10.03.2024 – 31.03.2024 Sri Lanka – 18. Tag: Kataragama und Yala Nationalpark

Abfahrt war heute wie fast immer um 9:00 Uhr. Also um 7:30 Uhr Frühstück. Ich bestellte ein Spiegelei, Obst stand schon auf dem Tisch. Außerdem gab es eine Art gerollte Pancakes. die mit Kokos und Karamell gefüllt waren. Das war ganz lecker.

Ziel heute Morgen war wieder ein Tempelkomplex, Kataragama. Hier herrscht Multikulti, Hindus pilgern genauso hierher wie Buddhisten. Selbst Muslime schauen vorbei. Dabei ist der Ort eher unscheinbar. Eine Dagoba, ein paar Tempelchen und Äffchen. Die Ankündigung in der Reisebeschreibung war dann doch etwas übertrieben: „Gläubige tanzen sich in Trance und lassen ihre Zungen durchstechen“. Das kommt dann wohl allerdings nur Esala-Vollmond vor, wenn Hunderttausende zum hinduistisch-buddhistischen Fest des hier verehrten Kriegsgotts Skanda strömen. Heute war es einfach nur ein weiterer Tempel in unserem Programm,

Einen Bodhi-Baum gab es auch wieder.

Ziemlich schnell trafen wir dann auf einen angeketteten Arbeitselefanten. Das ist wirklich Tierquälerei und sollte nicht unterstützt werden. Mit dem Tierwohl haben sie es hier eh nicht so, dazu später mehr. Die Tiere können einem nur Leid tun.

Wir kauften heute für 100 Rupien ein paar Blumen, die wir dann am Tempel opferten.

Unser Busfahrer hatte mir auch nochmal ein paar Blüten in die Hand gedrückt.

Wir umrundeten wieder die Stupa und liefen dann zurück, weil wir an der buddhistischen Zeremonie teilnehmen wollten.

Als wir ankamen, war die Zeremonie schon im Gange.

Was wir heute zum ersten Mal sahen waren Tamilen, die eine brennende Kokosnuss in der Hand hatten und diese dann nach dem Abbrennen mit Wucht in einer dafür vorgesehenen Vorrichtung zerschmetterten. Aus der zerbrochenen Schale ergoss sich dann das Kokoswasser. Dies ist eine uralte Tradition, denn die Kokosnuss symbolisiert die menschliche Existenz und das Zerschmettern die innere Reinigung.

Auf dem Rückweg zum Bus kaufte ich mir noch drei Armbändchen. 50 Rupien pro Stück, das sind ca. 50 Cent für alle drei zusammen.

Gegen 12 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel und hüpften dann nochmal in den Pool, wo wir uns mit mehreren Leuten die Zeit mit Ballspielen vertrieben.

Um 14 Uhr war dann wieder Treffpunkt. Es sollte auf Pirschfahrt in den Yala Nationalpark gehen. Mit drei Jeeps wurden wir abgeholt.

Dann fuhren wir erst mal 45 Minuten bis zum Parkeingang. Der Fahrer heizte ziemlich schnell über die Straßen und in den offenen Jeeps war es ganz schön zugig. Am Parkeingang wimmelte es von Geländewagen.

Das Reservat ist geprägt von Dornbuschsavanne und vielen Seen. Wir sahen viele Vögel, Pfauen, Warane, Wildschweine. Mit dem Handy konnte ich nicht allzu viele Tiere einfangen. Hier kam dann endlich mal das Tele richtig zum Einsatz. Deshalb im Blog nicht allzu viele Tierbilder.

Einen Tukan haben wir auch gesehen.

(Foto folgt)

Aber weit und breit keine Elefanten in Sicht. Bin Leoparden ganz zu schweigen, obwohl es hier die größte Population der Welt gibt. Aber wen wundert es, wenn hier Verkehr wie auf der Autobahn herrscht? Bzgl. Tierschutz hat Sri Lanka noch großen Nachholbedarf. Die Anzahl der Autos müsste definitiv beschränkt werden. Teilweise hatte man das Gefühl, dass hier Wettrennen gefahren wurden. Unterwegs sahen wir sogar eine Radarkontrolle.

Am Ende der Tour staute sich der Verkehr.

Grund war dann doch ein Elefant im Gebüsch. Der kleine war direkt neben unserem Jeep, wurde aber schon ein bisschen unruhig, weil er gerne über die Straße wollte und das wegen den ganzen Jeeps nicht ging.

Wir können den Ausflug in den Yala Nationalpark eher nicht empfehlen. Das ist eher eine Qual für Mensch und Tier und reines Geldscheffeln. Es müsste definitiv die Anzahl an Autos im Park reduziert und beschränkt werden.

Die Rückfahrt war dann auch das reinste Wettrennen der Jeeps auf den Straßen.

Uns hat das Ganze eher fassungslos zurückgelassen.

Anschließend setzte uns der Jeep im Restaurant ab, wo wir unser Essen mittags schon vorbestellt hatten. Ich hatte Mixed Rotti und Björn Hühnchen. Mein Ananas-Saft ließ relativ lange auf sich warten.

Nachdem ich bisher im ganzen Urlaub nur zwei harmlose Mückenstiche hatte, sammelte ich sie heute fleißig. Und Björn hatte eine neue Freundin gefunden, da war ich den ganzen Abend abgeschrieben 😉.

Gegen 21 Uhr waren wir zurück im Hotel. Heute fiel ich sofort todmüde ins Bett. Der Fahrtwind im Jeep hat da sein übriges zu beigetragen. Und in der Nacht sammelte ich fleißig weiter Mückenstiche.

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