03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 20. Tag: Bootsfahrt nach Isabela (Galapagos) und Spaziergamg durch Puerto Villamil

Heute mussten wir mit gepackten Koffern um 6:00 Uhr parat stehen. Die “Heimkehrer” wurden um 7:00 Uhr abgeholt, waren aber alle um 6:00 Uhr aufgestanden, um sich von uns zu verabschieden. Überall wurde sich umarmt. Von Ivan mussten wir uns leider auch verabschieden. Er war einer der besten Reiseleiter, die wir je hatten. Man hat einfach gemerkt, dass er seinen Job liebt und er sein ganzes Herzblut dort reinsteckt. Und er war auch der Hauptfaktor für die gute Gruppenharmonie. In seinem Profil stand vorher: „ich hoffe, dass wir Freunde werden“ und genau so hat er das ganze auch gelebt. Wir werden ihn vermissen.

Für uns sechs, die die Verlängerung gebucht hatten, ging es dann zum Hafen. Dort reihten wir uns in die Schlange nach Isabela ein. Wie vor jeder Bootsfahrt wurde unser Gepäck durchleuchtet, damit wir nicht Steine oder sonstiges auf die anderen Inseln verschleppen.

Dann mussten wir wieder mit dem Taxiboot übersetzen und bangten wieder darum, dass unsere Koffer nicht ins Wasser fallen. Die Taxiboote kosten immer einen Dollar pro Person. Dann stiegen wir auf das eigentliche Boot. Wir bekamen zum Glück einen Platz im hinteren Bereich des Bootes. Wie immer zeigen wir die Schwimmwesten, bestimmte Regeln werden nämlich immer von der Marine kontrolliert und sogar fotografisch dokumentiert. Das Boot war dieses Mal kleiner als auf der Überfahrt nach Santa Cruz. Und wie befürchtet, wurde dieses dann auch viel mehr von den Wellen durchgeschüttelt als das letzte Boot. Ich hatte meine Akupressur-Armbänder gegen Reiseübelkeit an, kaute Kaugummi und aß Ingwerbonbons. Und ich versuchte die Augen zu schließen und zu dösen. Wirklich wohl war mir nicht, aber auch nicht richtig übel. Einer anderen Person schon, deshalb hielt das Boot irgendwann an und das Schwanken dann hat bei einigen von uns dann eher auch für Übelkeit gesorgt, die aber nur kurz anhielt und vorüber war, als das Boot wieder weiter fuhr. Nach rund zwei Stunden hatten wir es geschafft und hatten die zweite größere Bootsfahrt schadlos überstanden.

Auf Isabela kam wieder das Taxiboot. Dieses Mal hatten unsere Koffer aber einen sicheren Standplatz. Am Hafen wurden wir von einer Dame erwartet, die uns im Bus die nur ca. 5 Minuten zu unserem Hotel begleitete und uns die Termine für unsere Rückreise nannte. Jetzt sind wir für drei Nächte im Isabela Beachhouse.

Das Wetter war heute eher bewölkt und kühl. Ob Ivan jetzt etwa nicht mehr getanzt hatte?

Unsere Zimmer waren noch nicht frei, somit setzten wir uns an die Tische am hoteleigenen Strand und warteten die ca. 45 Minuten, bis die Zimmer frei waren.

Dann ließen wir es langsam angehen und kamen erst mal an. Wir mussten aber auch erst mal auf Kakerlakenjagd gehen. Zwei Stück haben wir gefangen. Irgendwann trafen wir uns dann, um ein bisschen durch den Ort zu Bummeln und zu schauen, wo alles ist.

Gleich beim ersten Touranbieter bogen wir ab und buchten für den nächsten Tag einen Ausflug zum Inselchen Las Tintoreras, wo es Pinguine geben soll. Dieser kostete pro Person 50 Dollar und ich bezahlte noch fünf Dollar für das Ausleihen eines Neoprenanzugs. Der Ausflug bestand aus einer Bootstour, einem Spaziergang über die Insel und Schnorcheln.

