10.03.2024 – 31.03.2024 Sri Lanka – 3. Tag: Colombo und Fahrt nach Anaradpuhra

Die Nacht war für mich irgendwie um 4 Uhr schon wieder zu Ende. Danach konnte ich nicht mehr einschlafen, weil die Gedanken kreiselten. Björns Wecker klingelte um 6 Uhr, meiner um 6:30 Uhr. Irgendwie kam ich heute Morgen aber nicht in die Gänge, so dass ich erst zum Frühstücken kam, als alle anderen schon wieder weg waren. Somit aß ich dann nur schnell zwei kleine Croissants. Die Koffer mussten wir schon um 8 Uhr vor die Zimmer stellen, Treffpunkt war um 8:30 Uhr. Dann ging es mit dem Bus durch die Stadt.

Hauptsächlich ging es durch den Stadtteil Cinnemon Gardens, vorbei an vielen Verwaltungsgebäuden und alten Hotels. Dann passierten wir die Town Hall, die im Stile des Washingtoner Capitols erbaut ist.

Schließlich gelangten wir zu einem Tempel, der von Buddhisten und Hinduisten besucht wird. Hier stiegen wir aus. In Tempeln gibt es ein paar Kleiderregeln zu beachten. Die Schultern und Knie müssen bedeckt sein und die Schuhe müssen ausgezogen werden. Außerdem darf man sich nicht gemeinsam mit einer Buddhastatue fotografieren lassen. Somit mussten wir uns erst mal unserer Schuhe entledigen.

Danach führte uns Buddi durch den Tempel der auch teilweise als Museum dient. Viele Gläubige spenden alte Gegenstände, die dann hier ausgestellt werden, teilweise sogar Autos.

Ein Momdstein.

An vielen Ecken saßen Gläubige, die ihren Sprechgesang aufsagten. Außerdem begegnete uns eine große Schulkasse mit Erstklässlern, alles ging aber sehr gesittet zu.

Wir liefen weiter durch das Museum.

Nach dem Tempelbesuch hielten wir noch am Denkmal für die Unabhängigkeit von 1948.

Gegenüber der Stadtpark.

Danach machten wir noch einen kurzen Abstecher in den Supermarkt, wo wir ein paar einheimische Spezialitäten kauften, die wir mal probieren wollten.

Anschließend startete dann die lange 5stündige Fahrt nach Anuradhapura. Nachdem wir einige Zeit gefahren waren, u.a. hatten wir wieder den Flughafen passiert, hielten wir an einem hinduistischen Tempel, in dem gerade eine Zeremonie abgehalten wurde. Aus diesem Grund konnten wir ihn nicht betreten und durften ihn nur umrunden. Wieder mussten die Schuhe ausgezogen werden.

Gegenüber befand sich eine Palmplantage.

Dann ging es weiter. Einen weiteren Stop legten wir an einem Straßenstand ein, an dem wir frische Kokosmilch trinken konnten.

Nachdem die Kokosnuss leergetrunken war, wurde sie dann noch zerlegt, so dass wir auch noch das Kokosfleisch essen konnten.

Ein weiterer Stop erfolgte dann in Puttalam, wo wir einen einheimischen Markt besuchten. Es war inzwischen sehr heiß und beim Aussteigen aus dem klimatisierten Bus wurde man fast erschlagen.

Nachdem eher dann nochmal einen kurzen Stop am Supermarkt gemacht hatten, führte unser Weg durch ein Gebiet, in dem es sein könnte, dass man Elefanten zu sehen bekommt.

Leider haben sie sich uns nicht gezeigt. Wir begegneten nur noch Reisbauern….

und einer Herde Wasserbüffeln.

Nach langer Fahrt kamen wir dann im Hotel an und es gab erst mal ein feuchtes Handtuch und einen Welcome Drink.

Aus dem Zimmer lachte uns dann der Pool an, wo ich kurz später dann auch noch ein paar Runden drehte.

Um 18:30 Uhr war dann Treffpunkt zum Abendessen. Wieder gab es Curry. Wir waren aber eher bei einer einheimischen Familie.

Wir hatten nette Gespräche mit unseren Mitreisenden. Als Nachtisch gab es dann noch Büffeljoghurt mit Sirup.

Auf dem Rückweg hielten wir nochmal an einer beleuchteten Stupa.

Jetzt ist es 23:30 Uhr und wir machen Feierabend. Morgen geht es wieder früh los.

