03.11.2024 – 28.11.2024 Ecuador und Galapagos – 24./25. Tag: Flug von Galapagos über Guayaquil und Quito nach Madrid

Heute stand uns der lange Ritt zurück nach Europa bevor. Zum Glück wurden wir aber wenigstens erst um 8:45 Uhr abgeholt, so dass wir einigermaßen ausschlafen konnten und auch noch Zeit zum Frühstücken hatten.

Anschließend wurden wir dann auf einer rund 45minütigen Fahrt über die Insel zum Fähranleger der Insel Baltra gebracht. Baltra ist eine kleine vorgelagerte Insel, auf der sich der Flughafen für Santa Cruz befindet.

Mit dem Taxiboot setzten wir wieder für 1 Dollar pro Person über. Auf Baltra mussten wir uns dann noch ein Busticket zum Flughafen besorgen, was nochmal 5 Dollar pro Person kostete. Es fuhren zwei Busse. Unser Gepäck landete im anderen Bus, aber wir waren guter Dinge, dass diese trotzdem ankommen. Die Fahrt dauerte auch nicht allzu lange, bis wir den Flughafen erreichten. Wie süß im Vergleich zu Frankfurt 😉.

Am Flughafen warteten dann schon unsere Mitreisenden mit unserem Gepäck auf uns. Sehr aufmerksam.

Eingecheckt hatten wir schon am Vorabend. Jetzt war nur noch Koffer aufgeben angesagt. Da musste ich dann nochmal bangen, weil mein Koffer stolze 25 kg auf die Waage brachte. Wahrscheinlich ging es durch, weil Björn nur 21 kg hatte. Glücklicherweise konnten wir das Gepäck auch bis Madrid durchchecken, die anderen bis Frankfurt oder Berlin. Meinen Panamahut hatte ich in einer Schachtel als zweites Handgepäckstück, auch hier moserte niemand.

Ab durch die Sicherheitskontrolle und dann hatten wir noch Zeit zum Geschäfte gucken und um einen Kaffee zu trinken.

Schließlich wurde unser Flug aufgerufen und unsere Boarding Gruppe war an der Reihe. Die Pässe wurden kontrolliert und wir wurden Richtung Rollfeld geschickt. Dort mussten wir dann ausharren. Nach ca. 20 Minuten wurden wir aber zurückzitiert und es ging zurück zum Gate. Dort bekamen wir dann ein Getränk und einen Keks in die Hand gedrückt und mussten unterschreiben, dass wir das erhalten haben. Merkwürdige Sache.

Anschließend war wieder warten angesagt. Letztendlich saßen wir nach erneuter Passkontrolle irgendwann im Flieger und mit rund einer Stunde Verspätung ging es dann los. Der Flug dauerte ungefähr 1,5 h bis nach Guayaquil, wo wir eine Zwischenlandung machten. Hier Wir durften aber im Flieger bleiben. Einige Passagiere stiegen aus, andere kamen hinzu. Hier auf dem Festland hatten wir wieder eine Stunde Zeitverschiebung. Der Stop hat vielleicht 45 Minuten gedauert, dann ging es nochmal 30-45 Minuten weiter nach Quito. Hier verließen wir den Flieger. Unser Gepäck mussten wir ja glücklicherweise nicht abholen. Hier wären normal 3 h Aufenthalt gewesen, durch unsere Verspätung war es dann etwas kürzer.

Aber wir mussten ja sowieso nochmal durch die Passkontrolle und die Sicherheitskontrolle für die internationalen Flüge. Anschließend hatten wir noch etwas Zeit zum Bummeln.

Um 18:50 Uhr abends ging dann der Iberia-Flieger nach Madrid. Die Flugzeit war mit 10:20 h angegeben.

Nachdem der Flieger auf dem Hinweg so eine Hasenkiste war, hatte ich mich vor rund einer Woche entschieden, Plätze am Notausgang zu buchen, wenn denn noch welche frei wären. Am Tag der Buchung hat dann die Iberia-Seite ein bisschen rumgezickt. Notausgang war noch frei, allerdings für 89 Euro pro Person. Das war mir dann grade egal und ich hatte gebucht. Allerdings hatte ich mich noch gewundert, warum mir insgesamt nur 20 Plätze zur Auswahl angeboten wurden. Erst ein paar Tage später hatte ich realisiert, dass ich aus Versehen sogar Premium Economy mit Notausgang gebucht hatte. So schön so gut.