Wir liefen dann weiter. Hier in Puerto Villamil die Straßen nicht geteert. Isabela ist zwar die größte der Galapagos-Inseln, ist aber weniger touristisch und hat auch weniger Einwohner. Puerto Villamil ist ein 3000-Seelen-Dorf. So liefen wir hier durch fast menschenleere Straßen, ganz anders als die anderen Inseln.

Anschließend nahmen wir erst mal eine Kleinigkeit zum Mittagessen zu uns. Ich nahm nur eine Pommes, weil wir ja abends noch essen gehen wollten.

Im Anschluss daran probierten wir mal den Geldautomaten aus, der lt. Ivan und lt Reiseführer selten funktioniert. Wir hatten aber zum Glück keine Probleme. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir die Ausflüge alle in bar bezahlen müssen und hatte dafür dann auf Santa Cruz doch zu wenig Geld abgehoben.

So langsam war das Wetter jetzt besser geworden und die Sonne schaute wieder hervor. Ganz in der Nähe sollte es Flamingos geben, dort gingen wir dann hin. Ungefähr sieben Flamingos waren zu sehen, diese waren aber eher in Schlafstellung.

Wir liefen weiter zum kilometerlangen weißen Sandstrand. Dieser war fast menschenleer und nur durchzogen von den Spuren der Meerechsen.

Wir passierten den Dorffriedhof.

Dann begaben wir uns auf den Weg Richtung El Muro de las Lagrimas, der Mauer der Tränen.

Hier mussten wir uns anmelden, d. h. unsere Namen hinterlassen. Wir entschieden uns aber nur bis El Estero zu laufen.

Hier begegneten uns dann auch wieder jede Menge Meerechsen.

Playa del Amor, der Liebesstrand. Dieser heißt so, weil hier die Leguane ihre Eier im Sand ablegen.

La Playita, ein schöner kleiner Sandstrand.

Dann gingen wir wieder über den Strand zurück.

Dann kehrten wir noch in die Pink Iguana Bar ein. Unsere Liebsten zuhause stehen jetzt wahrscheinlich auf dem Weihnachtsmarkt und wir sitzen in der Beach Bar. Hier wimmelte es auch von Meerechsen.

Ich bestellte mir eine Kokosnuss.

Dann liefen wir zurück zum Hotel. Inzwischen war es sehr windig und frisch geworden. Ein Jäckchen wäre angebracht gewesen, hatte ich aber nicht dabei.

Um 19:30 Uhr trafen wir uns dann wieder zum Abendessen. Wir liefen in den Ort. Ich bestellte nur eine Gemüsesuppe, Björn Pasta Bolognese. Da diese Kombi als Menü für 10 Euro angeboten wurde, bestellten wir dieses und bekamen dann auch noch einen Nachtisch.

Auf dem Heimweg begegnete uns dann noch dieser nette Kerl.

Und dann war der erste Tag auf Isabela auch schon wieder vorüber.

Island – 13. Tag Hrifunes – Vik – Hrifunes

Der gemeldete Dauerregen kam leider. Somit ließen wir es erstmal wieder gemütlich angehen. 8 Uhr aufstehen, in Ruhe geduscht, Frühstücken. Das Pärchen aus Malaysia war auch wieder da und wir tauschten uns über unsere Tageserlebnisse aus.

Danach schrieb ich ein bisschen Blog und gegen 12 Uhr machten wir uns nochmal auf den Weg nach Vik, was nur ca. 40 km entfernt ist. Hier besuchten wir das Wollcenter, ich sah eine Jacke, entschied mich aber dagegen sie zu kaufen. Eigentlich war ich ja immer noch auf der Suche nach nem Islandpulli. Wie in jedem Urlaub kaufte ich mir aber noch einen Magneten aus Island. Hier im Wollcenter hatte man auch die Möglichkeit, sich durch diverse Fenster die Fabrik anzusehen.

Danach fuhren wir zum bekannten Lavastrand, was bei Nieselwetter ja aber nicht so richtig Spaß macht. Der Strand wurde irgendwann sogar mal unter die 10 schönsten Strände der Welt gewählt.

Ich entschied mich dann doch noch die Jacke zu kaufen und dass ich über den Betrag komme, ab dem man die Steuern zurückerstattet bekommt, habe ich noch ein Paar Angorasocken dazu gekauft.

