03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 22. Tag: Ausflug zu den Vulkanen Sierra Negra und El Chico auf Isabela

Gestern hatten wir ja für heute die Vulkantour auf Isabela für 40 Dollar pro Person gebucht. Deshalb wurden wir schon um 7:20 Uhr abgeholt. Unser Frühstück konnten wir am Vorabend nicht mehr umbestellen. Der Tisch wurde aber schon um 6:15 Uhr eingedeckt und so bekamen wir um 7:00 Uhr doch noch ein kurzes Frühstück. Für Eier war keine Zeit mehr, aber ein Brötchen und ein bisschen Obst konnten wir noch zu uns nehmen. Allerdings drängelte der Fahrer schon um 7:10 Uhr. Das war nicht die Abmachung. Dann ging es los und wir sammelten weitere Leute im Ort ein.

Anschließend fuhren wir ca. 45 Minuten über die Insel, die zu ca. 95 % unter Naturschutz steht. Am Ende saßen 22 Personen im Transporter, aus aller Herren Länder.

Dann ging es los auf die Piste und ich war froh, dass ich eine Jacke dabei hatte. Hier auf rund 1000 m war es nebelig und auch ziemlich frisch. Der Guide legte auch gleich ein ziemliches Tempo vor, was mir für die frühen Morgenstunden etwas flott war und unser Grüppchen fiel etwas zurück. Nach etwa 20 Minuten war ich aber im Rhytmus und dann schloss ich wieder zur ersten Gruppe auf und das Tempo war kein Problem mehr.

Wir kamen am Aussichtspunkt auf den Sierra Negra an und es war nichts zu sehen. Nebel. Sollte uns kurz vor Ende der Reise der Wettergott doch nicht mehr hold sein? Oder hatte Ivan nicht mehr getanzt? Die Guides liefen dann erst mal noch 15 Minuten mit uns weiter zu einem Picknickplatz, wo wir die erhaltenen Lunchpakete verzehrten. Und wir drückten den 05ern die Daumen, die grade ihr Spiel in Kiel absolvierten.

Hier begegneten uns auch wieder gelbe Landleguane.

Das Thinfisch-Brötchen war sehr lecker. Bis zum Ende der Pause hatte sich der Nebel aber immer noch nicht verzogen. Deshalb kam Plan B ins Spiel und wir liefen erst mal zur Nordseite des Vulkans. Dort ist meistens besseres Wetter und so hatten wir hier eine bessere Sicht auf die uns umgebende Lavalandschaft und den Vulkan Chico.

Hier gab es auch heiße Fumarolen.

In der Ferne der El Chico. Diesen steuerten wir nun an.

El Chico erreicht. Der Vulkan hatte tolle Farben.

Blick in die Ferne.

Dann mussten wir den ganzen Weg wieder zurück und es ging mächtig bergauf. Das hatte ich auf dem Hinweg gar nicht so realisiert.

Schließlich kamen wir wieder zum Aussichtspunkt am Sierra Negra und nun hatten wir Glück. Der Nebel hatte sich größtenteils verzogen.

Der Sierra Negra Krater hat einen Durchmesser von über 10 km und ist damit vom Durchmesser her der zweitgrößte Krater der Welt.

Die ganze Wanderung war 16 km lang und hatte ungefähr 400 hm. Und es war ziemlich staubig. Der Ausflug hat sich aber gelohnt. Das war ein schöner Abschluss für die Insel Isabela.

Mit dem Transporter ging es dann zurück und wir gingen erst mal etwas essen, wieder ein Menü für 10 Euro.

Knoblauchbrot vorneweg.

Björn hatte Hähnchen….

…und ich Rind.

Kuchen zum Nachtisch gab es dann auch noch.

Zurück in der Unterkunft ruhten ehe uns etwas aus und genossen dann den Sonnenuntergang.

Abendessen hatten wir dann nochmal im gleichen Restaurant wie zwei Tage zuvor. Dieses Mal hatte sich noch unsere Zimmernachbarin aus dem Hotel angeschlossen.

Nachdem die anderen das letzte Mal vom Thunfisch so begeistert waren, probierte ich den nun auch und er war wirklich lecker. Dazu noch ein Eistee.