Wir kamen in den Flieger und freuten uns, welch grandiose Plätze wir heute im Vergleich zu sonst hatten. Durch den Notausgang jede Menge Platz, durch die Premium Eco bequemere und breitere Sitze, die sich weiter zurückklappen ließen und Fuß- und Beinstützen gab es auch.

Kostenlos fanden wir Schlafmaske, Socken und Ohrenstöpsel vor, die wir hinterher auch behalten durften. Decke und Kissen gibt es ja sowieso.

Kaum waren wir im Flieger, hatten wir sofort auch schon was zum Trinken. Hier wurden wir richtig bepimpert. Das Essensmenü war ebenfalls besser als in der Economy Class und Wein und Bier war kostenlos (was ich aber nicht in Anspruch genommen habe).

Wir fanden die Premium Economy Class spitze.

Bei diesem Flug probierte ich auch das erste Mal Melatonin als Einschlafhilfe aus. Ob es jetzt die bequemeren Sitze waren, das Melatonin oder die Tatsache, dass es ein Nachtflug war, weiß ich nicht. Aber dieses Mal konnte ich endlich mal 6 h schlafen und dann kam einem der Flug gar nicht mehr so lange vor. Kurz vor der Landung gab es nochmal einen Brötchen. Den Zwischensnack hatten wir anscheinend verschlafen.

Die Premium Economy Class war echt ne feine Sache und für einen ähnlichen Preis, werde ich die mir bestimmt wieder gönnen.

So kamen wir dann gegen 11:30 Uhr in Madrid an. 6 h Zeitverschiebung zu Ecuador. Normal wäre der Trip seitens Viventura nach vier Stunden Wartezeit noch weiter nach Frankfurt gegangen. Wir hatten uns aber bei Reisebuchung für eine Zusatznacht in Madrid entschieden. Heute hatte ich da eigentlich gar keine Lust mehr drauf und die 3 h nach Frankfurt hätten wir auch noch geschafft. Aber jetzt war es nun mal so.

Hier am Flughafen hieß es dann also Abschied nehmen von den restlichen Vieren. Anschließend liefen wir zum Kofferband und die Koffer ließen erst mal auf sich warten. Der AirTag sagte aber, dass der Koffer in Madrid ist, das ist dann erst mal beruhigend.

Als die Koffer dann endlich da waren, entschieden wir uns wegen dem ganzen Gepäck lieber mit dem Taxi ins Hotel zu fahren. Erfreulicherweise stellten wir fest, dass die Taxis hier in Madrid einen Festpreis in die Innenstadt haben, so dass uns keine böse Überraschung bzgl. des Preises drohte. 33 Euro kostet eine Fahrt in die Stadt.

Die Unterkunft Hostal Mayor hatte ich vor der Reise bei booking.com gebucht. Diese liegt zentral in der City, die meisten Sehenswürdigkeiten fußläufig drumherum. Sie befindet sich im dritten Stock eines Wohnhauses. Der Besitzer sprach nur Spanisch, leider kam ich hier mit meinem Spanisch-Kurs doch nicht allzu weit. Es hat aber noch gereicht, um nach einem Stadtplan zu fragen und mit Händen und Füßen geht ja sowieso immer alles. Das Zimmer ist recht klein, aber für die eine Nacht reicht es und dafür liegt es ja sehr zentral.

Da wir beim Flug ja einigermaßen gut schlafen konnten und es ja sowieso besser ist, sich gleich an die europäische Zeit anzupassen, machten wir uns auch schon relativ bald auf, Madrid zu erkunden.

Der Platz Puerta del Sol war nur fünf Minuten zu Fuß entfernt. Hier herrschte dann auch schon weihnachtliche Stimmung. Uns war irgendwie noch gar nicht danach. Ebenso waren es ja auch nur noch 12 Grad, auch daran mussten wir uns erst mal wieder gewöhnen. Hier war auch ziemlicher Betrieb.

In der Auslage sahen wir überall leckeren Schinken aus der Region.

