10.03.2024 – 31.03.2024 Sri Lanka – 21. Tag Bentota und Heimflug

Und da war der letzte Tag des Urlaubs auch schon wieder gekommen. Einerseits hatte man das Gefühl, als wäre der Urlaub wie im Flug vergangen, andererseits kam es uns dann doch so vor, als wären die ersten Tage des Urlaubs schon eine Unendlichkeit her.

Also war natürlich Koffer packen angesagt, was wir aber größtenteils am Vorabend schon erledigt hatten.

Wir gingen dann zum Frühstück und ich hatte eigentlich den Plan, mir vormittags noch eine Massage zu gönnen. Aber unsere Bedienung vom Vorabend, die mit der Massage geworben hatte, tauchte einfach nicht auf. Somit begab ich mich auf die Suche nach dem Masseur unseres eigenen Hotels, an der Rezeption hieß es dann aber, dass er erst gegen 16 oder 17 Uhr kommen wird. Ich schaute im Ayurvedazentrum zwei Hotels weiter, konnte mich aber nicht richtig entscheiden und traf auch niemanden an und verschob das Ganze auf den Nachmittag.

Allerdings mussten wir um 12 Uhr unser Hotelzimmer räumen. Das war etwas unpraktisch, weil wir erst um 18:30 Uhr abgeholt wurden. So saßen wir dann mit unserem ganzen Gepäck am Pool und der Strand war ha direkt daneben. Hier war es auch wieder fast menschenleer. Aber die Wellen waren so hoch, dass nicht dazu zu raten war, ins Wasser zu gehen.

Um 12:30 Uhr versuchte ich mein Glück nochmal bei der Massage. Dieses Mal traf ich jemanden an und bekam einen Termin für 14:00 Uhr für eine Ganzkörpermassage.

Also saßen wir vorher am Pool und um 14:00 Uhr dackelte ich dorthin. Die Massage kostete ungefähr 30 Euro für 1:15 h und ich konnte mit Kreditkarte bezahlen. Das tat dann vor dem langen Flug nochmal gut. Besonders war die Gesichtsmassage hervorzuheben, die hatte ich so gut noch nie erlebt.

Anschließend hüpfte ich nach einer Dusche nochmal in den Pool und dann versuchte ich das tonnenweise Öl, dass sie mir in die Haare geschmiert hatte, unter der kalten Pooldusche zu entfernen. Da wäre ein Bad natürlich praktischer gewesen. Nach fünf Mal waschen hatte ich es dann glaube ich geschafft.

Um 16:00 Uhr gingen wir dann nochmal mit mehreren Leuten in den Beach Club nebenan zum Essen. Ich bestellte einen Avocado Saft.

Eine Kleinigkeit gab es noch aufs Haus, mit viiiiel Knoblauch 😂.

Und ich aß dann noch einen vegetarischen Wrap.

Anschließend saßen wir dann auf unseren gepackten Koffern und genossen den letzten Sonnenuntergang.

Und dann war Abschied nehmen angesagt.

Um 18:30 Uhr holte uns unser Busfahrer mit Sohn wieder ab. Das kam uns allen sehr früh vor, da unser Flug erst um 0:05 Uhr starten sollte. Ein letztes Mal wurden wir mit einem herzlichen Ayubowan und einer Blüte am Bus empfangen.

Heute wurden unsere Koffer im Bus transportiert und nicht im zusätzlichen Gepäckwagen. Aber wider Erwarten klappte das echt gut. Die Tage vorher hatten wir uns schon völlig eingeengt sitzen sehen.

Björn nahm neben dem Fahrer Platz und während der Fahrt bediente er dann die Musik über das Handy des Busfahrers. Zuerst gab es singhalesische Musik, die bestimmt auch in der Radiosendung zum Einsatz kommen wird. Und dann wurde umgeschwenkt auf deutsche Schlager und 80er Jahre Musik und der Bus mutierte auf einmal zum Partybus 😂. Wenn das Buddi erlebt hätte.

Nach gut zwei Stunden Fahrt kamen wir dann am Flughafen an, 4 h vor Abflug, und dort erlebten wir dann den Grund für die frühe Anreise.

Hier am Flughafen war es echt voll, wuselig und laut. Da ist jede Urlaubserholung schnell wieder dahin. Da unser Check-In noch nicht geöffnet war, besuchten wir nochmal diverse Souvenirgeschäfte, um das restliche singhalesische Geld loszuwerden. Ich kaufte aber nur einen Mini-Buddha für 1 Euro. Abschließend ergatterten wir einen Sitzplatz im Wartebereich, der ziemlich überfüllt war. Kurz später öffnete dann aber der Check-In und dann begann die Tortur. Wir stellten uns in die lange Warteschlange. Es dauerte dann einige Zeit, bis wir die erste Sicherheitskontrolle erreichten. Hier wurde das Hauptgepäck und das Handgepäck durchleuchtet. Wir hatten vorher noch schnell unsere Wasserflaschen leergetrunken, was aber gar nicht nötig gewesen wäre. Nach dem Check wurde das große Gepäck versiegelt.

