10.03.2024 – 31.03.2034 Sri Lanka – 16. Tag: Zugfahrt von Haputale nach Idalgachinna und Wanderung

Heute klingelte der Wecker schon um 5:30 Uhr. Ich lag aber eh schon eine Weile wach. Um 6:30 Uhr gab es Frühstück und um 7:10 Uhr war Treffpunkt. Nach dem Aufstehen hatte ich den Entschluss gefasst, heute nur die Zugfahrt mitzumachen und dann mit drei anderen mit dem Tuktuk zurück zum Hotel zu fahren.

Wir liefen vom Hotel aus los. Heute morgen waberte der Nebel mystisch über den Teeplantagen und Bergen.

Anschließend liefen wir auf den Bahnschienen in Richtung Bahnhof von Haputale. In Deutschland undenkbar.

Während wir dort so liefen, kam ich ins Schwanken, ob ich die Wanderung vielleicht doch mitlaufen soll. So richtig entscheiden konnte ich mich noch nicht.

Schließlich kamen wir am Bahnhof an und warteten mit vielen anderen zusammen auf den Zug um 7:40 Uhr.

Der kam dann auch relativ pünktlich.

Wir fuhren in der 2. Klasse. Sitzplätze wurden vom Reiseveranstalter vorher nicht reserviert, so dass wir stehen mussten.

Das Besondere am Zugfahren in Sri Lanka ist, dass hier die Türen während der Fahrt nicht geschlossen werden.

Aber schon nach kurzer Zeit kamen wir in Idalgachinna an.

Dort hatte ich gar nicht mehr richtig Zeit drüber nachzudenken, ob ich nun mitgehe oder nicht. Schwups waren die anderen schon weg. Aber meine Entscheidung wäre wohl auch anders so ausgefallen. Ich ziehe das jetzt durch.

Schnell kamen wir an Teefeldern vorbei und begegneten auch einigen Teepflückerinnen, die uns erlaubten Fotos zu machen.

Bald erreichten wir dann schon den angekündigten Kindergarten, den wir besuchten. Heute waren aber nur 3 von 12 Kindern da, weil alle anderen krank waren.

Wir verteilten unsere mitgebrachten Geschenke und die Kinder freuten sich über Malstifte, Tennisbälle und Ähnliches. Björn spielte dann auch vergnügt mit einem der Kinder mit dem Tennisball. Gegenseitig warfen sie ihn sich immer wieder zu.

Da heute nur so wenige Kinder vor Ort waren, nahmen wir einen Großteil der Geschenke wieder mit.

Wir begegneten auf der weiteren Wanderung wieder Teepflückerinnen…

….und Waldarbeitern.

Wir kamen an ärmlichen Unterkünften der Teepflückerinnen vorbei und verteilten an die Kinder dort weitere Geschenke. Die Mutter sagte, dass sie auch etwas bräuchte, da mussten wir sie aber leider enttäuschen.

Wir verteilten weitere Geschenke an Kinder in weiteren Unterkünften. Als das bekannt wurde, strömten aus allen Ecken die Kinder herbei und holten sich auch ein Geschenk ab. Sehr süß waren die alle.

Teilweise war es hier aber auch sehr dreckig.

Nach der Hälfte der Wanderung machte sich meine Erkältung wieder stärker bemerkbar. Die Halstablette einer Mitreisenden sorgte aber für etwas Besserung.

Und dann trafen wir wieder auf unsere Freunde, die Blutegel 😂. Wir hatten am Anfang der Wanderung extra schon unsere Hosenbeine in die Socken gestopft. Und toi toi toi, ich bin heute verschont geblieben.

Wir wanderten weiter durch die schöne Landschaft.

Wasserfall

Bodhi -Baum
Agave

Reisfelder

Der letzte Rest des Weges verlief nur noch über Asphalt und öfters relativ steil bergab. Das war nicht mehr ganz so schön und ging ziemlich auf die Knie. Bald sichteten wir dann unsere drei Mitreisenden, die nicht mitgewandert waren. Wir hatten 11 km hinter uns gebracht.

Hier warteten wir dann auf unsere bestellten Jeeps. Diese sollten uns zum höchsten Wasserfall Sri Lankas bringen.

Die Fahrt war 6 km, wir wurden aber aufgrund der vielen Schlaglöcher ganz schön durchgerüttelt. Unterwegs war auch noch eine Baustelle, Sur uns einige Zeit kostete.

Schließlich erreichten wir den Wasserfall.

Um dorthin zu gelangen, mussten aber nochmal 1,2 km zu Fuß zurückgelegt werden.

Als wir ankamen, war dort gerade die große Franzosen-Gruppe aus unserem Hotel zugegen, so dass einiges los war.

Die meisten anderen sprangen ins kühle Nass. Ich hatte keine Badesachen dabei, da ich ja gar nicht vorgehabt hatte mitzuwandern. Aber hinterher mit nassen Haaren rumlaufen, wäre mir auch nicht so recht gewesen und mit der Erkältung sowieso nicht.

Anschießend gab es wieder Mittagessen bei einer einheimischen Familie.

Dann ging es mit dem Jeep wieder zurück. Unterwegs stiegen wir in unseren Reisebus um, der uns zurück ins Hotel brachte, wo wir gegen 16 Uhr eintrafen.

Abendessen sollte es um 19:30 Uhr geben, so dass wir genügend Zeit zum Ausruhen und Duschen hatten.

Das Essen wurde bei unserer Rückankunft abgefragt und wir konnten zwischen Hähnchen, Fisch, Schwein und vegetarischer Pizza wählen. Vorneweg gab es einen Salat.

Dann eine Zwiebelsuppe.

Ich hatte noch einen Papayasaft.

Björn hatte Hähnchen….

….und ich Pizza, von der ich aber nach der ganzen Esserei nur die Hälfte schaffte. Ich fand aber einen Abnehmer.

Und zum Nachtisch Obst mit einer Kugel Eis.

Ich ging dann gegen 21:30 Uhr aufs Zimmer. Björn spielte noch eine Runde Tischtennis.

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