Kambodscha – 5. Tag Battambang

Heute war hauptsächlich ausruhen angesagt. Deshalb haben wir dann auch erst mal bis 9 Uhr geschlafen, und sind um 10 Uhr zum Frühstück gegangen. Dort wurden wir sehr freundlich bedient. Überhaupt sind die Kambodschaner und vor allem auch das Personal hier überaus freundlich. Dann haben wir an der Rezeption unsere Wäsche und vor allem die verdreckten Schuhe in die Reinigung gegeben. 

Im Anschluss erkundeten wir die schöne Gartenanlage unseres Hotels…


Mangos…..

…Bananenstauden….

…ein Reisfeld…

Und danach machten wir es uns dann am Pool gemütlich, den wir ganz für uns alleine hatten. Herrlich. Wir genossen das kühle Nass….


…bestellten uns wieder eine Kokosnuss …


…bis es schließlich nach ca. 3 h wieder heftig zu regnen anfing.


Aber das war nicht so schlimm, weil um 15 Uhr sowieso das nächste Tuk-Tuk auf uns wartete. Wir hatten uns nämlich am morgen spontan entschieden, für den Nachmittag einen Kochkurs bei Nary’s Kitchen zu buchen. 

Dort angekommen entrichteten wir die 10 $ Teilnahmegebühr und lernten die anderen beiden Teilnehmer des Kurses kennen, eine weitere Deutsche, die sogar aus Worms stammt und ein Chinese aus Hong Kong.

Und dann ging es schon mit dem Chefkoch Toot auf den einheimischen Markt die Zutaten kaufen. 


Wieder sahen wir zappelnde Fische, fermentierte Eier, Fleisch von Fliegen umschwirrt und vieles mehr, was dann schon ziemlich andersartig zu unseren Märkten ist.


Die Kokosmilch, die wir benötigten, wurde dann sogar frisch hergestellt. Zuerst gab es eine Maschine, die die Raspeln aus der Nuss geschält hat. Die Raspeln wurden dann in eine weitere Maschine geschüttet, die den Saft aus den Raspeln gepresst hat. Auf der Unterseite der Maschine floss dann die Kokosmilch heraus, die ausgepressten Raspeln kamen an anderer Stelle wieder aus der Maschine und wurden noch zwei weitere Male durchgepresst. Fertig war die frische Kokosmilch.


Und dann konnte der Kurs beginnen. Alle wurden mit Schürzen ausgestattet, die Frauen bekamen noch eine „schöne“ Kovhmütze.


Das waren unsere heutigen Gerichte:

  1. Fish Amok
  2. Fried Spring Rolls (Frühlingsrollen)
  3. Beef Lok Lak
  4. Dessert: Banana + Tapioka + Coconut Milk

Und los ging es…


Und so sah das ganze dann am Ende aus…


Und essen mussten wir das dann natürlich auch selbst 😉. War aber alles lecker. Eine kleine Flasche Wasser gab es kostenlos dazu. Außerdem erhielten wir am Ende auch noch ein kleines Rezeptbuch mit allen Rezepten. Wir werden versuchen, in Deutschland das ganze nochmal nachzukochen. 

Wir fuhren dann mit dem Tuk-Tuk zurück ins Hotel, wo ich mir noch ein Eis gönnte. Danach bestellte ich wieder den leckeren Lemongrass Tee, wobei das Lemongrass dieses Mal wirklich ganz frisch aus dem Garten geholt wurde, wozu aber die Taschenlampe vonnöten war. Und wieder waren mehrere Glühwürmchen zu sehen 😀.

Danach kamen wir noch mit der Hotelbesitzerin ins Gespräch. Sie erzählte uns, dass hier fast alle Kräuter und Gewürze frisch aus dem eigenen Garten kommen. Außerdem holte sie nochmal Lemongrass aus dem Garten und zeigte uns direkt an der Pflanze, was wir machen müssen, um diese auch in Deutschland anpflanzen zu können. Wir werden es ausprobieren. Der Tee ist einfach köstlich.

