15.05.2022 – 06.06.2022 Irland: 3. Tag Wicklow Mountains – Powerscourt Gardens

Den Wecker hatten wir heute auf 7:30 Uhr gestellt. Nach dem Frühstück spielte leider mein Magen verrückt, so dass ich mich erst noch einen Moment ausgeruht habe. Dann war Koffer packen angesagt. Dann entstand noch dieses lustige Foto.

Gegen 11 Uhr checkten wir im Hotel aus und bestellten ein Taxi zur Mietwagenstation von Hertz. Mit unserem ganzen Gepäck war es uns zu umständlich, mit dem Bus quer durch die Stadt zu fahren und dann noch 10 Minuten zu laufen.

Bis wir den Mietwagen übernommen hatten, war es dann ca. 12 Uhr. Wir hatten uns für die Ford Fiesta Klasse entschieden, da erstens die Straßen in Irland ziemlich eng sind und ein großes Auto keinen Sinn macht und zweitens war es natürlich billiger. Eigentlich wollten wir ein Automatik-Auto, weil das im Linksverkehr einfacher ist, aber auch das hätte 200-300 Euro mehr gekostet, so dass wir uns dagegen entschieden hatten. Schauen wir mal, wie gut das klappt. Lt. unserem Reiseanbieter sollten eigentlich zwei Fahrer inkludiert sein, das war dann aber doch nicht der Fall und der 2. Fahrer sollte 9 Euro pro Tag extra kosten. Darauf verzichteten wir dann, zumal ich eh nicht weiß, ob ich mich trauen würde, im Linksverkehr zu fahren.

Bekommen haben wir schließlich einen Hyundai.

Los ging es dann Richtung Wicklow Mountains und wir steuerten erst mal Powerscourt Gardens an. Der Garten ist auf Platz 3 der 10 schönsten Gärten der Welt gewählt worden.

Aber zuerst war es natürlich mal eine Herausforderung für Björn, im Linksverkehr aus der Stadt rauszufahren. Aber er hat es bravourös gemeistert. Nach ca. 40 Minuten kamen wir am Powerscourt House an und pünktlich fing es an zu regnen, was aber auch so gemeldet war. Eigentlich kein guter Tag, um die Gärten zu besichtigen. Blöderweise hatte ich auch noch vergessen, den Schirm aus dem Koffer zu holen, so dass Björn diesen im Regen ihn in den unendlichen Weiten des Koffers erst noch suchen musste, aber er wurde zum Glück fündig.

Am Eingang waren dann wieder 11,50 Euro pro Person fällig. Im Regen schlenderten wir dann durch die Gärten. Es gab wieder einen Audioguides, den ich aber schon nach kurzer Zeit wieder abschaltete.

Bei Sonnenschein wäre das ganze natürlich schöner gewesen. Danach gingen wir ins Café. Da ich mich immer noch nicht so gut fühlte, bestellte ich mir nur einen Pfefferminztee. Björn hatte ein Hühnchensandwich, ein Stück Kuchen und eine Latte Macchiato. Da ließ es sich jemand gut gehen 😉.

Aufgrund des Regens und weil ich wirklich schlapp war, verzichteten wir dann auf einen Besuch in Glendalough und fuhren nach einem Besuch im Blumenshop direkt zu unserem B&B in Ashford. Das Carriglen B&B wird von Aine geführt, die uns gleich sehr herzlich begrüßte. Und im Hintergrund bellte auch schon ihr Hund.

Sie zeigte uns unser Zimmer, das sehr geräumig ist und fragte uns, wann und was wir am nächsten morgen frühstücken wollen.

Danach bot sie uns auch gleich noch einen Tee oder Kaffee an. Das Angebot nahmen wir dankend an und ich trank dann nach langer Zeit mal wieder Tee auf die englische Art. Schwarzer Tee mit Milch und Zucker.