Danach setzten wir uns einfach nur noch in Halldorskaffi und tranken einen Milchkaffee. Ich probierte dann noch ein Stück Skyr-Torte, eine Art isländischer Käsekuchen. War echt lecker, vor allem das Topping. Björn hatte eine Art Schokoladenkuchen.

Wir fuhren zurück in unsere Unterkunft und machten es uns im Aufenthaltsraum bequem. Hier sorgte der Kamin für eine wohlige Wärme. Wir machten uns nochmal Kaffee und Tee. Ein weiterer weiblicher Gast war anwesend. Nach einiger Zeit kamen wir ins Gespräch und nachdem sich herausstellte, dass die Dame aus Australien ist, hatte Björn natürlich Gesprächsstoff 😉.

Wir hatten uns entschieden, wieder am Abendessen teilzunehmen. Es war einfach zu lecker und das auch das ganze Ambiente so schön, dass wir diese Ausgaben nochmal tätigten. Das war hier in dieser Unterkunft überhaupt das schönste, dass man so einfach mit allen anderen Gästen aus Allerherrenländern ins Gespräch kam. Heute waren lauter neue Gäste da. Björn unterhielt sich weiterhin mit der Australierin, ein belgisches Pärchen war anwesend, drei Deutsche Mädels aus Deutschland, die sich aber nicht an den Gesprächen beteiligten und mehrere Amerikaner.

Als Vorspeise gab es dieses Mal Tomatensuppe und Brot. Als Hauptspeise gab es Lammkotletts, auf die wir aber verzichtet haben, Fleischbällchen, ebenfalls aus Lammfleisch (die waren ein Gedicht), eine Art Kartoffelbrei (auch so lecker), Gemüse, Salat und mehrere Dips. Der Tomatendip war auch so lecker, dass ich mir das Rezept habe geben lassen. Und alles war selbstgemacht. Als Nachspeise gab es dann noch Schokoladenkuchen. Exzellent.

Nach dem Essen schauten wir uns mit der Australierin noch Fotos aus anderen Urlauben an, wir zeigten ihr unsere Polarlichtfotos und am Ende tauschten wir noch Emailadressen aus. Nachdem sie ins Bett gegangen war, unterhielten wir uns noch ein bisschen mit den Amerikanern.

An diesem Tag war einfach dieser tolle Abend mit dem leckeren Abendessen und vielen tollen Gesprächen das Highlight. Gegen 0 Uhr waren wir dann im Bett.

Kambodscha – 19. Tag Phnom Penh – Koh Thmei

Nach unserem Frühstück im Hotel wurden wir dann um 8 Uhr mit einem Lexus abgeholt. Unser Weg führte uns auf die Insel. Platz war also wieder genug. Der heutige Fahrer konnte ein bisschen Englisch und er fuhr nicht ganz so rasant wie seine Vorgänger.

Am Flughafen hat er uns nochmal am Geldautomat rausgelassen, weil wir vermuteten, dass wir auf Koh Thmei nur in bar bezahlen können und das Essen nicht ganz so billig sein wird, weil wir halt auf einer Insel sind, wo das Essen ja erst noch hintransportiert werden muss. Und das mit dem Geld abheben war eine gute Entscheidung.

So führte unser Weg dann 4 h in Richtung Sihanoukville, bis wir ca. 25 km vorher links auf eine Piste abbogen. Und dann war das ganze keine Straße mehr, sondern eine Zumutung. Ich schätze, die schlechteste Straße von ganz Kambodscha. Schlagloch an Schlagloch, Wasserpfützen und nur noch Geholper. Die Fahrt war nur im Schritttempo möglich. Das Auto setzte mehrfach auf, unser Fahrer war häufiger am Fluchen und es nahm kein Ende. Wir fragten uns, ob wir wirklich auf dem richtigen Weg sind. Die Mopedfahrer kamen problemloser über diese Piste. Wir passierten mehrere Dörfer, die aber ziemlich verdreckt waren, in einem wurde auch gerade noch eine Hochzeit gefeiert. Nach einer Stunde Holperweg kamen wir schließlich im Fischerdorf an und ein Holzschild wies uns die Richtung zum Koh Thmei Resort. Auch hier war es sehr dreckig.

