10.03.2024 – 31.03.2024 Sri Lanka – 4. Tag: Anuradhapura und Fahrt nach Jaffna

Björns Wecker klingelte heute wieder um 6:00 Uhr, meiner um 6;15 Uhr. Ich war alles andere als fit, schaffte es heute aber trotzdem pünktlich um 7:00 Uhr beim Frühstück zu sein. Dieses konnten wir draußen am Pool genießen und es war wieder ein riesiges Buffet aufgebaut. Ich gab mich aber mit ein bisschen Bananenkuchen, einem Mini-Croissant und einem frisch zubereiteten Omelett zufrieden. Dazu noch etwas Saft und Tee mit Milch und Zucker.

Die Koffer mussten wir bis 8:15 Uhr vor die Tür gestellt haben. Weiter ging es um 8:30 Uhr. Mit dem Bus wurden wir ca. 15 Minuten zu einem Fahrradverleih gefahren. Unterwegs sahen wir einige fleißige Arbeiter.

Beim Fahrradverleih bekam jeder ein Rad und dann konnte es auch schob losgehen.

Zuerst hielten wir an einem See mit vielen Seerosen an und ein paar Vögel gab es auch zu sehen.

Wir besichtigten die älteste und bedeutendste Königstadt, die weit über 1000 Jahre (vom 3. Jh v. Chr. bis 1017) die Hauptstadt des singhalesischen Reichs war, Anuradhapura.

Das weitläufige Ruinenfeld umfasst 40 qkm. Erhalten sind fast nur noch die sakralen Bauten, da diese aus Stein gebaut wurden. Von den Lehmhütten und Holzpalästen ist nichts mehr übrig, außer viele Mauern und Grundrisse. 1017 haben tamilische Invasoren aus Südindien die Stadt zerstört und sie geriet in Vergessenheit. Die Engländer entdeckten die alte Königstadt 1820 wieder und vor 100 Jahren begannen sie mit den Ausgrabungen. Die Reisbauern in der Umgebung hatten aber schon von jeher das Heiligtum des buddhistischen Zentrums gepflegt: den Bodhibaum, den Ableger jenes Baumes unter dem Buddha die Erleuchtung gefunden haben soll. Heute Pilgern wieder Buddhisten aus aller Welt hierher.

Nachdem wir eine kürzere Strecke mit dem Fahrrad gefahren waren, stellten wir diese ab und unser Weg führte uns zu Fuß auch zum bekannten Bodhibaum.

Auf dem Weg dorthin passierten wir eine große Pagode….

….kamen an einem ehemaligen Ölbad vorbei….

….und sahen auch den ein oder anderen Vogel.

Ebenso passierten wir noch ein ehemaliges Gebäude, von dem nur noch die Stelzen erhalten sind.

An der heiligen Stätte angekommen, mussten wieder die Schuhe ausgezogen werden. Da das indische Original zerstört wurde, gilt dieser Baum als der älteste Bodhibaum der Welt. Für mich wirkte er eher unspektakulär.

Jeden Tag kommen viele Pilger hierher und spenden Blumen und lassen sich ein weißes Bändchen ums Handgelenk binden. Auch wir ließen uns dies nicht nehmen.

Björn sammelte noch ein Blatt des Bodhibaums ein, das direkt vor ihm zu Boden segelte. Ob das Glück bringt?

Überall wurden Segenswünsche ausgesprochen und Gläubige sagten ihre Mantras auf. Oder es wurden Wünsche aufgehängt.

Es herrschte eine große Spiritualität.

Räucherstäbchen wurden abgebrannt.

Und wir zündeten dann auch noch zwei Kerzen an, die uns ein Einheimischer in die Hand drückte. Hinterher wollte er dafür natürlich noch Geld, am liebsten wollte er sogar Euro, aber wir konnten nur noch mit singhalesischem Geld dienen. Beim Anzünden der Kerzen haben wir natürlich auch noch einen Wunsch ausgesprochen.

Nur ein paar Schritte vom Bodhibaum entfernt erstrahlt der schneeweiße Dagoba Ruwanweli Seya, welcher im 2. Jh vor Christus erbaut wurde. Die Pagode ist massiv gebaut. Vor den vier Altaraufbauten legen die Gläubigen Blumenopfer ab. Die Außenwand schmücken 350 steinerne Elefanten.