Wir liefen weiter durch die Gassen und besuchten natürlich den Laden „Legends – The Home of Football“. Hier gab es jede Menge Fussballtrikots zu kaufen, oft mit Unterschriften der großen Fußballlegenden, die Preise waren aber natürlich auch dementsprechend. Nebenan gab es noch ein Museum, dieses ließen wir aber aus.

Wir schlenderten weiter durch die Gassen mit den vielen prächtigen Gebäuden.

Dann gingen wir erst mal einen Kaffee trinken, bzw. ich trank eine heiße Schokolade und eine Schokotorte.

Im Anschluss daran machten wir unsachgemäß den 15-minütigen Weg zum Königspalast. Dabei kamen wir noch an der Oper vorbei.

Wenn man der Flagge glauben schenken mag, war Felipe wieder zuhause. Einige unserer Reisegruppe hatten ihn ja in Cuenca sogar live gesehen.

Direkt neben dem Palast befindet sich die Almudena-Kathedrale, diese besuchten wir im Anschluss.

Dann schlenderten wir wieder in Richtung unseres Hotels. Wir passierten eine weitere Kirche….

…und schöne Plätze.

Auf dem Plaza Mayor wurde grade der Weihnachtsmarkt aufgebaut.

So sehen die Straßenschilder in Madrid aus, nicht so langweilig wie bei uns.

Dann kamen wir wieder zum Puerta del Sol zurück.

Nun entdeckten wir auch das Wahrzeichen Madrids „El oso y el madrono“ (der Bär und der Erdbeerbaum).

Dann wurde es langsam dunkel und wir liefen einfach noch ein bisschen durch die abendlichen Gassen und besuchten zwischendrin noch einen Apple-Store.

Auf Abendessen hatten wir dann keine Lust mehr. Das war jetzt doch ein langer Trip ab Gslapagos. Somit holten wir uns nur noch zwei Bocadillos mit Iberico-Schinken, die waren echt lecker.

Danach verzogen wir uns aufs Zimmer und ich kam zu der Erkenntnis, dass die zusätzliche Nacht in Madrid eigentlich doch nicht so schlecht gewesen ist.

Kambodscha – 2. Tag Phnom Penh

Der Wecker klingelte heute gleich recht früh. Um 6:30 Uhr hieß es aufstehen, damit wir noch in Ruhe Duschen und Frühstücken konnten.

Um 8:30 Uhr wurden wir dann von unserem heutigen Guide abgeholt, Ms Samnang Phou, eine deutschsprechende Kambodschanerin. Deutsch hat sie während eines Stipendiums in Erfurt gelernt. Aber wenn Kambodschaner Deutsch sprechen, sind sie leider trotzdem nicht so gut zu verstehen.

Vorm Eingang unseres Hotels standen dann 3 Fahrradrikschas für uns bereit und los ging es damit ins Straßengetümmel. Lustig jetzt hautnah im Getümmel zu sein. Mopeds, Autos, Tuk-Tuks überall, rechts, links, vorne, hinten, rechts überholt, links überholt, jeder fährt wie er will.


Zuerst machten wir uns auf den Weg zum Königspalast. Der Eintritt war in unserem Reisepreis bereits enthalten. Aber wie immer bei Sehenswürdigkeiten war es auch hier sehr voll. Hier residiert der König, der lt. Fahne auch gerade anwesend war. Drumherum gibt es eine kleine Grünanlage und mehrere Stupas stehen auf dem Gelände.


Weiter ging es zur Silberpagode. Hier ist der ganze Boden mit Silberfliesen versehen. Leider ist aber der größte Teil mit Teppich bedeckt und nur ein ganz kleiner Teil zum besichtigen freigelassen.


Anschließend ging es wieder in die Rikschas und weiter zu Wat Phnom, eine Bergpagode. Hiervon stammt auch der Name Phnom Penh ab. Auf der anderen Straßenseite der Pagode, gab es noch einen großen Baum, auf den mich der Rikschafahrer hinwies. Überall im Baum hingen kopfüber Fledermäuse.


Das Wetter macht uns schon ein bisschen zu schaffen. Heiß und schwül ist es.

Nach der Besichtigung wurden wir dann zum Mittagessen gefahren, welches auch im Reisepreis enthalten war. Es gab Buffet für 7,50 Euro. Die Getränke mussten wir selbst bezahlen und gönnten uns beide einen frischfepressten Ananassaft. Sehr lecker und gar nicht so säurehaltig wie bei uns.