Schon wieder ist ein Tag vorbei und morgen wird es wieder erlebnisreich.

Gute Nacht.

Kambodscha – 4. Tag Phnom Penh – Battambang

Und es geht noch früher. Heute klingelte der Wecker um 5:30 Uhr. Frühstück und dann wurden wir schon um 7 Uhr mit dem Tuk-Tuk abgeholt und zur Busstation gefahren. Dieser war durch unseren Reiseveranstalter schon vorgebucht, so dass wir schon ein Ticket besaßen.


So viel gibt’s dann zu der Fahrt gar nicht zu sagen. Der Bus war vom Komfort her ganz ok, hat aber keine Toilette und das angekündigte WLAN hat nicht funktioniert. Außerdem war die Klimaanlage wieder viel zu kalt eingestellt. Bei jedem Austeigen traf einen der Schlag.

Die Toiletten unterwegs sahen dann so aus….


Und so sehen hier in Kambodscha die Raststätten aus:


Der Bus hielt öfters Mal an um Leute rauszulassen und nach 6,5 h waren wir endlich am Ziel Battambang, wo auch schon ein Tuk-Tuk-Fahrer auf uns wartete. Es ging weitere 20 Minuten durch die Stadt, die aber eher Provinzstadt ist und überhaupt nichts mehr mit Phnom Penh gemeinsam hat. Und dann kamen wir an unserer schönen Hotelanlage „Battambang Ressort“ an. Eine herrliche Ruhe im Vergleich zu Phnom Penh. 


Und dann haben wir es uns nach der anstrengenden Fahrt richtig gut gehen lassen. Erst eine Runde im Pool schwimmen, dann eine Stunde Ganzkörpermassage für läppische 15 $. Das Hotel bietet keine Massage an, haben uns diese aber gerne in der Stadt bestellt, so dass die beiden Damen ins Hotel kamen und die Massage auf unserem Zimmer stattgefunden hat. Eine Wohltat.

Und beim Abendessen haben wir es uns dann auch nochmal gut gehen lassen. Ich hatte zuerst einen Zitronensaft mit Ingwer und grünes Curry mit Rindfleisch.

Dann habe ich mir noch einen Nachtisch gegönnt: Geröstete Ananas in Rum-Honigsosse und Vanilleeis. Lecker.


Und zu guter letzt gab es dann noch einen Tee aus frischem Lemongras. Dazu noch Limetten. Der Geschmack ist einfach nicht vergleichbar mit Tee aus dem Beutel. Alleine der Duft lässt einem das Herz aufgehen.

Beim Abendessen am Pool habe ich dann auch nach ca. 30 Jahren mal wieder Glühwürmchen gesehen 😀. Gerade letzte Woche hatte ich zuhause noch erwähnt, dass ich seit der Grundschule keine mehr gesehen habe. 

Das war es für heute. Ein weiterer Tag ist vorüber.

Nachtrag: Kleine Story am Rande- Bei der Ankunft im Hotel, die 05er Mütze im Gepäck, liest der Mann am Empfang: Mainz 05. Ich antwortete: ja, das ist ein Fußballverein, der ist nicht so bekannt. Er: Doch, doch, die spielen in der Euroleague. Ich kenne die. 

Kambodscha – 3. Tag Phnom Penh

Heute klingelte der Wecker noch früher, 5:45 Uhr. Nach dem Frühstück, um 7:30 Uhr, wurden wir dann wieder mit dem Tuk-Tuk abgeholt und in die Stadt zum Grasshopper Fahrradverleih gefahren. Eine geführte Fahrradtour auf die Mekong-Insel stand auf dem Programm. 