10.03.-31.03.2024 Sri Lanka – Vorbericht

Wir haben es wieder getan! Die nächste Reise ist gebucht. Nachdem das mit Japan leider erst mal ins Wasser gefallen ist und auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, waren wir auf der Suche, was wir mit dem daraus resultierenden Resturlaub noch anstellen können. Japan kurzfristig neu planen war eher keine Option. Und nachdem in der Japan-Reise so viel Planung dringesteckt hat wie selten zuvor, sollte es jetzt eine Gruppenreise sein, wo wir quasi nur aufs Knöpfchen drücken mussten und keine weitere Planung mehr notwendig ist. Es gab verschiedene Überlegungen, letztendlich stand eigentlich Kolumbien hoch im Kurs, aber die von uns favorisierten Reisen waren dann doch schon ausgebucht.

Lange Rede, kurzer Sinn, letztendlich ist es jetzt Sri Lanka geworden, diese Reise wurde uns wärmstens empfohlen.

Gebucht haben wir wieder mit World Insight, mit denen wir auch schon unsere Costa Rica Reise gebucht hatten. Hier könnt Ihr einen Blick in die Reisebeschreibung werfen:

https://www.world-insight.de/erlebnisreisen/sri-lanka/?voyage_date_id=35211

Viele weitere Vorbereitungen waren nicht mehr nötig, außer, dass wir online noch ein Visum beantragen mussten. Ein Visum für Sri Lanka kann man auf der folgenden Internetseite beantragen: https://www.eta.gov.lk/slvisa/visainfo/center.jsp?locale=de_DE

Die Beantragung war relativ einfach und wirklich gut erläutert, ist aber nur in englischer Sprache möglich. Und der Spaß hat dann auch mal pro Person schlappe 50 USD gekostet, plus Gebühren. Dagegen war die Einreise nach Simbabwe dann ja richtig billig.

Kurz vor der Reise (ab drei Tage vorher) muss man dann auch noch ein die Arrival Card (Einreiseformular) ausfüllen.

Natürlich sollte man sich auch vorher nochmal mit seinen Impfungen auseinandersetzen und ein guter Mückenschutz sollte auch im Gepäck sein.

Unser Flug wird von Sri Lankan Airlines durchgeführt und wird ca. 9:45 h dauern.

Drei Reiseführer haben wir auch im Gepäck:

Um sich vor der Reise schon mal mit Fotos auf die Reise einzustimmen

Vom Reiseveranstalter durften wir uns noch kostenlos einen Reiseführer bestellen, da haben wir uns für den Stefan Loose entschieden

Und um auf der Reise einen praktischeren kleineren Reiseführer zu haben, den man auch mal besser in die Tasche packen kann, hab ich auch noch den Marco Polo bestellt

Jetzt kann die Vorfreude starten. In rund zwei Wochen geht es los. Insgesamt besteht die Reisegruppe aus 13 Personen. Vier davon konnten wir schon über das Forum von World Insight kennenlernen. Alle in unserem Alter oder sogar etwas jünger. Das finden wir schon mal super.

Unsere Hotelliste

  1. Colombo: The Galadari Hotel
  2. Anuradhapura: Hotel Rajarata
  3. Jaffna: Hotel Valampuri
  4. Nilaveli: Pigeon Island Resort
  5. Sigiriya: Hotel Sigiriya
  6. Mahiyanganaya: Mapakada Village
  7. Knuckles: Corbert’s Rest
  8. Kandy: Kandy City Hotel
  9. Haputale: Olympus Plaza Hotel
  10. Tissamaharama: Hibiscus Garden Hotel
  11. Bentota: Joe’s Resort Bentota

16.10.2023 – 09.11.2023 Japan – Die Reiseplanung, Vorbereitungen und Tipps

Dann lüften wir jetzt mal das Geheimnis ;-). In zwei Wochen geht es für uns nach Japan.