Björn nahm nochmals die Spaghetti Bolognese.

Dann war dieser letzte Abend hier auf Isabela auch schon wieder zu Ende.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 21. Tag: Ausflug nach Las Tintoreras mit Schnorcheln

Unser Frühstück hatten wir heute Morgen für 8:00 Uhr bestellt. Es gab Obst, Müsli, Croissants, Marmelade und wir konnten Ei in verschiedenen Variationen bestellen. Ich nahm ein Omelette.

Um 9:40 Uhr wurden wir dann für unseren gebuchten Ausflug nach Las Tintoreras abgeholt. Im Ort wurden dann noch weitere Teilnehmer eingesammelt. Um 10 Uhr startete die Tour mit dem Boot. Am Bootsanleger trafen wir wieder Robben an.

Es dauerte nicht lange, bis wir Tintoreras erreichten. Und schon schwamm auch schon ein Pinguin neben unserem Boot im Wasser. Süß.

Kurz später erreichten wir mit dem Boot eine Landzunge, auf der sich weitere Pinguine tummelten. Toll, dass wir die jetzt auch noch gesehen haben. Hier hielt das Boot längere Zeit, um Fotos zu schießen.

Ein Blaufußtölpel war auch zugegen, dieses Mal ohne vollgekackte Füße 😉.

Wir fuhren weiter und kurz später ging es dann zu Fuß auf die Insel. Hier gab es große Lavafelder.

Und wir sichteten wieder einen Hai.

Die Insel selbst fand ich jetzt nicht so spannend wie Lobos oder Plaza Sud. Vor allem waren hier auch viel mehr Leute, trotz dessen, dass auch hier der Zugang beschränkt ist.

Anschließend ging es dann zurück aufs Boot und dann zum Schnorcheln. Die Neoprenanzüge wurden angelegt und jeder bekam Tsucherbrille, Schnorchel und Flossen. Ich benutzte aber wieder meine Schnorchelmaske. Und da ich meine Schnorchelboje ja an Ivan abgetreten hatte , lueß ich mir noch eine Schwimmweste geben. Ich bin ja nicht der allerbeste und vor allem nicht der ausdauerndste Schwimmer. Dann ging es ab ins Wasser und dieses Mal klappte es richtig gut. Was nicht so toll war, war die rücksichtslose Gruppe, die immer wenn der Guide was gefunden hatte, alles über den Haufen schwamm. Auch stellten sich einige auf die Korallen oder fassten das Riff an. Durch den Menschen wird einfach so viel zerstört.

Kommen wir aber zum tollen Teil der Geschichte. Es war ja jetzt mehr oder weniger unser erstes richtiges Schnorcheln und für uns war es der Hammer. Zuerst sahen wir eine Schildkröte, die direkt unter uns schwamm. Wir haben zwei Rochen gesehen, einer davon war riesig. Einen Weißspitzenriffhai haben wir auch gesehen. Teilweise war der Wellengang schon etwas heftiger und ich war froh, dass ich die Schwimmweste an hatte.

Dann ging es durch einen schmalen Kanal, da haben wir zwar keine Tiere gesehen, das war trotzdem ein Erlebnis. Auf der anderen Seite des Kanals haben wir dann nochmal eine Riesenschildkröte gesehen. Die hatte ich dann sogar mal kurz für mich alleine und ich bin ihr hinterher geschwomnen. Das war ein Mega-Erlebnis.

Ich habe versucht einiges davon mit der Actioncam als Video festzuhalten.Ob das geklappt hat, kann ich noch nicht sagen, weil ich durch den Monitor nichts gesehen habe und einfach nur draufgehalten habe. Aber Björns Aufnahmen mit dem Handy haben super funktioniert und er hat mir netterweise ein Video zur Verfügung gestellt. Ist das nicht mega?

Tja, was soll ich sagen. Jetzt habe ich wirklich Gefallen am Schnorcheln gefunden, der Schnorchelmaske sei Dank.

