21.05.-04.06.2023 El Hierro – 6. Tag: La Frontera

Heute gibt es nicht so viel zu berichten, da wir einen Tag Pause eingelegt haben. Wir frühstückten im Hotel, was hier leider nur drinnen möglich ist. Danach verzogen wir uns aufs Zimmer. Gegen Mittag lief ich alleine mal in den Ort und schlenderte bisschen rum. Viel zu sehen gab es nicht. Ein paar Geschäfte, ein paar Restaurants und kleinere Kneipen. Ansonsten viele Einheimische und wenig Touristen.

Mal ein Blick ins Golfotal in die andere Richtung.

Dann lief ich auch schon wieder zurück und erblickte unser Hotel in der Ferne, etwas höher gelegen.

Am späteren Nachmittag machte ich mich nochmal auf, die kleine Kirche besuchen. Steil ging es nach oben, erst auf der Straße, dann über eine Treppe.

Auch von hier hatte man wieder einen schönen Blick ins Golfotal.

Hier setzte ich mich noch ein bisschen auf die Mauer und genoss den Ausblick. Und dann gab es doch noch eine lustige Geschichte. Ich hatte in der El Hierro Gruppe auf Facebook ein Bild kommentiert und gefragt, wo das aufgenommen ist. So kam es dann, dass ich mit der Fotografin des Bildes ins Chatten kam. Sie gab mir noch ein paar Tipps für El Hierro und irgendwann fanden wir heraus, dass wir letztes Jahr zur gleichen Zeit auf Ischia waren, uns sogar begegnet waren und sogar ein paar Worte auf dem Mount Epomeo gewechselt hatten. Was für ein lustiger Zufall. Karma?

Dann ging ich zurück zum Hotel, wo wir heute nur noch ein Brot auf der Terrasse aßen. Hier konnten wir wieder dem Sonnenuntergang teilhaben.

21.05.-04.06.2023: El Hierro – 5. Tag: Weiterfahrt nach Frontera mit Zwischenstopp in La Llania

Heute war schon wieder Abschied nehmen angesagt. Grade hatten wir uns eingewöhnt, müssen wir schon wieder weiter. Aber das Hotel hatte beim Buchen keine längere Verfügbarkeit. Zuerst wollten wir wieder auf unserer eigenen Terrasse frühstücken, aber dort war keine Sonne, auf der Frühstücksterrasse schon. Und irgendwie hatte ich auch nicht richtig Lust auf Nutellabrot. Somit entschieden wir uns doch, das Frühstück vom Hotel in Anspruch zu nehmen. Dirt trafen wir auch wieder auf Carola. Dieses Mal entschied ich mich für das süße Frühstück, dass aber trotzdem Schinken und Käse beinhaltet. Als Obst gab es heute Ananas aus Frontera. Ebenso bekamen wir noch einen kleinen Kuchen, der aber nicht so unseren Geschmack traf.

Da wir heute ja keinen Zeitdruck hatten ließen wir uns mit dem Frühstück Zeit und genossen die Sonne auf der Terrasse. Die Koffer waren so gut wie gepackt. Wir unterhielten uns noch mit Carola. Und dann hieß es Tschüss zu sagen zu Carola, La Restinga und dem Hotel Sur.

Nachdem ich das Frühstück bezahlt hatte, machten wir uns dann gegen 12 Uhr auf ins Golfo-Tal. Es gab zwei Wege, wir entschieden uns für den kürzeren, der aber länger dauern sollte. Die Fahrt sollte ca. 57 Minuten dauern.

Im Pinienwald von El Pinar hielten wir nochmal kurz an.

Hier oben im Berg hingen wieder die Wolken und es nieselte etwas. Nachdem wir ca. 30 Minuten gefahren waren, kamen wir an einem Schild „Mirador de La Llania“ vorbei, wo mehrere Autos parkten. Björn wollte dann auch mal anhalten und schauen. Es gab ein Schild zum erwähnten Aussichtspunkt und ebenso starteten hier drei verschieden lange Rundwege. Wandern hatten wir heute eigentlich nicht geplant, aber wir zogen uns andere Schuhe an und die Regenjacke und gingen zum Mirador de La Llania.

Der Wald hier mutete ein bisschen mystisch an oder wie im Märchenwald oder wie die Heimat von Elfen und Trollen, was auf den Fotos leider gar nicht so richtig rüberkommt.

Der Aussichtspunkt war schnell erreicht und überall waberten die Nebelschwarten. Am Aussichtspunkt selbst, sah es dann so aus. Genau so hat für mich damals auch der Vesuv ausgesehen, als ich oben war 😂.