Die Vorgeschichte

Eigentlich sah unser Plan für dieses Jahr vor, eine weitere Reise nach Namibia zu unternehmen und dieses Mal den Süden des Landes zu bereisen. Das hat aber leider nicht geklappt, so dass wir uns ein neues Reiseziel aussuchen mussten. Mein Plan B war eigentlich Peru, aber ausgerechnet als Plan B in Kraft treten sollte, herrschten Unruhen in Peru, so dass uns dieser Plan zu unsicher war. Ebenso hatten wir eine Israel-Reise ins Auge gefasst, die aber nur Ende Februar stattfinden sollte, da kam mir dann mein Ellenbogenbruch Ende Dezember dazwischen. Also musste ein ganz neues Reiseziel her. Grundsätzlich tendierten wir für eine Gruppenreise, also wurden Reisekataloge gewälzt. Ziemlich schnell kam uns dann Japan in den Sinn, wo wir uns vor ein paar Jahren mal ein Reisevideo eines Reiseveranstalters in einer Multivision-Show angeschaut hatten, die uns sehr angesprochen hatte. Bisher hatte uns aber der Preis abgeschreckt. Wir zogen die Gruppenreise von World Insight in Erwägung, aber dann stellten wir fest, dass im Februar schon fast alle Termine für das ganze Jahr ausgebucht waren. Frei war nur noch ein Termin im Juli, der eine Fuji-Besteigung beinhalten sollte. Aber weder wollten wir auf den Fuji, noch wollten wir bei schwül-heißem Wetter Japan bereisen. Ein weiterer Zusatztermin existierte im November, wo wir es aber zeitlich leider nicht einrichten konnten. Wir checkten weitere Gruppenreisen-Anbieter, aber auch hier war entweder schon alles ausgebucht oder die Kosten sprengten wirklich absolut das Budget. Also war Japan erst mal aus dem Rennen, weil wir es uns bzgl. Japan nicht so richtig vorstellen konnten, dies als Individualreise durchzuführen. Wir überlegten dann hin und her, unsere Reisepläne wechselten gefühlte zehn Mal. Ecuador mit Galapagos Inseln war im Spiel, Indien, Nepal, ich weiß nicht, was noch alles. Nach mehreren Wochen Unschlüssigkeit, ist dann aber irgendwie der Gedanke gewachsen, eventuell Japan doch als Individualreise durch eine Agentur planen zu lassen.

Die Reiseplanung

Irgendwie wussten wir anfangs aber gar nicht so richtig, wo wir wirklich hin wollten. Wenn ich an Japan gedacht habe, kam mir spontan Tokio, Kyoto, Hiroshima und Mt. Fuji in den Sinn. Das wars aber auch schon. Also stöberte ich erst mal in diversen Internetblogs, Internetseiten über Japan und in Reiseführern. Ebenso orientierten wir uns ein bisschen an den Routen der angebotenen Gruppenreisen und an angebotenen Beispielreisen bei den diversen Reiseveranstaltern.

So erstellten wir erst mal eine Liste, mit allen Orten und Sehenswürdigkeiten, die uns interessieren könnten, wir wussten aber nicht, ob damit gut eine Reiseroute zusammengestellt werden könnte.

Danach kontaktierte ich verschiedene Individual-Reiseanbieter. Eine Agentur ging mit mir in die Planung. Eine Reise noch zur Kirschblüte wurde mir aber direkt ausgeredet, da schon alles ausgebucht war. Die schwülen Sommermonate kamen für uns nicht in Frage, so dass wir dann schließlich den Oktober als Reisezeitraum auswählten, in der Hoffnung, dass wir dann ggf. die Herbstlaubfärbung schon miterleben können. Nach einem ersten längeren Telefonat wurde ich dann aber auf einmal auf Mai vertröstet für die Planung, weil so viele Anfragen vorlagen. Zwei weitere Agenturen meldeten sich gar nicht. Bei einer weiteren Agentur, die Reisebausteine anbietet, lag das Angebot letztendlich weit über dem angekündigten Preis, weitere Orte abseits der Reisebausteine konnten ebenso nicht eingeplant werden und die Person am Telefon wirkte wenig kompetent, da sie selbst bisher noch gar nicht in Japan war, obwohl dies vom Reiseanbieter so propagiert wurde.

Also was tun? Wirklich Interesse hatte ich an einem Angebot von Japan Experience, da es sich um einen reinen Japan-Reiseanbieter handelt, die Preise günstiger erschienen, als bei anderen Anbietern und es vor Ort sogar eine 24/7 Hotline gibt. Das würde mir bzgl. Japan und den nicht vorhandenen Sprachkenntnissen doch ein besseres Gefühl geben.

