10.03.2024 – 31.03.2024 Sri Lanka – 5. Tag: Fahrt zum Point Pedro, Tempel Kandurugoda und Puja im Nallur-Tempel

Heute konnten wir eine halbe Stunde länger schlafen. Abfahrt war um 9:00 Uhr und somit Frühstück um 7:30 Uhr. Dieses war heute eher indisch angehaucht. Ich nahm aber nur ein Omelett, probierte 1-2 Kleinigkeiten und nahm noch ein bisschen Obst und Tee.

Dann starteten wir zum nördlichsten Punkt der Insel, Point Pedro. Im Bus bekamen wir, wie jeden Morgen, wieder eine kleine Blüte gereicht.

Die Fahrt dauerte ungefähr 1,5 h. Unterwegs sahen wir einige Arbeiter in den Feldern.

Am Point Pedro gibt eher keine Sehenswürdigkeiten, aber ein paar Fischerdörfer die nach dem Tsunami 2004 wieder aufgebaut wurden. Aber natürlich machten wir dort auch ein Gruppenfoto.

Wir fuhren dann ein Stück weiter und trafen auf einen Gefängnisbus und einen Partybus. Wir fragten uns, wo die Gefangenen nur abgeblieben sind 😉.

Auch hier lagen ein paar Fischerboote vor Anker.

Bei der Weiterfahrt passierten wir weitere Fischer, die ihre Fische auf dem Boden trockneten. Lt. Buddi dauert dies 3 Tage.

Schließlich kamen wir zu einem Leuchtturm, den wir aber aufgrund seiner Baufälligkeit nicht betreten durften.

Hier konnte man an einer Markierung sehen, wie der Wasserstand nach dem Tsunami war, die Markierung war ungefähr in 3 m Höhe. Viele Fischerdörfer wurden damals zerstört und viele Menschen kamen ums Leben.

Eine kurze Fahrt brachte uns dann zur Ruine der Kirche des Heiligen Antonius.

Auf der Rückfahrt hielten wir erst am Supermarkt und besuchten dann noch einen Gemüsemarkt.

Danach besuchten wir zur Abwechslung dann noch einen weiteren Hindu-Tempel.

Nächster Programmpunkt war der Stop an Thermalquellen. Das Wasser kam uns aber allen so brackig vor, so dass wir uns die Benutzung verkniffen. Björn hielt nur mal seine Füße ins Wasser.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Stop am Ruinentempel Kandurugoda.

Danach war erst mal 2 h Ausruhen im Hotel angesagt, bevor wir dann um 17 Uhr zum Nallur-Tempel fuhren, um an einer Puja teilzunehmen. Die Puja ist eine hinduistische Zeremonie. Wie immer mussten im Tempel die Schuhe ausgezogen werden. Besonderheit dieses Mal war, dass die Männer den Tempel nur mit nacktem Oberkörper betreten durften.

Während der Zeremonie durften keine Fotos gemacht werden. Es war sehr interessant diesen für uns völlig fremden Ritualen beizuwohnen.

Das ganze begann mit Musik, Flöte und Trommel spielten. Sitar und Gesang kamen vom Band. Die Gläubigen versammelten sich vor einer Art Altar. Die Priester führten verschiedene Tätigkeiten durch, was zu verschiedenen Aktionen bei den Gläubigen führte. Letztendlich wurde eine Shiva Statue auf einer Art Wagen platziert und alle folgten diesem Wagen in ehrfürchtiger Haltung. Mir kam das ganze wie ein Beerdigungszug vor. Die Statue wurde schließlich in einen speziellen Raum abgestellt, dort fanden wieder bestimmte Rituale statt. Der Raum wurde schließlich abgeschlossen und alle gingen wieder zurück zum Hauptzentrum. Dort ging der Priester mit einer brennenden Schale herum. Alle Gläubigen berührten das Feuer und bekamen etwas Asche auf die Hand mit der sie sich ein Zeichen auf die Stirn machten.

Lt unserem Guide geben die Gläubigen dort auch Essen hab. Die Hälfte wird geopfert und die andere Hälfte nehmen die Gläubigen wieder mit nach Hause und diese Hälfte gilt dann als gesegnet.

Das Priesteramt kann nur von Personen aus der obersten Kaste durchgeführt werden. Somit dieses Amt meistens in der Hand von bestimmten Familien. Allerdings dürfen hinduistische Priester heiraten und auch Kinder bekommen, leben also ganz normal. Diese haben aber ein gutes Leben bzw. viel Geld aufgrund der Spendengelder.

Wie gesagt war das alles sehr interessant, wiedergefunden habe ich mich darin nicht. Da liegt mir der Buddhismus schon eher.

Anschließend gingen wir noch kurz ein Eis essen.

Dann waren wir auch erst gegen 19:30 Uhr im Hotel. Da heute kein gemeinsames Abendessen stattfand, gingen einige in die Stadt essen, wir entschieden uns für das Hotel, wie drei weitere Mitreisende. Zuerst saßen wir am Tisch mit Einheimischen, die uns dann auch nett angesprochen haben. Überhaupt ist das hier ein sehr freundliches Volk. Überall wird man angelächelt und man fühlt sich wirklich im Land willkommen. Und jeder versucht wenigstens ein bißchen Englisch zu sprechen. Das letztere würde ich jetzt nicht erwarten, zeigt aber, dass die Menschen sich viel Mühe geben.

Als unsere Mitreisenden kamen, haben Wut und dann aber umgesetzt, weil nicht genügend Platz am Tisch war. Björn hatte Nudeln und ich ein Kartoffelcurry was aber megascharf war. So schmeckt es also wenn man sagt, dass man gerne eine mittlere Schärfe hätte 😂. Und wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich schon ganz gerne relativ scharf esse.

Jetzt ist es 22 Uhr und in unseren Zimmer hört man laute Musik. Morgen geht die Tour schon wieder weiter und wir verlassen den Norden schon wieder.