Danach ging es dann erst zum Check-In. Wieder lange Warteschlangen. Es gab auch einen Self-Check-In, aber das war uns zu unsicher. Hier verharrten wir wieder ewig in der Schlange. Lustigerweise trafen wir hier auf Reisende, die die gleiche Reise wie wir gemacht hatten, nur eine Woche früher. Schließlich bekamen wir dann das Ticket für unsere am Vortag schon online gebuchten Plätze. Weiter ging es. Und es wartete schon wieder die nächste Warteschlange auf uns. Dieses Mal war es der Emigration Schalter. Wieder lange Wartezeit. Die Dame am Schalter war auch nicht besonders freundlich und den Ausreisestempel knallte sie im Pass auf eine andere Seite als der Einreisestempel. Sehr sinnig. Irgendwann waren wir da dann auch durch.

Und dann gab es wieder viele schöne Geschäfte. Björn ging relativ schnell zum Gate, ich bummelte noch ein bisschen und gab das restliche Geld für einen Seidenschal aus.

Und anschließend stand nochmal eine Kontrolle an. Das Handgepäck wurde erneut durchleuchtet und davor warteten nochmal lange Schlangen. Björn war ja schon durch. Die Kontrollen waren auch getrennt nach Männlein und Weiblein. Einige in der Schlange wollten sich auch wieder vordrängen, da bei ihnen schon der Last call nach Mumbai durchgerufen wurde. Also ein Gedränge und erneut Warterei. Hier waren Getränke dann nicht mehr erlaubt.

Als ich endlich durch diese Kontrolle durch war, wartete ein weiterer Sicherheitsbeamter vor dem Gate im Gang, der nochmal den Reisepass sehen wollte. Ganz genau beäugte er das Passfoto und einen selbst. Bei anderen Passagieren teilweise sogar mit einer Lupe. Uff. Also solche extremen Kontrollen habe ich sonst noch nirgendwo erlebt.

Dann noch die Bordkartenkontrolle und dann war ich endlich am Gate und stellte fest, dass die Toiletten draußen sind. Also nochmal raus, Bordkarte abgeben, und auf Toilette.

Als ich dann zurück war startete kurz später auch schon das Boarding. Wir hatten also fast vier Stunden in diversen Warteschlangen verbracht. Wahnsinn.

Mit dem Bus wurden wir zum Flieger gefahren. Als dann aber schon alle saßen, passierte anschließend nichts. Keine Sicherheitsunterweisung, kein Start und keine Info. Wir standen und standen und erst nach fast einer Stunde kam dann die Info, dass es Probleme mit irgendwelchen Papieren gegeben hätte und diverse Koffer wieder ausgeladen werden mussten. Also ging es dann erst mit knapp einer Stunde Verspätung los. Der Rückflug sollte 10:30 h dauern.

So um 2:00 Uhr nachts Ortszeit gab es dann noch Abendessen.

Anschließend schaffte ich es dann irgendwie 3-4 h zu schlafen, danach war es dann eher nur noch ein Dösen. Das Fliegen war mit meinen Ohren etwas unangenehm, aber dann doch nicht so schlimm, wie ich vorher befürchtet hatte. Heute war es auch nicht so eisig kalt wie auf dem Hinflug.

Gegen 6:00 Uhr deutsche Zeit gab es dann nochmal Essen.

Ich muss wirklich sagen, dass das Essen für ein Flugzeugessen wirklich gut war. Was ich bemängeln muss ist, dass abseits der Mahlzeiten keine Getränke gereicht wurden. Da musste man entweder den Service rufen oder sich selbst einen Becher holen gehen. Das finde ich bei einem solch langen Flug nicht so angebracht und das habe ich schon besser erlebt.

Dadurch, dass ich etwas schlafen konnte, kam mir der Flug dann auch gar nicht sooo schlimm vor und gegen 8:00 Uhr landeten wir dann morgens in Frankfurt.

Ab durch die Passkontrolle und hin zum Gepäckband, wo wir uns dann schon mal von unseren Mitreisenden verabschiedeten. Viele hatten ja noch lange Zugfahrten vor sich. Wir hatten dann auch als eine der Ersten unser Gepäck. Unser bestelltes Taxi kam auch bald und dann waren wir kurz später zuhause.