Wir umrundeten wir viele Gläubige die Pagode. Viele sagten Mantras auf. Und viele lauschten der Zeremonie. ich fand hier lag eine besondere Spiriutalität in der Luft.

Björn opferte auch noch eine Blume vor einer großen Buddhastatue, die ihm ein Mädchen in die Hand gedrückt hatte und hinterließ dafür noch eine kleine Spende.

Ich hätte mich eigentlich gerne noch etwas hier hingesetzt und auch der Zeremomie gelauscht. Das hatte etwas meditatives. Das ist dann der Nachteil einer Gruppenreise, wenn man dann nicht so agieren kann, wie man es gerne tun würde.

Anschließend ging dann unsere Fahrradtour weiter und wir besuchten noch einige ältere Pagoden.

Auf dem Weg dorthin sahen wir auch die ersten Affen.

Was auffallend war ist, dass wir bisher im ganzen Urlaub auf relativ wenig andere Touristen gestoßen sind.

Die Fahrradtour war schön und die Bewegung tat auch mal gut, auch wenn mein Fahrrad etwas zu klein war. Aber für die nur 6 km war das ja kein Problem. Schön war, dass man hier mal den Naturgeräuschen lauschen konnte.

Wir besuchten noch ehemalige Badebecken, die Twin Pools.

Außerdem schauten wir uns auch einen bekannten Mondstein an.

An einer weiteren Pagode hatte ein Affe dann sogar einer Gläubigen gerade die Kokosnuss geklaut.

Wir kamen an einer letzen Pagode vorbei in der angeblich das Schlüsselbein von Buddha aufbewahrt wird.

Danach war die Tour zu Ende. Wir gaben unsere Fahrräder zurück und bekamen noch einen leckeren Lime Juice. Der hat bei 37 Grad dann auch echt gut getan.

Anschließend stand wieder eine 4stündige Busfahrt ganz in den Norden des Landes an. Fast alle nutzten diese zum Schlafen und ich habe einige Zeit mit Blog schreiben verwendet.

Wir machten nochmal eine Pause bei einem Supermarkt, wo es auch eine Bäckerei gab und wir probierten das ein oder andere. Ich unter anderem eine relativ scharfe Veggie Roll und ein Kaffeestückchen, Björn hatte einen Chicken Burger, Dann hatten wir beide noch einen Saft und ich glaube das hat dann alles zusammen noch nicht mal 5 Euro gekostet. Anschließend noch ein Eis aus dem Supermarkt.

Bei einer weiteren Toilettenpause gönnte ich mir noch eine kalte Cola.

Buddi erzählte uns, dass die Straßen hier oben im Norden alle erst nach dem Krieg gebaut wurden. Dieser endete erst 2009, deshalb ist hier der Norden des Landes auch erst wieder in den letzten Jahren bereisbar und ist touristisch auch noch weniger erschlossen. Viele Gruppenreisen besuchen auch weiterhin nicht den Norden.

Am Ende der Fahrt durchquerten wir mit dem Bus noch die Jaffna Lagune. Schließlich stiegen wir aus und liefen bei Sonnenuntergang noch ein bisschen die Straße entlang. Es wehte ein bisschen Wind und die Temperaturen waren gegenüber den Tagestemperaturen sehr angenehm.

Gegen 19 Uhr erreichten wir dann das Hotel Valampuri in Jaffna.

Um 19:30 Uhr trafen wir uns zum Abendessen. Hier waren die Ventilatoren und Klimaanlagen voll aufgedreht, was mir mal wieder zu kühl war.

Wir bestellten einen Lime Juice und zum Essen gab es zuerst frittiertes Gemüse und hinterher noch ziemlich scharfe Hähnchenschenkel und Nudeln und Salat.

Und dann wurde es doch schon wieder 0 Uhr bis wir im Bett lagen.

Kambodscha – 12. Tag Kratie

Heute gab es wieder mehr Programm. Um 7:30 Uhr wurden wir von unserem heutigen Guide am Gästehaus abgeholt. Zuerst ging es mit dem Tuk-Tuk zur Fährstation und wir setzten über nach Koh Trong, eine Insel im Mekong. 


Hier war eine Fahrradtour über die Insel, die 7 km lang und 2 km breit ist. Dieses Mal bekamen wir keine Mountainbikes, sondern diese hochmodernen Fahrräder (Leihgebühr 1 $) 😉:


Wir probierten die Bremsen aus, die mehr schlecht als recht funktionierten und dann ging es los.

