ohne Unterstützung hätte ich es natürlich überhaupt nicht geschafft, mit Unterstützung ging es aber trotzdem in die Beine. Weiter fuhren wir auf einem alten Weg unterhalb des Ventejis und wir erkannten den Weg wieder, den das Navi uns fälschlicherweise zum Arbol Garoe geschickt hatte. Hier waren wir also die Tage mit dem Auto langgefahren.

Erster Stop war dann an Las Cancelitas, ein mal gebautes Interpretationszentrum, dass dann aber nie eröffnet wurde. Nun soll dies aber wieder forciert werden.

Anschließend ging es immer weiter bergauf.

Der Wind blies teilweise sehr heftig und einmal wehte es mich wirklich fast einen ganzen Meter nach links. Wir fuhren unter anderem eine alte Straße unterhalb des Ventejis, die so gut wie gar nicht befahren war, so dass wir es uns teilweise leisten konnten, nebeneinander zu fahren.

Schließlich kamen wir in die Kiefernwälder. Bisher war der Weg wirklich hauptsächlich bergauf gegangen. Am Mirador Las Playas legten wir eine Pause ein. Hier waren wir bisher noch nie gewesen. Bis hierher hatten wir glaube ich 17 km zurückgelegt, aber jede Menge Höhenmeter. Jörg hatte von seinem leckeren selbstgebackenen Brot mitgebracht, dass er auch sonntags auf dem Markt verkauft. Dazu gab es Käse und selbstgemachte Mojo Verde, in diesem Fall mit Petersilie statt Koriander. Lecker.

Jörg erzählte hier viel über die ganzen Produkte und Brote, die sie selbst herstellen. Von hier hatte man einen schönen Blick auf Las Playas und das Parador Hotel.

Anschließend ging es immer noch weiter bergauf. Die Sonne brutzelte hier aber ganz schön.

Im Wald waren mehrere Feuerwehrfahrzeuge postiert, aufgrund der momentan hohen Waldbrandgefahr. Wir machten nochmal einen Stop.

Dann kündigte Jörg den letzten Anstieg an, der hatte es aber nochmal in sich. Die Vegetation wechselte nun von Kiefern zur Baumheide. Jörg prophezeite mir, dass wir in 10 Minuten den Anstieg geschafft hätten. Bei mir ließ aber langsam doch die Kraft nach, Unterstützung hin oder her. Also bat ich um eine kurze Pause. Dann ging es nach kurzen Stop weiter, die Gruppe war mir schnell wieder enteilt. Schließlich erreichten wir den Parkplatz von La Llania.

Hier war nochmal Pause und wir konnten unsere Trinkflaschen an einer Frischwasserquelle auffüllen. Die Anstiege waren nun geschafft. Nächster Stop sollte der Mirador de Jinama sein, wo wir ja gestern unsere Wanderung gestartet hatten. Jetzt hieß es erst mal nur bergab, das ist ja dann eher mein Ding und schnell waren die anderen weit hinter mir 😉. Wir passierten die Hoya de Fileba und anschließend war rechts und links der Straße unser gestriger Wanderweg zu sehen. Rechts der Camino de la Virgen links die Abbruchkante des Golfotals und der Grat über den wir gelaufen waren.

Am Mirador de Jinama machten wir wieder Halt. Björns Akku hatte hier dann den Geist aufgegeben. Es war ziemlich heiß, aber etwas diesiger als gestern.

Hier machten wir auch noch ein Gruppenfoto.

Jörg traf hier noch eine gute Freundin, die zur Feuerwache gehört und hier ihre Arbeit verrichtet. 10 h lang muss sie das ganze Golfotal und das sonstige Umland beobachten, dass es nicht irgendwo zu rauchen anfängt.

Wir unterhielten uns noch mit ihr, Jörg übernahm die Übersetzung. Sie erzählte uns dann auch, dass morgen in La Frontera eine Prozession stattfinden wird. Da werden wir dann natürlich zugegen sein.

Anschließend ging es weiter Richtung La Pena. Zum Glück nur noch bergab, so dass Björn dies auch ohne Akku gut bewältigen konnte. Jörg kündigte eine Abfahrt an, auf der man locker 85 km/h erreichen könnte. Das war mir aber doch zu gefährlich. Aber mit ca. 50 km/h sauste ich den Berg hinunter. Der Wind blies dabei aber sehr heftig um die Ohren.

Im letzten Abschnitt rasten dann die Männer vorneweg und ließen dann den La Pena links liegen, obwohl wir dort eigentlich nochmal Halt machen wollten. Also folgten alle anderen. Schließlich kamen wir wieder am Auto an. Wir hatten laut Jörg 50 km und 1370 hm zurückgelegt. Ich denke, trotz E-Bike eine gute Leistung.

Die Fahrräder wurden wieder in die Autos geräumt und Jörg bekam von jedem 75 Euro. In ca. 15 Minuten waren wir dann zurück an der Unterkunft. Etwas müde und geschafft, aber wir hatten wieder einen tollen Tag. Aber noch mehr Anstiege hätten es bei mir definitiv nicht mehr sein dürfen.

Ich hatte Jörg den ganzen Tag über immer mal wieder über die E-Bikes ausgefragt, ein bisschen Blut haben wir ja schon geleckt. Mal sehen.

Gegen 19:30 Uhr fuhren wir dann nochmal in den Ort, wo wir durch die Gassen schlenderten. Hier hatten heute alle Geschäfte Außenstände aufgebaut und überall spielte Musik.