Nach mehreren Versuchen diese zu kontaktieren, mal landete ich in Tokio, mal landete ich in London dauerte es dann bis Mai bis endlich der Kontakt hergestellt war und wir mit Japan Experience in die Planung gehen konnten. Nachdem ich nach vier Monaten nun endlich den Kontakt hergestellt hatte, lief es ab da dann auch gut. Nach unserem El Hierro Urlaub erhielt ich eine Routenplanung mit einem Angebot. Das sah alles erst mal gut aus. Die Route entsprach unseren Wünschen und der Preis lag auch im Budget. Die Details der Reise mussten dann natürlich noch besprochen werden. Mein Ansprechpartner wirkte sehr kompetent, konnte mir alle meine Fragen im Detail beantworten, wusste über alle Orte, die ich in den Mund genommen habe, was drüber zu erzählen, etc. Die Routenplanung gestaltete sich aber etwas schwierig. Wir hatten komplizierte Wegstrecken und oft nur eine Übernachtung. Also eher Streßprogramm.

Das Beste, was mir passieren konnte, war dann, dass ich auf diverse Facebook-Gruppen bzgl. Japan gestossen bin. Besonders hilfreich war die Gruppe „Urlaub in Japan“. Hier findet man viele hilfreiche Tipps und wirklich auf jede Frage erhält man sehr umfangreiche Antworten.

Über diese Facebook Gruppe kam ich dann auch mit dem „Ösi aus Kawasaki“ in Kontakt. Alexander ist Österreicher und betreibt einen eigenen Podcast über Japan. Er kommentierte umgehend meine Anfrage. So kamen wir über den Chat in Kontakt und er gab mir viele nützliche Tipps für die weitere Planung.

Er riet mir auf jeden Fall dazu, nicht so viele Alpendörfer in die Planung reinzunehmen, dafür noch mehr Orte auf der Südinsel, die weniger touristisch sein soll. Da wir auf der Südinsel schon Beppu geplant hatten und das eigentlich ziemlich abseits unserer sonstigen Route lag, hörte es sich irgendwie sinnvoll an, dort weitere Orte einzuplanen. Und wenig touristisch klingt ja auch immer gut. Also entschieden wir uns , Takayama und Kanazawa aus der Planung rauszunehmen und dafür seinen Tipp Kurokawa Onsen, als sein bisher schönster Onsen-Ort in vier Jahren Japan, aufzunehmen. So konnten wir auch wieder Mt. Aso in die Planung aufnehmen, wo wir eigentlich hin wollten, das aber wieder gestrichen hatten.

Podcast über Japan
Alexander ist Österreicher und betreibt als Ösi in Kawasaki auch einen Podcast über Japan, in dem er über die verschiedenen Erfahrungen seines nun 4-jährigen Aufenthaltes in Japan berichtet. Das macht Spaß da mal reinzuhören und hat uns im Vorfeld unseres Urlaubes auch schon viele Besonderheiten aus Japan näher gebracht. Vielleicht hat ja der ein oder andere von Euch auch Lust mal reinzuhören:

Der Ösi in Kawasaki

Autofahren in Japan

Zum Besuch der Süd-Insel Kyushu wurde uns geraten, besser einen Mietwagen zu buchen, da dort die Verbindungen mit Bus und Bahn nicht allzu gut sind. Für den südlichen Teil von Japan haben wir nun also für vier Tage ein Auto gemietet. Das bringt aber auch so einige Tücken mit sich. Zum einen herrscht in Japan ja Linksverkehr. Und zum anderen wird der deutsche Führerschein in Japan nicht anerkannt, ebenso wenig wieder deutsche internationale Führerschein. Heißt, der deutsche Führerschein muss vorher ins Japanische übersetzt werden. Unser Reiseanbieter Japan Experience ist einer der Anbieter in Deutschland, die bei dieser Übersetzung unterstützen können. Die Kosten sind nun in unserem Reisepreis inbegriffen. Die Übersetzung für einen Führerschein kostet 75 Euro. Da ich sowieso im Linksverkehr nicht fahren möchte, werden wir es bei einer Übersetzung belassen. Beim Autofahren in Japan muss dann immer der nationale deutsche Führerschein und die Übersetzung mitgeführt werden.