Am Aussichtspunkt führten auch die drei Wanderwege vorbei. Wir entschieden uns, einfach so noch ein bisschen auf den Wegen rumzulaufen, einen kompletten Rundweg wollten wir aber nicht gehen, da diese 2 h (grün), 3 h (rot) oder 4h (blau) dauern sollten.

Der Wald wirkte weiterhin sehr mystisch und wie aus einer anderen Welt.

Die Stämme waren alle mit Flechten bedeckt.

Letztendlich entschieden wir uns dann doch, eine Rundtour zu laufen. Welche es werden sollte, entschieden wir dann aber erst, als die Wege sich trennten.

Über all wuchs Farn….

….und Disteln waren ebenso überall am Wegesrand zu finden.

Letztendlich entschieden wir uns für den roten, den mittellangen Weg, der 5,6 km lang ist und 3 h dauern sollte.

Dann machten wir eine kurze Rast an einer Bank. Uns war noch keine andere Menschenseele begegnet, was auch his zum Ende der Tour so bleiben sollte.

Der Wald strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Wenn überhaupt war nur Vogelgezwitscher zu hören. Das war ein richtiger Kraftort.

Schließlich erreichten wir einen weiteren Aussichtspunkt, zu dem aber noch ein ziemlich steiler Anstieg zu bewältigen war. Oben hatte man dann einen schönen Blick in einen Vulkankrater.

Wieder durch Wald ging es weiter zum Mirador de La Llania.

Wieder am Mirador angekommen lag weiterhin alles im Nebel und so setzten wir unsere Tour dann mit dem Auto fort. 20 Minuten waren es noch bis zu unserer Unterkunft in Frontera.

Unterwegs hatten wir noch einen schönen Blick ins Golfo-Tal, das wie ein Kessel von einer hohen Felswand umgeben ist. Über uns hinten die Wolken und das Golfo-Tal war sonnenbeschienen.

Schließlich erreichten wir unser Hotel Ida Ines.

Da wir den Check-In nicht bis 14 Uhr durchgeführt hatten, wurde uns der Schlüssel im Safe mit Code hinterlegt. Wir ließen das Gepäck erst mal im Auto. Wir stellten dann fest, dass unser Zimmer im zweiten Stock ist und mehrere Treppen hinaufführen. Für den Gepäcktransport etwas unlustig, aber wir stellten dann fest, dass wir das Zimmer mit dem schönsten Blick aufs Meer (Zimmer 8) erhalten hatten, inklusive einer großen Terrasse.

Hier machten wir es uns nochmal gemütlich, bevor wir zum Abendessen aufbrachen. Wir wollten dann gleich das Restaurant von Platz 1 bei TripAdvisor ansteuern, zumal dieses fußläufig nur 7 Minuten entfernt sein sollte.

So gingen wir dann den doch etwas steileren Weg zur Bodeguita de Fa und merkten dann doch unsere Beine von den Wanderungen. Der Weg führte uns an der kleinen Kirche vorbei, die wir vorher schon aus dem Auto gesehen hatten.

Das Restaurant sollte um 18:30 Uhr öffnen, inzwischen war es 19 Uhr und es wurden gerade noch die Tische vorm Restaurant aufgebaut. Somit lief ich noch ein kleines Stück die Straße weiter und erhaschte noch einen schönen Blick ins Tal.

Dann gingen wir ins Restaurant und wurden freundlich empfangen. Wir setzen uns aber nach drinnen. Ich war heute mal wieder probierfreudig und probierte ein Gericht aus, das ich bisher noch nie gegessen hatte. Ich bestellte Wachteln in einem Dressing aus Honig, Pfeffer und Mandarinen. Das schmeckte grundsätzlich sehr gut, was ich nicht bedacht hatte war, dass das Gericht mit Knochen geliefert wird. Das ganze zu zerlegen und ans Fleisch ranzukommen war dann nicht so einfach und an Knochen nagen mag ich ja eigentlich nicht so. Aber wie schon geschrieben, schmeckte das Fleisch trotzdem sehr gut. Björn bestellte Bolognese Lasagne und einen Rotwein, der aber mal wieder kalt serviert wurde. Kalter Rotwein schmeckt mir einfach nicht.

Anschließend entschieden wir uns noch für einen Nachtisch. Ein Waldbeeren-Desert sollte es sein. Ich erwartete irgendwie eine Creme aus Waldbeeren, gekommen ist aber ein riesiges Stück Kuchen. Das hat zwar sehr gut geschmeckt, war für die Uhrzeit aber eigentlich etwas zu mächtig.