Anschließend holten wir uns zu zweit noch eine Pizza, die wir dann auf der Terrasse unserer Unterkunft noch bei Sonnenuntergang genossen. Die Pizzeria hatte früher mal Jörg gehört.

Hier noch ein schönes von Jörg zusammengestelltes Video unserer Tagestour.

24.07.-07.08.2024 El Hierro die Zweite: 10. Tag: Wanderung vom Mirador de Jinama zur Hoya de Fileba

Heute saßen wir um 9:00 Uhr beim Frühstück. Ich löffelte mal eine der Maracujas aus dem hauseigenen Garten. Lecker.

Und vor dem Fenster planschte wieder ein Vogel im Wasserbad.

Als um 10:30 Uhr Jörg kam, saßen wir immer noch da 😉. Zeitgleich mit Jörg kam auch Eva wieder vorbei. Gegen 11:15 Uhr machten wir uns auf den Weg und eigentlich wollten wir die Wanderung 30 aus dem Rother Wanderführer machen, Vom Mirador de Jinama zum Mirador de La Pena, allerdings nur in eine Richtung. Da diese Wanderung am Grat oberhalb des Golfotals entlang führt, sollte man auf einen wolkenlosen Tag warten, was bis jetzt weder letztes Jahr noch dieses Jahr geklappt hatte. Wir sahen von unten, dass Jinama frei war, über La Pena hingen aber die Wolken. Wir wollten es trotzdem wagen und fuhren zum Mirador de Jinama. Hier hatten wir wieder einen tollen Ausblick über das Golfotal.

Hier gibt es auch eine kleine Ermita, die Virgen de la Caridad.

Hier oben planten wir dann kurzerhand um. Da la Pena ja im Nebel lag und im Wanderführer auch was von Schwindelfreiheit die Rede war, entschieden wir uns, stattdessen die Wanderung Nr. 26 zu laufen.Diese startet eigentlich an der Hoya de Fileba, führt aber als Rundweg zum Mirador de Jinama und wir starteten einfach hier.

Wir mussten zuerst ein Stück die Straße entlang laufen, bis wir auf den Camino de la Virgen trafen. Diesem mussten wir dann weiter folgen. Der Camino de la Virgen startet an der Ermita de Los Reyes und führt über die ganze Insel nach Valverde. Er ist alle vier Jahre Schauplatz einer berühmten Prozession, der Bajada de la Virgen de Los Reyes.

Wir liefen jetzt natürlich nur ein Teilstück davon. 40 Minuten sollten wir dem Weg folgen. Wir brauchten mit Fotografieren und Pausen ca. 1h. Wolkenloser Tag bedeutete heute dann aber auch große Hitze. Es ging kein Wind und die Sonne knallte herunter. Schatten gab es nur selten.

Disteln säumten den Weg.

Schließlich erreichten wir wieder den Wald von La Llania, wo es im Schatten etwas angenehmer war.

Schließlich kamen wir nach ca. 1 h an der Hoya de Fireba an, dem eigentlichen Startpunkt der Wanderung.

Hier liefen wir am Kraterrand entlang. Anschließend verlief der Weg ein bisschen auf und ab, bis wir schließlich die Abbruchkante erreichten, wo wir immer wieder erste tolle Blicke auf das weit unter uns liegende Golfotal hatten.

Kurz später erreichen wir ein Privathaus mit einem kleinen Observatorium.

Der Weg verlief nun immer weiter an der Abbruchkante entlang und wir konnten uns an den Ausblicken nach unten gar nicht satt sehen.

Mit der Kamera suchten wir dann unsere Unterkunft und konnten sie auch wirklich erspähen.

Der Weg war inzwischen in eine rote Sandpiste übergegangen.

Schließlich war ein Steintor zu erblicken.

Der Blick in die andere Richtung auf die Nisdafe Hochebene rund um San Andres.

Dieser Hügel musste dann noch erklommen werden.

Dann verließ der Weg die Abbruchkante und weitere Blicke auf die Hochebene wurden frei.

Schließlich erreichten wir ein Kieferwäldchen, wo es nochmal ziemlich steil und geröllig nach unten ging.

Hier mussten wir dann noch ein Gatter durchqueren, das uns auf einen Wiesenweg zurück zur Straße führte. Ein weiteres Gatter musste hier kletternd überwunden werden. Dann waren es nur noch ein paar Meter über die Asphaltstraße und wir waren zurück am Ausgangspunkt. Wir hatten 3,5 h für die Wanderung benötigt, abgegeben war sie mit 2,5 h reiner Gehzeit.

Anschließend ging es zurück in die Unterkunft. Unterwegs machten wir noch einen kurzen halt beim Supermarkt der Kooperative. Dann war dringend eine Dusche nötig, da wir von dem toten Sand ziemlich eingestaubt waren.

Um 18:30 Uhr waren wir ja dann schon mit Björns Begleiterinnen von gestern verabredet. Wir bummelten noch ein bisschen durch den Ort und tranken einen Cafe con leche. Um 19:30 Uhr öffnete dann das Namaste und ich versuchte dieses Mal auch den Burger, aber mit Crispy Chicken. Der war lecker.

Dazu hatten wir Rotwein und Wasser. Und so saßen wir dort dann noch bis ca. 23:15 Uhr und hatten uns unter anderem viele 05- und Urlaubsgeschichten zu erzählen. Und ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass wir im Mai schon im gleichen Bus zum Auswärtsspiel nach Wolfsburg gesessen haben.

Und jetzt ist es schon 0:30 Uhr und morgen müssen wir aufgrund der E-Bike Tour relativ früh raus.