Gut geschlafen habe ich überhaupt nicht. Der Wecker klingelte um 6:30 Uhr. Als ich wach wurde, regnete es draußen. Dabei hatte Buddi gestern im Bus noch gesagt, dass es lange nicht geregnet hätte und wir keine Regenjacke brauchen. Frühstück gab es um 7:30 Uhr. Ich hüpfte als erstes unter die Dusche, dann meine Zimmernachbarin. Heute war die Dusche fast kalt, brr, gestern Abend war sie wenigstens noch lauwarm. Mein Fuss war etwas besser.
Anschließend ging es zum Frühstück, dass im Vergleich zu sonst etwas spärlich war, aber ausreichend. Es gab Ruttis (sind so ähnlich wie Pancakes), Toast, Marmelade und etwas Melone. So ist das halt in den Bergen, die Komfortzone muss etwas verlassen werden.

Ich zögerte dann noch lange, ob ich die heute geplante Wanderung mitgehe, da diese mit 11,5 km und 5 h angekündigt war. Die Vernunft sagte nein, aber eigentlich wollte ich unbedingt. Aber ich ließ dann doch die Vernunft walten. Der vorherige Regen und die Tatsache, dass sechs weitere Mitreisende nicht mitgingen, ließ mir die Entscheidung dann etwas leichter fallen. Schade.
Die Wanderer wurden noch mit einem Mittel gegen Blutegel eingesprüht und dann ging es aufgrund des Regens mit einer Stunde Verspätung um 9:30 Uhr los.




Ich verzog mich auf das Zimmer und ruhte mich noch ein bisschen aus. Ganz fit fühlte ich mich heute auch nicht.
Die Nicht-Wanderer trafen sich dann um 12 Uhr, um gemeinsam mit dem Tuktuk und Gepäckwagen zum Wasserfall zu fahren, wo wir auf die Wandergruppe treffen sollten. Die Fahrer ließen aber etwas auf sich warten. So bekamen wir von der Unterkunft noch Tee, Kekse und Bananen hingestellt.
Jeder bekam dann ein Lunchpaket in die Hand gedrückt und dann ging die wilde Fahrt los. Wir saßen zu dritt hinten im Tuktuk und eine Mitreisende saß vorne beim Fahrer, nur mit einer Pobacke auf dem Sitz. Das zulässige Mindestgewicht war mit Sicherheit überschritten. Unser ältester männlicher Mitreisender nahm neben dem Fahrer im Gepäckwagen Platz. Vor jeder Kurve wurde fleißig gehupt. So fuhren wir ca. 3 km auf einer asphaltierten Straße bergab. Schließlich hielten wir uns es hieß, wie müssten jetzt noch ca. 150 m steil und über unwegsames Gelände nach unten laufen. Darauf waren wir nicht vorbereitet und ein Mitreisender fuhr dann auch wieder zurück zur Unterkunft.
Der Weg nach unten war etwas beschwerlich, aber dann kamen wir am Wasserfall an und trafen auf die Wanderer.
Wir ließen uns nieder und genossen unser Lunchpaket. Der ein oder andere sprang ins Wasser. Die Wanderer waren bei der Wanderung teilweise von drei Hunden begleitet worden. Diese fütterten wir noch ein bisschen.


Ich hielt dann nur mal meine Füße ins kühle Nass. Bis ich plötzlich einen Blutegel an meinem Fuß sah. Auch wenn ich wusste, dass man sie nicht wegziehen soll, wenn sie sich schon festgebissen haben, war meine Reaktion ihn wegzuschnippen. Alle anderen waren inzwischen auch geplagt. Manche mehr, manche weniger. Ich zog mich dann schnell wieder an.

Kurz später ging es dann auch schon wieder zurück. Bergauf war der Weg etwas einfacher zu bewältigen. Dieses Mal belegten wir das Tuktuk zu dritt. Eine Mitreisende nahm beim Fahrer im Gepäckwagen Platz und eine andere auf der Ladefläche des Gepäckwagens. Der Rest wollte weiterhin zu Fuß laufen. So fuhren wir los, der Gepäckwagen voraus. Und was passierte? Unser Tuktuk gab auf halbem Weg den Geist auf.

Und wir sahen schon heftigen Regen heranziehen. Die armen Wanderer. Unser Fahrer brachte das Tuktuk nicht wieder zum Fahren. Handyempfang war auch keiner, also machte er sich zu Fuß auf den Weg zum Gepäckwagen. Uns ließ er alleine im Tuktuk zurück. Und dann kam der Regen, aber richtig heftig. Aber im Tuktuk waren wir einigermaßen geschützt. Nach einiger Zeit liefen dann die Wanderer an uns vorbei, natürlich pitschepatsche nass. Björn lud dann wenigstens seinen Rucksack bei uns ab. Wir mussten noch eine Weile warten und dann kam der Gepäckwagen zurückgefahren. Wir stiegen um, ich beim Fahrer, die anderen beiden auf der Ladefläche. Das Tuktuk wurde mit einem Seil angehängt und dann ging es los. Bis zur Unterkunft war es schon noch rin ganzes Stück.

Wieder im Hotel angekommen, sparte ich mir die Dusche, da sie kalt war. Stattdessen legte ich mich zum Aufwärmen ins Bett. Da ich ziemlich groggy war, schlief ich dann auch noch eine Runde und wäre ohne Wecker gar nicht wach geworden. Beim Aufstehen entdeckte ich dann noch einen zweiten Blutegelbiss, keine Ahnung, wo der auf einmal herkam.
Um 17:15 Uhr startete unser gemeinsames Kochen. Jeder schnippelte ein bisschen, raspelte Kokosflocken oder wir beobachteten den Koch beim Mischen der Zutaten. Das war eine nette Sache. Zwischenzeitlich war dann auch noch ein australisches Pärchen erschienen, die auch hier untergekommen sind. Die richtigen Gesprächspartner für Björn 😉.








Anschließend durften wir das selbstgemachte Mahl natürlich auch verkosten.
Nachdem wir fertig gegessen hatten, gab Buddi dann noch eine Runde Arrak aus.

Da ich erste Anzeichen einer Erkältung hatte, ging ich heute schon um 21 Uhr ins Bett. Und es schüttete die ganze Nacht durch und ein Gewitter war auch noch. Man hätte meinen können, die Welt geht unter.






