Nach dem Essen liefen wir nochmal am El Sitio vorbei, die Unterkunft, die uns auch noch empfohlen wurde. Sie machte auf jeden Fall von außen einen sehr guten Eindruck.

Bei Sonnenuntergang liefen wir dann zurück zu unserer Unterkunft….

…wo wir den Abend auf der Terrasse ausklingen ließen. Hier ist es aber schon lauter als in La Restinga, man hört jedes Auto, jedes Motorrad und jeden Hund, da alle Geräusche durch das Tal hallen.

21.05.-04.06.2023: El Hierro – 4. Tag: Wanderung auf dem Camino de La Restinga: Von El Pinar nach La Restinga

Heute hatten wir uns für die Wanderung auf dem Camino de La Restinga entschieden. Auch hier hatte ich mich wieder an der Gruppenreise orientiert und die Wanderung war auch unter der Nr. 18 im Rother Wanderführer zu finden.

Da es sich nicht um einen Rundweg, sondern um eine Streckenwanderung handelt, hatten wir uns gestern erkundigt, wie wir am besten nach El Pinar kommen. Es gab einen Bus um 9 Uhr oder um 11:30 Uhr, der nur 1,28 Euro pro Person kostete. Wir entschieden uns für 11:30 Uhr, da die Wanderung mit 2,5 h angegeben ist, brauchten wir uns ja keinen Stress machen.

Also frühstückten wir erst mal in Ruhe auf unserer Terrasse. Leider stellten wir heute fest, dass das gestern gekaufte Müsli lebte (genauso wie gestern schon der Pfefferminztee), so dass ich dann auch mit Nutella-Brot vorlieb nehmen musste. Neuen Tee hatten wir gestern noch gekauft. Langsam kam auch wieder die Sonne heraus.

So schlenderten wir dann gegen 11:15 Uhr in Richtung Bushaltestelle, die nur 5 Minuten vom Hotel entfernt ist. Nebenan im Café trafen wir dann wieder Carola, die Autorin, und wir setzten uns noch einen Moment zu ihr, da der Bus noch nicht da war. Das war wieder ganz nett, aber kurz später kam dann unser Bus und wir machten uns auf den Weg nach El Pinar. Die Fahrt dauerte so 15-20 Minuten. Den Startpunkt der Wanderung hatten wir gestern schon gesehen, der ist nämlich direkt an dem Dorfplatz, den wir gestern schon besucht hatten. Von der Bushaltestelle liefen wir 5 Minuten dorthin.

Und dann konnte die Wanderung auf dem Camino de La Restinga losgehen, die uns von El Pinar über 8 km nach La Restinga führen sollte. 890 Höhenmeter sollte es nach unten gehen.

Ausgangspunkt ist die Plaza an der Hauptstraße, von wo wir die steile Dorfstraße Calle La Paz hinabsteigen mussten.

Nach wenigen Minuten kamen wir zur Kirche San Antonio Abad, die aber leider geschlossen hatte.

Von dort ging es weiter zum Friedhof, wo wir links auf einen abwärtsführenden Fahrweg abbogen. Der Weg war gesäumt von vielen Kakteen mit Kaktusfeigen.

Danach verpassten wir einen Abzweig, was uns letztendlich knapp einen Kilometer zusätzlich gebracht hat.

Schließlich fanden wir aber den steingepflasterten Weg, den wir eigentlich hinabgehen sollten.

Nun wurde der Weg aus unserer Sicht langsam schöner. Hier gab es keinen Asphalt mehr und alles wurde ursprünglicher.

Irgendwann erreichten wir dann die Hauptstraße nach La Restinga, die wir überqueren mussten.

Unser Weg setzte sich auf der anderen Straßenseite fort. Ab hier war es jetzt ein gemütlich heranführender Fahrweg, der parallel zu einer Rohrleitung verläuft, direkt auf die Erhebung des Restingas zu. Rechterhand erhob sich der Vulkankegel des Montana de Prim.

Schließlich erreichten wir unser Ziel La Restinga.

Im Ort legten wir nochmal eine kurze Rast ein.

Hier entdeckte ich dann erst eine Email von Carola vom Vorabend, in der sie uns gefragt hatte, ob wir nochmal in die Bar kommen. Das hatte sich ja erledigt, aber wir verabredeten uns dann für heute Abend in der Bar.

Danach errichten wir dann nach rund 3,5 h wieder unser Hotel.