Für uns war das nochmal ein richtiges Highlight der Reise. Die anderen, die schon öfters geschnorchelt sind, fanden das heutige Schnorcheln nicht allzu spektakulär, aber das ist ja immer eine Frage der Perspektive. Für uns gab es jetzt von Schnorchelversuch zu Schnorchelversuch immer eine Steigerung. Und das heute war für uns schon ein grandioses Erlebnis.

Nach diesem tollen Erlebnis gingen wir zu sechst im Ort erst mal essen. Mittags werden hier immer Menüs für 10 Euro angeboten. So entschied ich mich für die Gemüsesuppe und als Hauptgericht Hummer-Nuggets.

Anschließend liefen wir nochmal zu den Flamingos und heute waren sie aktiver und es gab schöne Spiegelungen.

Dann gingen wir nochmal zu einer Agentur und buchten für den nächsten Tag den Vulkanausflug für 40 Dollar pro Person, der eine 16 km lange Wanderung zum zweitgrößten Vulkankrater der Welt beinhaltet. Wir hatten zuerst über einen freien Tag nachgedacht, aber wann ist man schon mal hier?

Die Pink Iguana Bar wurde danach nochmal angesteuert.

Dann ging es zurück ins Hotel. Die anderen trafen sich später nochmal zum Abendessen, wir hatten aber keinen Hunger und waren müde von den vielen neuen Eindrücken und blieben somit zurück und gingen früh ins Bett

Wir sind so froh, dass wir die Verlängerung auf Isabela noch gebucht haben. Galapagos ist einfach ein Traum.

03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 20. Tag: Bootsfahrt nach Isabela (Galapagos) und Spaziergamg durch Puerto Villamil

Heute mussten wir mit gepackten Koffern um 6:00 Uhr parat stehen. Die “Heimkehrer” wurden um 7:00 Uhr abgeholt, waren aber alle um 6:00 Uhr aufgestanden, um sich von uns zu verabschieden. Überall wurde sich umarmt. Von Ivan mussten wir uns leider auch verabschieden. Er war einer der besten Reiseleiter, die wir je hatten. Man hat einfach gemerkt, dass er seinen Job liebt und er sein ganzes Herzblut dort reinsteckt. Und er war auch der Hauptfaktor für die gute Gruppenharmonie. In seinem Profil stand vorher: „ich hoffe, dass wir Freunde werden“ und genau so hat er das ganze auch gelebt. Wir werden ihn vermissen.

Für uns sechs, die die Verlängerung gebucht hatten, ging es dann zum Hafen. Dort reihten wir uns in die Schlange nach Isabela ein. Wie vor jeder Bootsfahrt wurde unser Gepäck durchleuchtet, damit wir nicht Steine oder sonstiges auf die anderen Inseln verschleppen.

Dann mussten wir wieder mit dem Taxiboot übersetzen und bangten wieder darum, dass unsere Koffer nicht ins Wasser fallen. Die Taxiboote kosten immer einen Dollar pro Person. Dann stiegen wir auf das eigentliche Boot. Wir bekamen zum Glück einen Platz im hinteren Bereich des Bootes. Wie immer zeigen wir die Schwimmwesten, bestimmte Regeln werden nämlich immer von der Marine kontrolliert und sogar fotografisch dokumentiert. Das Boot war dieses Mal kleiner als auf der Überfahrt nach Santa Cruz. Und wie befürchtet, wurde dieses dann auch viel mehr von den Wellen durchgeschüttelt als das letzte Boot. Ich hatte meine Akupressur-Armbänder gegen Reiseübelkeit an, kaute Kaugummi und aß Ingwerbonbons. Und ich versuchte die Augen zu schließen und zu dösen. Wirklich wohl war mir nicht, aber auch nicht richtig übel. Einer anderen Person schon, deshalb hielt das Boot irgendwann an und das Schwanken dann hat bei einigen von uns dann eher auch für Übelkeit gesorgt, die aber nur kurz anhielt und vorüber war, als das Boot wieder weiter fuhr. Nach rund zwei Stunden hatten wir es geschafft und hatten die zweite größere Bootsfahrt schadlos überstanden.

Auf Isabela kam wieder das Taxiboot. Dieses Mal hatten unsere Koffer aber einen sicheren Standplatz. Am Hafen wurden wir von einer Dame erwartet, die uns im Bus die nur ca. 5 Minuten zu unserem Hotel begleitete und uns die Termine für unsere Rückreise nannte. Jetzt sind wir für drei Nächte im Isabela Beachhouse.