Wir wurden dann auch gleich sehr herzlich von unserem weiblichen Guide empfangen. Wir hatten Glück, dass sich heute außer uns niemand für die Tour angemeldet hat, so gab es dann eine Privattour. Nach einer kurzen Einweisung erhielten wir unsere Fahrradhelme und dann konnten wir uns auf die Mountainbikes schwingen und stürzten uns dann selbst in den chaotischen Straßenverkehr. Ein bisschen mulmig war mir dabei ja schon zumute. So fuhren wir am Tonle Sap entlang, aber schon bald ging es auf die Fähre. 


Auf der anderen Seite dann nochmal  eine völlig andere Welt. Hier leben u. a. viele Vietnamesen. Bei der Überfahrt sahen wir mehrere Fischer, die teilweise auch auf ihren Booten leben. Oft mit 4 oder 5 Personen. 


Weiterhin sahen wir die ersten Stelzenbauten, die typische Bauweise in Kambodscha.


Wir schwangen uns wieder auf die Räder und waren nun mitten im kambodschanischen Leben. Keine asphaltierten Straßen, rechts und links die Stelzenbauten. Nachdem wir den Ort verlassen haben hatten wir erst mal eine Schlammschlacht, da es die letzten Tage stark geregnet hat. Ich blieb natürlich mal wieder im Schlamm stecken, musste absteigen und stand knöcheltief im Matsch. Das sollte noch ein paar weitere Male passieren. Ist aber auch gar nicht so einfach, wenn man das nicht gewohnt ist. 


Wir hielten dann an einem kleinen Anwesen und unser Guide erzählte uns etwas über die Kühe dort.


Dann war die Matschschlacht vorbei. Bei der Weiterfahrt bekamen wir rechts und links vom Weg noch mehrere Wasserbüffel zu Gesicht.


Und überall winkten uns die kleinen Kinder freundlich zu und riefen „Hello, hello“ und hatten ihre Freude.

Schließlich machten wir halt in einer Seidenfabrik. Zuerst mal machten wir Rast und bekamen Wasser und sehr leckere Früchte zur Verfügung gestellt, Mangos, Bananen und Mangostane.


Nach der Pause wurde uns dann von der Besitzerin der Betrieb vorgestellt. Zuerst ging es zur Raupenaufzucht. Es gab Schalen mit unterschiedlich alten Raupen. 


An anderer Stelle könnte man die Kokons sehen. 


Dann wird das ganze zu Seide gesponnen, durch verschiedene Methoden und Materialien eingefärbt. 


Und dann ging es weiter in die Weberei. 4 m Stoff bedeuten ca. 1 Woche Arbeit. 


Mein Schatz hat mir dann noch einen schönen Seidenschal gekauft und sich selbst einen Baumwollschal. 

Als wir dann weiterfahren wollten gab es eine Überraschung. Der Schlauch an meinem Fahrradreifen war geplatzt. Wir hatten kurz vorher noch einen Knall gehört. Da wir keinen Ersatz dabei hatten gab mir unser Guide ihr Fahrrad und sie lieh sich das Fahrrad der Familie aus, welche Qualität dieses hatte, könnt Ihr Euch vielleicht vorstellen. Aber ihr machte es nichts aus, da sie früher mit einem solchen Fahrrad auch zur Schule gefahren ist.

Bald nahmen wir wieder die Fähre und dann ging es auf die eigentliche Mekonginsel. 


Hier hielten wir wieder an einer Pagode an. 


Auf der ganzen Tour konnten wir dann auch sehr interessante Gespräche mit unserem Guide führen, da wir ja das Glück hatten, die einzigen Teilnehmer zu sein. Sie konnte wirklich sehr gut Englisch, was sie sich größtenteils durch die Touristen selbst beigebracht hat. Außerdem konnte sie uns viel über die Umgebung und die Menschen erzählen. Bei der Weiterfahrt genossen wir die Ruhe hier auf der Insel, das war mal angenehm dem Trubel in der Stadt zu entkommen. Dann gings mit einer weiteren Fähre wieder zurück nach Phnom Penh. 