Hinterher wechselten wir zum Tuk-Tuk und haben uns dann heute Nachmittag mit kambodschanischer Geschichte beschäftigt, über die ich vor der Reise aber auch schon viel gelesen hatte. Wen das Thema interessiert, dem kann ich das Buch „Die Kinder der Killing Fields“ sehr empfehlen.

Zuerst ging es zu Tuol Sleng, das Foltergefängnis aus der Zeit der roten Khmer. Die 6$ Eintritt waren in unserem Reisepreis enthalten. Fotografieren war hier nicht erlaubt, wäre aber auch nicht angebracht gewesen. Es ist einfach immer wieder unglaublich, zu was Menschen fähig sind.

Tuol Sleng ist eine ehemalige Schule, die von den Roten Khmer zum Gefängnis umfunktioniert wurde. Bald war es das größte Gefangenenlager und die größte Folterstädte des Landes. Von den ca. 20.000 Gefangenen haben nur 7 Personen überlebt.

Die Roten Khmer führten genauestens Buch über ihre Gräueltaten. Alle Insassen wurden fotografiert und später getötet. All diese Fotos können sind heute hier im Museum ausgestellt.Gefangen genommen wurden Ausländer, Intellektuelle, Leute, die gegen die Revolution waren, Brillenträger, aber auch Kinder ü, deren Eltern in diese Gruppierungen fielen u. ä. In den Räumlichkeiten kann man heute noch die Blutspritzer der damaligen Zeit sehen. Ebenso sind die verschiedenen Foltermethoden bildlich dargestellt, die ich hier eigentlich gar nicht näher erläutern möchte.

Irgendwann wann war das Gefängnis aber so voll geworden, dass die Gefangenen nach Choeung Ek gebracht wurden, auch bekannt als die Killing Fields. Das war dann der nächste Ort, der bei uns auf dem Programm stand. Die Killing Fields liegen ca. 15 km außerhalb von Phnom Penh. Hier haben die Vietnamesen bei der Befreiung Kambodschas Massengräber vorgefunden. Insgesamt 129 Grabstätten, von denen 43 noch unberührt sind. Viele der Leichname trugen Fesseln und Augenbinden. Rund um die übrigen Stätten liegen heute immer noch menschliche Knochenfragmente und Kleiderfetzen. Zum Gedenken an die Toten wurde eine Stupa errichtet, in der mehr als 8000 Schädel zu sehen sind.


Weiterhin ist ein Baum gekennzeichnet, an dem damals viele Kinder umgebracht wurden. Sie wurden einfach mit dem Kopf gegen den Baum geschlagen……

In einem kleinen Museum kann man noch mehr über die Geschichte erfahren. Außerdem gibt es einen kurzen Film. Ich war aber inzwischen so müde, dass ich beim Film eingeschlafen bin.

Anschließend ging es mit dem Tuk-Tuk zurück zum Hotel….


…wo wir ein kurzes Nickerchen machten. Und dann haben wir uns mit einem Tuk-Tuk nochmal zum Nachtmarkt fahren lassen. Den Markt selbst fand ich nicht so interessant. Allerdings haben wir hier für wenig Geld köstliches Essen bekommen. Gebratene Nudeln mit Gemüse und gebratener Reis mit Gemüse für jeweils 1,50 $. Der Geschmack war einfach super. Dann sind wir noch ein bisschen am Mekong entlang spaziert, wo wir einige kambodschanische Köstlichkeiten zu Gesicht bekamen ;-).

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Dann haben wir im Hotel noch einen Ingwer-Zitronendrink eingenommen und sind jetzt todmüde auf dem Hotelzimmer.

Jetlag, Wetter und volles Programm haben doch ihre Spuren hinterlassen.

Nachtrag: Auf der Fahrt nach Tuol Sleng wurden wir mitten auf der Straße an der Ampel von Kindern angebettelt. Ein junges Mädchen hielt einen schlafenden Jungen auf dem Arm. Das man bettelnden Kindern nichts geben soll, hatten wir ja schon gelesen. Unsere Reiseleiterin erzählte uns dann aber zusätzlich, dass dieser Junge von seinen Eltern regelmäßig Drogen bekommt, da er oft tagelang schläft. Unglaublich, zu was auch Eltern fähig sind.