Die Flüge

Unser ursprünglicher Plan war eigentlich, auf dem Hinflug nach Tokio zu fliegen und zurück ab Osaka. Die Preise hatte ich über mehrere Monate beobachtet und im Schnitt lagen diese meistens um die 1500 Euro pro Person. Kein Schnäppchen. Aber als die Routenplanung so gut wie abgeschlossen war, schaute ich erneute nach Flügen und konnte meinen Augen nicht trauen, als ich ein Angebot für knapp unter 1000 Euro mit British Airways gefunden habe, durchgeführt durch Japan Airlines. Bei Japan Airlines war genau der gleiche Flug viel teurer. Ich suchte den Haken und ich suchte den Haken. Ich fand keinen. Beim Gepäck waren pro Person sogar 2×23 kg inkludiert. Ich wollte dann auch nicht lange warten und habe die Flüge gebucht. Und vor lauter Freude, dass es so viel billiger war, haben wir dann kurzerhand die Reise nochmal um 2 Nächte verlängert ;-). Nach der Buchung stellte sich dann doch noch ein kleiner Haken heraus. Wenn man den Flug über British Airways bucht, kann man keine Sitzplatzreservierung vornehmen, auch nicht gegen Aufpreis. Die Sitzplatzauswahl ist erst beim Check-In 24 h vor Abflug möglich. Welchen Sitzplatz ich habe, war mir ja fast egal, aber ich wollte auf jeden Fall nebeneinandersitzen. Ob das 24 h vor Abflug noch klappen würde, stand in den Sternen. Durch viel Internetrecherche und wieder mit Hilfe der Facebookgruppe habe ich es inzwischen geschafft, mit Trick 17 zwei Plätze nebeneinander in der Zweierreihe am Fenster zu reservieren. Wer wissen will, wie es geklappt hat, kann sich gerne bei mir melden ;-).

Was man bzgl. der Flüge noch wissen sollte, ist, dass die Flieger momentan aufgrund des Krieges, den russischen Flugraum umfliegen und die Flugzeiten deshalb nochmal ein paar Stunden länger sind, als dies vorher der Fall war. In letzter Zeit sind sie auf dem Rückflug sogar öfters die Nordroute über Alaska und Grönland geflogen. Die Fotos im Internet sehen toll aus, dies ist aber auch die weiteste der möglichen Routen. Wir werden sehen, was uns erwartet.

Aufgrund des geänderten Rückflugortes musste natürlich die letzte Übernachtung unserer Route nochmal geändert werden und so landete dann auch noch ein Inlandsflug mit JAL von Kumamoto nach Tokio in unserer Planung. Der Inlandsflug kostete nur ca. 90 Euro pro Person, billiger als der Zug.

Zugfahren in Japan

Japans Züge sind ja als die pünktlichsten der Welt bekannt. Ebenso sind sie schnell, sauber, komfortabel und fahren häufig. Somit werden wir auch einen Großteil unserer Reise mit dem Zug bestreiten. Es gibt die nationale Eisenbahngesellschaft Japan Railways. Das JR-Netz deckt das gesamte Land ab und betreibt auch die Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen. Daneben gibt es noch ein riesiges Netz privater Eisenbahnen.

Der Japan Rail Pass

Die beste Möglichkeit, Japan mit dem Zug zu erkunden, ist der Japan Rail Pass. Diesen gibt es als 7-, 14- oder 21-tägige Variante. Innerhalb dieses Zeitraums kann man uneingeschränkt auf dem Streckennetz der Japan Railways reisen, mit Ausnahme von Nozomi und dem Mizuho Shinkansen. Ebenso ist der Pass nicht auf privaten Bahnlinien gültig. In unserem Reisepreis haben wir nun den 14-tägigen Japan Rail Pass inkludiert.

Die Suica Karte

Die Suica Karte ist eine Prepaid-Karte, mit der die meisten öffentlichen Verkehrsmittel (U-Bahn, Zug, Bus) in Japan genutzt werden können. In Expresszügen, Shinkansen, Fernbussen und für Flughafentransfers wird sie allerdings nicht akzeptiert. Die Suica Karte ist mit einem Guthaben aufgeladen, dieses kann jederzeit während der Reise an einem Automaten wieder aufgefüllt werden. Der Betrag für jede Fahrt oder jeden Einkauf wird durch einfaches Berühren der Terminals mit dem Suica-Logo abgebucht. So kann man einfach und schnell seine Bahnfahrten bezahlen. Eine Suica Karte ist somit in unserem Reisepass ebenso inkludiert.