Vorher konnten wir aber nochmal kurz Rast einlegen, da die Fähre noch nicht da war. Die Getränke bekamen wir zur Verfügung gestellt. In Phnom Penh wurden wir von einem Minibus abgeholt. Wir bekamen kalte Tücher gereicht, die bei der Hitze sehr angenehm waren. Dann wurden wir zum Mittagessen gefahren. Insgesamt war die Tour ca. 20 km lang. 

Beim Mittagessen wurde und Aubergine mit Schweinefleisch und Fisch mit Gemüse in süß-saurer Sauce und Rindfleisch mit Gemüse gereicht, dazu natürlich Reis. Getränke gab es nach Wahl. Mir hat das Rindfleisch am besten geschmeckt.

Anschließend fuhr der Bus uns wieder zu Grasshopper, wo wir von unserem Tuk-Tuk-Fahrer wieder abgeholt wurden und zurück zum Hotel gefahren wurden.

Für jeden, der in Phnom Penh etwas abseits der typischen Touristenorte unternehmen möchte, kann ich diese Tour nur wärmstens empfehlen.

Im Hotel ruhten wir uns etwas aus und nahmen dann für 5$ ein privates Tuk-Tuk zum Russenmarkt. Dieser hat seinen Namen daher, weil hier früher die Russen eingekauft haben. Hier herrscht eine Bullenhitze und es gibt allerlei Dinge zu kaufen. Buddha-Statuen, Klamotten (die meisten wahrscheinlich nachgemacht), Taschen, Tücher, Essen und Trinken.


Mein Schatz kaufte sich ein paar CDs mit kambodschanischer Musik für seine Radiosendung und dann tranken wir noch Kokoswasser mit Strohhalm direkt aus der Kokosnuss. Sehr lecker. 


Ansonsten schlenderten wir einfach nur rum und beobachteten das Treiben und die für uns doch außergewöhnlichen Essgewohnheiten der Kambodschaner. Zum Beispiel aß eine Frau ein Ei mit Fötus drin. Wir sahen zappelnde Fische, die im Trockenen um ihr Leben kämpften und dann verendeten. Ganze Hühner lagen oder hingen dort zum Verkauf, Meeresfrüchte und vieles mehr. 


Danach schlenderten wir noch ein bisschen durch die Gassen und machten in einem Café halt, wo wir uns noch einen Capucchino und einen Vanilla Latte gönnten.


Danach wagten wir dann den Versuch, den Weg zum Hotel per Fuß zu starten. Ein schwieriges Unterfangen. Zum einen gibt es selten Bürgersteige, heißt, wir befanden uns jetzt zu Fuß mitten  im chaotischen Verkehr der Stadt und dann muss man einfach bei diesem Irrsinn mitmachen. Zum anderen haben wir das Strassensystem bzw. die Nummerierung der Straßen wohl doch nicht so verstanden. Als wir dachten da zu sein, lt. der Strassennummer, waren wir wo auch immer, nur nicht an unserem Hotel. So mussten wir dann irgendwann doch auf ein Tuk-Tuk zurückgreifen, was aber kein Problem darstellte. Wenn man zu Fuß unterwegs ist, wird man sowieso alle 10 m gefragt, ob man ein Tuk-Tuk will. Auf jeden Fall war das Hotel dann doch in eine ganz andere Richtung und noch ein ganzes Stück zu fahren.

Von dort machten wir uns nochmal auf den Weg was essbares zu suchen. Da wir in dieser Ecke keinen Strassenstand gefunden haben, gingen wir dann doch wieder in ein Restaurant. Was mir dort völlig missfallen hat war, dass überall Ventilatoren und Klimaanlagen in voller Stärke liefen. Gar nicht gut, nach der Hitze draußen. Das Essen hat dann aber trotzdem geschmeckt. 

Danach hieß es Koffer packen und dann ab ins Bett.