Den Tee nahmen wir im schönen Dining Room ein und Aine leistete uns noch ca. 30 Minuten Gesellschaft. Sie ist sehr freundlich und plapperte wie ein Wasserfall. Bei dem irischen Englisch musste ich mich ganz schön anstrengen, allem zu folgen. Das hat dann leider nicht vollends geklappt. An den irischen Akzent muss ich mich erst noch gewöhnen.

Auf jeden Fall hatte auch sie es schwer in der Corona Zeit und viele Freunde wollten sie überreden das B&B aufzugeben. Aber sie hat ihre Freude daran und meinte, die Gäste hier zu empfangen, das wäre für sie wie Urlaub. Also hat sie weitergemacht und jetzt ist das Haus auch wieder voll mit Gästen.

Wir genossen dann noch ein bisschen die Zeit im Dining Room, bevor wir gegen 18:45 Uhr zum Abendessen gingen.

Wir liefen die 15 Minuten nach Ashford zu Fuß. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen. Gelandet sind wir im N11@Ashford House, auf welches uns Aine hingewiesen hatte. Ich weiß auch gar nicht, ob es noch ein weiteres Restaurant in Ashford gibt. Björn bestellte einen Chefsalat mit Hühnchen und ich nur eine Tomatensuppe mit Gemüse. Beides war ok, aber Irland kann weiterhin kulinarisch nicht punkten.

Von den Wicklow Mountains haben wir dann heute aufgrund des Regens nicht so viel gesehen. Aber so ist das nun mal im Leben. Es stehen uns ja noch viele schöne Erlebnisse bevor.

Heute bin ich dann mal schon gegen 21:00 Uhr ins Bett gegangen und hoffe, dass ich morgen wieder etwas fitter bin.

15.05.2022 – 06.06.2022 Irland: 2. Tag Dublin

Der Wecker klingelte heute um 8:00 Uhr. Wir hatten zwar Ideen, was wir heute machen können, aber richtig geplant hatten wir noch nichts.

Also ging es erst mal zum Frühstück, was sehr reichhaltig war, aber es gab sehr viele abgepackte Sachen, was ja eher nicht so mein Fall ist. An der Theke gab es aber auch Fried Eggs, Baked Beans, Sausages etc.

Beim Frühstück entschieden wir uns dann, Kilmainham Gaol, ein ehemaliges Gefängnis, einen Besuch abzustatten. Da die Karten online vorgebucht werden müssen, taten wir das während des Frühstücks und buchten zwei Tickets für je 8 Euro für 13:30 Uhr, was im Nachhinein ein Fehler war. Wir wollten nämlich auch in die Guiness Brauerei und die Führung mit anschließendem Selbstzapfen eines Guiness war nur noch spätestens um 15:30 Uhr verfügbar. Das kam und zeitlich zu knapp vor und somit buchten wir dann, sehr zum Leidwesen von Björn, die Führung ohne das Zapfen für 16;45 Uhr. Diese kostete dann 22 Euro pro Person (mit Zapfen hätte es 32 Euro gekostet).

Tja und dann fragten wir uns, warum wir im Gefängnis nicht die frühere Führung gebucht hatten, weil wir dann doch noch genügend Zeit hatten.

Gegen 12:30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg. 10 Minuten zur Bushaltestelle. Dort wollten wir dann beim Busfahrer ein Ticket kaufen, was aber nicht möglich war. Wir hätten, wo auch immer, ein Tagesticket kaufen müssen. Netterweise nahm uns der Busfahrer die eine Station dann trotzdem kostenlos mit. Die Bushaltestelle war direkt am Gefängnis. Nun mussten wir aber noch rund 15 Minuten warten, bis die Führung los ging.

An der Führung nahmen ca. 30 Leute teil. Die Führung startete in einem ehemaligen Gerichtssaal.

Danach ging es dann in durch den Westflügel.

Das Gefängnis wurde 1924 geschlossen. Wir gelangten in den Gefängnishof.

Hier konnten wir auch die ehemaligen Zellen von innen besichtigen.

Wir kamen noch an einer Gedenkstätte vorbei und schließlich gelangten wir zum ehemaligen Eingang.