Letztendlich schloss sich Carola auch kurzfristig noch dem Abendessen an. Wir gingen gegen 18:45 Uhr nochmal ins selbe Restaurant wie gestern. Die Küche schloss um 19 Uhr, also mussten wir uns mit der Bestellung beeilen.

Björn nahm wieder das Hühnchen und ich teilte mir mit Carola die gemischte Fischplatte, die es ja nur für 2 Personen gibt.

Ich muss aber gestehen, dass es gestern besser geschmeckt hat. Heute waren sehr viele Gräten im Fisch und er war auch eher frittiert als gebraten. Gewürzt war er heute auch nicht so gut wie gestern. Dafür hatten wir aber wieder nette Gespräche, die wir hinterher in der Bar noch bis 23 Uhr bei Beobachtungen des Sternenhimmels fortsetzten. Und eine Widmung in unserem Buch haben wir nun auch noch bekommen.

21.05.-04.06.2023 El Hierro – 3. Tag: Centro de Interpretacion Vulcanologico und El Pinar

Heute wollten wir es erst nochmal ein bisschen langsam angehen lassen, nachdem wir immer noch ein bisschen kaputt von der Anreise waren und mein Fussknöchel, wovon auch immer seit gestern etwas weh tut. Der Wecker klingelte zwar um 7 Uhr, aber wir sind dann nicht sofort aufgestanden, sondern ließen es ruhig angehen. Frühstück gab es ab 8 Uhr auf der Terrasse des Hotels, wir erschienen dort aber erst gegen 9 Uhr und waren erst mal die einzigen Gäste. Das Frühstück musste gesondert bezahlt werden. Für 8 Euro bekam ich zwei Toastbrote, zwei Scheiben Käse, zwei Scheiben Schinken und ein paar aufgeschnittene Tomatenscheiben. Ebenso noch einen Apfel, Kaffee und frischgepresster O-Saft.

Die Sonne schien schon herrlich und wir ließen es uns gut gehen, mit Blick auf den Hafen. Schließlich gesellte sich eine weitere Dame zum Frühstück und wir kamen schnell ins Gespräch und unterhielten uns angeregt, über El Hierro, Reisen und dies und das. Bis wir herausfanden, dass sie dieses Jahr ein Buch veröffentlicht hat, von dem sie uns nun erzählte. Der Titel ist „Willst Du wirklich sterben, Vater meines Herzens“. Das Buch ist eine wahre Geschichte und handelt von der Begleitung bei der aktiven Sterbehilfe ihres Wahlvaters. Die Sterbehilfe wurde relativ unerwartet genehmigt und dann blieben nur noch fünf Tage. Sie berichtet von ihren persönlichen Erfahrungen bzgl. dieser letzten fünf Tage. Dieses Thema begleitete uns dann etwas länger und war natürlich etwas schwere Kost. Das Buch wurde im Selbstverlag veröffentlicht und über einen Fundraiser finanziert. Sie hatte ein paar Bücher dabei, so dass wir es uns anschauen konnten und erworben dann auch ein Exemplar. Wir sind gespannt. Damit, dass wir heute ein Buch direkt bei einer Autorin kaufen würden, hatten wir eher nicht gerechnet 😉, Ebenso hat sie schon an Antarktis-Expeditionen teilgenommen. So hat man im Urlaub immer wieder spannende Begegnungen. Das ist einfach das Schöne am Reisen.

Anschließend gingen wir noch kurz zum Supermarkt und kauften ein paar Sachen fürs Frühstück ein, da wir beschlossen haben, morgen auf dem Zimmer zu frühstücken.

Danach saßen wir noch etwas auf unserer Terrasse und gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Centro de Interpretacion Vulcanologico, das ca. 6 km von La Restinga entfernt ist. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person. 2011 war 5 km vor der Küste von La Restinga in 1000 m Meerestiefe ein unterseeischer Vulkan ausgebrochen. Er spuckte „Steine“ an die Meeresoberfläche, die noch Dampffahnen hinter sich herzogen. Zwei Tage später öffneten sich küstennah zwei weitere Schlote, deren Eruptionen zum Aufbau eines unterseeischen Vulkans führten. Im Centro Vulcanologico wird dies in einer Panoramaschau dargestellt. Das Center befindet sich mitten in einer Lavalandschaft, die wir auf einem kurzen Pfad durchquerten und viele Fotos machten 😉. Dann gelangten wir zu einem tiefer gelegenen Gebäude, in dem das Ganze nochmal mit dokumentarischen Filmaufnahmen dargestellt wurde.