Kambodscha – 2. Tag Phnom Penh

Der Wecker klingelte heute gleich recht früh. Um 6:30 Uhr hieß es aufstehen, damit wir noch in Ruhe Duschen und Frühstücken konnten.

Um 8:30 Uhr wurden wir dann von unserem heutigen Guide abgeholt, Ms Samnang Phou, eine deutschsprechende Kambodschanerin. Deutsch hat sie während eines Stipendiums in Erfurt gelernt. Aber wenn Kambodschaner Deutsch sprechen, sind sie leider trotzdem nicht so gut zu verstehen.

Vorm Eingang unseres Hotels standen dann 3 Fahrradrikschas für uns bereit und los ging es damit ins Straßengetümmel. Lustig jetzt hautnah im Getümmel zu sein. Mopeds, Autos, Tuk-Tuks überall, rechts, links, vorne, hinten, rechts überholt, links überholt, jeder fährt wie er will.


Zuerst machten wir uns auf den Weg zum Königspalast. Der Eintritt war in unserem Reisepreis bereits enthalten. Aber wie immer bei Sehenswürdigkeiten war es auch hier sehr voll. Hier residiert der König, der lt. Fahne auch gerade anwesend war. Drumherum gibt es eine kleine Grünanlage und mehrere Stupas stehen auf dem Gelände.


Weiter ging es zur Silberpagode. Hier ist der ganze Boden mit Silberfliesen versehen. Leider ist aber der größte Teil mit Teppich bedeckt und nur ein ganz kleiner Teil zum besichtigen freigelassen.


Anschließend ging es wieder in die Rikschas und weiter zu Wat Phnom, eine Bergpagode. Hiervon stammt auch der Name Phnom Penh ab. Auf der anderen Straßenseite der Pagode, gab es noch einen großen Baum, auf den mich der Rikschafahrer hinwies. Überall im Baum hingen kopfüber Fledermäuse.


Das Wetter macht uns schon ein bisschen zu schaffen. Heiß und schwül ist es.

Nach der Besichtigung wurden wir dann zum Mittagessen gefahren, welches auch im Reisepreis enthalten war. Es gab Buffet für 7,50 Euro. Die Getränke mussten wir selbst bezahlen und gönnten uns beide einen frischfepressten Ananassaft. Sehr lecker und gar nicht so säurehaltig wie bei uns.

Hinterher wechselten wir zum Tuk-Tuk und haben uns dann heute Nachmittag mit kambodschanischer Geschichte beschäftigt, über die ich vor der Reise aber auch schon viel gelesen hatte. Wen das Thema interessiert, dem kann ich das Buch „Die Kinder der Killing Fields“ sehr empfehlen.

Zuerst ging es zu Tuol Sleng, das Foltergefängnis aus der Zeit der roten Khmer. Die 6$ Eintritt waren in unserem Reisepreis enthalten. Fotografieren war hier nicht erlaubt, wäre aber auch nicht angebracht gewesen. Es ist einfach immer wieder unglaublich, zu was Menschen fähig sind.

Tuol Sleng ist eine ehemalige Schule, die von den Roten Khmer zum Gefängnis umfunktioniert wurde. Bald war es das größte Gefangenenlager und die größte Folterstädte des Landes. Von den ca. 20.000 Gefangenen haben nur 7 Personen überlebt.

Die Roten Khmer führten genauestens Buch über ihre Gräueltaten. Alle Insassen wurden fotografiert und später getötet. All diese Fotos können sind heute hier im Museum ausgestellt.Gefangen genommen wurden Ausländer, Intellektuelle, Leute, die gegen die Revolution waren, Brillenträger, aber auch Kinder ü, deren Eltern in diese Gruppierungen fielen u. ä. In den Räumlichkeiten kann man heute noch die Blutspritzer der damaligen Zeit sehen. Ebenso sind die verschiedenen Foltermethoden bildlich dargestellt, die ich hier eigentlich gar nicht näher erläutern möchte.