Mitten auf der Straße wurde auch noch ein Pavillon für eine Festlichkeit aufgestellt und wir fragten uns, wie wir dies passieren können. Mitten durch ging nicht und links vorbei eigentlich auch nicht. Irgendwie schaffte unser Fahrer es aber. Wieder wies uns ein Schild den Weg und dann waren wir am Bootsanleger, wo unser Boot auch schon auf uns wartete.


Hier lagen viele Fischerboote vor Anker und wir machten uns mit Gepäck mit dem Motorboot auf den Weg.




Erst hatte das ganze was von Flusslandschaft.






Dann ging es aufs offene Wasser.

Wir passierten viele Fischer, die auf Beutefang waren.



Von Weitem sahen wir von hier aus mehrere weitere Inseln, die aber zu Vietnam gehören. So waren wir dann ca. 1 h auf dem Wasser unterwegs, bis wir am Koh Thmei Resort ankamen. Dort wurden wir auch gleich vom Resort-Besitzer Michael, ein Deutscher, in Empfang genommen und zu unserer Hütte geführt. Ein Welcome Drink stand auch bereit, ebenso wurden wir von drei Hunden begrüßt.

Hier auf der Insel gibt es nichts, außer dieses Resort und eine Polizeistation. Die acht Holzhütten am Strand sind einfach, aber zweckmäßig eingerichtet, ein Bett mit Moskitonetz (was leider extrem hart ist), ein selbstgezimmerter Schrank mit ein paar Kleiderbügeln, ein kleiner Tisch, ein Stuhl und dann ein Bad mit Dusche und WC, wobei man in der Dusche aber eher mit kaltem Wasser rechnen muss. Da hier mit Solarenergie gearbeitet wird, ist das Wasser hält nur warm, wenn die Sonne da ist.

Danach gingen wir an die Bar, eine Kleinigkeit essen.



Normal gibt es Essen nur bis 14 Uhr und es war inzwischen 14:30 Uhr, für uns wurde dann eine Ausnahme gemacht. Dort lernten wir dann auch Kavita kennen, die Resortbesitzerin und Köchin. Von dort aus sahen wir Leute, die etwas Ordnung am Strand machten. Uns wurde erzählt, dass dies Volunteers sind, die gegen Kost und Logis hier arbeiten. Dadurch erfuhren wir von der Internetseite „Work away“, über die man Arbeit im Ausland finden kann und das Koh Thmei Resort ist hier auch vertreten. Danach schlenderten wir erst mal am Strand entlang.


Dort fanden schöne Korallen, die man ja aber leider nicht mit nach Deutschland nehmen darf.



Viele Krebse liefen uns ebenfalls über den Weg. Das Wetter war uns nicht ganz so hold. Es war sehr bedeckt.

Wir probierten dann noch die Strandschaukel aus…


…und begaben uns erst mal an unsere Hütte, wo wir nochmal die Hängematten auf der Terrasse ausprobierten, aber ich verzog mich dann doch lieber kurz ins Bett.

Zwischen 18 und 20 Uhr gibt es dann Abendessen und wir durften uns an den Tisch der Angestellten dazu setzen. Außer uns war momentan nur noch ein Gast aus der Schweiz da, dann eben Kavita und Michael, Harald, ein Angestellter aus Deutschland, die Volunteers Erik und Sarah, auch aus Deutschland, die für ein Jahr in Asien unterwegs sind.

Und dann war es nach dem Essen einfach eine gesellige Runde, in der über Gott und die Welt erzählt wurde. Michael und Kavita erzählten aber auch viel über die Hintergründe des Resorts und wie es dazu kam, dass sie ausgewandert sind. Es war einfach schön entspannt und der Abend nahm dann gegen 0 Uhr ein Ende.

Für den Weg zurück zur Hütte benötigten wir eine Taschenlampe, die wir aber vom Resort zur Verfügung gestellt bekamen. Im Licht der Taschenlampe erblickten wir dann ganz viele Einsiedlerkrebse, die sich auf dem Boden tummelten.

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