Heute ging es nach dem Frühstück wieder um 9 Uhr los. Aus irgendeinem Grund wurden für heute zwei Taxis bestellt. Wahrscheinlich, weil die Straße so schlecht war. Ein Kleinbus und ein normaler Personenwagen holten uns ab. Wir fuhren noch ein ganzes Stück durch Samarkand, bevor wir auf die sehr holprigen Straßen außerhalb der Stadt kamen. Hier wurden wir dann richtig durchgeschüttelt.
Unterwegs machten wir einen Halt, wie immer wussten wir nicht warum. Ist das eine Toilettenpause? Gibt es hier was zu sehen? Es gibt ja keine Ankündigungen vom Guide. Auf Nachfrage erfuhren wir dann, dass hier der Film „Apache“ gedreht wurde und „alle Touristen hier hin wollen.“ Aha. Wir kannten den Film alle gar nicht. Trotzdem war die Landschaft drumrum ganz nett und wir machten bisschen Fotosession.
Ansonsten hüpfte ein verkleideter Indianer lustig über die Steine, es gab ein Kinderkarussell und ein paar weitere Belustigungen.






Noch ein Kitsch-Foto gefällig? 😉

Nach rund 20 Minuten ging es weiter. Irgendwann hielt der Bus wieder an, am Straßenrand gab es Verkaufsstände. Wieder wussten wir nicht, wofür der Stopp jetzt angedacht war. Dann kam raus, dass hier jetzt unsere Wanderung durch das „Tal des Teufels“ stattfindet. Das ist die Wanderung, die gestern noch gestrichen werden sollte. Hier oben auf 1200 m war es doch recht frisch.
Die Strassenstände hatten irgendwie alle das Gleiche. Gewürze und die Kugeln aus Kamelmilch.




Hier fiel uns dann ein altes Mütterlein ins Auge, die trotz ihres hohen Alters noch die Toiletten reinigen musste. Björn steckte ihr ein bisschen Geld zu. Ich fragte sie, ob ich ein Foto machen darf. Das verstand sie irgendwie und stimmte zu. Danach meinte sie, dass ich mit aufs Foto kommen soll. Sie war einfach so goldig.

Wir mussten dann aber los. Wir wanderten durch das „Tal des Teufels“, welches seinen Namen aufgrund der ausgefallenen Steinformationen hat. Laut der Legende haben Zauberer und Hexen hier ihre Opferzeremonien abgehalten. Die Einwohner der Gegend glauben, dass es hier eine Bodenenergie gibt, die die Milch aller Kühe, die hier vorbeigehen, noch besser macht.
Oder sind es doch die Strommasten unter denen die Kühe größtenteils standen 😉.




Ich fand die Gegend sehr schön. Die Wanderung war einfach, aber das war auch so angekündigt gewesen. Man hatte einen schönen Blick ins Tal nach Shahrisabz.

Als wir zu den erwähnten Strommasten kamen, hörte man es richtig bizzeln und so ganz wohl war uns nicht dabei, darunter durchzulaufen.



An unserem Endpunkt machten wir nochmal eine kleine Fotosession.





Dann ging es wieder zurück. Insgesamt waren wir rund 3 h unterwegs.


Auf dem Rückweg ging ich nochmal auf Toilette, um dem Mütterlein auch nochmal bisschen zusätzliches Geld zustecken zu können. Sie freute sich riesig, tätschelte und küsste meine Hand mehrfach und wollte unbedingt nochmal ein Foto machen 😂.

Dann ging es weiter nach Shahrisabz. Das ist der Geburtstort von Amir Temur. Hier hatte er einen Palast errichtet, von dem nur noch das Eingangsportal erhalten ist.




Hier gibt es ebenso wieder ein Denkmal für den Staatshelden.

Die Anlage war grundsätzlich schön, aber ziemlich verlassen und alle Springbrunnen waren leider abgeschaltet.


Am anderen Ende der Anlage besuchten wir noch den Dorus-Saodat-Komplex. Timur ließ den Komplex als dynastische Grabstätte für sich und seine Familie bauen. Trotzdem wurde er selbst später in Samarkand beigesetzt und nicht hier in seinem Mausoleum.



Hier wimmelte es von einer italienischen Reisegruppe, die sich über einen Söuvenirstand hermachte. Wir besichtigten das leere Grab (die Sinnhaftigkeit erschloss sich uns nicht so ganz 😉) und auf die Mausoleen hatten wir auch gar nicht mehr so richtig Lust, nach den vielen Eindrücken des letzten Tages. Trotzdem warf ich mal einen Blick hinein.










Dann ging es in rund 2 h wieder zurück nach Samarkand, mit Toilettenstop bei dem alten Mütterlein 😉.
Und natürlich war es letztendlich zeitlich überhaupt kein Problem gewesen, die Wanderung durchzuführen. Die Diskussionen waren also völlig unnütz gewesen.
In Samarkand gingen wir dann nochmal ins selbe Restaurant wie vorgestern.
Als Vorspeise bestellte sich jeder eine gefüllte Teigtasche (Samsa). Diese gab es mit Kürbis oder mit Fleisch.

Ich aß einen warmen Salat mit Rind. Sehr lecker.

Björn hatte Rinderfilet. Das war auch sehr gut.

Auf dem Weg zurück sahen wir diese Süßigkeiten zum Verkauf am Straßenrand. Wir wussten aber nicht, was das genau ist und probierten es vorerst nicht.

Zum Abschluss gingen wir noch auf einen Absacket ins Old City. Ich trank aber nur noch ein bisschen Tee. Dann ging es zurück ins Hotel und ins Bett.