Das Wetter war heute eher bewölkt und kühl. Ob Ivan jetzt etwa nicht mehr getanzt hatte?

Unsere Zimmer waren noch nicht frei, somit setzten wir uns an die Tische am hoteleigenen Strand und warteten die ca. 45 Minuten, bis die Zimmer frei waren.

Dann ließen wir es langsam angehen und kamen erst mal an. Wir mussten aber auch erst mal auf Kakerlakenjagd gehen. Zwei Stück haben wir gefangen. Irgendwann trafen wir uns dann, um ein bisschen durch den Ort zu Bummeln und zu schauen, wo alles ist.

Gleich beim ersten Touranbieter bogen wir ab und buchten für den nächsten Tag einen Ausflug zum Inselchen Las Tintoreras, wo es Pinguine geben soll. Dieser kostete pro Person 50 Dollar und ich bezahlte noch fünf Dollar für das Ausleihen eines Neoprenanzugs. Der Ausflug bestand aus einer Bootstour, einem Spaziergang über die Insel und Schnorcheln.

Wir liefen dann weiter. Hier in Puerto Villamil die Straßen nicht geteert. Isabela ist zwar die größte der Galapagos-Inseln, ist aber weniger touristisch und hat auch weniger Einwohner. Puerto Villamil ist ein 3000-Seelen-Dorf. So liefen wir hier durch fast menschenleere Straßen, ganz anders als die anderen Inseln.

Anschließend nahmen wir erst mal eine Kleinigkeit zum Mittagessen zu uns. Ich nahm nur eine Pommes, weil wir ja abends noch essen gehen wollten.

Im Anschluss daran probierten wir mal den Geldautomaten aus, der lt. Ivan und lt Reiseführer selten funktioniert. Wir hatten aber zum Glück keine Probleme. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir die Ausflüge alle in bar bezahlen müssen und hatte dafür dann auf Santa Cruz doch zu wenig Geld abgehoben.

So langsam war das Wetter jetzt besser geworden und die Sonne schaute wieder hervor. Ganz in der Nähe sollte es Flamingos geben, dort gingen wir dann hin. Ungefähr sieben Flamingos waren zu sehen, diese waren aber eher in Schlafstellung.

Wir liefen weiter zum kilometerlangen weißen Sandstrand. Dieser war fast menschenleer und nur durchzogen von den Spuren der Meerechsen.

Wir passierten den Dorffriedhof.

Dann begaben wir uns auf den Weg Richtung El Muro de las Lagrimas, der Mauer der Tränen.

Hier mussten wir uns anmelden, d. h. unsere Namen hinterlassen. Wir entschieden uns aber nur bis El Estero zu laufen.

Hier begegneten uns dann auch wieder jede Menge Meerechsen.

Playa del Amor, der Liebesstrand. Dieser heißt so, weil hier die Leguane ihre Eier im Sand ablegen.

La Playita, ein schöner kleiner Sandstrand.

Dann gingen wir wieder über den Strand zurück.

Dann kehrten wir noch in die Pink Iguana Bar ein. Unsere Liebsten zuhause stehen jetzt wahrscheinlich auf dem Weihnachtsmarkt und wir sitzen in der Beach Bar. Hier wimmelte es auch von Meerechsen.

Ich bestellte mir eine Kokosnuss.

Dann liefen wir zurück zum Hotel. Inzwischen war es sehr windig und frisch geworden. Ein Jäckchen wäre angebracht gewesen, hatte ich aber nicht dabei.

Um 19:30 Uhr trafen wir uns dann wieder zum Abendessen. Wir liefen in den Ort. Ich bestellte nur eine Gemüsesuppe, Björn Pasta Bolognese. Da diese Kombi als Menü für 10 Euro angeboten wurde, bestellten wir dieses und bekamen dann auch noch einen Nachtisch.

Auf dem Heimweg begegnete uns dann noch dieser nette Kerl.

Und dann war der erste Tag auf Isabela auch schon wieder vorüber.