21.05.-04.06.2023 El Hierro – 12. Tag: Wanderung vom Aussichtspunkt El Lomo Negro nach El Sabinar und zum Mirador de Bascos

Ursprünglich hatten wir mal den Plan, heute mal einen halben Tag Faulenzen einzulegen, um dann zu schauen, was wir anschließend noch machen könnten. Und dann sagte uns Ralf gestern, dass ab Freitag Regen gemeldet sein soll. Meine Wetter-App sagte allerdings für die restliche Woche Sonne voraus. Wir wollten aber diese Woche unbedingt noch nach El Sabinar (Wanderung 40 aus dem Rother Wanderführer) zu den Wacholderbäumen. So entschieden wir uns, das dann vielleicht doch lieber heute zu machen. Allerdings hingen die Wolken am Berg heute auch schon relativ tief und dort oben liegt ja El Sabinar. Also warteten wir nach dem Frühstück erst mal noch ein bisschen ab, wie sich das Wetter so entwickelt, also hatten wir wenigstens noch ein bisschen Faulenzen, wobei ich die Zeit aber fürs Blog schreiben nutzte.

Gegen 11:30 Uhr machten wir uns dann doch auf den Weg. Wir fuhren wieder nach Sabinosa. Auf dem weiteren Weg nach Pozo de la Salud lief dann eine Frau mit großem Rucksack auf der Straße, winkte uns und fragte, ob sie bis Pozo de la Salud mitfahren könne. Wir gewährten ihr dies. Sie erzählte, dass sie aus Italien kommt, genauer aus Sardinien, und die Insel zu Fuß durchquert hat. Heute Morgen war sie von Frontera losgelaufen, der Weg war aber doch länger, als sie dachte. Aber Pozo de la Salud war ja schnell erreicht und sie stieg nach gut 5 Minuten Fahrt schon wieder aus.

Wir fuhren weiter zum Aussichtspunkt El Lomo Negro, den wir erst mal verpassten. Ich sagte sogar noch: Hier führt auch ein Weg nach El Sabinar. Wir realisierten aber gar nicht, dass dies unser Weg war, weil es auf der Karte anders eingezeichnet war. Wir fuhren weiter und merkten irgendwann, dass wir schon zu weit sind. Auf der Rückfahrt sahen wir dann auch auf der anderen Seite der Straße groß das Schild mit dem Aussichtspunkt stehen. So machten wir uns dann gegen 12:45 Uhr auf den Weg nach oben. Zuerst gingen wir aber nochmal zum Aussichtspunkt.

Dann konnte es losgehen. Die einfache Strecke sollte 4,5 km betragen.

Es war weiterhin bewölkt. Der Weg war wieder mit Steinreihen eingefasst, so dass der Wanderführer dieses Mal auch wieder schnell im Rucksack verschwinden konnte.

Der Weg führte hinauf zu einem weiteren Aussichtspunkt, dem Mirador de Lomo Negro II. Dieser war schnell erreicht.

Man hatte einen Blick auf die Lavaflächen der Isla Baja und die kargen Hänge des Sabinar.

Der Weg stieg in der Folge an und schon bald erreichten wir eine Steinmauer, an der wir entlang laufen mussten.

Hier waren die ersten Sabinas (Wacholderbäume) zu sehen, die aber zumeist abgestorben waren.

Hier mussten wir dann durch einen Durchgang in der Mauer links abbiegen und anschließend steil durch ein Lavafeld aufsteigen. Oben angekommen bog der Weg rechts ab und wir erreichten ein Wacholderwäldchen.

Danach unternahmen wir rechts einen Abstecher zur Vermessungssäule auf dem Montana Escobar.

Dann ging es wieder zurück zum Wäldchen und dann weiter bergauf. Es war sehr wolkenverhangen. Dann kamen wir an einen großen Platz, wo mehrere große, beeindruckende Sabinas zu finden waren. Der Wind hat die Wacholderbäume so sehr gebeugt, dass sie nicht mehr in die Höhe wachsen, sondern quasi dem Boden entlang kriechen. Hier legten wir eine kurze Pause ein. Und grade als wir da waren, riss dann doch der Himmel immer mal wieder auf und wurde blau.

Wir liefen weiter Richtung Parkplatz, wo weitere Bäume zu sehen waren.

Am Parkplatz angekommen, gab es dann noch einen eingezäunten Baum.

Hier sollte die offizielle Wanderung enden, aber es wurde noch ein Abstecher zum Mirador de Bascos empfohlen. Wir waren noch nicht ausgelastet 😉 und das Wetter wurde ja auch grade besser, also entschieden wir uns, auch dirt noch hinzulaufen. Wir hatten nochmal einen Blick auf El Sabinar von oben.

Nach gar nicht so langer Zeit kamen wir dann am Mirador de Bascos an, dieser war aber leider wegen Einsturzgefahr gesperrt. Der Ausblick war aber trotzdem toll. Man konnte das ganze Golfo-Tal überblicken.

Nach einer kurzen Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Inzwischen war wieder das herrlichste Wetter und fast alle Wolken hatten sich verzogen.

Wir erreichen wieder El Sabinar und ab hier waren wir dann in 45 Minuten nach unten gestiegen. Bergab und ohne viele Fotos zu machen, ging dies dann echt flott.

Anschließend fuhren wir mit dem Auto die Serpentinen wieder hinab und weiter nach Frontera, wo wir im Restaurant Joapira essen gingen, eine Empfehlung von Jörg und Ralf. Als Vorspeise bestellten wir uns Runzelkartoffeln mit Mojo Rojo und Mojo Verde, die waren sehr lecker.

Wir bestellten beide Hähnchenbrust als Hauptgericht, nur in verschiedenen Varianten.

Anschließend ging es zurück zum Hotel, wo ich endlich den Binter Flug umbuchen wollte. Und dann musste ich mit Entsetzen feststellen, dass für Sonntag schon alle Flüge ausgebucht sind. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Wir fragten Jörg, ob er noch nen Tip hat, aber sie es aussieht müssen wir jetzt wohl doch schon am Samstag nach Teneriffa fliegen. Und ich befürchte, dass wir auf den Kosten für die Verlängerungsnacht sitzen bleiben werden. Sowas Doofes. Aber wenigstens war Jörg der Meinung, dass wir am Samstag doch noch Zeit haben werden, trotzdem auf dem Viehmarkt vorbeizufahren.

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