Die Landschaft ist zwar sehr karg, Vulkanlandschaften faszinieren uns aber immer wieder.

Anschließend fuhren wir noch die kurze Strecke bis El Pinar weiter. Auf dem Dorfplatz sprach uns noch ein Schotte an, der schon 23 Jahre auf El Hierro lebt und wir unterhielten uns ein bisschen auf Englisch. Danach tranken wir im Café gegenüber des Dorfplatzesnoch einen Kaffee, umgeben von lauter Einheimischen,

Bevor wir wieder zurück nach La Restinga fuhren, machten wir noch einen Abstecher zum Aussichtspunkt „Mirador de Tanajara“.

Zurück in La Restinga zogen wir uns schnell um und starteten dann direkt zum Fischrestaurant El Refugio. Dort wollten wir gestern schon hin, da das Restaurant auf Platz 1 bei TripAdvisor steht, standen aber vor verschlossener Tür. Heute hatten wir mehr Glück und es war wirklich eine gute Wahl. Die Karte gab es sogar auf Englisch und Deutsch, die Bedienung sprach hauptsächlich Spanisch, war sehr freundlich und die Verständigung klappte eigentlich ganz gut. Er empfahl uns die gemischte Fischplatte für zwei Personen. Da Björn aber keinen Fisch wollte, kam das nicht in Frage, also fragte ich nach einer Fisch-Empfehlung für eine Person. Ich muss dazu sagen, dass es hier in La Restinga den fangfrischesten Fisch der Insel gibt, da dies der Haupt-Fischereihafen von El Hierro ist. Also muss man doch einfach mal Fisch essen. Er empfahl mir dann den Alfonsinos de altura, den Großaugenbarsch. Dann probierte ich das einfach. Björn bestellte Hähnchenbrust.

Vorneweg gab es dann noch Brot mit Mojo Rojo und Mojo Verde und Krabben aufs Haus.

Der Fisch war sehr lecker und reichhaltig, auch wenn ich es ja normalerweise bevorzuge, den Kopf und die Augen nicht auf dem Teller zu haben 😉. Hier war es echt super und ich glaube, wir werden morgen nochmal vorbeikommen. Auch der Preis war mit 30 Euro für zwei Personen wirklich gut. Gutes Preis-Leistungsverhältnis. Aber auch heute war außer uns nur ein weiterer Gast zu sehen.

Anschließend spazierten wir nochmal zu dem Lavafeld, dass direkt hinter dem letzten Haus von La Restinga beginnt.

Die Sonne ging langsam unter und wir machten uns zurück auf den Weg zum Hotel. Zuerst wollten wir noch in die Bar, die sich mehr oder weniger direkt vor unserem Fenster befindet. Dort war es aber relativ laut und wir entschieden uns doch dagegen. Die Geräuschkulisse hielt dann auch noch länger an, aber mit geschlossenem Fenster war fast nichts mehr zu hören.

21.05.-04.06.2023: El Hierro – 1./2. Tag: Anreise

Das Taxi zum Flughafen hatten wir für 9:30 Uhr bei Taxi Rüsselsheim für 28 Euro Festpreis bestellt. Dieses Mal waren wir mit dem Fahrer zufrieden, auch wenn ich 28 Euro für die 15 Minuten Fahrzeit schon echt happig finde. Mit den Öffis hätte es aber dreimal Umsteigen bedeutet, was mit dem Gepäck ja auch nicht so witzig ist und es hätte immerhin auch 12 Euro gekostet. Check-In hatten wir schon am Vorabend gemacht. Sitzplatzauswahl sollte 10 Euro pro Person extra kosten, ebenso das Buchen eines Gepäckfachs. Es wird immer doller.

Die Condor Halle war ganz schön voll und irgendwie war alles ziemlich chaotisch. Das war auch alles mal anders am Flughafen. Am Schalter waren lange Schlangen, also versuchten wir unser Glück bei den Automaten, um das Gepäck selbstständig aufzugeben. Dort waren aber 3 von 4 Automaten kaputt und die Servicekraft war aufgrund dessen etwas gestresst. So richtig einfach war es dann auch ohne Hilfe doch nicht. Schließlich hatten wir dann unseren Gepäckanhänger und mussten die Koffer aber erst noch an die Gepäckabgabe bringen, wo wieder eine Schlange war. Und zu guter letzt war mein Koffer mal wieder zu lang für den Self-Service. Die Koffergröße ist erlaubt, da fragt man sich schon, warum dann die Geräte nicht darauf abgestimmt sind. Also nochmal zum Schalter der Business Class, um dann dort den Koffer abzugeben.