Da gingen wir dann direkt zum Osterfrühstück in die Kirche 😉.

AYUBOWAN SRI LANKA!

10.03.2024 – 31.03.2024 Sri Lanka – 20. Tag: Bentota

Heute war der ganze Tag zur freien Verfügung. Trotzdem hatten wir uns für 8:00 Uhr zum Frühstück verabredet. Der Tisch war direkt am Pool eingedeckt und die Auswahl war wieder reichlich.

Björn wollte den Vormittag gerne faulenzen bzw. In den Pool springen und am Meer liegen. Die Wellen sind hier eher so hoch, dass man nicht im Meer baden kann. Teilweise wehte auch die rote Flagge.

Ich hatte das Problem, dass durch die Erkältung mein linkes Ohr zu war, was mir in Bezug auf unseren Rückflug etwas Sorgen bereitete. also inhalierte ich fleißig und trank Samahan Tee.

Gegen Mittag machten wir uns dann nochmal auf den Weg in die Stadt. Beim Verlassen des Hotels trafen wir dann Mitreisende, die grade aus der Stadt zurückkamen und es nicht empfehlenswert fanden. Wir wollten trotzdem mal los.

Unser Hotel liegt etwa 6 km außerhalb. Zuerst wollten wir den Zug nehmen, da der Bahnhof direkt um die Ecke lag.

Eigentlich hatte es vorher geheißen, dass alle viertel Stunde ein Zug fährt. Auf Nachfrage wurde uns gesagt, dass der nächste Zug erst in 4 h kommt. Ich glaube, wir wurden eher nicht richtig verstanden.

So rief uns ein Hotelangestellter ein Tuktuk, dass uns für 500 Rupien (ca. 1,50 Euro) fahren sollte. Der Fahrer sprach sehr gut Englisch, wollte uns aber sofort eine Rundtour mit seinem Tuktuk andrehen. Als wir ablehnten, wollte er uns auf unserem Trip begleiten, weil er meinte, er könne die Preise für uns runterhandeln. Aber wir wollten ja einfach nur ein bisschen Bummeln, also lehnten wir auch das ab. Also ließen wir uns nur zu einem ATM fahren, um nochmal Geld abzuheben.

Anschließend ließ er uns dann in einem Geschäftsviertel raus. Ich wäre ja gerne nochmal in die Geschäfte reingegangen, aber wie von unseren Mitreisenden bereits berichtet, wurde man hier sehr offensiv angegangen und jeder wollte einen in sein Geschäft reinziehen oder einem wurden draußen schon Sachen unter die Nase gehalten. Das hatte ich nirgendwo anders in Sri Lanka so extrem erlebt und bei mir bewirkte dies das genaue Gegenteil, dass ich keine Lust mehr zum Schauen hatte.

Wir schlenderten dann einfach ein bisschen durch den Ort und bogen auch mal in die Seitenstraßen ab, was dann ganz interessant war. Dann lernt man ja eigentlich das wahre Leben kennen. In einer der Straßen stand eine Frau vor ihrem Haus und aus der Ferne würde ich sagen, dass sie Wäsche gebleicht hat. Irgendwann bemerkte sie mich und winkte mir aus der Ferne zu. Dann kam auch noch ein Kind dazu, dass auch winkte. Ich wäre dann ja gerne mal hingelaufen, aber irgendwie trauten wir uns nicht richtig. Schade eigentlich.

In den Seitenstraßen fand man dann sehr ärmliche Häuser und zwischendrin dann aber auch wieder Prunkvillen oder schnieke Hotels. Das passt irgendwie nicht so richtig zusammen. Wie ungerecht die Welt doch ist.

Auch hier rief uns ein kleines Kind aus einem Haus laut Hello, Hello zu. Wir winkten ihm zurück und die Mutter kam auch noch aus dem Haus und lächelte uns an und winkte uns zu. Das sind dann die kleinen Momente, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Schließlich bemerkten wir, dass wir gar nicht in Bentota abgesetzt wurden, sondern in Aluthgama.

Was für ein Schlingel, der Tuktuk-Fahrer. Er wollte uns glaube ich nur zu den Geschäften lotsen.

So liefen wir dann noch die 1,5 km nach Bentota, wofür wir eine Brücke überqueren mussten..

Dort ging es dann weniger geschäftig zu, aber besonders viel zu sehen gab es nicht. Wir kamen nur noch an einen schönen Seerosenteich.

Danach liefen wir dann noch etwas die Straße entlang und ließen uns dann für 500 Rupien von einem Tuktuk ins Hotel zurückfahren. Er ließ nicht mehr mit sich handeln.

Für 18 Uhr hatte ein Mitreisender für 8 Personen in einem Restaurant einen Platz reserviert. Letztendlich waren wir dann 10 Personen und wir liefen am Strand entlang dorthin.