Privatbahnen in Japan

Viele Reiseziele in Japan werden durch das JR Streckennetz abgedeckt. Zu einigen unserer gewählten Ziele, gibt es aber leider keine Verbindungen mit JR, sondern dort sind nur Privatbahnen im Einsatz.

Für Hakone gibt es den Hakone Freepass. Dieser beinhaltet alle für unseren Tagesausflug nach Hakone benötigten Transportmittel, unter anderem die Zugfahrt von und nach Tokio, die Seilbahnfahrt nach Owakudani und die Bootsfahrt auf dem Ashi-See. Allerdings gibt es den Pass nur als Zweitages-Ticket zu kaufen, so dass wir vorerst davon Abstand genommen haben. So müssen wir diesen entweder noch vor Ort kaufen oder dann ebenso für jedes einzelne Transportmittel Einzelkarten vor Ort kaufen.

Ein weiterer Ort auf unserer Route, der nicht mit JR erreicht werden kann, ist der Tempelberg Koyasan. Hier gibt es das Koyasan-World-Heritage Ticket. Dieses beinhaltet die Anreise zum Koyasan ab Osaka und ebenso kann man damit auch die Busse in Koyasan kostenlos nutzen. Ein solcher Pass ist nun in unserer Reise inkludiert.

Routensuche

Für unsere Hauptrouten zwischen den einzelnen Städten bekommen wir vor unserer Reise von Japan Experience ein Reisetagebuch zur Verfügung gestellt, in dem u. a. die verschiedenen Verbindungen beschrieben sind. Dies wird aber nicht für die verschiedenen Tagesausflüge der Fall sein. Für diese Routensuche wurden mir die Apps „Japan Travel“ und „Google Maps“ empfohlen.

Mobiles Internet in Japan

Online bleiben, ist in Japan glaube ich besonders wichtig, da das Smartphone wahrscheinlich in ziemlich vielen Situationen zum Einsatz kommen wird; Zugverbindungen raussuchen, Übersetzungsapps benutzen, Sehenswürdigkeiten suchen, etc. Dafür gibt es drei Möglichkeiten: Wifi-Hotspots, SIM-Karten oder Pocket-Wifi. In unserem Reisepreis ist nun ein Pocket-Wifi-Gerät beinhaltet.

Mit dem Pocket Wifi hat man überall in Japan Internet über ein mobiles WLAN dabei und es können bis zu 10 Geräte gleichzeitig verbunden werden. Man erhält unbegrenztes Datenvolumen.

Um das Gerät zurückzusenden, steckt man es nach der Reise einfach zusammen mit dem gesamten Zubehör in den Rücksendeumschlag und wirft den Umschlag in einen beliebigen Briefkasten in Japan. Ein solches Pocket-Wifi ist nun ebenso in unserem Reisepreis enthalten.

Sehenswürdigkeiten, die man vorbuchen sollte

In Tokio, wie auch in den anderen Städten, gibt es viele Attraktionen, die man vorbuchen sollte. Die Buchung der meisten Sehenswürdigkeiten ist auch über Japan Experience möglich. Wir haben uns aber dagegen entschieden, da wir uns die Flexibilität vor Ort nicht nehmen wollten und hoffen deshalb, dass wir ggf. auch kurzfristig noch Tickets bekommen, wenn wir es denn wollen.
In den Facebook Gruppen sind viele ganz versessen darauf, die Universal Studios, Ghibli Museum, Pokemon Café etc. zu besuchen. Alles scheint Monate im Voraus ausgebucht zu sein, da haben wir aber auch gar kein Interesse daran. Was für uns noch interessant wäre, ist der Besuch von teamLab Planets und dem Tokyo Sky Tree. Mal sehen, ob wir das irgendwie noch unter bekommen, falls es noch Tickets geben sollte.

Die Unterkünfte in Japan

Hotel

Japan hält für alle Ansprüche das passende Hotel bereit, egal, ob Luxus, Mittelklasse- oder Business-Hotel. Diese Hotels sind meistens im westlichen Stil. Zu diesen Hotels gehören Restaurants mit asiatischer und westlicher Küche.

