Die Aufwachzeit verschob sich heute ein bisschen nach hinten und ich wurde heute um 4:30 Uhr wach. Der Wecker klingelte um 6:00 Uhr, weil um 7 Uhr das Frühstück anstand und um 8 Uhr sollte es losgehen. Heute war die Kleiderwahl etwas schwierig, da zwischen 5 Grad und 20 Grad alles passieren konnte. Ich entschied mich für das lamgärmlige Merinoshirt und diverse Jacken, die je nach Lage vor Ort zum Einsatz kommen sollten oder auch nicht. Und ich zog die lange Unterhose an, was ich aber an der nächsten Raststätte ganz schnell wieder änderte.
So fuhren wir dann mit dem Bus ca. 1,5 h in den Cotopaxi Nationalpark. Zuerst steckten wir aber mal im Stadtverkehr von Quito fest. Nachdem sich die Fahrbahn von drei auf eine Spur verengt hatte, lief es aber dann. Ziemlich lange war rechts der Straße noch Quito zu sehen. Wie schon einmal geschrieben, ist die Stadt 60 km lang.

Bald kam dann schon der schneebedeckte Cotopaxi in Sicht und der Bus machte einen kurzen Fotostopp. Strahlender, wolkenloser Himmel. Ich glaube, so ist der Cotopaxi selten zu sehen. Aber Ivan, unser Guide, hatte gestern Abend auch extra einen Sonnentanz gemacht 😉.


Am Parkeingang machten wir einen Stop und unser Guide erledigte die Formalitäten. Wir tranken derweil das erste Mal einen Coca-Tee und deckten uns mit Coca-Bonbons ein 😉.

Im Park ging die Asphaltstraße dann in Schotterstraße über. Unser Weg führte uns dann zuerst zur Lagune Limpiopungo. Hier waren wir ungefàhr auf 3830 m Höhe und es waren noch 16 Grad. Da merkt man halt doch, dass man am Äquator ist. Hier schnürten wir dann die Wanderstiefel, um einmal die Lagune zu umrunden. Hier waren wir von mehreren Vulkanen umgeben, unter anderem vom Rumiñahui und dem Cotopaxi.

So liefen wir los. Ich hatte zwar die hohen Wanderstiefel an, die Trailrunning Schuhe wären aber ausreichend gewesen. Wir liefen auf ebenen Wegen am Ufer der Lagune entlang und sahen mehrere Seevögel. (Fotos folgen)
Vom Anblick vom Coropaxi konnten wir aber einfach nicht genug bekommen.






Nach 1:22 Minuten waren wir dann wieder zurück am Bus. Eigentlich stand nun noch die Fahrt auf 4500 m an, mit einer anschließenden Wanderung zum Refugium auf 4800 m Höhe. Am Parkeingang wurde uns aber schon gesagt, dass der Weg aufgrund von Regenfällen extrem schlecht ist und wir es wahrscheinlich mit unserem Bus ohne 4×4 nicht schaffen werden. Wir fuhren los und der Busfahrer wollte schauen, wie weit er kommt. Wir schafften es auf 4200 m, dann wurde es dem Busfahrer zu heikel.

Andere Busse kamen dann zwar noch von oben nach unten, aber wir konnten verstehen, dass er nicht weiterfahren wollte. Also stiegen wir hier aus. Die meisten blieben in der Nähe des Busses, zwei Mitreisende und ich wagten uns aber noch etwas höher. so dass wir schließlich auf 4260 m Höhe waren. Hier oben war die Luft jetzt aber echt dünn und der Aufstieg dorthin kostete mich doch einige Mühe. Die Atmung fiel schon schwer und meine Erkältung machte es auch nicht besser. Mühsam und im Schneckentempo ging es nach oben.




Anschließend liefen wir wieder zurück zum Bus. Der Aufstieg zum Refugio war uns also heute leider nicht möglich.
Dann hatten wir das große Glück Kondore zu sehen. (Foto folgt)
Anschließend ging es wieder zurück. Der Bus hielt nochmal an, weil wir Kolibris sichteten. (Fotos folgen)
Wir setzten die Busfahrt Richtung Hotel fort und die Erkältung hatte mich inzwischen wieder gut im Griff. Gegen 16:30 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Treffpunkt zum Abendessen war um 18:30 Uhr.
Wir gingen ins Restaurant Achiote, das zu Fuß etwa 15 Minuten von unserem Hotel entfernt war. In der Gruppe war das in Ordnung. Alleine hätte man hier um diese Uhrzeit besser nicht mehr auf die Straße gesollt und ein Taxi wäre angesagt gewesen.

Ich nahm nur ein Wasser und eine Kartoffelsuppe. Björn hatte ein Pilsener und Rindfleisch. Vorneweg gab es als Gruß des Hauses Muchines mit zwei verschiedenen Soßen. Das schmeckte ein bisschen wie eine Krokette. Die Hauptgerichte schmeckten ebenfalls sehr gut und waren auch schön angerichtet. Leider ging es mir weiterhin nicht so gut, so dass ich das Essen nicht richtig genießen konnte.



Gegen 2130 Uhr waren wir zurück im Hotel und ich legte mich schnell schlafen.