Hier waren wir wieder mitten im Landleben und konnten den Einheimischen bei der Feldarbeit zuschauen. Zuerst machten wir an einem Reisfeld halt, wo die Bauern gerade bei der Arbeit waren.



Wir fuhren um die Insel und unser Guide vermittelte uns viel Wissen über die Pflanzen und Früchte am Wegesrand. Wir sahen Jackfruits, Mangos, Bananen und vieles mehr. 


Wir machten noch Stop an einem einheimischen Stelzenhaus, wo gerade eine Mutter mit zwei Töchtern Fisch ausnahm.


Ansonsten genossen wir einfach die Natur und die Ruhe hier auf der Insel. Überall wuchsen auch schöne Blumen.


Manchmal winkten uns wieder ein paar Kinder zu. Allerdings war es auch wieder ziemlich matschig, was mit Mountainbike schon schwer war, so dass es sich mit den heutigen Drahteseln noch schwieriger gestaltete. Wir kamen noch an einem Homestay vorbei und schauten und am Ende noch eine Pagode an, die aber ziemlich runtergekommen ist. Dann waren wir wieder an der Fährstation. Hier befindet sich sogar eine Schule. Für die weiterführende Schule muss aber mit der Fähre übergesetzt werden, was wir jetzt auch taten. Gegen 10:45 Uhr waren wir zurück am Gästehaus und hatten bis 13 Uhr Zeit zum Ausruhen. Meine Empfehlung: Einen Besuch auf Koh Trong sollte niemand auslassen, der Kratie besucht.

Um 13 Uhr ging es dann mit Guide zum Phnom Sombok, ein kleiner Hügel, auf dem sich ein Wat mit aktiver Gemeinde befindet. 


Und kam hier alles ein bisschen runtergekommen vor und der lt. Lonely Planet schöne Blick auf den Mekong war eher durch Bäume versperrt. Den Ausflug hierher fand ich nicht ganz so lohnend.

Aber weiter ging es zu den Irrawaddy-Delphinen. Diese Leben in nur noch kleiner Anzahl im Mekong (ca. 85). Sie haben eher einen runden Kopf und nicht so ein spitzes Maul wie die gewöhnlichen Delphine.

Unser ursprünglicher Plan mit den Kajaks dorthin zu fahren konnte leider nicht umgesetzt werden, da die Touren erst ab November stattfinden, momentan ist es noch zu gefährlich. Also fuhren wir mit dem Motorboot. In dem Gebiet, dass wir besuchten leben ca. 25 Delphine. Als wir ankamen waren schon weitere Boote anwesend. Der Motor wurde ausgestellt und schon bald bekamen wir Delphine zu Gesicht. Da diese aber nicht wie andere Delphine aus dem Wasser springen, war meistens nur in ca. 50 m Entfernung eine Schwanzflosse oder mal kurz der Körper zu sehen. Deshalb gibt es auch keine Fotos, das war einfach mit dem Handy nicht möglich. Einmal tauchte noch ein Delphin etwas näher auf, aber dann ging es nach einer Stunde auch schon wieder zurück.


Auf der Rückfahrt mit dem Tuk-Tuk kamen wir dann noch an diesem Essensstand vorbei, an dem unser Tuk-Tuk-Fahrer zugriff…


… hier wurde übrigens grade Hund gegrillt. 

Später liefen wir nochmal zum Fähranleger und suchten das Café „Red Sun Falling“ eine Empfehlung aus dem Lonely Planet. Björn hatte einen Kaffee, einen Khmer Tee und einen Orangensaft und ich habe, nachdem der Avocado Milchshake so lecker war, mir gleich noch einen mit Kaffee-Kokosnuss hinterher bestellt. Beide kann ich sehr empfehlen. Und die Preise waren auch echt niedrig. Der Tee hat z. B. 0,50 $ gekostet. Auf dem Rückweg kauften wir noch neues Wasser und nahmen wieder im Restaurant im Le Tonle Platz. Ich hatte gebratenen Ingwer mit Hühnchen und Reis. Leider ist niemand von unserer netten Gesellschaft vom Vorabend mehr aufgetaucht, so dass wir Koffer packten und dann mal um 22 Uhr im Bett lagen.