21.05.-04.06.2023 El Hierro – 13. Tag: Charco Manso

Als wir heute morgen wach wurden, hat es geregnet. Da hatten die Einheimischen wohl doch recht. Gut, dass wir doch schon gestern bei den Sabinas waren.

Heute waren wir etwas traurig, dass wir nun doch schon morgen abreisen müssen. Glücklicherweise konnten wir aber wenigstens die gebuchte Zusatznacht doch noch kostenlos stornieren. Das wäre sonst eine teure Panne geworden. Da wir die Unterkunft gestern schon bezahlt hatten, wurde uns das Geld wieder zurück gebucht. Aber ein neues Hotel in Teneriffa brauchten wir ja auch noch, da ich die Nacht dort ja bereits storniert hatte. Wir fanden dann für relativ günstiges Geld ein 5-Sterne Hotel im Sonderangebot, gar nicht viel teurer als das Hostel mit Etagendusche, das ich vorher gebucht hatte. Und es gibt gegen Gebühr sogar ein Spa und Massage. Ich habe jetzt ein bisschen die Hoffnung, dass wir das vielleicht sogar noch in Anspruch nehmen können, da unser Flug am Sonntag ja erst um 16:55 Uhr startet.

Nachdem das erledigt war und wir gefrühstückt hatten, gingen wir erst mal aufs Zimmer und ließen es dort gemütlich angehen. Wir überlegten, oh wir vielleicht noch eine Wanderung machen, aber die verbliebenen waren alle ziemlich lang mit mindestens 4-5 h. Die Wanderung die ich vor dem Urlaub schon ins Auge gefasst hatte (Von La Frontera nach Jinama) war für heute eher auch zu lang und bei dem heute herrschenden Wetter eher auch nicht das richtige. Björn wollte sich auch eigentlich lieber im Nichtstun üben.

Wenn wir schon von Nichtstun reden, tue ich das aber eigentlich lieber in der Natur und nicht in einem Hotelzimmer. Also entschieden wir uns wenigstens noch zum Badeplatz Charco Manso zu fahren, der in einer fjordähnlichen Bucht liegt und wo man über Eisenleitern ins türkisfarbene Wasser steigen kann. Die Wanderschuhe packten wir aber auch ein, weil wir von Echedo aus dort hinlaufen wollten.

Als wir in Echedo ankamen, hatten wir aber doch keine Lust zum Laufen und fuhren deshalb mit dem Auto direkt zum Parkplatz.

Zum Baden war es mir aber heute zu frisch und das Wasser war mir auch etwas zu unruhig. Also wird es wohl mit Baden in diesem Urlaub nichts mehr. So beobachteten wir einfach mal eine Zeitlang die Brandung, die öfters wie Fontänen empor schoss.

Dann ließen wir uns an einem lauschigen Plätzchen nieder. Allerdings gab es überall nur Steinboden, was etwas unbequem war. Die einzige Bank war leider schon belegt. Als wir ankamen waren noch einige andere Besucher da, inzwischen waren wir aber wieder völlig alleine. Ich kam zum ersten Mal in diesem Urlaub zum Buch lesen. Weit bin ich aber nicht gekommen, da ich dann ein bisschen die Augen zugemacht habe.

Irgendwann war es Björn in der Sonne dann doch zu heiss, so dass wir in den Schatten umziehen wollten. Jetzt wäre eigentlich inzwischen Badewetter gewesen, aber wir entschieden uns trotzdem dagegen. Und da es auch kein richtig schönes Schattenplätzchen gab, entschieden wir uns dann, lieber in ein Café zu fahren. Wir hatten hier ca. 2 h verbracht.

Wir steuerten dann das Con Fusion in Las Puntas an, dass wir die Tage schon gesehen hatten und das Jörg uns empfohlen hatte. Es war aber leider wegen Urlaub geschlossen. Ein anderes Restaurant, das er uns empfohlen hatte, ist das Volcan del Hierro. Also steuerten wir das an und da es inzwischen 16:30 Uhr war, entschieden wir uns, direkt zu Abend zu essen, anstatt noch Kaffee zu trinken.

Das Restaurant machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck mit schönen Ambiente. Wir waren aber nach kurzer Zeit wieder die einzigen Gäste. Aber es war ja auch noch früh am Tag.

Es gab frischen Fisch.

Wir entschieden uns aber für die Hühnchenbrust und tauschten die Pommes gegen Runzelkartoffeln. Das Gericht schmeckte gut und kostete nur 8 Euro.

Wir waren aber wieder froh, den Google Übersetzer als Hilfe zu haben. Alles geht halt doch nicht mit Händen und Füßen. Die Karte gab es in Spanisch und Englisch, die Kommunikation mit der Bedienung ging aber nur in Spanisch. Da die Bedienung dann selbst essen wollte, warteten wir noch mit der Nachtisch-Bestellung. Ich schlenderte ein bisschen übers Gelände. Schließlich bestellte ich noch eine Maracuja-Mousse und Björn einen Käsekuchen, der hier auch wirklich nach Käse schmeckt.

Ich fand es ein bisschen schade, dass wir das Restaurant erst heute an unserem letzen Tag entdeckt haben. Sonst wären wir bestimmt nochmal wiedergekommen. Uns hat es gut gefallen.

Dann ging es zurück ins Hotel, wo ja dann heute Abend Koffer packen angesagt war 😕.

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