Ryokan

Bei einem Ryokan handelt es sich um die traditionelle Form des Hotels in Japan. Hier ist man umgeben von japanischer Atmosphäre. Die Zimmer sind mit weichen Strohmatten, den Tatami, ausgelegt. Die Einrichtung ist sparsam. Es gibt keine Betten, sondern zur Nacht werden Futon-Matten ausgebreitet. Die Baderäume sind in japanischem Stil und oft nach Geschlechtern getrennt. Eine Ryokan-Übernachtung kann meistens nur mit Halbpension gebucht werden. Dort gibt es dann ein typisch japanisches Frühstück und Abendessen. So eine Ryokan-Übernachtung kostet dann aber auch schnell mal 300 Euro pro Nacht.

Minshuku

Ein Minshuku ist eine japanische Familienpension. Diese sind die persönlichste und authentischste Art der Unterkunft. Auch hier sind zwei Mahlzeiten im Preis inbegriffen. Die Zimmer sind ebenfalls im japanischen Stil. Hier muss man aber auf Annehmlichkeiten wie Yukawa und Toilettenartikel, wie sie in teureren Ryokans bereitgestellt werden, verzichten.

Shukubo

Hierbei handelt es sich um Tempelherbergen, bei denen die Gäste einen interessanten Einblick in das Leben der Mönche bekommen. Eine Teilnahme an der zeremoniellen Morgenmeditation ist möglich.

Kapselhotel

Von den Kapselhotels hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört. In den Kapseln befindet sich eine Matratze, ein Fernseher und ein Radio. Die Kapseln haben keine richtige Tür, ein Vorhang trennt sie von den Gemeinschaftsräumen. Für Toiletten, Waschbecken etc. gibt es Gemeinschaftseinrichtungen.

Wir haben uns gegen eine Übernachtung im Kapselhotel entschieden. Alle anderen Unterkunftsarten wollten wir eigentlich mal ausprobieren. Das mit dem Minshuku in Magome hat aber leider nicht geklappt, weil schon alles ausgebucht war. Schade.

Unsere geplante Reiseroute

Aus all diesen Planungen und Irrungen und Wirrungen ist nun die folgende Reiseroute entstanden.

DatumReiserouteAnzahl NächteUnterkunft
16.10.2023Hinflug Frankfurt nach Tokio-Narita mit British Airways durchgeführt durch JAL1Flugzeug
17.10.-23.10.2023Tokio
geführte Entdeckungstour Tokio, ganztägig
– Tagesausflug nach Kamakura und Enoshima
– evtl. Tagesausflug Wanderung Mt. Takao
– Tagesausflug nach Hakone
6Hotel
OMO3 Tokyo Akasaka
23.10.-25.10.2023Tsumago
Wanderung Magome – Tsumago
2Hotel
Ooedo Onsen Mono
gatari Hotel Kisoji
25.10.-31.10.2023Kyoto
Teezeremonie
Taiko – Japanisches Trommeln
geführter Nachtspaziergang durch Gion
Kyoto mit dem Fahrrad
– weitere nicht geführte Ausflüge (Bambuswald, Fushimi Inari, Bootsfahrt Hozugawa , ggf. Tagesausflug nach Uji oder Nara)
6Hotel
OMO5 Kyoto Sanjo
31.10.-01.11.2023Koyasan
Wanderung über den Friedhof Okunoin
– Tempelübernachtung und Teilnahme an morgendlicher Zeremonie
1Shukubo
Saizen-in
01.11.-02.11.2023Hiroshima
Besichtigung Friedenspark
– Friedensmuseum
Besichtigung Burg Himeji
1Hotel
Daiwa Roynet Hotel Hiroshima Ekimae
02.11.-04.11.2023Miyajima
Wanderung auf den Berg Misen
2Ryokan
Jukeiso
04.11.-06.11.2023Beppu
– Die Höllen von Beppu
– Sandbaden
– Onsenbesuch
2Hotel
Amanek Beppu Yula-Re
06.11.-08.11.2023Kurokawa Onsen
Besichtigung Aso Vulkan
– Onsen-Besuch
2Ryokan
Wafu Ryokan Misato
08.11.-09.11.2023Inlandsflug Kumamoto – Narita mit JAL1Hotel
Narita Tobu Hotel Airport
09.11.2023Heimflug Tokio-Narita nach Frankfurt mit British Airways durchgeführt durch JAL

Fazit der Planung

Müsste ich heute nochmal entscheiden, würde ich die Reise glaube ich ohne Agentur buchen. Mit Hilfe der Webseite Wanderweib.de und der Facebook-Gruppe sollte das das ein problemlos möglich sein. Dort habe ich die meiste Unterstützung für die Planung erhalten.