05.09. – 19.09.2025 Usbekistan – 15. Tag: Heimreise

Heute mussten wir dann Goodbye sagen. Der Bus holte uns um 6 Uhr ab, also war frühes Aufstehen angesagt. Das Hotel hatte uns für heute Lunchpakete zur Verfügung gestellt. Darum mussten wir uns aber auch selbst kümmern, seitens der Reiseleitung wurde nichts organisiert.

Zum Flughafen dauerte es dann auch nur ca. 20 Minuten. Hier wurde als erstes das Gepäck durchleuchtet.

Anschließend aßen die meisten ihre Lunchboxen. Ich bekam so früh morgens noch nichts runter. Unser Wasser schmissen wir weg, was wir hinterher bereuten, weil wir es erstaunlicherweise hätten mitnehmen dürfen.

Und dann nahm das Drama seinen Lauf. Wir gingen zu den Automaten für die Passkomtrolle…..und keiner unserer Reisepässe konnte gelesen werden. Stimmt nicht, die beiden Mitreisenden, die noch einen alten Reisepass besaßen kamen durch und alle mit neuem Reisepass schauten in die Röhre.

Ein Beamter schickte uns dann zu den Schaltern, wo eigentlich die Abwicklung der usbekischen Einwohner erfolgt. Diese wollten uns dann ständig zurück zu den Automaten schicken. Und aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse konnten wir ihnen die Situation natürlich nicht erklären.

Hier tummelten sich dann eine Menge Menschen und es ging überhaupt nicht vorwärts. Immer mehr Menschen standen in der Traube. Immer wieder kamen Flugcrews, die vorgelassen werden mussten. Dann kam die Putzkolonne, die sich mit ihren Wägen durch die Menschenmassen zwängen mussten etc.

Pro Person die dran kam, dauerte es gefühlt 10 Minuten für die Abfertigung und man fragte sich, was dort genau gemacht wird. Normalerweise ist ja eher die Einreise vielleicht etwas zeitaufwendiger. Bei der Ausreise haben wir üblicherweise immer schnell das Stempelchen bekommen und gut war es. Es waren bestimmt noch 15 Leute vor uns und die Zeit schritt voran. Teilweise kam es zu tumultartigen Aufständen, weil jeder in dem Pulk die Befürchtung hatte, seinen Flieger zu verpassen. Ständig versuchte jemand sich vorzudrängeln. Dann kam ein Beamter, der die Meute wieder zurück hinter die rote Linie drängte. Auf einmal waren dann 3 Leute zwischen Björn und mir. Das reinste Chaos.Auf die Nachfrage einer Mitreisenden, was das Problem ist, war die Antwort nur: „No Problem“. Die innere Unruhe wurde immer größer. Ich muss dazu sagen, dass hier nur ein Schalter geöffnet war, obwohl es noch zwei weitere gegeben hätte. Und es kam niemand auf die Idee, diese zu öffnen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam die erste Person aus unserer Reisegruppe an die Reihe. Der Pass wurde kontrolliert. Ein Foto wurde gemacht. Und dann wurde auf einmal nach einer Registrierung gefragt. Welche Registrierung? So etwas hatten wir nicht bekommen. Diese hätte uns wohl das Hotel ausstellen müssen. Haben sie aber nicht. Und vom Reiseleiter hatten wir natürlich auch keinen Hinweis bekommen. Also rief die Dame am Schalter dann auch erst noch im Hotel an und ließ sich die Richtigkeit bestätigen. Dann konnte es weiter gehen. Schließlich kam ich an die Reihe. Was nach der Passkontrolle noch eine Ewigkeit lang gecheckt wurde, weiß ich nicht. Schließlich war ich durch. Da war dann ja aber nur Schritt eins geschafft. Die Sicherheitskontrolle hatten wir ja noch vor uns. Ich konnte hier auch nicht auf Björn warten, weil ich in die Schlange für die Sicherheitskontrolle verwiesen wurde.

Inzwischen war es 8:20 und unser Boarding startete. schließlich passierte ich einen weiteren Beamten, der nochmal einen Stempel auf dem Flugticket verewigte. Dann durch die Sicherheitskontrolle, diese lief problemlos. Danach wartete ich auf Björn. Es dauerte weitere 10 Minuten bis er auch da war und dann hetzten wir zum Gate, wo das Boarding schon voll im Gange war. Der Flieger war schon halbvoll. Just in time.

Gestresst und mit den Nerven am Ende nahmen wir dann unsere Plätze am Notausgang ein.

Ein wenig schöner Abschluss des Urlaubes. So eine chaotische Ausreise haben wir noch nie erlebt.

Pünktlich um 9 Uhr startete der Flieger nach Istanbul. Tschüß Samarkand.

In Istanbul hatten wir dann nochmal durch die Sicherheitskontrolle, was beim Hinflug komischerweise nicht der Fall war.

Hier verloren wir dann auch die Mitreisende aus den Augen, die als einzige nach Düsseldorf weiterflog und somit konnten wir uns dann auch leider nicht mehr verabschieden. Schade.

Wir hatten dann noch etwas Aufenthalt. Ich bummelte zwar noch etwas in dem riesigen Einkaufstempel, aber wirklich Freude bereitete das nicht.

Im Anschlussflieger hatten wir dann auch noch die Mittelplätze in der Viererreihe in der Mitte. Jackpot. Bei diesem Flug waren beim Buchen leider keine Plätze am Notausgang mehr zu bekommen.

Schließlich kamen wir gegen 17 Uhr in Frankfurt an.

Hier gab es das große Abschied nehmen. Ich hoffe, wir sehen uns mal wieder. Es war eine großartige Gruppe.

Eine Mitreisende hatte die Musik von Björns Band im Urlaub so gut gefallen, dass sie sich entschieden hatte, am WE noch mit auf das anstehende Konzert zu kommen. Unsere Einladung, bei uns zu übernachten hat sie gerne angenommen und ihren Urlaub noch zwei Tage bei uns verlängert.

Somit hatten wir dann auch eine Mitfahrgelegenheit nach Hause und mussten uns kein Taxi nehmen.

Am Samstag habe ich mit ihr dann bei herrlichem Wetter noch Mainz unsicher gemacht, bevor es abends zum Bandauftritt von Cherry-Tree in der Denkbar in Frankfurt ging.

Hinterlasse einen Kommentar