Irgendwann wann war das Gefängnis aber so voll geworden, dass die Gefangenen nach Choeung Ek gebracht wurden, auch bekannt als die Killing Fields. Das war dann der nächste Ort, der bei uns auf dem Programm stand. Die Killing Fields liegen ca. 15 km außerhalb von Phnom Penh. Hier haben die Vietnamesen bei der Befreiung Kambodschas Massengräber vorgefunden. Insgesamt 129 Grabstätten, von denen 43 noch unberührt sind. Viele der Leichname trugen Fesseln und Augenbinden. Rund um die übrigen Stätten liegen heute immer noch menschliche Knochenfragmente und Kleiderfetzen. Zum Gedenken an die Toten wurde eine Stupa errichtet, in der mehr als 8000 Schädel zu sehen sind.


Weiterhin ist ein Baum gekennzeichnet, an dem damals viele Kinder umgebracht wurden. Sie wurden einfach mit dem Kopf gegen den Baum geschlagen……

In einem kleinen Museum kann man noch mehr über die Geschichte erfahren. Außerdem gibt es einen kurzen Film. Ich war aber inzwischen so müde, dass ich beim Film eingeschlafen bin.

Anschließend ging es mit dem Tuk-Tuk zurück zum Hotel….


…wo wir ein kurzes Nickerchen machten. Und dann haben wir uns mit einem Tuk-Tuk nochmal zum Nachtmarkt fahren lassen. Den Markt selbst fand ich nicht so interessant. Allerdings haben wir hier für wenig Geld köstliches Essen bekommen. Gebratene Nudeln mit Gemüse und gebratener Reis mit Gemüse für jeweils 1,50 $. Der Geschmack war einfach super. Dann sind wir noch ein bisschen am Mekong entlang spaziert, wo wir einige kambodschanische Köstlichkeiten zu Gesicht bekamen ;-).

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Dann haben wir im Hotel noch einen Ingwer-Zitronendrink eingenommen und sind jetzt todmüde auf dem Hotelzimmer.

Jetlag, Wetter und volles Programm haben doch ihre Spuren hinterlassen.

Nachtrag: Auf der Fahrt nach Tuol Sleng wurden wir mitten auf der Straße an der Ampel von Kindern angebettelt. Ein junges Mädchen hielt einen schlafenden Jungen auf dem Arm. Das man bettelnden Kindern nichts geben soll, hatten wir ja schon gelesen. Unsere Reiseleiterin erzählte uns dann aber zusätzlich, dass dieser Junge von seinen Eltern regelmäßig Drogen bekommt, da er oft tagelang schläft. Unglaublich, zu was auch Eltern fähig sind.

Kambodscha – 1. Tag Phnom Penh

Nach monatelangem Warten ging es jetzt endlich los. Unsere nächste große Abenteuerreise steht an. Kambodscha.

Am 17.10.2016 um 14:45 Uhr startete unser Flieger, ein A380 von Thai Airways, nach Bangkok. 5 Stunden Zeitverschiebung. Nach ungefähr 10,5 h Ankunft in Bangkok um ca. 6:15 Uhr Ortszeit. Das Essen war eigentlich ganz in Ordnung. Schon kurz nach dem Start gab es Mittagessen und ca. 1,5 h vor der Landung nochmal ein Frühstück, was bei uns ja eigentlich mitten in der Nacht war. An Schlaf war bei mir mal wieder nicht zu denken.


Nach ca. 1,5 h Aufenthalt ging es dann nochmal ca. 1 h weiter nach Phnom Penh, wieder mit Thai Airways. Das Essen hier war nicht ganz so gut, aber das lässt sich verkraften.