Die Sicherheitskontrolle war dann problemlos und wir saßen wieder frühzeitig am Gate.

Mit ca. 1 h Verspätung ging es dann mit Kringel 😂 los. Gut, dass wir noch eine Zwischenübernachtung auf Teneriffa eingeplant haben, durch die Verspätung hätten wir die mögliche Fähre nach El Hierro nämlich definitiv nicht mehr bekommen.

Der Flug war insgesamt etwas unruhig, so dass die Stewardessen sich auch öfters hinsetzen mussten. Und dieses Mal war es extrem warm. Üblicherweise ist es mir ja meistens eher zu kalt. Dieses Mal war genau das Gegenteil der Fall. Essen und Trinken musste natürlich auch wieder extra bezahlt werden. Ich gönnte mir dann trotzdem einen Tee für 2,90 Euro.

Wir waren dann aber ganz gut unterwegs, so dass wir mit einer halben Stunde Verspätung nach knapp 5 h auf Teneriffa ankamen. Das Gepäck war relativ zügig da und der Schalter von Cicar, dem Autovermieter, war auch direkt an der Gepäckausgabe. Die Bedingungen waren ja eigentlich ziemlich gut, was ich beim Buchen nicht beachtet hatte war, dass das Tanken nicht voll/voll war. Somit war der Wagen nicht vollgetankt, was es natürlich schwierig macht, ihn mit gleichem Level zurückzugeben. Ca. 18 Euro mussten wir fürs Tanken vorlegen, die wir wieder zurückbekommen, wenn wir ihn mit gleichem Benzinstand zurückgeben.

So fuhren wir dann die ca. 40 Minuten zu unserer Unterkunft in La Laguna. Dort gab es dann nur ein Parkhaus, das für 24 h nochmal 9,75 Euro kostete. Das Aguere Nest Hostel war dann eher einfach, ein Hostel halt. Ein relativ schmales Doppelbett und Gemeinschaftsdusche und -WC.

Da es dann schon ca. 18:30 Uhr Ortszeit war, machten wir uns dann gleich auf zur Restaurantsuche. Ziemlich viele Restaurants hatten aber heute auf Sonntag geschlossen. Schließlich landeten wir im Steakrestaurant San Juan 18, welches bei TripAdvisor auf Rang 4 war. Das war eine gute Wahl. Trotzdem waren wir den ganzen Abend die einzigen Gäste. Die Karte gab es auf Englisch, die Bedienung sprach aber nur Spanisch, aber mit Händen und Füßen geht ja alles 😉. Die Steaks mit kanarischen Salzkartoffeln und der Wein waren sehr lecker.

Danach schlenderten wir noch ein bisschen durch die Straßen von La Laguna. Das war noch ganz nett. Zurück in der Unterkunft war dann noch ziemliches Tamtam in der Küche. Mehrere Personen kochten dort, unterhielten sich laut und die Musik lief recht lautstark. Wir setzten uns noch einen Moment auf die Rooftop-Terrasse, die ganz nett war, die Aussicht war aber weniger schön. Wir verzogen uns dann auf unser Zimmer.

Der Wecker klingelte um 6:45 Uhr, aber wir waren schon vor dem Wecker wach. Die Dusche tat dann ganz gut. Frühstück gab es ab 8 Uhr auf der Rooftop Terrasse. Die Auswahl war ordentlich. Es gab Toastbrot, Müsli, Käse, Wurst, Marmelade, Humus, Tomaten etc. Der Kaffee war aber leider schon etwas kalt. Wir ließen uns etwas Zeit und kamen noch mit einer Belgierin ins Gespräch, die für einen Sprachkurs auf Teneriffa verweilt. Und gegen 10 Uhr fuhren wir dann Richtung Flughafen Nord. Der Weg dauerte nur 15 Minuten. Unterwegs tankten wir noch schnell für 5 Euro und dann war die Mietwagenrückgabe schnell erledigt. Letztendlich waren wir dann doch wieder 2 h vor Abflug am Flughafen, obwohl mehrere Leute im Internet bestätigt hatten, dass 1h vorher eigentlich reicht. Wieder Gepäck abgeben und durch die Sicherheitskontrolle. Pünktlich um 12:20 Uhr starten wir dann mit der Propellermaschine von Binter in Richtung El Hierro, unserem eigentlichen Ziel.

Dort kamen wir dann gegen 13 Uhr an und übernahmen den nächsten Mietwagen.

