Heute war schon wieder Abschied nehmen angesagt. Grade hatten wir uns eingewöhnt, müssen wir schon wieder weiter. Aber das Hotel hatte beim Buchen keine längere Verfügbarkeit. Zuerst wollten wir wieder auf unserer eigenen Terrasse frühstücken, aber dort war keine Sonne, auf der Frühstücksterrasse schon. Und irgendwie hatte ich auch nicht richtig Lust auf Nutellabrot. Somit entschieden wir uns doch, das Frühstück vom Hotel in Anspruch zu nehmen. Dirt trafen wir auch wieder auf Carola. Dieses Mal entschied ich mich für das süße Frühstück, dass aber trotzdem Schinken und Käse beinhaltet. Als Obst gab es heute Ananas aus Frontera. Ebenso bekamen wir noch einen kleinen Kuchen, der aber nicht so unseren Geschmack traf.

Da wir heute ja keinen Zeitdruck hatten ließen wir uns mit dem Frühstück Zeit und genossen die Sonne auf der Terrasse. Die Koffer waren so gut wie gepackt. Wir unterhielten uns noch mit Carola. Und dann hieß es Tschüss zu sagen zu Carola, La Restinga und dem Hotel Sur.

Nachdem ich das Frühstück bezahlt hatte, machten wir uns dann gegen 12 Uhr auf ins Golfo-Tal. Es gab zwei Wege, wir entschieden uns für den kürzeren, der aber länger dauern sollte. Die Fahrt sollte ca. 57 Minuten dauern.
Im Pinienwald von El Pinar hielten wir nochmal kurz an.

Hier oben im Berg hingen wieder die Wolken und es nieselte etwas. Nachdem wir ca. 30 Minuten gefahren waren, kamen wir an einem Schild „Mirador de La Llania“ vorbei, wo mehrere Autos parkten. Björn wollte dann auch mal anhalten und schauen. Es gab ein Schild zum erwähnten Aussichtspunkt und ebenso starteten hier drei verschieden lange Rundwege. Wandern hatten wir heute eigentlich nicht geplant, aber wir zogen uns andere Schuhe an und die Regenjacke und gingen zum Mirador de La Llania.

Der Wald hier mutete ein bisschen mystisch an oder wie im Märchenwald oder wie die Heimat von Elfen und Trollen, was auf den Fotos leider gar nicht so richtig rüberkommt.


Der Aussichtspunkt war schnell erreicht und überall waberten die Nebelschwarten. Am Aussichtspunkt selbst, sah es dann so aus. Genau so hat für mich damals auch der Vesuv ausgesehen, als ich oben war 😂.

Am Aussichtspunkt führten auch die drei Wanderwege vorbei. Wir entschieden uns, einfach so noch ein bisschen auf den Wegen rumzulaufen, einen kompletten Rundweg wollten wir aber nicht gehen, da diese 2 h (grün), 3 h (rot) oder 4h (blau) dauern sollten.
Der Wald wirkte weiterhin sehr mystisch und wie aus einer anderen Welt.




Die Stämme waren alle mit Flechten bedeckt.


Letztendlich entschieden wir uns dann doch, eine Rundtour zu laufen. Welche es werden sollte, entschieden wir dann aber erst, als die Wege sich trennten.

Über all wuchs Farn….

….und Disteln waren ebenso überall am Wegesrand zu finden.

Letztendlich entschieden wir uns für den roten, den mittellangen Weg, der 5,6 km lang ist und 3 h dauern sollte.



Dann machten wir eine kurze Rast an einer Bank. Uns war noch keine andere Menschenseele begegnet, was auch his zum Ende der Tour so bleiben sollte.


Der Wald strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Wenn überhaupt war nur Vogelgezwitscher zu hören. Das war ein richtiger Kraftort.








Schließlich erreichten wir einen weiteren Aussichtspunkt, zu dem aber noch ein ziemlich steiler Anstieg zu bewältigen war. Oben hatte man dann einen schönen Blick in einen Vulkankrater.

Wieder durch Wald ging es weiter zum Mirador de La Llania.



Wieder am Mirador angekommen lag weiterhin alles im Nebel und so setzten wir unsere Tour dann mit dem Auto fort. 20 Minuten waren es noch bis zu unserer Unterkunft in Frontera.
Unterwegs hatten wir noch einen schönen Blick ins Golfo-Tal, das wie ein Kessel von einer hohen Felswand umgeben ist. Über uns hinten die Wolken und das Golfo-Tal war sonnenbeschienen.

Schließlich erreichten wir unser Hotel Ida Ines.

Da wir den Check-In nicht bis 14 Uhr durchgeführt hatten, wurde uns der Schlüssel im Safe mit Code hinterlegt. Wir ließen das Gepäck erst mal im Auto. Wir stellten dann fest, dass unser Zimmer im zweiten Stock ist und mehrere Treppen hinaufführen. Für den Gepäcktransport etwas unlustig, aber wir stellten dann fest, dass wir das Zimmer mit dem schönsten Blick aufs Meer (Zimmer 8) erhalten hatten, inklusive einer großen Terrasse.

Hier machten wir es uns nochmal gemütlich, bevor wir zum Abendessen aufbrachen. Wir wollten dann gleich das Restaurant von Platz 1 bei TripAdvisor ansteuern, zumal dieses fußläufig nur 7 Minuten entfernt sein sollte.
So gingen wir dann den doch etwas steileren Weg zur Bodeguita de Fa und merkten dann doch unsere Beine von den Wanderungen. Der Weg führte uns an der kleinen Kirche vorbei, die wir vorher schon aus dem Auto gesehen hatten.

Das Restaurant sollte um 18:30 Uhr öffnen, inzwischen war es 19 Uhr und es wurden gerade noch die Tische vorm Restaurant aufgebaut. Somit lief ich noch ein kleines Stück die Straße weiter und erhaschte noch einen schönen Blick ins Tal.

Dann gingen wir ins Restaurant und wurden freundlich empfangen. Wir setzen uns aber nach drinnen. Ich war heute mal wieder probierfreudig und probierte ein Gericht aus, das ich bisher noch nie gegessen hatte. Ich bestellte Wachteln in einem Dressing aus Honig, Pfeffer und Mandarinen. Das schmeckte grundsätzlich sehr gut, was ich nicht bedacht hatte war, dass das Gericht mit Knochen geliefert wird. Das ganze zu zerlegen und ans Fleisch ranzukommen war dann nicht so einfach und an Knochen nagen mag ich ja eigentlich nicht so. Aber wie schon geschrieben, schmeckte das Fleisch trotzdem sehr gut. Björn bestellte Bolognese Lasagne und einen Rotwein, der aber mal wieder kalt serviert wurde. Kalter Rotwein schmeckt mir einfach nicht.


Anschließend entschieden wir uns noch für einen Nachtisch. Ein Waldbeeren-Desert sollte es sein. Ich erwartete irgendwie eine Creme aus Waldbeeren, gekommen ist aber ein riesiges Stück Kuchen. Das hat zwar sehr gut geschmeckt, war für die Uhrzeit aber eigentlich etwas zu mächtig.

Nach dem Essen liefen wir nochmal am El Sitio vorbei, die Unterkunft, die uns auch noch empfohlen wurde. Sie machte auf jeden Fall von außen einen sehr guten Eindruck.

Bei Sonnenuntergang liefen wir dann zurück zu unserer Unterkunft….


…wo wir den Abend auf der Terrasse ausklingen ließen. Hier ist es aber schon lauter als in La Restinga, man hört jedes Auto, jedes Motorrad und jeden Hund, da alle Geräusche durch das Tal hallen.