Die Führung war nach einer Stunde beendet und danach konnte man sich noch zeitlich unbegrenzt im Museum aufhalten.

Danach liefen wir dann durch den Phoenixpark Richtung Guiness Storehouse.

Na und wie sollte es anders sein, natürlich schafften wir es doch, um 15:30 Uhr da zu sein. Aber nun hatten wir ja die Führung um 16:45 Uhr gebucht. Deshalb verzogen wir uns nochmal in ein nahe gelegenes Pub und aßen eine Pommes mit BBQ-Sauce.

Pünktlich trafen wir dann wieder am Guiness Storehouse ein und wurden auch gleich eingelassen.

Ich hatte eigentlich mit einer geführten Tour gerechnet, es gab aber wieder eine Audiotour. Ebenso dachte ich eigentlich, dass man richtig die Produktionsstätten zu sehen bekommt, aber auch das war nicht der Fall. Man bekommt eine über mehrere Stockwerke gehende Ausstellung zu Gesicht, in der anschaulich die Produktion des Guiness Bieres dargestellt wird.

Ein Tasting durfte natürlich auch nicht fehlen. Und auch wenn ich Bier nicht mag, hab ich es bei dem kleinen Gläschen dann doch nicht ausgeschlagen.

Ein Blick auf das Produktionswerk.

Und weiter ging es durch die Ausstellung.

Schließlich gelangten wir zur Gravity Bar. Eine Roof-Top Bar, wo es dann noch ein kostenloses Guiness oder einen kostenlosen Softdrink gab.

Björn entschied sich für das Guiness, Ich für den Softdrink 😉.

Von hier oben hatte man dann auch noch einen schönen Blick auf die Stadt.

Und im Hintergrund die Wicklow Mountains, wo es morgen für uns weitergeht.

Hier oben wurden wir dann um kurz vor 19 Uhr verscheucht, da die Bar geschlossen wurde. Durch das St Jame‘s Gate verließen wir dann das Gelände.

In der näheren Umgebung fanden wir dann kein Restaurant, so dass wir noch ca. 30 Minuten ins Temple Bar Viertel liefen. Hier landeten wir dann aber auch nicht im besten Lokal vor Ort. Björn hatte nochmal einen Burger, dieses Mal mit Hähnchen, und ich hatte Chicken Wings ohne Knochen. Kulinarisch hatte Irland bisher noch nicht so viel zu bieten. Mal abwarten.

Anschließend liefen wir wieder die 30 Minuten zum Hotel zurück und hatten nochmal einen Blick auf die Guiness Brauerei, die sich in unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel befindet.

Und dann fielen wir müde gegen 22:30 Uhr ins Bett.

15.05.2022 – 06.06.2022 Irland: 1. Tag Dublin

Nach Kambodscha und Island haben wir uns dieses Jahr wieder entschieden, unsere Reise mit Evaneos zu planen. Ausschlaggebend waren vor allem die guten Stornobedingungen, Bis 30 Tage vorher kostenlos stornieren, bis zur letzten Minute kostenlos Umbuchen möglich. Zum Glück mussten wir das nicht in Anspruch nehmen und so ging es dann heute morgen los auf die grüne Insel. Den Flieger mussten wir getrennt von der Reise buchen. Die besten Konditionen hatte die Lufthansa. Los ging es um 7:25 Uhr, so dass wieder um 3:30 Uhr aufstehen angesagt war. Das ist ja so gar nicht meine Uhrzeit.

Dieses Mal fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Dort war es heute relativ leer und wir waren ratzfatz durch die Sicherheitskontrolle durch. Noch etwas Wasser für den Flug besorgt und noch ein Croissant gegönnt, dann konnte es losgehen.

Da Irland eine Stunde Zeitverschiebung hat, landeten wir schon um 8:25 Uhr auf dem Flughafen von Dublin. Ein Auto haben wir erst ab dem 3. Tag gemietet, so dass wir mit dem Taxi zum Ashling Hotel fuhren. Das kostete ca. 27 Euro. Check-In war aber erst ab 15:00 Uhr möglich, so dass wir erst mal nur die Koffer abgeben konnten.