Wir ließen noch nen zweiten Fahrer eintragen und fuhren dann die 50 Minuten zu unserem Hotel in La Restinga, ein verschlafener Ort an der Südküste.

Hier werden wir jetzt für die nächsten drei Nächte im Hotel Sur Restinga verweilen, bevor es dann weiter ins Golfo-Tal geht. Hier in La Restinga sind wir am südlichsten Punkt Europas. La Restinga ist ein kleines Fischerdorf mit rund 600 Einwohnern, von denen die meisten immer noch im Fischfang tätig sind.

Wir waren von der ganzen Anreise etwas kaputt, so dass wir uns noch ein bisschen ausruhten, bevor wir dann gegen 18:30 Uhr zum Essen aufmachten.

Es war allerdings schwierig, ein geöffnetes Restaurant zu finden. Irgendwie war heute alles geschlossen und auch auf den Straßen war tote Hose. Das Restaurant Casa Juan öffnete dann aber um 19:30 Uhr. Jetzt kam eine kleine Herausforderung, da es die Speisekarte nur auf dem Handy gab und auch nur auf Spanisch. Mit Björns vorhandenen Spanischkenntnissen kamen wir nicht weit. Aber zum Glück gibt es ja heutzutage den Google Übersetzer und wir haben zum ersten Mal die Kamerafunktion ausprobiert. Das hat super funktioniert, muss ich sagen. Kamera auf den Text halten und schon ist die Übersetzung da. Klasse.

Björn bestellte dann Brot mit dreierlei Dips und ich bestellte kanarische Kroketten mit Thunfisch. Das Preis-Leistungsverhältnis war dann eher etwas teuer. Und wir waren wieder die einzigen Gäste.

Danach machten wir dann noch einen Verdauungsspaziergang auf die Kaimauer.

Danach saßen wir noch etwas auf unserer Terrasse und überlegten uns, was wir am nächsten Tag unternehmen können, bevor wir dann gegen 23:00 Uhr ins Bett gingen.

21.05. – 04.06.2023: El Hierro – Die Vorbereitungen

Für den „kleineren“ Urlaub haben wir uns dieses Jahr für El Hierro, die kleinste der kanarischen Inseln, entschieden. Da wollten wir schon länger mal hin und jetzt sind wir es angegangen. Nächsten Sonntag geht es los.

Die Gruppenreisen waren uns zu teuer, also habe ich den Urlaub auf eigene Faust geplant und gebucht, was bei einem Urlaub auf El Hierro gar nicht so einfach ist, weil El Hierro nicht direkt angeflogen werden kann und man somit entweder mit der Fähre übersetzen muss oder mit einem Propellerflieger weiterfliegen muss.

Aber zuerst musste mal ein Zeitraum gefunden werden. Mein Plan war eigentlich, erst nach Ende der Bundesligasaison 😉 zu fliegen und wenn möglich, zwei Feiertage zu inkludieren. Ich konnte es aber drehen und wenden, wie ich wollte, weder das eine noch das andere war möglich, ohne dafür pro Person ca. 300 Euro mehr für die Flüge zu bezahlen. Also mussten wir wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und schon während der Saison fahren und nur ein Feiertag konnte integriert werden. Aber zu dem Zeitpunkt, wo die Flüge am billigsten waren, war die von uns gewünschte Unterkunft nicht komplett verfügbar. Somit hatte es mich letztendlich einen kompletten Sonntag gekostet, die ganze Reise zu planen und dann noch den folgenden Montag Abend, alles zu buchen.

Die besten Flüge habe ich letztendlich bei Condor gefunden, Hinflug am 21.5. nach Teneriffa und der Rückflug ab Teneriffa geht am 04.06.

Dann musste ich schauen, wie es weitergehen kann, Fähre oder Propellermaschine. Unser Flug ab Frankfurt landet gegen 16 Uhr in Teneriffa Süd, der Propellerflug startet aber ebenfalls um 16 Uhr ab Teneriffa Nord, der schied also schon mal aus. Die letzte Fähre startet um 17:30 Uhr. Das kam mir ziemlich knapp vor. Ein großer Reiseanbieter sagte mir zwar, dass das klappen würde, aber ich hatte meine Zweifel. Also fragte ich lieber nochmal in einer El Hierro Gruppe auf Facebook nach den Erfahrungen. Dort war die einschlägige Meinung, wenn wir unser Gepäck als erstes bekommen und dann schnell ein Taxi nehmen, könnte es klappen. Das war dann vielleicht doch ein bisschen zu viel Wenn und Aber. Und da die Gruppenreise, die wir uns angesehen hatten, auch eine Übernachtung auf Teneriffa eingeplant hat, war mir das dann auch eher die sicherere Variante. An der Gruppenreise habe ich mich dann auch bei meiner ganzen Planung etwas orientiert. Aber auch die El Hierro Gruppe hat mir ganz gut weitergeholfen.