Gegen 9 Uhr kamen wir dann schließlich an unserem Ziel an, Phnom Penh. Hier mussten erst mal die Einreiseformalitäten durchgeführt werden. Die passenden Unterlagen hatten wir schon im Flugzeug ausgehändigt bekommen. Wir hatten uns vorher lange überlegt, ob wir vorab ein E-Visum beantragen, uns dann aber dagegen entschieden. Das war jetzt auch völlig problemlos. Der Schalter, um das Visum bei der Einreise zu beantragen war fast leer. Reisepass, Visumantrag und Passfoto (sollte man mitbringen, sonst muss man Strafe bezahlen) mussten abgegeben werden. Die Dokumente liefen dann durch mehrere Hände, bis wir sie mit Einreisestempel im Reisepass zurück erhielten. Der ganze Vorgang hat höchstens 15 Minuten gedauert.

Am Flughafen wurden wir dann auch schon von einem Fahrer empfangen, der uns mit einem Kleinbus zu unserem Hotel Villa Langka gebracht hat. 

Hier mussten wir uns dann durch das Gewusel auf der Straße schlängeln. Autos, Tuk-tuks Fahrräder, sonstige Karren und Verkehrsregeln schien es irgendwie keine zu geben. Ein wildes Durcheinander, aber trotzdem scheint es zu funktionieren. Nach gefühlt einer weiteren Stunde kamen wir dann endlich im Hotel an und wurden herzlich mit einem Welcome Drink willkommen geheißen. Das Getränk bestand aus Zitrone und Ingwer, was meinem Hals nach der trockenen Luft im Flieger sehr gut getan hat. Unsere Zimmer war dann auch gleich schon bereit. Macht alles einen ganz netten Eindruck. Das Hotel scheint relativ zentral zu liegen, ist aber trotzdem eine kleine Oase der Ruhe, mitten im hektischen Phnom Penh. Vorbei am Pool ging es auf das Zimmer.

Kurz nach der Ankunft würden wir dann informiert, dass unsere heutige Reiseleiterin von Cambodian Travel Partner eingetroffen ist, mit der wir dann noch kurz die nächsten Tage besprochen haben. Dann haben wir erst mal ein zweistündiges Nickerchen gehalten. Nochmal ab unter die Dusche und dann ging es um 16 Uhr mit der Reiseleiterin und einem Tuk-tuk zu einer Pagode. 
Grade als wir losfahren wollten setzte dann heftiger Regen ein, ist halt im Moment noch das Ende der Regenzeit.


Auf dem Weg zur Pagode kamen wir noch am Königspalast vorbei, aber der steht morgen auf dem Programm. Nach kurzer Fahrt waren wir am Ziel. 


Vor der Pagode mussten wir dann unsere Schuhe ausziehen. Innen gab es eine größere Ansammlung von Buddhafiguren.


Hier knieten wir uns nieder und hatten die Möglichkeit ein kurzes Gebet zu sprechen und Wünsche loszuwerden. Dann wurde uns noch ein kurzes Gespräch mit einem Mönch ermöglicht und dann ging es auch schon wieder zurück ins Hotel.


Auf dem Weg dorthin hielt das Tuk-Tuk noch an einem Straßenstand und unsere Reiseleiterin kaufte dort aus dem Tuk-Tuk heraus eine Lotusfrucht, die wir dann zum ersten Mal probieren konnten.


Die eigentliche Frucht muss dann herausgebrochen und geschält werden.


Und wenn man diese dann nochmal teilt, sieht man einen kleinen Trieb. Unsere Reiseleiterin erzählte uns, dass daraus Tee gemacht werden kann.


Naja und jetzt liegen wir wieder im Hotel und ruhen uns noch ein bisschen aus, bevor wir gleich zum Abendessen gehen.

Der erste Tag ist schon wieder vorbei….

Nachtrag: Ich habe dann jetzt gleich mal Fish Amok, das Nationalgericht, ausprobiert. Das ist Reis mit Fischcurry und Keffirlimettenblättern und das ganze ist eingewickelt in ein Bananenblatt. War sehr lecker.  


Die Gewürze hier werden die nächsten 4 Wochen wahrscheinlich für viele Gaumenfreuden sorgen.