Tja und da war‘s auch schon wieder rum. Heute ist uns der Abschied echt schwer gefallen. Jörg kam ganz kurz nochmal vorbei zum Tschüss sagen. Nach dem Frühstück sind wir dann um kurz vor 10 Uhr losgefahren. Der Binter Flieger nach Gran Canaria sollte um 12:25 Uhr starten. Und da das bei Binter ja alles ganz entspannt ist und man erst kurz vorher da sein muss, wollten wir nochmal zur Badestelle in La Caleta. Aber irgendwie haben wir die Abfahrt verpasst und sind dann kurzentschlossen noch zur Bucht Las Playas gefahren, ich glaube, das einzige Fleckchen auf der Insel, wo wir noch nicht waren.
Nachdem wir einen kleinen Tunnel durchfahren hatten, kamen wir nach Timijiraque. Sehr ruhig dort. Wenn man nach Las Playas will, muss man noch durch einen einspurigen Tunnel mit Ampelregelung fahren.

Las Playas liegt an der Ostküste von El Hierro und erstreckt sich vom Roque de Bonanza bis circa einen Kilometer südlich des staatlich betriebenen Hotels Parador Nacional de El Hierro. Hinter der Küste fallen steile Berghänge über 800 bis 1.000 Meter hinab und erzeugen eine gewaltige Optik. Die mächtigen Steilwände verschaffen der gesamten Bucht eine Unzugänglichkeit, welche eine große Ruhe und Abgeschiedenheit zur Folge hat.

In der Bucht gibt es viele Strände mit schwarz-grauem Kies oder mit noch größeren Steinen. Die Umgebung wird lediglich von einigen Privathäuschen gesäumt. Ausnahme ist das staatlich betriebene 4-Sterne-Hotel Parador Nacional El Hierro, welches sich am Südende der Bucht befindet. Dies ist das größte Hotel auf El Hierro und passt unserer Ansicht nach nicht so richtig hier hin.

Dann mussten wir auch schon wieder zurück. Wir fuhren zwar schnell nochmal nach La Caleta, fanden die Badestelle aber nicht sofort und drehten deshalb um. Der Flughafen war ja direkt um die Ecke. Wir gaben den Mietwagen ab und holten uns noch einen Kaffee und ich eine Quesadilla. Und dann mussten wir uns schweren Herzens von der Insel trennen.
Pünktlich um 12:25 Uhr startete der Flieger Richtung Gran Canaria. Die Binter Flüge sind echt entspannend, es gab einen kleinen Snack und einen Becher Wasser und einen Pappfächer und dann waren wir nach rund 45 Minuten auch schon da.

Der Anschlußflug sollte um 16:25 Uhr starten, wir hatten also noch massig Zeit. Die Kofferabgabe hatte auch noch nicht offen, also setzten wir uns ins Café und ich trank einen Chai Tea Latte, Björn einen Cafe con Leche. Ich nutzte dann die Zeit, um den Blog vom Vortag zu schreiben. Dann öffnete die Gepäckaufgabe, wir gaben unser Gepäck ab und gingen wieder ins Café, weil immer noch viel Zeit war. Inzwischen hatte sich auch herausgestellt, dass unser Flieger Verspätung haben wird. Noch länger rumsitzen.
Ich kaufte dann noch zwei Bocadillos für 15 Euro für den Flug, wie immer Wucherpreise, aber irgendwas mussten wir ja essen.
Die Sicherheitskontrolle war dann relativ schnell passiert und dann wurde man durch die Duty Free Läden geschleust, es ging gar nicht anders. Hier kauften rut noch Wasser und fühlten uns gar nicht mehr wohl. Nach der Ruhe auf El Hierro dieser fürchterliche Trubel hier. Da ist jede Erholung schnell wieder weg. Ich schlenderte trotzdem noch ein bisschen umher und schaute Geschäfte, sitzen konnte ich noch lange genug. Und hier war ich dann froh, dass wir unsere Bocadillas schon draußen gekauft hatten. Hier wollten sie doch sage und schreibe 15 Euro für nur eine Weissbrotstange mit Belag. Das ist ja eigentlich einfach nur noch eine Frechheit.
Gegen 18 Uhr hob der Flieger dann endlich ab. Wir hatten eine ganz nette Sitznachbarin, mit der wir uns etwas unterhielten und ansonsten ging der Flug auch einigermaßen schnell rum und es war ausnahmsweise auch mal nicht zu kalt, so dass ich sogar im Tshirt sitzen konnte. Gegen 23 Uhr landeten wir dann in Frankfurt, grade noch vor dem Nachtflugverbot.

Am Kofferband trafen die dann wieder auf die beiden Mainzerinnen, die über Teneriffa heimgeflogen waren. Beim ersten Heimspiel der 05er werden wir uns wiedersehen.
Dann riefen wir unser Festpreistaxi. Aufgrund der Baustelle am Flughafen hat sich der Taxifahrer dann noch ein bisschen in Kelsterbach verfahren und somit waren wir dann erst um 0:30 Uhr zuhause.
Es war wieder eine schöne Zeit auf El Hierro, wozu vor allem die vielen netten Menschen dort beigetragen haben, allen vorran Jörg, Ralf und Carmen.
Und es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass uns die Insel El Hierro gesehen hat.