Also kam für diesen Tag weder die Fähre noch die Propellermaschine in Frage. Also musste eine Nacht auf Teneriffa eingeplant werden und für den Rückflug habe ich es dann einfach genauso gemacht, auch wenn der Trip dort ggf. auch an einem Tag geklappt hätte, aber auch hier habe ich mich dann wieder an der Gruppenreise orientiert.

Das Hotel der Gruppenreise hat uns zwar gut gefallen, war uns aber nur für eine Zwischenübernachtung zu teuer. Also suchten wir uns eine Unterkunft in unmittelbarer Nachbarschaft, das aber bedeutend billiger ist. Die beiden Zwischenübernachtungen werden wir jetzt im Aguere Nest Hostel in San Cristóbal de La Laguna verbringen. Von dort aus sind es nur ca. 15 Minuten zum Flughafen.

Für die Weiterrreise am nächsten Tag hatten wir uns nämlich für die Propellermaschine mit Binter Canarias entschieden. Diese benötigt nur ca. 40 Minuten, die Fähre braucht ca. 2,5 h und der Flug war sogar etwas billiger. Also die beiden Flüge mit der Propellermaschine auch noch gebucht.

Aber wir kommen wir nun vom Flughafen Süd in den Norden? Es fährt zwar ein Bus, aber nachdem ich herausgefunden hatte, dass ein Mietwagen nur 35 Euro pro Tag kostet, entschieden wir uns dann für die komfortablere Variante und ich buchte für die beiden Tage auf Teneriffa auch je noch einen Mietwagen. In der Gruppe wurde mir Cicar für die Mietwagenbuchung empfohlen. Die Preise und Bedingungen waren sehr ok. Und dann habe ich für die komplette Zeit auf El Hierro natürlich auch noch einen Mietwagen gebucht.

Bei den Hotels auf El Hierro habe ich mich dann wieder an der Gruppenreise orientiert. Allerdings war es von den Verfügbarkeiten nicht möglich, beide Hotels je eine Woche zu buchen. Aber da beide auch nur 1h Autofahrt entfernt liegen, wäre ein Hotelwechsel auch gar nicht zwingend erforderlich gewesen, aber eine zweiwöchige Verfügbarkeit gab es auch nicht. Also haben wir nun vom 22.-25.05. das Hotel Sur Restinga gebucht und vom 25.5.-03.06. das Hotel Ida Ines.

In der Gruppe wurde mir auch noch das El Sitio empfohlen. Das macht einen sehr guten Eindruck, ist allerdings ohne Frühstück. Das El Sitio ist in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels Ida Ines, wir werden also sehen, ob wir die falsche Wahl getroffen haben 😉. Frühstücken wäre im Hotel Ida Ines trotzdem möglich gewesen.

Ihr seht, das war ein ganz schöner Akt, diese Reise zu buchen. Jetzt sind wir gespannt, was uns erwartet.

Eine andere Option hätte es übrigens noch gegeben, um an einem Tag nach El Hierro zu gelangen. Flug Frankfurt-Madrid, Flug Madrid-Gran Canaria, Flug Gran Canaria-El Hierro. Das fand ich aber auch nicht so sinnig.

Und da wir jetzt keine Gruppenreise gebucht haben, hatte ich mich noch mit den Möglichkeiten von geführten Wanderungen beschäftigt und uns wurde der folgende Wanderführer in der Gruppe empfohlen, den ich aber vor einem Jahr selbst schon im Internet gefunden hatte: https://www.travel-friends.com/aktivurlaub/spanien-trekking-und-wandern-auf-el-hierro-10672. Ebenso sind Höhlenwanderungen möglich: http://www.hoehlenelhierro.de/wir.html. Da werden wir die Teilnahme aber spontan entscheiden. Und da beide Anbieter auch auf dem Wochenmarkt vertreten sind, kann man sie auch einfach da wegen einer Tour ansprechen.

Und zu guter letzt hatte ich mich auch noch mit zwei Reiseführern eingedeckt. Einmal der Rother Wanderführer El Hierro und von Reise Know How Inseltrip El Hierro.

Jetzt muss ich nur noch meine Erkältung los werden, die Koffer müssen gepackt werden und dann kann es losgehen.