Danach fuhren wir dann für 1,70 Euro pro Person mit der Tram in die Innenstadt. Die Haltestelle liegt unweit des Hotels.

Wir wollten dann gleich mal das Trinity College ansteuern, dass fussläufig gut erreichbar war. Auf dem Weg dorthin überquerten wir die Half Penny Bridge über die Liffey.

Danach gelangten wir direkt ins bekannte Temple Bar Viertel, mit den vielen Kneipen. Aber es war ja doch noch etwas zu früh für ein Guiness.

Also liefen wir weiter zum Trinity College.

Dort erfuhren wir, dass die nächsten Tickets für das Book of Kells erst wieder ab 13 Uhr verfügbar sind. Es war 11:30 Uhr, wir buchten online die Tickets (der Preis war mit 14 Euro pro Person nicht gerade ein Schnäppchen) und verzogen uns dann in ein Café, wo wir es uns bei Hot Chocolate, Latte Macchiato und einem Schokostückchen gut gehen ließen.

Das Wetter war eine Mischung aus Sonne und Wolken und wechselte ständig zwischen kühl und warm.

Um 12:45 Uhr konnten wir dann schon die Ausstellung betreten. Man konnte sich eine kostenlose App mit Audio-Guide aufs Handy laden. Zu Beginn wurden viele Details des Buches in einer Ausstellung näher gebracht. Weiter ging es in einen Raum, in dem in einer Glasvitrine das Book of Kells ausgestellt war. Es handelt sich um eine illustrierte Handschrift aus dem 8. oder 9. Jahrhundert. Somit war hier Fotografieren verboten, da dort ganz besondere Schutzbedingungen herrschten.

Schließlich gelangten wir dann in den beeindruckenden Longroom, eine alte Bibliothek, die immer noch in Benutzung ist. Die Studenten des Trinity Colleges haben die Möglichkeit, diese uralten Bücher einzusehen.

Sehr beeindruckend. Danach schlenderten wir noch durch den Shop und legten dann draußen in der Sonne mal eine kurze Pause ein. Die Müdigkeit durch das frühe Aufstehen war nicht zu verleugnen.

Zu Fuß ging es danach weiter durch die Stadt.

Vorbei an St. Patricks Church, wo wir uns aber die 8 Euro Eintritt pro Person sparten und ihr keinen Besuch abstatteten.

Christ Church passierten wir ebenfalls.

Wir besuchten den Innenhof von Dublin Castle.

Und vorbei an der Townhall….

…liefen wir dann an der Liffey entlang zurück zu unserem Hotel, was ca. 25 Minuten Zeit in Anspruch nahm. Hier legten wir erst mal eine Ruhepause ein.

Eigentlich war unser Plan nochmal ins Temple Bar Viertel zu fahren, aber wir haben uns dann doch ein Pub in der Nähe des Hotels gesucht. Die Bewertungen im. Internet waren gut und so gingen wir ins Ryan‘s of Parkgate Street. Die Preise für die Steaks waren ganz schön gesalzen. Somit entschieden wir uns dann für nen Burger und Björn gönnte sich sein erstes Guiness. Ich kann Bier ja nicht so viel abgewinnen.

Was dann kam war ein doppelter Burger und ich habe letztendlich nur die Hälfte davon geschafft. Schade drum.

Gegen 21 Uhr konnte ich dann kaum noch die Augen aufhalten. Björn gönnte sich noch ein Ale und dann ging es die 300 m zurück zum Hotel und der Tag war zu Ende.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein schöner Tag war. Beeindruckend war vor allem der Longroom im Trinity College. In letzter Zeit merke ich aber immer mehr, dass mich Städte eher stressen und ich lieber in der Natur bin. Aber da kommen wir bald hin. Morgen nochmal Dublin und dann ab in die Wicklow Mountains und an die Westküste.