Das Restaurant sah aus wie ein Baumhaus.

Der Ausblick war sehr schön, die Bedienung sehr nett und das Essen lecker. Allerdings war es nur ein kleiner Laden, so dass wir sehr lange auf das Essen warten mussten. Fast 3 h hat es gedauert.

Auf Kosten des Hauses gab es eine Vorspeise, brides war mit Fisch gefüllt und sehr lecker.

Ein Mitreisender hatte einen kompletten Fisch bestellt, der ihm vorher noch roh präsentiert worden war. Sah shiv sehr lecker aus, aber wer soll das packen?

Und Björn und ich entschieden uns für die Hähnchenbrust, da sie ausnahmsweise ohne Knochen war. Alle anderen hatten Fisch oder Garnelen.

Anschließend liefen wir im Dunkeln am Strand zurück. Es war immer noch sehr warm.

Anschließend brach dann die letzte Nacht in diesem Urlaub an.

10.03.2024 – 31.03.2024 Sri Lanka – 19. Tag: Galle, Schildkrötenauffangstation und Fahrt nach Bentota

Heute war wieder Abfahrt um 9 Uhr. Da ich zuerst noch meinen Koffer packte, schaffte ich es erst um 8 Uhr zum Frühstück und musste dann noch alleine fertig frühstücken. Aber das war gar nicht schlimm.

Heute war der Abschiedstag von unserem Guide Buddi. Die nächsten beiden Tage am Strand werden wir alleine verbringen. Deshalb hatten wir gestern auch schon das Trinkgeld eingesammelt. In der Lobby erwartete Buddi uns dann mit einem kleinen Geschenk. Wir bekamen einen Einkaufsbeutel aus Stoff, auf dem ein Gruppenfoto und das Reisedatum aufgebügelt ist. Eine süße Idee. Wir ließen die Taschen dann noch von Buddi, Busfahrer und Sohn und Gepäckwagenfahrer unterschreiben. Somit haben wir ein schönes Andenken.

Anschließend fuhren wir rund 2,5 h über die Autobahn nach Galle, wo wir einen Zwischenhalt machten.

Wir besuchten erst einen größeren Supermarkt, wo wir uns noch mit Ingwerkeksen und Samahan Tee für zuhause eindeckten. Der Tee ist wirklich gut bei Erkältung.

Danach machten wir einen kurzen Stop an einem Fischmarkt, wo der frische Fisch vom Morgen angeboten wurde.

Die Fischerboote lagen auch am Strand.

Einen längeren Halt machten wir dann am Galle Fort. Hier befindet sich die Altstadt. Diese stammt noch aus der holländischen Zeit.

Gebäude aus der holländischen Zeit

Gebäude aus der englischen Zeit

Beim Schlendern auf den grasüberwachsenen Wällen der alten Festung umrundeten wir das Fortviertel.

Hier in Galle waren es 100 % Luftfeuchtigkeit und die Brühe lief in Strömen. Der Ort ist aber ein nettes Städtchen, das zum Bummeln einlud. Leider hatten wir dafür gar nicht mehr richtig Zeit, nachdem wir uns noch kurz in ein Café gesetzt hatten und einen Ananassaft getrunken haben. Einige unserer Mitreisenden haben schöne Einkäufe getätigt, vor allem schöne Bilder. Hier wäre definitiv ein längerer Aufenthalt angebracht gewesen.

Um 14:15 Uhr trafen wir uns wieder und wir fuhren die Südküste entlang. Hier wurde beim Tsunami in 2004 alles zerstört.

An einem kleinen Fischerhafen hielten wir kurz an.

Nächster Stop war bei einer Schildkrötenauffangstation. Auch das stand nicht im Programm, wurde uns aber optional angeboten. Der Eintritt kostete ungefähr 5 Euro.

Diese waren nur einen Tag alt und wir durften sie sogar auf die Hand nehmen.

Ob man hier von Tierschutz reden kann, sei mal dahingestellt. Die Becken, in denen die Schildkröten wieder aufgepeppelt wurden, waren doch sehr, sehr klein. Und sie bleiben bis zu fünf Jahren dort.

Danach fuhren wir in unser Strandhotel und stellten fest, dass das eigentlich gleich um die Ecke war. Hier verabschiedeten wir dann Buddi, unseren Reiseleiter. Etwas Wehmut war dabei.

Wir verbringen jetzt hier noch zwei Tage am Strand.

Später fing es dann an zu gewittern.

Zu siebt gingen wir anschließend zum Abendessen. Endlich gab es mal Hühnchen ohne Knochen.

Danach war nur noch Schlafen angesagt.